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Veröffentlicht am 05.11.2024

Das dunkle Herz der Welt

Das dunkle Herz der Welt
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Vladislav Basarab Draco, ist der Sohn des Fürsten der Walachei. Vlas ist nicht am Hof seines Vaters aufgewachsen und so wird er bei der Thronübergabe übergangen. Er will mit allen Mitteln den Thron der ...

Vladislav Basarab Draco, ist der Sohn des Fürsten der Walachei. Vlas ist nicht am Hof seines Vaters aufgewachsen und so wird er bei der Thronübergabe übergangen. Er will mit allen Mitteln den Thron der Walachei zurück. Dabei muss er auch seinen Sohn als Geisel geben und er kämpft sowohl auf Seiten der Christen wie der einfallenden Osmanen. Mit seinem ehemaligen Freund Janos hat er sich dabei einen seiner schlimmsten Feinde geschaffen.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Denn diese Zeit im Mittelalter in den heutigen Ländern von Rumänien, Bulgarien, Ungarn ist nicht so oft beschrieben worden. Ich wusste darüber nicht sehr viel. Jetzt weiß ich etwas mehr, aber das Lesen ist mir wirklich über längere Strecken schwer gefallen. Die Autorin möchte eine Geschichte erzählen, aber viel Historie unterbringen. Dabei ist beides nicht völlig gelungen. Die Historie wird oft im „Galopp“ und teilweise nebenbei erzählt. Manche Zusammenhänge erschlossen sich mir – sicher auch mangels Vorkenntnisse – nur teilweise. Das machte das Lesen oft zäh. Die Geschichte selbst war einfacher zu lesen. Allerdings wirkten die Figuren oft etwas platt und kraftlos, ich konnte nur zu ganz wenigen Sympathie oder auch Interesse aufbauen. So erschloss sich mir nicht, warum die als so stark beschriebene Freundschaft zwischen Vlas und Janos – die sich öfter Frauen/Geliebte teilten -, auf einmal zu Ende sein soll, nur weil sich Janos für eine Frau interessiert und am gleichen Tag Vlas ihr den Hof macht. Ein Wort zwischen den beiden hätte alles geklärt, statt dessen schmollt Janos wie ein beleidigtes Kind und entwickelt einen für mich auf einmal unerklärlichen Hass auf Vlas. Eigentlich wirkt er eher grundlos neidisch.
Eine der wenigen Figuren, die für mich menschlich wirkten, war die Frau von Vlas Vasilissa. Ihre Gefühle waren nachvollziehbar.
Die Autorin hat für das Buch viel recherchiert und auch viel gewollt. Es ist nicht alles aufgegangen. Trotzdem würde ich das Buch als gutes Erstlingswerk bezeichnen mit Luft nach oben. Wer Historienschmöker liebt und wen es nicht stört, dass er die politischen Zusammenhänge nicht auf Anhieb verstehen kann, wird das Buch mögen.
Abschließend möchte ich noch das in meinen Augen gut gelungene Buchcover erwähnen.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Meine amerikanische Freundin

Meine amerikanische Freundin
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Zwei Freundinnen – eine in Paris, Molly in New York. Sie arbeiten beide in der Filmbranche und sind eng befreundet. Dann fällt in New York Molly ins Koma und verbleibt dort für lange Zeit. Als sie wieder ...

Zwei Freundinnen – eine in Paris, Molly in New York. Sie arbeiten beide in der Filmbranche und sind eng befreundet. Dann fällt in New York Molly ins Koma und verbleibt dort für lange Zeit. Als sie wieder erwacht, ist sie halbseitig gelähmt, völlig verändert, mit einem ganz schlechten Kurzzeitgedächtnis. Vorher komplett unabhängig und selbständig, lebt Molly jetzt bei ihren Eltern. Ihre Freundin aus Paris besucht sie mehrfach …

Das Buch ist nur 150 Seiten dick und man hat es schnell durchgelesen, denn der Stil ist einfach und gut lesbar. Man kann sich die Frauen sofort vorstellen und auch die Situation, in der beide sind. Gestört hat mich, dass die Ich-Erzählerin keinen Namen bekommt. So beschreibt man das Buch immer als „Molly und ihre Freundin“. Dadurch wirkt die Freundin für mich unpersönlich. Ansonsten ist es aber beeindruckend. Die Schilderungen der Freundschaft, der Veränderungen und dann auch des wahrscheinlichen Auseinanderbrechens sind direkt und gradlinig, ohne Umschreibungen. Auch wenn es mir beim Lesen nicht gefallen hat, wie auf das Ende zugesteuert wird – es ist die Wahrheit. Freundschaft beweist sich erst in schweren Zeiten. Doch auch da ist sie nur begrenzt lebensfähig, denn Freundschaft besteht aus Geben und Nehmen. Und wenn aufgrund welcher Umstände auch immer ein Teil nur noch Nehmen kann oder will, hat der andere Teil irgendwann das Gefühl, dass die Freundschaft ausgenutzt wird und für einen selber nichts mehr bringt. Und dann beginnt die Überlegung, ob sich so eine Freundschaft wirklich noch lohnt … Denn eine Freundschaft, die nur aus Pflicht oder Mitleid besteht, ist für mich keine richtige mehr. Man betrauert den Verlust, man verflucht seine eigene Ohnmacht, nicht helfen zu können – und trotzdem geht die Freundschaft. Ein gutes Buch.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Eismädchen

Eismädchen
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Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen ...

Psychologin Alice Quentin arbeitet in einem Hochsicherheitsgefängnis an einer Auftragsarbeit. Ca. 6 Monate soll es dauern und sie hat für diese Zeit ein kleines abgelegenes Cottage gemietet. Die Einheimischen berichten, dass es dort spuken soll. Während ihrer Zeit dort werden in London mehrere Mädchen entführt und ermordet. Das Muster des Täters Kinsella ist bekannt. Nur sitzt dieser seit 20 Jahren in genau dem Hochsicherheitsgefängnis, in dem Alice jetzt arbeitet. Er soll bewegt werden, mit der Police zusammenzuarbeiten. Aber er will nur mit Alice sprechen, doch eigentlich verrät er wenig. Dann wird in ihrem Cottage auch noch eingebrochen …

Das Buch ist einer guter Krimi, auch wenn es hier weniger um die Ermittlungsarbeit der Polizei geht. Es wechseln sich die Szenen im Gefängnis mit denen der Erlebnisse der entführten Mädchen ab. Trotzdem empfand ich die Spannung nicht übermäßig hoch, zumal ich schon mal eine ungefähre Ahnung vom Täter hatte. Der Kreis war schnell eingeschränkt und so kamen nicht mehr viele dafür in Frage. Das Interessante war dann eher der Grund. Die Ablenkungen durch die privaten Sachen hielten sich in Grenzen. Das Buch war gut lesbar, ein einfacher Stil, gut geschrieben, nicht langweilig. Insgesamt ein solider Krimi mit Luft nach oben, für den ich aber insgesamt eine Leseempfehlung aussprechen möchte.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Brennender Fluss

Brennender Fluss
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Flathead Valley in Montana leidet unter einer Hitzewelle. Es gibt viele Brände, alles sehnt sich nach Abkühlung. Dann wird ein ehemaliger Soldat erschossen und Detective Macy Greeley soll den Fall übernehmen. ...

Flathead Valley in Montana leidet unter einer Hitzewelle. Es gibt viele Brände, alles sehnt sich nach Abkühlung. Dann wird ein ehemaliger Soldat erschossen und Detective Macy Greeley soll den Fall übernehmen. Doch so richtig kommt sie nicht vorwärts, bis auf den Polizisten Aidan hat sie nicht viel Unterstützung. Und dann muss sie sich auch noch mit ihrem Chef Ray auseinandersetzen, der ihr Liebhaber und Vater ihres Sohnes ist und sich auch noch in die Ermittlungen einschaltet. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche …

Dieser Krimi hat mich nicht wirklich überzeugt. Am Anfang muss man sich erst einmal lange in die teilweise verworrenen Familienverhältnisse und Beziehungen einlesen. Da kommt nicht viel Spannung auf. Im weiteren Fortgang der Geschichte geht es vor allem um die privaten Probleme von Macy und auch da habe ich mich oft eher gelangweilt. Erst gegen Ende hin nimmt das Geschehen an Fahrt und Spannung zu, kann aber das ganze Buch nicht wirklich retten. Auch wenn das Ende dann einiges an Überraschungen birgt, aber das wird auf ganz wenigen Seiten erledigt. Irgendwie ließ mich das alles nicht sehr glücklich zurück. Den 1. Teil um Macy fand ich besser, hier hatte ich nicht das Gefühl eines guten und spannenden Krimis. Auch der Titel „Brennender Fluss“ bleibt für mich rätselhaft in Bezug auf den Inhalt. Alles in allem kurz: lesbar, aber es gibt bessere Bücher.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Veilchens Feuer

Veilchens Feuer
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Valerie (Veilchen) Mauser bekommt eine besondere Aufgabe übertragen. Wolf Rock – ein berühmter Deutschrocker – gibt sein Abschiedskonzert an der Bergisel Schanze. Im Vorfeld allerdings wird er massiv bedroht ...

Valerie (Veilchen) Mauser bekommt eine besondere Aufgabe übertragen. Wolf Rock – ein berühmter Deutschrocker – gibt sein Abschiedskonzert an der Bergisel Schanze. Im Vorfeld allerdings wird er massiv bedroht und auf eine von ihm getätigte Schandtat aus den 1970er Jahren verwiesen. Doch er kann oder will sich an nichts erinnern und ist sehr unkooperativ. Dazu kommt, dass Veilchen nicht einmal weiß, ob sie die Drohungen überhaupt ernst nehmen soll, denn Rocks Manager hat schon einmal eine Drohkampagne gemeldet, die sich dann einfach als Werbung herausstellte.

Das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt. Anfangs war es recht witzig geschrieben und die Karikatur eines alternden und teilweise auch durchgeknallten Rockstars ist gut gelungen. Doch durch die Rückblenden auf das Geschehen in den 70er Jahren hat man recht schnell Gewissheit oder zumindest eine starke Ahnung, was da passiert ist. Dadurch geht die Spannung schnell dahin. So wusste ich zwar bis zum Ende nicht, wer verantwortlich ist für die Morddrohungen, aber es hat mich irgendwie auch nicht mehr sehr interessiert. Denn vorher hatte ich mich doch über einiges geärgert. Um ein Beispiel zu nennen: Die dilettantischen Sicherheitskräfte vor dem Konzert – was soll das? Eine Stadt, die jährlich einmal ein Skispringen mit Tausenden von Leuten durchführt, soll bei einem Rockkonzert überfordert sein? Es gibt nur einen engen Eingang auf das Gelände usw. – dass das alles nicht so funktioniert, weiß inzwischen wohl jeder. Alles in allem war das Buch nett und flüssig zu lesen, aber im Vergleich zu seinem Vorgänger um einiges schlechter und selbst für einen „sogenannten Heimatkrimi“ ziemlich spannungslos.

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