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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Eins

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Tippi und Grace sind Zwillingsschwestern, aber keine gewöhnlichen. Sie sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen. Jede hat einen eigenen Oberkörper, aber einen gemeinsamen Unterleib. Jahrelang ...

Tippi und Grace sind Zwillingsschwestern, aber keine gewöhnlichen. Sie sind siamesische Zwillinge, an der Hüfte zusammengewachsen. Jede hat einen eigenen Oberkörper, aber einen gemeinsamen Unterleib. Jahrelang wurden sie zu Hause unterrichtet, doch der Vater wird arbeitslos und das Geld reicht nicht. So bekommen sie ein Stipendium für eine private Schule. Wie erwartet, wird es dort nicht einfach, doch sie finden in den Außenseitern Yasmeen und Jon Freunde. Ihre Schwester „Dragon“ träumt vom Ballett. Ihre Mutter arbeitet zu viel, der Vater beginnt zu trinken. Und dann kommen noch die gesundheitlichen Probleme...

Das Buch hat mich beeindruckt. Es ist ungewöhnlich. Zum einen vom Stil her. Kurze Sätze und Abschnitte, geschrieben wie ein Gedicht. Die Geschichte wird aus Sicht von Grace erzählt und so erhält man einen Eindruck in das Leben der Zwillinge und in ihre Gefühle. Was für sie normal ist, kann man als Außenstehender nicht immer gleich nachvollziehen. Sie sind beeindruckend in ihrem Zusammenhalt, in ihren gemeinsamen Entscheidungen und wie sie das Leben meistern. Umso trauriger ist das tragische und unerwartete Ende. Doch bis dahin gibt das Buch viel Stoff zum Nachdenken. Ich kann es nur uneingeschränkt weiter empfehlen.
Dazu trägt ebenfalls das außergewöhnlich gestaltet Cover bzw. der Umschlag bei. Hier hat sich jemand richtig gute Gedanken gemacht und die Entscheidung „Eins oder Zwei“ gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Gute Gesellschaftsstudie

Was ich euch nicht erzählte
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Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und ...

Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und findet sie ertrunken im See. Mord oder Selbstmord?

Die Geschichte ist kein Krimi oder Thriller, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Trotzdem ist sie spannend. Spannend, weil man wissen möchte, wie es dazu kam. Das Buch erzählt die Geschichte der Familie, die reichlich 20 Jahre früher begann. Die Mutter ist eine unangepasste junge Frau. Sie soll gemäß der damaligen Zeit gut heiraten. Doch sie will studieren und Ärztin werden. Dann lernt sie an der Universität ihren späteren Mann kennen. Er ist Amerikaner, doch stammt von chinesischen Einwanderern ab. Die Ehe ist für die damalige Zeit fast ein Skandal. Er bekommt nur in einer Kleinstadt Arbeit, sie schnell 2 Kinder und damit hat sich der Traum vom Studium erledigt. Sie bleiben immer Außenseiter und das bleibt auch bei ihnen Kindern so. So transportiert vor allem die Mutter ihre Träume auf Lydia und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wehrt diese sich nicht dagegen. Stattdessen hält sie eine Fassade aufrecht. Doch irgendwann funktioniert das Ganze nicht mehr.
Auch wenn sich das alles vor vielen Jahren zugetragen hat, ist vieles auch auf die heutige Zeit übertragbar. Wenn man nicht miteinander redet, entstehen viel zu viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen und Fehler. Das Buch gibt viele Anregungen zum Nachdenken, aber dazu ist es noch eine gute Geschichte und gleichfalls gut lesbar.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Nicht ganz überzeugend

Mörderische Wahrheiten
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In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige ...

In Wien werden mehrere Jugendliche mit 21 Messerstichen ermordet. Sie tragen gelbe T-Shirts, graue Hosen und pinken Nagellack. Alles ist gleich wie bei einer Mordserie vor rund 20 Jahren. Nur der damalige Mörder sitzt im Gefängnis und stirbt, kurz bevor der 1. neue Mord passiert. Damals war Konrad stark in die Ermittlungen eingebunden und als er jetzt endlich aus dem Koma erwacht, kann er sich an nichts erinnern und trotzdem soll er zusammen mit Carlotta der Polizei helfen.

Das 2. Buch um Carlotta und Konrad. Man kann es auch gut lesen und verstehen, ohne das 1. zu kennen. Auch hier für mich wieder viel zu viel Nebenhandlung. Für mich ist es eher ein Roman mit ein paar Ermittlungen nebenbei. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, doch speziell Carlotta wirkt auf mich nicht sympathisch. Es ist für mich auch nicht wirklich glaubwürdig, dass Carlotta mit ein paar Anrufen und Besuchen so einen großen Ermittlungsvorsprung gegenüber der Polizei haben soll. Und auf mich wirkt es auch überhaupt nicht glaubwürdig, dass der Mörder so wenig in die Ermittlungen einbezogen wird, obwohl das für mich naheliegend war und das Ende dann doch sehr dramatisch wurde.
Alles in allem ist das Buch gut lesbar und spielt zumindest teilweise an ungewöhnlichen Orten und mit ungewöhnlichen Personen. Für mich persönlich ist es eher Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Schwarzer Lavendel

Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)
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Dr. Leon Ritter erbt von seiner Tante einen kleinen Weinberg. Bei der Besichtigung wird eine mumifizierte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie bleibt nicht die einzige, denn es verschwindet eine weitere ...

Dr. Leon Ritter erbt von seiner Tante einen kleinen Weinberg. Bei der Besichtigung wird eine mumifizierte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie bleibt nicht die einzige, denn es verschwindet eine weitere junge Frau und auch eine weitere Mumie taucht auf. Die Polizei ermittelt und Dr. Ritter mischt sich immer wieder ein…

„Schwarzer Lavendel“ ist der 2. Band um Dr. Ritter. Ich habe beide Bücher hintereinander gelesen. Während mir der 1. Band nicht so gut gefiel, weil ich dort das Gefühl hatte, ich lese ein Drehbuch und Dr. Ritter ist James Bond in der Provence, hat sich das im vorliegenden Buch geändert. Leon muss jetzt auch einige Niederlagen einstecken und arbeitet mit der Polizei mehr zusammen. Trotzdem gibt es immer noch reichlich Reibereien. Gut gefallen hat mir die Schilderung des Lebens in der Provence. Man konnte sich das richtig vorstellen und auch das Lebensgefühl kam gut rüber. Besonders auch die Probleme der Polizisten bzw. mit der Tochter. Die Spannung bezog sich für mich eher auf einige Nebenhandlungen, bei der Haupthandlung war der Täter für mich dann nicht mehr so überraschend und das Ende kam ein bißchen schnell. Insgesamt jedoch ist es ein durchaus guter Krimi und auch einen 3. Teil würde ich lesen

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Fuchskind

Fuchskind
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Als Gesine ganz zeitig auf den Friedhof kommt, hört sie eigenartige Geräusch und findet eine Säugling. Sie bringt ihn ins Krankenhaus und rettet ihm damit das Leben. Aber sie bekommt nicht mit, dass vor ...

Als Gesine ganz zeitig auf den Friedhof kommt, hört sie eigenartige Geräusch und findet eine Säugling. Sie bringt ihn ins Krankenhaus und rettet ihm damit das Leben. Aber sie bekommt nicht mit, dass vor dem Friedhof eine ermordete Frau gefunden wird. Obwohl sie nur Zeugin ist, mischt sie sich doch immer wieder in die Ermittlungen ein und dann kommt auch noch ihr Ex-Mann Klaus zurück. Auch er ist in die Vorfälle eingebunden und Gesine vermutet, dass er viel mehr damit zu tun hat, als er zugibt. Dann wird auf Gesine geschossen …
Der 2. Band um die Ex-Polizistin Gesine hat mir wieder gut gefallen. Es gibt einige Tatverdächtige und die „Ermittlungen“, die Gesine macht, sind nachvollziehbar und wirken real. Die persönlichen Verwicklungen passen zum Fall und lenken nicht vom Geschehen ab. Man merkt Gesine die Entwicklung an und diese ist auch glaubhaft. Wie im ersten Band sind auch hier Giftpflanzen aufgeführt. Während es aber im 1. Teil für mich logisch erschien, waren hier die Ergänzungen teilweise doch weit hergeholt und passten nicht wirklich zum Fall. Es ist interessant, darüber zu lesen, aber es eigentlich unnötig. Ansonsten ist es wieder ein geradliniger gut gelungener Krimi, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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