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Veröffentlicht am 09.04.2026

Historischer Krimi mit geschichtlichem Hintergrund

Helle Tage, dunkle Schuld
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1948 arbeitet Carl Bruns in Essen bei der Kriminalpolizei. Im III. Reich wurde er dort aufgrund eines jüdischen Großvaters entlassen und arbeitete unter Tage. Jetzt muss er mehrere Verbrechen aufklären, ...

1948 arbeitet Carl Bruns in Essen bei der Kriminalpolizei. Im III. Reich wurde er dort aufgrund eines jüdischen Großvaters entlassen und arbeitete unter Tage. Jetzt muss er mehrere Verbrechen aufklären, die scheinbar auch mit der Nazizeit zusammenhängen. Daran verwickelt ist seine Jugendliebe Anna und deren Familie. Doch in diesen Zeiten ist es schwierig, Gut und Böse zu unterscheiden...

Das Buch ist ein gut geschriebener historischer Roman, der Krimi-Elemente vereint. Es geht um Schuld, die nach dem Krieg noch wirkt und Auswirkungen auf viele Familien hat. Das ist gut beschrieben und anhand eines wirklichen Ereignisses, wenn auch fiktiv, dargestellt. Die schwierige Zeit wird gut erklärt und auch die Probleme, die die Menschen damals hatten. Ich fand nur das Ende ein wenig zu dick aufgetragen und dadurch ein wenig unglaubwürdig, das mindert allerdings nicht sehr das Lesevergnügen insgesamt.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gemütlicher Krimi

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
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Vor der Hochzeit am nächsten Tag findet eine große Feier auf dem Anwesen bei Sir Peter statt. Er ist der reichste Mann von Marlow. Seine Braut ist seine ehemalige Krankenschwester. Gegen die Hochzeit haben ...

Vor der Hochzeit am nächsten Tag findet eine große Feier auf dem Anwesen bei Sir Peter statt. Er ist der reichste Mann von Marlow. Seine Braut ist seine ehemalige Krankenschwester. Gegen die Hochzeit haben einige etwas einzuwenden. Dann geschieht ein Unglück. Sir Peter wird in seinem verschlossenen Arbeitszimmer von einem Schrank erschlagen. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch der Mordclub ist der Meinung, es war keiner...

Das Buch ist ein gutgeschriebener gemütlicher englischer Krimi. Die Spannung ist nicht allzu hoch. Doch die drei mehr oder weniger älteren Damen ermitteln zwar mit Ruhe, aber auch einer großen Hartnäckigkeit, einigem Witz und vor allem sehr unkonventionell. Das ist gut lesbar und man hat Spaß beim Lesen. Die Lösung ist nicht schlecht ausgedacht. Es ist kein Buch, das einem sehr lange im Gedächtnis bleibt, aber es unterhält ungemein gut. Von daher von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gut lesbar

Die Mönchin
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1405 wird in Oberösterreich der Mönch Adrian in die Abtei Ennswalden geschickt, um eine Schrift zu finden, die der Kirche bei Entdeckung größten Schaden zufügen kann. Doch der Mönch ist in Wirklichkeit ...

1405 wird in Oberösterreich der Mönch Adrian in die Abtei Ennswalden geschickt, um eine Schrift zu finden, die der Kirche bei Entdeckung größten Schaden zufügen kann. Doch der Mönch ist in Wirklichkeit eine Frau. Adriana ist gebildet und versucht, diese Schrift zu entdecken. Doch ihre Mission ist gefährlich und um sie herum geschieht ein Mord nach dem anderen...

Ein Kloster, die Suche nach einer verbotenen Schrift im Mittelalter und viele Tote - das erinnert natürlich sofort an „Der Name der Rose“. Wohl jedes Buch, das in diesem Setting spielt, muss ich damit vergleichen lassen. Auch wenn in „Die Mönchin“ nicht alles so übernommen wurde, ähnelt es natürlich dem Klassiker. Trotzdem ist das Buch gelungen und gut lesbar und ist weniger ein historischer Roman als ein historischer Krimi. Die Geschichte ist in großen Teilen nachvollziehbar und auch spannend. Gut gefallen hat mir die Zeichnung am Anfang des Buches und die Erklärungen z. B zu den Stundengebeten oder bestimmten Ritualen im Kloster. Auch am Ende, bei dem erklärt wird, was fiktiv ist und was historisch belegbar, fand ich das hilfreich. Alles in allem ein sehr gut lesbares Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Guter Krimi

Taubenschlag
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Nahezu gleichzeitig werden mehrere Tote gefunden. In Berlin eine Familie, die allerdings schon mehr als 30 Jahre tot ist. In verschiedenen norddeutschen Städten ältere Herrschaften, die brutal ermordet ...

Nahezu gleichzeitig werden mehrere Tote gefunden. In Berlin eine Familie, die allerdings schon mehr als 30 Jahre tot ist. In verschiedenen norddeutschen Städten ältere Herrschaften, die brutal ermordet worden sind und die eine tote Taube bei sich haben. Durch ein europäisches Programm können Lykke und Rudi wieder zusammenarbeiten. Die Ermittlungen sind schwierig, denn es scheint gar nichts zusammenzuhängen und Rudi ist am Ende sogar sehr persönlich involviert.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein seriöser Krimi, die Ermittlungen sind nachvollziehbar und vor allem erscheinen sie mir auch sehr real. Was aber an dem Buch besonders ist, ist das sympathische Duo, dass sehr viel Witz versprüht. Das mag ich sehr. Der Fall selbst reicht ein ganzes Stück in die Vergangenheit und ist dadurch auch sehr interessant. Er ist nicht durchweg hochspannend, aber das hat mich nicht sehr gestört, weil die Geschichte trotzdem vorwärts ging. Von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Super Fortsetzung

Oxen. Pilgrim
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Nach den furchtbaren Ereignissen im Keller ist Oxen auf eine spezielle Weise traumatisiert. Er begibt sich auf eine Art Pilgerwanderschaft. Auf diese Weise kommt er langsam wieder ins Gleichgewicht, umso ...

Nach den furchtbaren Ereignissen im Keller ist Oxen auf eine spezielle Weise traumatisiert. Er begibt sich auf eine Art Pilgerwanderschaft. Auf diese Weise kommt er langsam wieder ins Gleichgewicht, umso mehr, als sein Sohn wieder engen Kontakt zu ihm aufnimmt und teilweise mit ihm mitwandert. Doch er muss das unterbrechen, weil ihn Margarethe Franck um Hilfe bittet. Sie ist vom Dienst suspendiert und ihr Ex-Chef Axel Mossman bietet ihr an, bei einem speziellen Deal, bei dem Finanzdaten eingekauft werden sollen, dabei zu sein. Doch das alles scheint einfacher als gedacht. Zumal sie immer noch auf der Suche nach den letzten Tätern aus dem Keller sind...

Das Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe. Mir hat gefallen, wie Oxen sich quasi selbst versucht zu heilen. Das erscheint mir angesichts seines Charakters sehr realistisch. Auch der weitere Fall und die Ermittlungen in quasi eigener Sache sind sehr spannend und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Mein Fazit ist allerdings, dass ich nichts mit irgendeiner Art von Geheimdiensten zu tun haben will. Die Menschen dort wollen vielleicht gutes, aber die Methoden sind nichts, wofür man sicher hergeben sollte. Unabhängig davon ist das Buch aber sehr gut lesbar und ich freue mich auf die Fortsetzung der Reihe.

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