Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2024

Der Tote am Gletscher

Der Tote am Gletscher
0

Von raschke64

Skipisten-Toni ist bei Schneesturm in einer Schutzhütte auf dem Gletscher, als er ein Licht sieht. Beim Nachsehen findet er eine Leiche und wird niedergeschlagen. Commissario Grauner – alteingesessener ...

Von raschke64

Skipisten-Toni ist bei Schneesturm in einer Schutzhütte auf dem Gletscher, als er ein Licht sieht. Beim Nachsehen findet er eine Leiche und wird niedergeschlagen. Commissario Grauner – alteingesessener Südtiroler – und Ispettore Saltapepe – junger neuer Kollege aus Neapel – ermitteln in den Bergtälern und in Bozen. Es ist nicht einfach, denn die Bewohner unterstützen sie nicht gerade.

Das Buch ist ein klassischer Krimi. Man verfolgt die Ermittlungen der beiden Polizisten. Am Anfang erfährt man sehr viel über die Geschichte von Südtirol und die Eigenarten der Bewohner. Das ist ein bißchen zu ausführlich und bremst die Spannung. Auch ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Es wirkt ein wenig abgehackt. Doch das ändert sich im Laufe des Buches. Die allgemeinen Ausführungen fallen weg und der Stil wird besser bzw. man gewöhnt sich daran. So ist das Buch doch gut lesbar. Die beiden so gegensätzlichen Ermittler sind gut getroffen und das in vielen Büchern übliche Gegeneinander findet hier nicht statt. Sie ermitteln jeder auf seine Weise, aber immer mit dem gleichen Ziel. Die Bewohner der Bergregionen sind gut getroffen, auch die Landschaft ist gut beschrieben. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen. Sehr gut gefallen haben mir die Karten in den Innenseiten. Und auch die Verknüpfung mit dem wohl berühmtesten „Bewohner“ dieser Gegend. Alles in allem ein solider Krimi mit noch etwas „Luft“ nach oben, was die Spannung angeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Morgen früh, wenn Du willst

Morgen früh, wenn du willst
0

In einen normalen Haus wird geschieht ein Mord. Die Polizisten finden eine Frau, gekleidet wie eine Puppe an einem Tisch sitzen – tot. Das Zimmer ist in Rosa eingerichtet und die Frau stellt sich bei der ...

In einen normalen Haus wird geschieht ein Mord. Die Polizisten finden eine Frau, gekleidet wie eine Puppe an einem Tisch sitzen – tot. Das Zimmer ist in Rosa eingerichtet und die Frau stellt sich bei der Obduktion als Mann heraus. Und es bleibt nicht der einzige Tote. Phil Brennan ist auf Wunsch seiner Frau Marina mit nach Birmingham gezogen. Er vermisst sein altes Team und hat mit einigen Leuten im neuen so seine Schwierigkeiten. Das macht die Ermittlungen nicht leichter … und auch zu Hause gibt es mit Marina Probleme.

Auch das neue Buch um Phil und Marina ist wieder absolut gelungen. Die verschiedenen so völlig unterschiedlichen Handlungsstränge passen eigentlich überhaupt nicht zusammen – und trotzdem findet sich am Ende eine überzeugende Erklärung und Lösung. Bis dahin wird auf vielen Seiten ermittelt. Wo andere Krimis langweilen, schafft es Tania Carver wieder, die Spannung sehr hoch zu halten. Keine Sekunde Langeweile. Und auch das Privatleben der Ermittler wird mit einbezogen, ohne es unnötig auszuwalzen. Ein Thriller vom Feinsten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Kaninchenherz

Kaninchenherz
0

Gesine arbeitet als Friedhofsgärtnerin. Bei einer Beerdigung muss sie feststellen, dass es ihre eigene Schwester ist, die angeblich Selbstmord begangen hat und sich vor einen Zug geworfen hat. Gesine ist ...

Gesine arbeitet als Friedhofsgärtnerin. Bei einer Beerdigung muss sie feststellen, dass es ihre eigene Schwester ist, die angeblich Selbstmord begangen hat und sich vor einen Zug geworfen hat. Gesine ist es egal, seit mehr als 10 Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Damals starb ihr Sohn an einer Pflanzenvergiftung und sie gibt ihrer Schwester die Schuld. Nach dem Tod des Sohnes hat Gesine alles verloren: ihren Mann , ihre Wohnung, ihre Arbeit als Kriminalistin. Und jetzt kommt alles wieder hoch. Und vor allem wird sie verdächtigt von ihren eigenen Eltern, dass sie ihre Schwester umgebracht hat.

Das Buch hat mich angenehm überrascht. Es ist ein richtiger Krimi mit vielen Verdächtigen. Eigentlich hat jeder mehr oder weniger ein Motiv und erst im letzten Drittel hatte ich eine feste Ahnung vom Täter (hat sich bestätigt). Bis dahin war es für mich spannend zu verfolgen, wie sich der Täterkreis immer mehr ausweitet und wie die Ermittlungen erfolgen. Auch die Wandlung Gesines ist absolut nachvollziehbar. Interessant auch der Wechsel zwischen dem heutigen Geschehen und den Ereignissen beim Tod des Sohnes. So erfährt der Leser nur stückweise, was damals geschah. Auch die eingefügten Pflanzen(gifte) waren interessant und gleichzeitig erschreckend für einen Laien, welche Gartenpflanzen so hochgiftig sind. Alles in allem habe ich das Buch in einem Ritt durchgelesen und freue mich auf die angekündigte Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Mann ohne Herz

Mann ohne Herz
0

Siri ist Psychotherapeutin und musste ihre Praxis schließen und beginnt in einer Sonderabteilung der Polizei als Profilerin zu arbeiten. Gleich der erste Fall ist heftig. Ein Mann wird ermordet und das ...

Siri ist Psychotherapeutin und musste ihre Praxis schließen und beginnt in einer Sonderabteilung der Polizei als Profilerin zu arbeiten. Gleich der erste Fall ist heftig. Ein Mann wird ermordet und das Herz rausgeschnitten. Er war homosexuell. Doch ist das der Grund? Dann wird ein kleiner Junge erschossen – und wieder ist es die gleiche Waffe. Doch was haben beide miteinander zu tun?

Mich hat „Mann ohne Herz“ etwas enttäuscht. Ja, das Buch ist gut und flüssig lesbar. Doch ich ertappte mich immer wieder dabei, dass die Gedanken abschweiften und ich öfter Unterbrechungen einfügte. Es war einfach nicht spannend genug. Der Wechsel zwischen den Rückblenden des evtl. Täters und der Opfer und der Beschreibung von Siri machten es nicht sehr viel spannender. Zumal mich gerade am Anfang die vielen privaten Sachen bei Siri, die nichts mit den Ermittlungen zu tun hatten, störten. Ebenfalls unglaubhaft war für mich, das ein 3-Mann-Profiler-Team (Siri, ihr Freund Vijay und die Chefin Carin) an einem Fall sitzt (auch wenn Siri eingearbeitet wurde), die aber selbst nichts ermitteln durften. Ich hatte mehr das Gefühl, dass irgendwie alle Personen „untergebracht“ werden mussten, die wohl (teilweise?) schon in anderen Büchern vorkamen. Auch die Sache zwischen Siri und Jimmy war für mich nur insofern logisch, als es dann eine Erklärung gab, dass Siri sich wieder mit ihrer Freundin versöhnt. Alles in allem für mich viel zu viel nebenbei und zu wenig Krimi, gar kein Thriller.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2024

Nun ruhet sanft

Nun ruhet sanft
0

Kommissar Dühnfort wird Vater. Doch er kann die gute Nachricht nicht richtig genießen, denn er wird an einen Tatort gerufen. Das Haus ist ausgebrannt und man findet die Leichen einer Frau und zweier Kinder. ...

Kommissar Dühnfort wird Vater. Doch er kann die gute Nachricht nicht richtig genießen, denn er wird an einen Tatort gerufen. Das Haus ist ausgebrannt und man findet die Leichen einer Frau und zweier Kinder. Schnell wird der Familienvater als Verdächtiger ausgemacht, denn nach einem Streit am Vorabend hat er die Familie verlassen. Und es war nicht der erste Streit dieser Art, er gilt aus jähzornig und arrogant, hat seine Frau schon geschlagen und geht notorisch fremd. Und während die Fahndung nach dem Vater anläuft, kommt dieser plötzlich angefahren mit roten Rosen in der Hand … ist er ein guter Schauspieler oder der Täter?

Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Anfangs kann man nachvollziehen, warum Dühnfort den Vater für den Täter hält. Die Ermittlungen sind logisch und nachvollziehbar. Später hat man als Leser durch einige Rückblenden – die der Kommissar natürlich nicht hat – doch einige Zweifel und auch Dühnfort zweifelt dann doch. Aber statt dass die Zweifel zu einem neuen Verdächtigen führen, hat man plötzlich eine Menge Täter im Kopf und erst ziemlich am Ende des Buches kann man so richtig sicher sein. Dadurch bezieht das Buch auch seine Spannung. Es ist ein richtiger Krimi: Tat, Ermittlungen, verschiedene Täter. Nicht allzu viel Privates – die Krimihandlung bleibt im Vordergrund. Dabei sehr gut lesbar. Ich freue mich auf den nächsten Band dieser Reihe ..

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere