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Veröffentlicht am 05.11.2024

Salzverkrustet

Salzverkrustet
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Die Wiener Familie Gusel – Vater, Mutter, Sohn – beschließen, 1 Jahr auf dem Mittelmeer zu segeln und ziehen das auch durch. Das Buch enthält die Beschreibung der Reise und Fotos dazu.

Insgesamt war es ...

Die Wiener Familie Gusel – Vater, Mutter, Sohn – beschließen, 1 Jahr auf dem Mittelmeer zu segeln und ziehen das auch durch. Das Buch enthält die Beschreibung der Reise und Fotos dazu.

Insgesamt war es für mich ein nettes, aber irgendwie überflüssiges Buch. Was ich damit meine ist, dass ich das Gefühl hatte, ich lese einen Schulaufsatz „Wie habe ich meine Ferien verbracht“ oder bin bei einem „Dia-Vortrag“ über eine Urlaubsreise dabei. Alles nicht schlecht, aber auch nicht so überzeugend, dass es mein größeres Interesse geweckt hat. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich mit der Familie nicht „warm“ wurde. Die konsequente Verwendung der Spitznamen brachte für mich eher den Effekt, das ich einen Trickfilm verfolge. Es wurde fast nichts persönliches berichtet: also z. B. Alter oder die Berufe und warum unbedingt dieses eine Jahr Segeln gewählt wurde. So war es eine Reiseaufzählung diverser Häfen, Schwierigkeiten mit dem dortigen Personal, Übelkeit unterwegs – schöner Plätze, toller Gegenden. Ebenso konsequent wurden auch alle anfallenden Probleme und Schwierigkeiten verniedlicht. Ich glaube einfach nicht, dass es wirklich so harmonisch war wie beschrieben. Es wurde alles mit viel Humor erzählt, teilweise richtig witzig. Aber es war nicht so richtig authentisch für mich. Der Spagat zwischen Vermeidung jeglicher persönlicher Dinge und einer persönlichen Reisebeschreibung ist für mich insgesamt nicht gelungen. Trotz dieser Kritik war das Buch aber leicht lesbar und unterhaltsam. Allerdings wüsste ich niemanden, dem ich es empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Ein Mann namens Ove

Ein Mann namens Ove
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Ove ist Ende 59 und wohnt in einer kleinen Siedlung. Seit 40 Jahren bestimmt er, was dort läuft – stellt Verbotsschilder auf und kontrolliert die Einhaltung, macht jeden Tag Rundgänge, streitet sich mit ...

Ove ist Ende 59 und wohnt in einer kleinen Siedlung. Seit 40 Jahren bestimmt er, was dort läuft – stellt Verbotsschilder auf und kontrolliert die Einhaltung, macht jeden Tag Rundgänge, streitet sich mit mehr oder weniger allen Nachbarn und ist mit sich und der Welt unzufrieden. Und dann ziehen auch noch neue Nachbarn ein: Der Mann „überfährt“ als erstes seinen Briefkasten, die Frau ist eine schwangere Ausländerin. Ove dreht durch …

Es ist lange her, dass ich bei einem Buch laut schallend lachen musste. Hier ist es mir schon im ersten Kapitel passiert. Die Beschreibung eines I-Pad-Kaufes – zu komisch (und doch so real). Sofort hatte ich Bilder vor Augen. Doch das Buch ist keine Komödie – im Gegenteil. Wohl jeder kennt einen Ove in seiner Nachbarschaft – jemand, der alle kontrolliert und teils auch terrorisiert. Damit könnte man es belassen – doch der Autor geht viel viel weiter. Ihm ist es wunderbar gelungen, von Kapitel zu Kapitel zu wechseln. Während man sich im 1. Kapitel noch herrlich amüsiert, bekommt man in einem weiteren eine totale Wut auf Ove, der so griesgrämig und unleidlich ist und allen Leuten das Leben vermiesen will. Und im nächsten Kapitel hat man dann auf einmal mit Ove Mitleid: ein Mann, der in ganz kurzer Zeit seinen gesamten Lebensinhalt verliert: die Frau, die Arbeit, eigentlich sein ganzes Dasein. Aber ehe man zu sehr Ove bedauert, wechselt er wieder zu einem totalen Ekel. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lässt einem mehr und mehr verstehen, warum Ove so geworden ist. Für mich ein weiteres Plus ist das Ende des Buches, ein HappyEnde – ohne wirklich eins zu sein. Ich bin eigentlich immer skeptisch, wenn Bücher von allen Seiten nur gelobt werden – doch in diesem Fall ist jedes Lob angebracht. Das Buch ist einfach der Hammer. Gut lesbar, unterhaltsam, dabei mit unheimlich viel Tiefgang. Leider kann ich nur 5 Punkte vergeben – das Buch hätte viel mehr verdient.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Die Herrin der Kathedrale

Die Herrin der Kathedrale
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Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von ...

Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau der Kathedrale von Naumburg.

Die Kathedrale von Naumburg kann man noch heute besuchen und sie ist ein Kleinod der damaligen Bauweise. In dem Buch wird allerdings der Vorgängerbau behandelt. Von Uta von Ballenstädt /Uta von Naumburg gibt es nur wenige verbürgte Zeugnisse. Die Autorinnen haben diese genutzt, um einen Roman zum Bau der Kathedrale zu schreiben und um das Leben von Uta zu behandeln. Dabei ist viel Fantasie ins Spiel gekommen, denn die wenigen vorhanden Daten lassen einen mehr als großen Spielraum zur Auslegung zu. So ist der Inhalt des Buches nicht wirklich als „wahr“ anzusehen. Doch abgesehen davon ist das Buch interessant zu lesen. Viele Personen gab es wirklich in der Geschichte und die Kathedrale steht noch heute. Ob es damals einer Frau möglich war, die geschilderten Taten wirklich zu tun, kann ich nicht einschätzen. Gut lesbar ist das Buch über weite Teile. Anfangs ist es manchmal ein wenig langatmig, wenn auf die damalige Rechtsprechung zum Beispiel im Detail eingegangen wird. Im Laufe des Buches aber gibt es mehr und mehr „Geschehen“ und weniger Theorie. Uta ist ein wenig als „Heilige“ dargestellt. Überhaupt sind viele Figuren für mich ein wenig zu „schwarz/weiß“ geraten. Die „Bösen“ sind abgrundtief böse, die „Guten“ haben keine Fehler. Trotz allem aber ein gelungener historischer Roman.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Blood on snow

Blood on Snow. Der Auftrag
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Olav ist ein Auftragsmörder. Seinen ersten Mord verübte er noch als Jugendlicher an seinem Vater. Später dann machte er mangels anderer Fähigkeiten das zu seinem Job und bringt für seinen Chef Menschen ...

Olav ist ein Auftragsmörder. Seinen ersten Mord verübte er noch als Jugendlicher an seinem Vater. Später dann machte er mangels anderer Fähigkeiten das zu seinem Job und bringt für seinen Chef Menschen um. Er nennt es aber nicht töten, sondern expedieren und es sind auch keine Menschen, sondern Sachen. Dann erhält er den Auftrag, die Frau seines Chefs umzubringen – und damit beginnen all seine Probleme …

Mich hat dieses Buch enttäuscht. Natürlich kann man nicht von jedem neuen Jo Nesbo einen Harry Hole erwarten – als Autor hat man sicher das Recht und oft auch mal Lust, etwas ganz anderes zu machen. Doch hier ist es für mich eher eine Mogelpackung. Die Aufmachung des Buches ist sehr schön – schwarzer Schnitt, dickes Papier, passendes Cover. Doch dann innen: breite Ränder, viele Abschnitte mit halbleeren Seiten (insgesamt überhaupt nur 186). Hier wurde eine Erzählung auf einen Roman ausgewalzt – ob vom Autor oder vom Verlag gewünscht, kann ich nicht einschätzen.
Auch inhaltlich hat mich das Buch nicht überzeugt. Vom Stil her ein typischer Nesbo – kurze klare Sätze, schnörkellos, gut lesbar und zumindest im Ansatz spannend. Leider verliert sich die Spannung sehr schnell in irgendwelchen Nebensachen. Dazu kommt, dass für mich keine der Personen irgendwie sympathisch war und ich Interesse für sie bekam. Am Ende wollte ich eigentlich nur, dass es vorbei ist.
Der Verlag hat angekündigt, dass es eine Reihe dieser Blood on Snow-Bücher werden soll. Schade, hier wird viel verschenkt. Ich werde eine Fortsetzung jedenfalls nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Billy

Billy
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Billy Eltern sind Hippies und bringen sich mit einer Überdosis Rauschgift selbst um. So wächst Billy in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante auf. Zusammen mit seinem Cousin hat er eine wilde Kindheit, ...

Billy Eltern sind Hippies und bringen sich mit einer Überdosis Rauschgift selbst um. So wächst Billy in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante auf. Zusammen mit seinem Cousin hat er eine wilde Kindheit, bis er das Lesen für sich entdeckt und als Jugendlicher die großen Philosophen. Mit 19 tritt er in die Familienfirma ein. Doch das ist keine normale Firma – sie alle sind Mörder. Sie bringen Menschen für Geld um – aber sie töten nur andere Mörder. Als Billy nach Las Vegas kommt für eine neue Aufgabe, gibt es allerdings ein Problem …

Ich hatte vorher noch kein Buch von einzlkind gelesen und nur gehört, wie gut diese seien. So freute ich mich auf Billy. Aber so richtig wurde ich mit dem Buch nicht warm. Die Geschichte spielt in der Gegenwart (Las Vegas) und wechselt dann zur Vergangenheit von Billy (Kindheit, Jugend). Während dieser Erzählungen gibt es teilweise sehr lange philosophische Phasen und Ausführungen über bestimmte Musiktitel. Obwohl Billy ein Schotte ist und die Geschichte in der Gegenwart ausschließlich in Amerika spielt, merkt man doch deutlich an vielen Anspielungen, dass der Autor Deutscher ist. Viele Anspielungen sind nur in diesem Kontext erklärbar. Aber ich empfand weder Sympathie noch Antipathie mit Billy. Er ließ mich irgendwie kalt. Eigentlich auch alle anderen Personen.
Es gab aber auch einige Stellen, da habe ich mich richtig amüsiert. Insgesamt fand ich das Buch auch gut lesbar. Der Stil gefiel mir, teilweise ganz kurze Sätze und interessante Wendungen und Assoziationen. Bei manchen Sachen hatte ich auch sofort Bilder vor Augen. Doch insgesamt hatte ich einfach mehr erwartet.

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