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Veröffentlicht am 11.10.2024

Allerheiligen

Allerheiligen
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Im beschaulichen Landshut wird ein Liebespaar überfallen. In München gibt es bei einer Geiselnahme einen Toten. Was hat beides miteinander zu tun. Während in Landshut die Kommissare Peter Bernward und ...

Im beschaulichen Landshut wird ein Liebespaar überfallen. In München gibt es bei einer Geiselnahme einen Toten. Was hat beides miteinander zu tun. Während in Landshut die Kommissare Peter Bernward und Flora Sander ermitteln, tut dies in München als Leiter einer Soko Harald Sander. Und bald weitet er seine Ermittlungen auf Landshut aus. Neben dem Kompetenzgerangel der beiden Ermittler kommt erschwerend hinzu, das Peter Flora liebt, aber Harald deren Ex-Mann und außerdem Landshuter Ex-Polizist ist. Doch dann gibt es wieder Tote – und nun in Landshut
Ich kenne Richard Dübell bisher nur als Autor historischer Romane. Dies merkt man seinem ersten Krimi an, denn er vermischt hier den Krimi der Gegenwart mit Geschehen (wie weit das wahr ist, erklärt er ihm Anhang) aus der Geschichte. Und das nicht schlecht, mir hat es gefallen. Insgesamt war das Buch für mich schlüssig, wenn auch die große Spannung etwas fehlte. Auch waren die Hauptfiguren ein wenig zu schwarz/weiß gezeichnet, aber abgesehen davon, konnte man viel Sympathie aufbringen und die Ermittlungen nachvollziehen. Furchtbar gestört hat mich allerdings die unbedingt vorkommende Dame aus Wittenberg, die nicht wirklich viel zum Fortgang der Geschichte beigetragen hat, dafür aber ein so schreckliches Sächsisch „sprechen“ musste, das mir so noch nie untergekommen ist und das kein Sachse (mal ganz davon abgesehen, dass Wittenberg in Sachsen-Anhalt liegt), noch dazu im Alter der Figur, jemals sprechen würde. Das war total überflüssig, zumal alle anderen Personen – auch die Bayern und Schotten – lupenreines Hochdeutsch „sprechen“ durften. Aber abgesehen davon ist es ein guter solider Krimi, den ich auch weiterempfehlen würde. Und Leute aus der Landshuter Gegend entdecken bestimmt noch viel mehr lokales.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Der Mona-Mausa-Code

Der Mona-Mausa-Code
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Ich muss zugeben, dass ich für die empfohlene Altersgruppe von 8-10 Jahren schon viel zu alt bin. Aber trotzdem habe ich mich über das Buch köstlich amüsiert. Diese vielen versteckten Andeutungen auf Künstler ...

Ich muss zugeben, dass ich für die empfohlene Altersgruppe von 8-10 Jahren schon viel zu alt bin. Aber trotzdem habe ich mich über das Buch köstlich amüsiert. Diese vielen versteckten Andeutungen auf Künstler oder Bücher, Filme oder Gemälde - einfach herrlich. Dazu die tollen Mäusefiguren - jede auf ihre Art einmalig und nachvollziehbar. Ich denke, dieses Buch werden Kinder der Altersgruppe sehr lieben. Dazu kommt eine zwar einfache, aber trotzdem spannende Geschichte. Zum Vorlesen und zum Selberlesen - unterlegt mit wunderbaren Bildern und der Text wurde auch sehr gut gestaltet mit den verschiedenen, wiedererkennbaren Elementen. So macht Lesen Spaß und ganz nebenbei und unaufdringlich wird noch etwas gelernt. Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Stirb mein Prinz

Stirb, mein Prinz (Ein Marina-Esposito-Thriller 3)
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Zuerst ist mir das interessante Cover an dem Buch aufgefallen und erst ziemlich spät habe ich den Bezug zum Inhalt begriffen. Toll gemacht.
Im Buch selbst finden 2 Bauarbeiter in einem heruntergekommenen ...

Zuerst ist mir das interessante Cover an dem Buch aufgefallen und erst ziemlich spät habe ich den Bezug zum Inhalt begriffen. Toll gemacht.
Im Buch selbst finden 2 Bauarbeiter in einem heruntergekommenen Haus im Keller einen verwahrlosten, halb verhungerten Jungen - eingesperrt in einen Käfig aus Menschenknochen. Auch nach der Befreiung ist der Junge nicht sicher. Kommissar Phil ermittelt und hat keine Ahnung, wie stark persönlich er in dem Fall involviert ist. Außerdem hat er noch mit einigen anderen dienstlichen Problemen zu kämpfen.
Das Buch ist sehr spannend und lässt sich wunderbar lesen. Auch wenn schon ziemlich zeitig "der-die-das" Täter (ich will nicht zu viel verraten) ins Spiel kommen, erfährt man fast nichts über die Hintergründe und tappt lange im Dunkeln. Und immer, wenn man denkt, jetzt hat man etwas erkannt - wird genau diese Erkenntnis auf der nächsten Seite zwar bestätigt, aber sofort kommen viel mehr neue Fragen auf. Erst nach rund 4/5 des Buches erfährt man mehr über die Täter, aber der Fall ist immer noch nicht gelöst. Mein Fazit: absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Die Welt auf dem Kopf

Die Welt auf dem Kopf
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Es geht um ein größeres Haus in Italien. Sozusagen in der Mitte wohnt die Erzählerin, eine junge Studentin. In der Kellerwohnung wohnt die Signora von unten – Anna, 65, gemeinsam mit ihrer erwachsenen ...

Es geht um ein größeres Haus in Italien. Sozusagen in der Mitte wohnt die Erzählerin, eine junge Studentin. In der Kellerwohnung wohnt die Signora von unten – Anna, 65, gemeinsam mit ihrer erwachsenen Tochter. Anna hatte mit den Männern immer Pech im Leben und schlägt sich jetzt mit mehreren Putzjobs durch. Der Signore von oben, Levi, ist über 70 und wohnt in der schönsten Wohnung. Früher ein berühmter Geiger, hält er sich jetzt über Wasser mit Engagements auf Kreuzfahrtschiffen, da ihn seine reiche Frau verlassen hat. Er bitte die Studentin um Hilfe bei der Suche nach einer Haushälterin und die vermittelt ihm Anna. Anna und Levi verlieben sich trotz aller Unterschiede ineinander – aber es gibt Probleme mit beiden Familien, Levis Frau kommt zurück, sein Sohn und Enkel ziehen bei ihm ein usw. Im Prinzip erzählt das Buch die Geschichte der Bewohner des Hauses und auch ein wenig der Leute aus der Umgebung, vorwiegend arme Einwanderer.
Ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan. Es ist gut und flüssig zu lesen, doch ich ertappte mich im Laufe der Geschichte immer mehr dabei, dass ich anfing, quer zu lesen. Nicht weil ich vor Spannung unbedingt vorwärts kommen wollte, sondern genau gegenteilig – ich vermisste jede Art von Spannung und fing an, mich zu langweilen. Die vorgestellten Leute hatten alle irgendwelche großen Probleme, die in meinen Augen aber oft an den Haaren herbeigezogen waren und teilweise nur schwer nachvollziehbar. Dadurch konnte ich auch zu keiner der Figuren eine Art Beziehung aufbauen. Es war mir irgendwie egal, was aus ihnen wird. So war ich am Ende regelrecht froh, dass es nur 200 Seiten waren.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Immer wieder das Meer

Immer wieder das Meer
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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es wird als eine Liebesgeschichte zwischen 3 Schwestern und einem Mann beschrieben. Im Grunde stimmt das auch, aber es ist viel mehr als eine nur kitschige Liebesgeschichte. ...

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es wird als eine Liebesgeschichte zwischen 3 Schwestern und einem Mann beschrieben. Im Grunde stimmt das auch, aber es ist viel mehr als eine nur kitschige Liebesgeschichte. Es ist ein Buch mit viel Gefühl, aber ohne Kitsch. Und eigentlich ist es auch eine Art Familiengeschichte.
Die 3 Schwestern Roberta, Lucia und Nannina sind vom Alter her etwa 10 Jahre auseinander. Sie lernen nacheinander im Abstand von einigen Jahren den Dichter Alessandro kennen und verlieben sich in ihn. Alle 3 haben mit ihm eine Beziehung und betrachten ihn als den Mann ihres Lebens, aber nur eine wird er heiraten. Von der Heirat erfährt man auf der ersten Seite, aber erst am Ende des Buches erfährt man, warum und wen er heiraten wird. Dazwischen ist ganz viel Familie – Beziehungen untereinander, zu Eltern und Großeltern, Krankheit, Tod, Fehler, Missverständnisse. Erzählt werden die Kapitel immer aus der Sicht einer Schwester und anfangs hatte ich damit ein wenig Probleme, weil die eine Schwester schon vom Tod der Eltern berichtet, im nächsten Kapitel bei einer anderen Schwester leben sie aber noch. Doch ganz schnell versteht man das System und dadurch wird auch immer eine Spannung erzeugt, weil man zwar das Ergebnis kennt, aber nicht weiß, wie es dahin gekommen ist.
Insgesamt ist es ein sehr schönes und gefühlvolles Buch. Eigentlich passiert nicht so viel besonders aufregendes – halt einfach Familienleben, aber dieses ist wunderbar beschrieben mit all den schönen und schlechten Seiten. Man kann problemlos mitfühlen und verstehen, ohne Partei für eine Person ergreifen zu müssen. Und gerade den Bereich Krankheit kennt wohl jeder irgendwie aus seinem Umfeld. Ein wirklich gelungenes Buch.

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