Cover-Bild In Liebe, Layla
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3,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 11.04.2016
  • ISBN: 9783641175825
Annie Barrows

In Liebe, Layla

Roman
Beate Brammertz (Übersetzer)

Sommer 1938: Layla Beck, Senatorentochter aus Washington, wird nach einer geplatzten Verlobung von ihrem Vater enterbt und in das verschlafene Örtchen Macedonia in West Virginia geschickt, wo sie als Stadtschreiberin fungieren soll. Layla tobt vor Wut, in ihren Augen kann sie dort nur völlig verrückt werden vor Langeweile. Und so erreicht sie die Stadt mit nur einem Ziel: so schnell wie möglich wieder von dort zu verschwinden. Die Geschichte des kleinen Ortes scheint für dieses Vorhaben auch bestens geeignet zu sein, denn sie ist äußerst kurz und ereignislos. Doch als Layla ihr Zimmer im Haus der Romeyns bezogen hat und die Bewohner näher kennenlernt, wird ihr schnell bewusst, dass das Leben dort einige Überraschungen für sie bereithält. Auch hinter der Fassade der altehrwürdigen Strumpfwarenfabrik scheint mehr zu stecken, als man ihr anfangs sagen will. Und am Ende wird Layla nicht nur die Geschichte der Stadt, sondern auch die von manchen Bewohnern kräftig durcheinanderwirbeln und völlig neu schreiben.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2016

Phänomenal!

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Rezension - Annie Barrows: In Liebe, Layla
„Oooch nö, so ein schnulziger Kitsch“, dachte ich beim Anblick des Covers aus dem btb Verlag – altrosa Blümchen und ein schnörkeliges In Liebe, Layla… Zum Glück ...

Rezension - Annie Barrows: In Liebe, Layla
„Oooch nö, so ein schnulziger Kitsch“, dachte ich beim Anblick des Covers aus dem btb Verlag – altrosa Blümchen und ein schnörkeliges In Liebe, Layla… Zum Glück stellte mir die Buchhandlung Bücher Pustet dieses Exemplar mit der Bedingung verknüpft, auch eine Rezension zu schreiben, zur Verfügung! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dafür, mir wäre wegen eines irreführenden Covers ein wahrer Juwel entgangen!
Die Geschichte – genau genommen der Hauptstrang – ist an und für sich recht schnell erzählt. Layla Beck, Senatorentochter mit allen Privilegien, weigert sich den für sie Auserkorenen zu heiraten, woraufhin ihr Vater den Geldhahn zudreht und Layla gezwungen ist zu arbeiten. Ausgerechnet als Historikerin in einer verschlafenen Provinz. Aber Layla stellt sich der Aufgabe, geht offen auf ihre Gastfamilie Romeyn zu und entdeckt, dass viel mehr in ihr steckt, als nur das dümmliche Modepüppchen und nette Betthäschen. Und klar, am Ende findet sie auch die große Liebe und erhält den heiß ersehnten Heiratsantrag.
Annie Barrows schreibt herrlich exzentrisch, mit unglaublich viel Wortwitz und Esprit eine Geschichte über Loyalität und Erwachsen werden. Über die kleine Willa, die sich wie ein „KIeinkind in umnachteter Unwissenheit“ fühlt und den Drang verspürt, endlich die Menschen zu verstehen. Über ihren Vater, Felix Romeyn, der seinen besten Freund verloren hat und nicht zu seinem Beitrag an dessen Tod stehen kann, sich stattdessen ziellos mit kleineren Gaunereien durchs Leben treiben lässt und den Playboy gibt. Ihre Tante Jottie, deren große Liebe der verstorbene Vause und über dessen Tod sie nie hinweggekommen ist, ist als Ersatzmutter eingespannt. Und „diese Frau, glitzernd und frisch und ignorant wie ein Schaf“: Layla Beck.
Den besten Eindruck gewinnt man immer noch – so denke ich – durch sorgsam ausgewählte Textstellen. Daher möchte ich an dieser Stelle einen kurzen Einblick ins Buch gewähren – Layla antwortet ihrem Ex-Liebhaber Charles auf sein Schreiben in die Provinz, in dem er sie für die ihr zugewiesene Arbeit als ungeeignet darstellt und gleichzeitig einen Besuch vorschlägt, nicht ohne zu fragen, inwieweit seine Anwesenheit auffallen würde:
„Charles,
zu behaupten, ich wäre überrascht von dir zu hören, ist noch gelinde ausgedrückt. Hast du bei unserem letzten Treffen kein unwiderrufliches Verbannungsgebot erlassen? Oder war mir der bourgeoise Nebel, der meinen Verstand trübt (direktes Zitat), auch in die Ohren gedrungen? Vielleicht irre ich mich und du hast nicht gesagt, unsere Beziehung fuße auf dekadentem Individualismus und dass ich nichts weiter sei als eine Hure der Oberschicht.
Nein, ich erinnere mich ganz deutlich. Das hast du gesagt. Diese bourgeoisen Nebel kommen und gehen.
Wie kannst du es wagen, mir einen solchen Brief zu schreiben?
Du, mit all deinem scheinheiligen Gerede über Humanität und die Erhöhung der Menschheit, bist so kaltherzig und unmenschlich wie sämtliche Faschisten, die du zu verachten behauptest. Wenn du wirklich auch nur einen Gedanken an mich, als Arbeiterin oder Person, verschwendet hättest, hättest du dich geschämt, meine Arbeit zu verspotten und mit deiner eigenen zu prahlen. Dein arroganter Wahn, deine Beweggründe seien mir verborgen, ist eine Beleidigung meiner Intelligenz. Es ist offensichtlich, dass du herkommen möchtest, um mit mir ins Bett zu steigen, sonst nichts, aber am beleidigendsten finde ich deine Annahme, der Fliegendreck an Charme, den du in deinem Brief verwendest, würde ausreichen, dieses Ziel zu erreichen.
(…) leb wohl.
Layla
Mein Fazit: ironisch, temporeich, exzentrisch – wer das in Form erbaulicher Unterhaltungsliteratur sucht, kann getrost zugreifen!

Veröffentlicht am 07.01.2025

In Liebe, Layla

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Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten ...

Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten Verlobten zu heiraten, kommt es zu einem Streit, bei dem der Vater ihr die finanzielle Unterstützung entzieht und sie zum Arbeiten zwingt. Über einen Onkel kommt sie in ein Projekt und in die Kleinstadt Macedonia in West Virginia. Dort soll sie anlässlich der 150-Jahr-Feier ein Buch über die Geschichte der Stadt schreiben. Anfangs findet sie alles grauenvoll und fühlt sich in der Familie, in der sie zur Untermiete wohnt, einfach nur unwohl. Doch dann lernt sie Felix kennen...

Mich hat das Buch nicht überzeugt. Den dauernden Wechsel der Erzähler fand ich anstrengend und anfangs auch verwirrend. Am besten gefielen mir die Teile, die als Brief geschrieben waren. Und die Teile, die die Buchkapitel der Stadtgeschichte waren, die waren sehr humorvoll. Ansonsten habe ich mich 400 der 600 Seiten teilweise durchgequält und oft gelangweilt. Alles wurde so breit gezogen und ausgewalzt. Hier hätte für meine Begriffe eine Straffung gut getan. Erst im letzten Drittel kam ein wenig Spannung auf und ich konnte flüssiger lesen. Das Ende wiederum fand ich nicht überzeugend. Keine der Figuren mit Ausnahme von Emmet war mir besonders sympathisch oder nähergehend. Am Schluss war ich einfach nur froh, dass das Buch zu Ende war.

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