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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2026

Schwächer

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Anne fährt erneut für ein halbes Jahr nach Sylt, um Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Seit 1958 ist diese offiziell verschollen. Anna recherchiert und findet eine eher traurige ...

Anne fährt erneut für ein halbes Jahr nach Sylt, um Fenja bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Seit 1958 ist diese offiziell verschollen. Anna recherchiert und findet eine eher traurige Geschichte heraus.

Das Buch ist der zweite Teil und der Abschluss der Bücherfrauen von Listland. Es punktet vor allem mit der Beschreibung der Schönheit und der Natur der Inseln. Trotzdem empfand ich das Buch viel, viel schwächer als den ersten Teil. Das lag in erster Linie an Martje. Ich konnte sie nur in Teilen verstehen. Warum sie verschwindet, kann ich verstehen. Allerdings trifft sie ihre Schwester später und verbietet dieser sogar, ihrer Familie etwas mitzuteilen. Und sei es nur, dass sie noch lebt. Gleichzeitig vermisst sie die Familie angeblich unendlich. Für mich passt das nicht zusammen. Auch wenn sie für die Öffentlichkeit nicht mehr vorhanden sein will, hätte sie ab und zu ein Lebenszeichen an ihre Familie geben können, eine anonyme Karte, dass es ihr gut geht oder ähnliches. Vor allem zum Ende hin war mir das dann einfach zu viel heile Welt und das Auftauchen von Leevke war für mich einfach drüber. Auch das Verhältnis von Martje zu ihren Männern empfand ich nicht als realistisch und die Rückkehr von Hark war zu großes Drama. Es ist schade, weil das erste Buch mir sehr gut gefallen hat

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Familiengeschichte

Elbland
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Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. ...

Als Ninas Mutter Irma stirbt, könnte sich Nina nach Jahren des Betreuens plötzlich frei fühlen. Doch genau das passiert nicht. Als ihre Schwester Katja vorbeikommt, geraten sie auch noch richtig aneinander. Nina verliert ihre Stimme, was als Schauspielerin eine Katastrophe ist. Deshalb beschließt sie, ins tschechische Riesengebirge zu fahren. Ninas Mutter stammt von dort und Nina möchte den letzten gemeinsamen Urlaub als heile Familie nochmals aufleben lassen

Das Buch ist eine tragische Familiengeschichte. In der Gegenwart sind zwei Schwestern, die sich gegenseitig die Schuld geben. Ist eine Mutter, die über ihre Vergangenheit und Herkunft so gut wie nichts gesprochen hat und viele Geheimnisse hatte. In der Vergangenheit gibt es nochmals zwei Ebenen. Die Kindheit der Mutter im Sudetenland und die Jugend der beiden Schwestern. Das alles ist sehr gut und vor allem flüssig zu lesen. Ich persönlich hätte mir zwar gewünscht, dass man noch mehr von der Zeit im Sudetenland erfährt. Diese Zeit wird relativ kurz abgehandelt. Die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und vor allem die noch schwierigere Schwestern-Beziehung ist gut erklärt und nachvollziehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Sehr schön

Wiedersehen im Kamelienhaus
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Lucy arbeitet auf der japanischen Insel in der Ölmanufaktur. Diese ist in großen Schwierigkeiten und Lucy muss einschränkende Maßnahmen durchführen, um die Bank zu überzeugen, ihr noch ein paar Monate ...

Lucy arbeitet auf der japanischen Insel in der Ölmanufaktur. Diese ist in großen Schwierigkeiten und Lucy muss einschränkende Maßnahmen durchführen, um die Bank zu überzeugen, ihr noch ein paar Monate Aufschub zu geben. Aber auch in der Bretagne hat es die Firma nicht einfach, weil ein Konkurrent sie kopiert und unterbietet. Dazu kommen noch die privaten Probleme in den Beziehungen. Für alle nicht leicht

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um die Kamelienfirmen in der Bretagne und in Japan. Es ist wunderbar zu lesen und wird als Feel Good-Lektüre beworben. Genau das ist das Buch auch. Man fühlt sich beim Lesen rundum wohl, obwohl trotzdem Probleme angesprochen werden, unangenehme Dinge geschehen oder Naturkatastrophen die Menschen fordern. Trotzdem hat man immer das Gefühl einer Wärme und die Hoffnung, dass für alle Probleme eine Lösung gefunden wird. Daher gibt es von mir absolut eine Leseempfehlung.

Dazu muss ich erwähnen, dass neben dem hübschen Cover der Schnitt absolut gelungen ist

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Gemütlicher Krimi

Mord & Breakfast
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Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension ...

Melody lebt in London, als sie urplötzlich ihren Job verliert. Gleichzeitig bekommt sie die Information, dass ihre Tante Mabel in einem kleinen Dorf in Schottland verstorben ist und sie ihr die Pension dort vermacht hat. Melody dich schaut sich alles an, erfährt aber, dass sie die Pension und Geld nur erben wird, wenn sie die Pension weiterführt. Ihre Begeisterung hält sich in Grenzen, da sie das Geld aber braucht, übernimmt sie erstmal die Pension. Sie wundert sich allerdings sehr zeitnah, dass es sogar keinen Bewohner in dem Ort zu geben scheint, der über ihre Tante positiv denkt. Und so kommt ihr bald der Verdacht, dass ihre Tante vielleicht nicht an einem Unfall verstorben ist…

Das Buch wird als sommerlicher Cosy Crime in Schottland beworben. Und genau das ist es auch. Dem Genre gemäß ist es nicht allzu spannend und kommt eher gemütlich daher. Schottland wird sehr gut beschrieben, einige Bräuche, viel an Essen (ich verstehe nicht, wie man Haggis nicht mag!) und einige Eigenheiten werden gut vorgestellt und man bekommt richtig Lust, erstmals oder erneut nach Schottland zu fahren. Auch die Landschaft um das Dorf wird gut eingebaut.

Die Geschichte baut sich langsam auf und erst nach einer Weile wird klar, dass Melody mit ihrem Verdacht recht hat. Die Ermittlungen gehen ebenso gemächlich vorwärts und genauso kann man das Buch gut zwischenrein lesen und fühlt sich unterhalten. Das Ende war mir dann ein wenig zu schnell, da wurden auf wenigen Seiten so ziemlich alle Probleme gelöst und aufgeklärt. Da eine Fortsetzung geplant ist, wäre hier ein Cliffhanger möglich gewesen und es hätte sich nicht alles so gedrängt. Insgesamt kann ich allerdings eine Leseempfehlung aussprechen, das Buch ist unterhaltsam und liest sich flüssig. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Enttäuscht

Zorn – Die Akte Heinlein
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Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der ...

Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der Körper zu der Hand fehlt immer noch. Und so richtig vorwärts geht das Ganze auch nicht.

Ich mag die Bücher um Zorn und Schröder, doch der 15. Band hat mich eigentlich nur enttäuscht. Ich muss es so deutlich sagen, die Geschichte an sich war komplett spannungslos und das konnte das Ende dann auch nicht mehr retten. Die vielen Seiten der Fieberfantasien haben mich irgendwann extrem gelangweilt und ich habe sie tatsächlich quer gelesen. Mir fehlte das charmant Witzige in den Dialogen von Schröder und Zorn. Das Ende konnte mich überhaupt nicht überzeugen und ich gebe die zwei Punkte nur, weil ein Bonuspunkt für die Reihe dabei ist, mit dem ich hoffe, das nächste Buch wird besser.

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