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Veröffentlicht am 11.10.2024

Gotteszahl

Gotteszahl
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Eine Bischöfin wird ermordet, ein Asylbewerber tot aus dem Wasser gezogen, eine Lehrerin verschwindet und ein Drogenabhängiger stirbt. Die Polizei ermittelt in den verschiedenen Fällen und es gibt vorerst ...

Eine Bischöfin wird ermordet, ein Asylbewerber tot aus dem Wasser gezogen, eine Lehrerin verschwindet und ein Drogenabhängiger stirbt. Die Polizei ermittelt in den verschiedenen Fällen und es gibt vorerst keine Zusammenhänge. Man erfährt einiges aus dem Umfeld der Toten, aber auch viel von Menschen aus den verschiedensten Schichten der Gesellschaft. Viele kleine verschiedene Erzählstränge prägen das Buch – und sie haben scheinbar kaum etwas miteinander zu tun. Interessant ist die Auflösung und wie Anne Holt es dann schafft, die einzelnen Teile doch zu verbinden. Mir hat das Buch gut gefallen. Trotz der vielen Opfer ist es nicht blutrünstig und brutal, eher ganz ruhig erzählt. Leider bleibt dadurch auch etwas die Spannung auf der Strecke. Man will wissen, worum es geht. Aber man will es eigentlich nicht so dringend wissen. Ich konnte das Buch jederzeit unterbrechen und für einige Zeit weglegen, ohne dass es mich gedrängt hat, unbedingt und sofort weiterzulesen. Trotzdem war es weder langweilig noch uninteressant und ich würde es auch allen weiterempfehlen, die auf gute Krimis ohne allzuviel Blut stehen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Sülze hilft gegen alles

Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
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Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen ...

Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen will.

Moritz kommt noch am gleichen Tag ein paar Häuser weiter bei dem einsamen Metzger Karl unter. Der will ihn zu seinem Gehilfen ausbilden, aber Moritz gefällt die Arbeit nicht. So verschafft ihm Karl nach und nach Arbeit in den besten touristischen Sachen Münchens: als Türsteher im P1, Kellner auf der Wiesn oder Verkäufer auf dem Viktualienmarkt. Nur Moritz hält es nie lange aus – aus den verschiedensten Gründen. Er sucht sich selbst Arbeit als Rikscha-Fahrer und Touristenführer, lernt München und viele Leute kennen.

Das Buch hat sich sehr gut gelesen und spart nicht mit Seitenhieben auf ewige Studenten, die Szene in München, die Touristen und Einheimische. Dabei ist es aber kein Schenkelklopfer, sondern oft eher leiser Humor mit einigen tieferen Gedankenansätzen. Trotzdem hat das Buch auf mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: nettes Cover, nett zu lesen – gute Unterhaltung ohne Anstrengung, aber insgesamt mehr nicht.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Karl Konrads heimliches Afrika

Karl Konrads heimliches Afrika
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Das Buch spielt in einem ostdeutschen Nachwendedorf in der tiefsten Provinz. Es gibt dort nichts mehr – keine Arbeit, keine Kultur, nur einen Einkaufsmarkt und einen Fleischer. 3 x am Tag fährt der Bus ...

Das Buch spielt in einem ostdeutschen Nachwendedorf in der tiefsten Provinz. Es gibt dort nichts mehr – keine Arbeit, keine Kultur, nur einen Einkaufsmarkt und einen Fleischer. 3 x am Tag fährt der Bus und die Kirche steht schon Jahrzehnte leer. Die noch übrig gebliebenen Bewohner „gammeln“ buchstäblich vor sich hin und fast niemand hat mehr Arbeit bzw. verliert sie bald. Es gibt – zumindest im Buch – nur noch 2 Frauen im Dorf, die pflegebedürftige Mutter von Karl Konrad und Elke, die junge Verkäuferin der Fleischerei, die aus Mangel an Auswahl mehr oder minder der Traum aller hormongesteuerten Männer des Ortes ist.

Karl Konrad selbst ist ein penibler Eigenbrötler, der nach dem Weggang des Vaters vor Jahrzehnten nach Afrika und dem Folgen des jüngeren Bruders vor Jahren ebenfalls dahin seine Mutter aufopferungsvoll pflegt und sich ansonsten mit der Reinigung des Hauses und des Grundstückes beschäftigt. Jede Änderung bringt ihn total aus der Fassung.

Da kommt eine Karte seines Bruders aus Afrika. Er teilt ihm überschwänglich mit, wie gut es ihm dort geht. Und so beschließt Karl Konrad, sein eigenes Afrika im Wald an einem See einzurichten ...

Die Geschichte ist sehr skurril. Alle Personen sind total überzeichnet, dabei aber nicht witzig. Die Vorkommnisse sind völlig überzogen und erinnern teilweise an Geschichten/Figuren aus der Bibel. Ich gestehe, dass ich mit dem Buch nicht wirklich viel anfangen konnte. Was will der Autor sagen? Was ist der Sinn des Ganzen? Mir hat er sich in keinster Weise erschlossen. So vergebe ich den 2. Punkte dafür, dass das Buch sich sehr flüssig las und trotz allem irgendwie unterhaltsam war, auch wenn ich mich vor allem bei den letzten 50 Seiten ertappte, dass ich teilweise Abschnitte quer gelesen habe, weil ich hoffte, dass die Geschichte noch irgendeinen Sinn für mich bieten würde. Leider war dem aber nicht so.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Frau Freitag, die 2.

Voll streng, Frau Freitag!
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Dieses Buch ist der direkte Nachfolgeband. Frau Freitags Schüler sind jetzt in der 10. Klasse und sollten sich eigentlich um Prüfungen und Bewerbungen kümmern. Aber hier nichts neues: sie kümmern sich ...

Dieses Buch ist der direkte Nachfolgeband. Frau Freitags Schüler sind jetzt in der 10. Klasse und sollten sich eigentlich um Prüfungen und Bewerbungen kümmern. Aber hier nichts neues: sie kümmern sich um fast alles, nur nicht um die wichtigen Sachen. Erzählt wird ebenfalls wie im Vorband das Schuljahr relativ chronologisch in kurzen Abschnitten. Neben ihrer Arbeit als Klassenleiterin unterrichtet Frau Freitag eine sehr schwierige 7. Klasse und auch hiervon fließen reichlich Kapitel in das Buch ein.

Mir gefällt dieser Band besser als der Vorgänger. Wo es dort noch viele Wiederholungen gab, ist hier das ganze etwas gestraffter dargestellt. Man trifft einige "gute Bekannte" vom letzten Jahr wieder, erlebt den Schulalltag und kann mit Frau Freitag mitfühlen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, Frau Freitag ist in diesem Schuljahr milder geworden und auch ich kann etwas mehr Verständnis für die Schüler aufbringen. Vielleicht sind diese auch einfach nur erwachsener geworden, wenigstens einige davon. Nicht besonders gefallen haben mir einige Einschübe, wie z. B. das Interview mit Frau Krise. Aber insgesamt habe ich das Buch in einem Rutsch gelesen, was in meinen Augen sehr für das Buch spricht. Es ist gute Unterhaltung und ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt. Dafür 4 Punkte.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Erleuchtung

Erleuchtung (Ein Karen-Stark-und-Paul-Bremer-Krimi 8)
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Auch in diesem Buch von Anne Chaplet trifft man wieder auf die bekannten und sympathischen Hauptfiguren des Vorgängers. Kommissar deLange kommt nach einer Dienstreise aus Peru zurück und erwartet endlich ...

Auch in diesem Buch von Anne Chaplet trifft man wieder auf die bekannten und sympathischen Hauptfiguren des Vorgängers. Kommissar deLange kommt nach einer Dienstreise aus Peru zurück und erwartet endlich seine Beförderung. Statt dessen erwarten ihn bald Mobbing, Einschüchterungen und tätliche Angriffe – nicht nur auf ihn, auch Freundin und Töchter werden einbezogen. Und alles nur, weil die Spuren aus Peru zu einem alten ungeklärten Fall in Klein-Rhoda in der Rhön hindeuten. Das Buch ist im ersten Drittel eher ruhig und „umkreist“ die eigentlichen Ermittlungen weiträumig. Das hat mich jedoch nicht gestört, ich fand die leicht zu lesende Schreibweise mit viel eingestreutem Witz sehr angenehm und flüssig. Erst ab dem zweiten Drittel nimmt die Handlung und damit das Buch an Fahrt auf, ohne deshalb den Stil zu ändern – einfach gut zu lesen und sehr spannend. Das Buch zählt für mich auf jeden Fall zu den besseren Krimis, auch wenn sich am Ende die Handlungen etwas überschlagen und teilweise ein wenig durcheinander und nicht immer ganz logisch ablaufen. Trotzdem würde ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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