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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2024

Hyddenworld

Hyddenworld
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Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. ...

Ich habe das Buch durch eine – sehr nette – Verwechslung erhalten, selbst gekauft hätte ich es mir nie. Ich kann mit Fantasy gar nichts anfangen. Aber da das Buch nun einmal da war, habe ich es auch gelesen. Meine Einstellung zu Fantasy hat sich nicht geändert. Aber da ich damit das Buch inhaltlich wohl kaum einigermaßen fair einschätzen kann, möchte ich nur erwähnen, dass es sich schnell und sehr flüssig las und nicht langweilig war. Das Cover ist besonders schön gestaltet und auch die einzelnen Abschnitte beginnen mit wunderschönen Ornamenten. So macht das Buch einen sehr hochwertigen Eindruck und ist sicher ein schönes Geschenk für echte Fantasy-Liebhaber.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Hartz IV

Ich hartz dann mal ab
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Robert - die Hauptperson dieses Buches - ist ein Verlierer, aber ein selbst gewählter. Von Kind an schwerhörig, hasst er jegliche praktische Arbeit. Aus diese Grund entscheidet er sich für das Abitur und ...

Robert - die Hauptperson dieses Buches - ist ein Verlierer, aber ein selbst gewählter. Von Kind an schwerhörig, hasst er jegliche praktische Arbeit. Aus diese Grund entscheidet er sich für das Abitur und nach der Wende beginnt er ein Studium, welches er aber bald abbricht. Und dann beginnt seine "Karriere" als Schmarotzer. Er macht genau so viel, um in den "Genuss" von Arbeitslosengeld und später Hartz IV zu kommen. Und er macht möglichst viel, um in diesem Status zu bleiben und die soziale Hängematte so gut als möglich und so lange wie irgend möglich zu genießen. Irgendwie kommt er zu Frau und 2 Kindern, aber auch die Frau ist arbeitslos. Eine typische Klischeefamilie, ein typisches Klischee für einen Hartz-IV-Empfänger. Eigentlich ist Robert ein schmieriger stinkfauler Typ. Und eigentlich müsste man auf diesen Kerl eine unheimliche Wut bekommen. Aber Schock: genau das passiert mir nicht, mir ist der Kerl nicht mal unsympatisch und irgendwie kann ich ihn am Ende fast verstehen. Die Erlebnisse im Arbeitsamt, die sinnlosen Maßnahmen und die oft an Schikanen grenzende Forderungen (leider kaum Förderungen) durfte ich in meiner Familie auch erleben - Arbeit gefunden haben wir dann immer selbst, ohne auch nur die kleinste Hilfe vom Amt. Natürlich überzeichnet das Buch völlig und natürlich bedient es so ziemlich alle Vorstellungen, die über den typischen Hartz-IV-Empfänger kursieren. Und trotzdem: ich habe es in einem Zug ausgelesen, mich keine Sekunde gelangweilt (sicher auch dank der flüssig geschriebenen, recht kurzen Kapitel) und mich oft sogar amüsiert. Nur die Zeichnungen gefielen mir gar nicht - daher nur 4 Punkte.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Eine Frau bei 1000°

Eine Frau bei 1000°
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Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt ...

Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt im Krematorium den Termin für ihre Verbrennung und erzählt ansonsten aus ihrem Leben. Das Buch beginnt mit viel schwarzem Humor, sehr schräg und auch witzig. Leider ging der Humor bei mir nach spätestens einen Viertel des Buches verloren. Mich störte nicht nur die vulgäre Ausdrucksweise, sondern auch der ständige Wechsel in den Kapiteln. In einem erzählt die Hauptfigur aus ihrem eigenen Leben in den 60ern mit den Beatles, im nächsten fabuliert sie über die "Tüchtigkeit" der Männer verschiedener Länder, im nächsten erzählt sie aus dem Leben ihrer Großeltern, dann wieder wird über die verschiedenen europäischen Sprachen sinniert, um danach in die Gegenwart zu wechseln oder zum Leben ihrer Mutter. Dabei erinnerte mich die Sprache eher an einen Mann als an eine Frau. Vielleicht lag es daran, dass sowohl der Autor wie der Übersetzer Männer sind? Oder war es so gewollt, denn die Frauenfigur auf dem Cover könnte genau so gut ein Mann sein. Ebenso der Spitzname Herr. Insgesamt habe ich mich etwa ab Seite 100 doch mehr durch das Buch gequält und merkte, dass ich immer mehr in die Versuchung kam, die Seiten quer zu lesen. Das Buch traf nicht meinen Geschmack.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Im Eis

Im Eis
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Die Hauptfigur des Buches ist Edie, eine Halb-Inuit, Außenseiterin in ihrem Dorf, Teilzeitjägerin, aber in der Hauptsache die beste Jägerin und Touristenführerin. Während eines Jagdausfluges wird ein Tourist ...

Die Hauptfigur des Buches ist Edie, eine Halb-Inuit, Außenseiterin in ihrem Dorf, Teilzeitjägerin, aber in der Hauptsache die beste Jägerin und Touristenführerin. Während eines Jagdausfluges wird ein Tourist erschossen und die Dorfältesten beschließen, dies als Jagdunfall zu melden. Bei einer weiteren Touristenjagd stirbt ein weiterer Tourist und Edies Stiefsohn begeht angeblich danach Selbstmord. Dies kann Edie so nicht glauben und beginnt zunächst allein nachzuforschen und gerät damit in große Gefahr.

Das Buch spielt im ewigen Eis und man erfährt sehr viel über die Vergangenheit und die gegenwärtige Situation der kandadischen Inuits. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gut und man kann die Faszination, aber auch die Gefährlichkeit der Natur gut nachvollziehen. Trotz ihrer Fehler ist die Hauptfigur Edie sehr sympatisch. Was den Krimi angeht, ich empfand es eigentlich nicht als sehr spannend. Ich konnte das Buch problemlos aus der Hand legen. Allerdings fand ich es sehr angenehm und flüssig zu lesen und fühlte mich insgesamt sehr gut unterhalten. Daher 4 Punkte.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Irgendwann werden wir uns alles erzählen
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Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt.

Der ...

Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt.

Der Klappentext erzählt von einem ostdeutschen Grenzdorf im Jahr 1990. Das wunderschöne Cover zeigt eine dörfliche Landschaft im Spätsommer/Herbst mit schon leeren Feldern.

Die Geschichte handelt von der anfangs 16-jährigen Maria, die bei ihrem Freund auf dem Hof wohnt, zusammen mit dessen Eltern, Oma und einem "Knecht". In den Umbrüchen der Zeit, in schwierigen eigenen Familienverhältnissen passt sie anfangs so gar nicht auf das Land. Sie schwänzt die Schule, versteht nichts von der Arbeit auf dem Hof und liest gern. Eher zufällig geht sie eine Beziehung zu dem 40-jährigen Henner vom Nachbarhof ein, der allein lebt, eigentlich ein Looser und Säufer ist und doch ... ich gebe zu, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Beziehung habe. Was außer Sex verbindet eigentlich diese beiden so gar nicht zueinander passenden Menschen. Und doch, im Laufe des Buches - obwohl sich die Frage immer noch nicht klärt - bringt man mehr und mehr Verständnis dafür auf. Verständnis für die Zeit und die Menschen. Und obwohl eigentlich gar nicht so viel passiert, baut das Buch immer mehr eine Spannung auf. Ich jedenfalls konnte es nicht mehr aus der Hand legen und werde es sicherlich noch mehrmals lesen. Ich kann es nicht erklären und trotzdem - oder gerade deswegen - empfehle ich es zum Lesen.

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