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Veröffentlicht am 11.10.2024

Linksaufsteher

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Untertitel: Für alle Montagshasser

Oliver, die Hauptperson dieses Buches von Matthias Sachau, hat ein Problem mit dem Montag. Oder besser gesagt: mit seiner mehr als schlechten Laune an jedem Montagmorgen, ...

Untertitel: Für alle Montagshasser

Oliver, die Hauptperson dieses Buches von Matthias Sachau, hat ein Problem mit dem Montag. Oder besser gesagt: mit seiner mehr als schlechten Laune an jedem Montagmorgen, die er an jedem ausläßt, den er dann trifft. Genau hier kann wohl jeder mitfühlen, jeder hat solche Tage schon erlebt (es muss ja kein Montag sein). Ansonsten ist Oliver als Sprecher in der Werbebranche tätig und verdient dort reichlich, Anfänger bei Facebook, seiner alten Männer-WG nachtrauernd, Hobbyschauspieler ... und verliebt, beraten von seinem Freund Anton (7 Jahre) und seinem Freund Tobi (älter, aber auf dem Niveau von Anton). Ich kenne die Vorgängerbücher zu dieser Geschichte nicht (ist auch keine Bedingung, um dieses Buch zu "verstehen"). Ich kenne auch den Umgang in der Werbebranche nicht, ich glaube aber, das sollte wohl eher Bedingung sein, um die "Gespräche" in diesem Buch zu verstehen. Das Buch ist sicher als "schriftliche Comedy" gedacht und die Personen sind mehr als überzeichnet. Es gibt bestimmt viele Leute, die das sehr witzig finden. Ich persönlich fand es für mich einfach nervig und konnte mich recht wenig darüber amüsieren. Vielleicht war für meinen Humar gerade Montag? Positiv allerdings ist, dass ich trotzdem das Buch zügig und vor allem flüssig lesen konnte, zugegeben - manche Seiten quergelesen, da ich mir das exakte Lesen der "überspannten Dialoge gerade im Bereich der Werbung" einfach nicht antun konnte und wollte. Hier war es für meinen Geschmack des Guten einfach zu viel.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Frau Freitag

Chill mal, Frau Freitag
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Untertitel: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin.

Und dieser Untertitel ist das Beste am ganzen Buch. Damit meine ich allerdings nicht, dass das Buch ansonsten schlecht ist. Ganz im Gegenteil: ...

Untertitel: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin.

Und dieser Untertitel ist das Beste am ganzen Buch. Damit meine ich allerdings nicht, dass das Buch ansonsten schlecht ist. Ganz im Gegenteil: der Untertitel fasst nur einfach kurz und knapp den Inhalt des Buches prägnant zusammen.



Frau Freitag ist Klassenlehrerin einer überdrehten und recht leistungsschwachen 9. Klasse in einer deutschen Großstadt (Text auf der Buchrückseite). Über ein Schuljahr hinweg beschreibt sie ihre Erlebnisse in der Schule, auf dem Schulhof, zu Hause, bei Klassenfahrten und in den Ferien. Dabei schreibt sie herrlich witzig und gleichzeitig lakonisch. Sie teilt aus: gegenüber den Schülern, den Lehrerkollegen, der Politik ... und auch sich selber. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre bei allen Politikern und bei angehenden Lehrern werden. Ich befürchte nur, bei den Politikern wird sich nichts ändern und die Zahl künftiger Lehrer wird stark schrumpfen.

Aber trotz allen Problemen: man merkt an jeder Zeile, Frau Freitag ist mit Verstand und noch mehr Herz gern Lehrerin und ihr Beruf macht ihr immer noch Spaß. Und genau dieser Spaß teilt sich auf jeder Buchzeile dem Leser mit.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Jacobs Geschichte

Jacob beschließt zu lieben
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Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat ...

Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat nach Rumänien aus. Dort begann der neue Kampf erst gegen den Hunger und später für mehr Land, für einen sozialen Aufstieg. Dies alles erzählt der Roman in Form einer Familiengeschichte. Der Autor wählt eine teils lakonisch, um nicht zu sagen brutale Sprache, aber auch wirklich blumige und sehr poesievolle Schilderungen. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt - aber immer sind es die Männer der Familie, die im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Frauen - hier oft nur als Randfiguren erwähnt - eigentlich die stärkeren Mitglieder sind. Der Autor verwendet viele Gleichnisse. Erschreckend ist, dass die Verhaltensweisen vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kaum Änderungen unterliegen, aber auch kaum die äußeren Zustände. Die Machthaber wechseln, für die einfachen Leute bleibt das Leben gleich schwer. Dies bringt der Autor sehr drastisch und sehr realistisch herüber, ohne die wenigen guten Augenblicke im Leben zu vergessen. Die Geschichten der Zigeunerin, die glücklichen Momente der ersten Liebe - aber auch die großen Verluste. Ein Roman über das Leben, der eigentlich überall spielen kann. Wer nach dem Klappentext eine klassische Liebesgeschichte erwartet hat, wird enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Blutstein

Blutstein
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Mit „Blutstein“ hat Johan Theorin einen Krimi vom wirklich Feinsten vorgelegt. In genauen, zum Teil sehr pragmatischen, zum Teil sehr poetischen Schilderungen des Lebens auf der schwedischen Insel Öland, ...

Mit „Blutstein“ hat Johan Theorin einen Krimi vom wirklich Feinsten vorgelegt. In genauen, zum Teil sehr pragmatischen, zum Teil sehr poetischen Schilderungen des Lebens auf der schwedischen Insel Öland, der Natur, der dort ständig und zeitweise lebenden Menschen gelingt es dem Autor, dem Leser wirklich realistische Bilder vor Augen zu führen. Dabei passiert anfangs gar nicht so wirklich viel. Trotzdem verliert das Buch nicht an Spannung. Im Gegenteil: die verschiedenen Geschichten der einzelnen Figuren sorgen für Spannung, auch die gut eingebauten Rückblenden. So will man nur eins: immer weiterlesen, um endlich zu wissen, wer die Opfer sind, vor allem warum und wie.

Für Leser, die Krimis lieben, in denen nicht auf jeder Seite mehrere Leute brutalst gemeuchelt werden, sondern die sich auf Geschichten und Spannung ohne ständige Tote einlassen, werden bei diesem Buch auf das Beste unterhalten.

Weiterhin erwähnenswert finde ich das sehr schöne und liebevoll gestaltete Buchcover.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Goldstein

Goldstein
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... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit ...

... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit Zeitgeschichte zu verbinden. Leider ist das in meinen Augen nur bedingt gelungen. Mehrere - um nicht zu viele - Handlungsstränge am Anfang des Buches mit gleichzeitig langen Erklärungspassagen wechseln sich ab und verwirren. Nicht etwa, weil sie so spannend sind - sonderm im Gegenteil. Durch die ersten 200 Seiten musste ich mich regelrecht kämpfen und verlor schon fast die Lust, das Buch zu Ende zu lesen. Ab Mitte des Buches beginnen sich die einzelnen Handlungsstränge und auch Kriminalfälle mehr und mehr zu verbinden, das Buch gewinnt an Fahrt, die Spannung wird größer.

Das Ende lässt einiges offen für sicher geplante weitere Bücher. Ich selber werde sie eher nicht lesen, aber wer Zeitgeschichte mit ein wenig Krimi mag, der wird die Bücher sehr mögen.

Ein großes Lob an die Gestaltung des Covers, das finde ich sehr gut gelungen.

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