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Veröffentlicht am 09.04.2025

Guter Abschluss

Goldene Wege. Die Münchner Ärztinnen
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Inzwischen ist es das Jahr 1905. Die Freundinnen studieren endlich an der medizinischen Fakultät. Doch sie haben es immer noch sehr schwer. Fast alle männlichen Studenten legen ihnen Steine in den Weg. ...

Inzwischen ist es das Jahr 1905. Die Freundinnen studieren endlich an der medizinischen Fakultät. Doch sie haben es immer noch sehr schwer. Fast alle männlichen Studenten legen ihnen Steine in den Weg. Vor allem Fanny hat damit ihre Probleme, denn als sie sich für ihren Bruder ausgegeben hat, war sie sozusagen Beststudent und jetzt wird sie dargestellt wie der letzte Trottel. Elsa sucht immer noch verzweifelt nach ihrer Tochter und Änny verfällt mehr und mehr den Drogen. So gibt es eine Menge Probleme zu lösen

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie um die drei jungen Frauen, deren Lebenstraum es ist, Ärztin zu werden. Band 1 fand ich sehr toll, den Zweiten schwächer und der Abschluss ist wiederum gut gelungen. Es werden verschiedene gesellschaftliche Probleme angesprochen und dem Genre gemäß gibt es natürlich auch Liebe und Leid und am Ende interessante Lösungen für viele der Probleme. Die Entwicklung der Frauen verläuft unterschiedlich. In ihrem Leben gibt es gute, aber auch weniger gute Männer. Es gibt gerade Wege und Umwege zum Glück und zum beruflichen Fortkommen. Ich hätte mir ein wenige mehr konkrete Medizin der damaligen Zeit gewünscht (als Beispiel: Ärzte „heilen“ Babys mittels Alkohol). Gut gefallen hat mir am Ende auch das Nachwort, das den Roman in die historischen Tatsachen einordnet.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Geisterhaft

Haus der Geister
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Es ist 1881 und in einer alten Villa vor den Toren der Stadt Dresden finden Seancen statt. Das Medium ist inzwischen sehr berühmt und bekannt dafür, wahre Dinge vorauszusagen und dafür kein Geld zu nehmen. ...

Es ist 1881 und in einer alten Villa vor den Toren der Stadt Dresden finden Seancen statt. Das Medium ist inzwischen sehr berühmt und bekannt dafür, wahre Dinge vorauszusagen und dafür kein Geld zu nehmen. Doch bei einer dieser Sitzungen verstirbt ein Teilnehmer. Kommissar Heller und sein Assistent Schrumm wollen der Sache auf den Grund gehen. Das ist nicht so einfach und wird regelrecht gefährlich

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um Gustav Heller. Mir persönlich gefallen die früheren Bände der Reihe aus der späteren Zeit etwas besser. Es liegt in erster Linie daran, dass ich dort mehr über das heutige Dresden erkennen kann, was in der jetzigen Reihe schwerer ist. Trotzdem ist wie immer viel Lokales eingebaut und das macht unter anderem den Reiz der Reihe aus. Die Ermittlungen laufen für heutige Zeiten sehr ungewohnt ab und sind nicht allzu spannend. Auch dieser Fall endet mit einer überraschenden Wendung und mit dem Beginn moderner Kriminalistik und auch Medizin. Von daher gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Fantasievoll mit Botschaft

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Christopher ist bei seinem Großvater in Schottland und hält sich nicht an dessen Vorgaben. So landet er eher ungewollt in einem geheimen Archipel. Viele Inseln beherbergen geheimnisvolle Wesen und viele ...

Christopher ist bei seinem Großvater in Schottland und hält sich nicht an dessen Vorgaben. So landet er eher ungewollt in einem geheimen Archipel. Viele Inseln beherbergen geheimnisvolle Wesen und viele Gefahren. Er lernt ein fliegendes Mädchen kennen. Mal ist etwas besonderes und bringt ihn öfter in Lebensgefahr.

Das Buch hat mich sehr überrascht. Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Fantasy-Romanen, doch dieser ist etwas Besonderes. Das beginnt schon mit dem wunderbar gezeichneten Cover und geht weiter über die Vorstellung der verschiedenen Fabelwesen. Da ist viel Fantasie im Einsatz, aber es werden auch alte Mythen und Sagen und deren Bewohner zum Leben erweckt. Das ist das besondere an dem Buch. Die Geschichte selbst ist sehr abenteuerlich, aber vermittelt auch wichtige Botschaften wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft oder einfach nur Achtung gegenüber allen Lebewesen und der Natur. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Zu sachlich

Der ewige Tanz
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Das Buch erzählt die Geschichte von Anita Berber. Sie war in den 1920er Jahren vor allem in Berlin und Wien ein berühmter, aber auch berüchtigter Star. Angefangen als Tänzerin war sie eine Zeitlang auch ...

Das Buch erzählt die Geschichte von Anita Berber. Sie war in den 1920er Jahren vor allem in Berlin und Wien ein berühmter, aber auch berüchtigter Star. Angefangen als Tänzerin war sie eine Zeitlang auch im Stummfilm tätig. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre sehr speziellen Tanzvorführungen, bei denen sie teilweise nackt oder nur wenig verhüllt war. Auch in der damaligen relativ freien Zeit ein Skandal.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Ohne Vorkenntnisse war es oft schwierig, die Personen um Anita Berber richtig zuordnen zu können. Ich kannte ihre Geschichte und daher fiel mir zumindest dieser Teil etwas leichter. Für mich allerdings schwieriger war, dass ich mich der Person auf emotionaler Ebene überhaupt nicht annähern konnte. Und das Buch wirkte oft wie ein Sachbuch und brachte die Gefühle nicht gut rüber Anita Berber war nach dem Buch für mich nur eine Person, die drogenabhängig war und sexuell ausschweifend. Sie passt in diese wilde Zeit, aber für mich ist sie keine Heldin.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Die Kirchenmaus

Der Tote in der Crown Row
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1901 wird der Londoner Temple-Bezirk von einem Mord erschüttert. In der eigentlich abgeschlossenen Welt wird der oberste Richter des Landes erstochen aufgefunden und zwar ohne Schuhe und Strümpfe, was ...

1901 wird der Londoner Temple-Bezirk von einem Mord erschüttert. In der eigentlich abgeschlossenen Welt wird der oberste Richter des Landes erstochen aufgefunden und zwar ohne Schuhe und Strümpfe, was einem Skandal gleicht. Innerhalb des Bezirkes hat die Polizei kein Zugriffsrecht und so bekommt der Anwalt Gabriel Ward den Auftrag, Ermittlungen mit Hilfe eines jungen Constable durchzuführen. Doch ist er wirklich der richtige Mann dafür? Zumal er vor einem wichtigen Prozess um eine kleine Kirchenmaus steht.

Das Buch hat mich anfangs ein wenig unsicher zurückgelassen. In erster Linie konnte ich nicht zuordnen, was es ist: ein Krimi (dafür fehlte mir etwas die Spannung), eine Geschichte (da waren dann wieder zu viele Ermittlungen) oder was auch immer. Doch der Fortgang der Geschichte zog mich immer mehr in seinen Bann und interessant war auch dieser abgeschlossene Bezirk mit seinen Besonderheiten. Das Buch ist gut geschrieben und hat mir beim Lesen viel Interessantes vermittelt, aber auch Spaß gemacht. Die Eigenheiten der Bewohner waren teilweise echt witzig, die Aufklärung des Falles eigentlich hochaktuell. In der Beziehung hat sich leider noch nicht alles verbessert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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