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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2024

Schwierig

Krummes Holz
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Georg, genannt Jirka kommt nach 5 Jahren aus dem Internat zurück auf den elterlichen Hof. Der landwirtschaftliche Betrieb ist inzwischen kaum noch rentabel und stark heruntergewirtschaftet. Seine Oma ist ...

Georg, genannt Jirka kommt nach 5 Jahren aus dem Internat zurück auf den elterlichen Hof. Der landwirtschaftliche Betrieb ist inzwischen kaum noch rentabel und stark heruntergewirtschaftet. Seine Oma ist dement, seine Schwester ist tagelang nicht da und er selbst weiß auch nicht so recht, was er eigentlich da will. Von seinem Vater fehlt jede Spur.

Mich lässt das Buch sehr unentschlossen zurück. Und ich finde es extrem schwierig. Dabei meine ich nicht das reine Lesen, der Stil ist sehr angenehm und gut lesbar und man wird irgendwie in die Geschichte hineingebracht. Allerdings wechselt ständig die Zeitangabe, ich brauchte immer eine Weile, um zu erkennen, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Inhaltlich konnte ich allerdings sehr wenig damit anfangen. Die Kindheit der Geschwister war frustrierend, der Vater stark sadistisch. Ohne, dass eigentlich erklärt wird, warum er wirklich so geworden ist. Die Andeutungen reichten mir nicht aus. Die Suche von Jirka nach sich selbst ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber es hat mich emotional nicht wirklich angesprochen. Irgendwie sind in dieser Familie alle verkorkst. Das Ende war für mich einfach nicht akzeptabel. Es tut mir leid, aber ich kann keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen. Dazu ist das Buch zu speziell.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Geheimnisse

Erloschene Stimmen
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Maja ist Rechtsanwältin und arbeitet im Homeoffice. Ihre fünfjährige Tochter Luisa spielt im Garten. Doch plötzlich ist sie verschwunden und Maja erhält einen Anruf, bei dem ihr mitgeteilt wird, dass ihre ...

Maja ist Rechtsanwältin und arbeitet im Homeoffice. Ihre fünfjährige Tochter Luisa spielt im Garten. Doch plötzlich ist sie verschwunden und Maja erhält einen Anruf, bei dem ihr mitgeteilt wird, dass ihre Tochter entführt wurde. Wenn sie sie wiederhaben will, soll sie herausfinden, wo das vor einem Jahr ebenfalls verschwundene Nachbarskind Joline geblieben ist. Dafür hat sie fünf Tage Zeit. Doch Maja hat überhaupt keine Ahnung

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist in ganz kurze Kapitel eingeteilt, die jeweils aus der Sicht eines Betroffenen - sei es die Mutter oder die Polizeibeamten - geschildert werden. Am Anfang werden die verschiedenen Personen vorgestellt und man hat überhaupt kein Gefühl dafür, wer was warum miteinander zu tun hat. Im Laufe des Buches steigert sich die Spannung immer mehr, weil auch immer mehr Personen zumindest Motive andeuten, die mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen könnten. Das Ende birgt dann noch einige Überraschungen. Die Personen sind gut dargestellt, nur mit der Ermittlerin Julia wurde ich nicht so ganz wirklich warm. Das blieb bis zum Ende so. Unabhängig davon kann ich aber eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Realistisch und berührend

Ich, meine fürchterlich nette Familie und andere Katastrophen
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Martha ist 14 und lebt mit ihren beiden Halbbrüdern und ihre Mutter zusammen in Berlin. Da ihre Halbbrüder jeweils aus anderen Beziehungen kommen, hat sie also sozusagen eine Großfamilie mit verschiedenen ...

Martha ist 14 und lebt mit ihren beiden Halbbrüdern und ihre Mutter zusammen in Berlin. Da ihre Halbbrüder jeweils aus anderen Beziehungen kommen, hat sie also sozusagen eine Großfamilie mit verschiedenen Ersatzvätern, entsprechenden Großeltern und weiteren Angehörigen. Im Ergebnis ziemlich kompliziert, denn alle diese Verwandten wollen ein wenig ihrer Zeit haben. So hat sie eigentlich fast nie Ruhe und Zeit für sich. Denn auch bei der Betreuung ihrer Brüder ist sie stark eingespannt. Und ihren eigenen Vater kennt sie nicht. Als ihre Mutter eine neue Beziehung eingeht, muss die ganze Familie nach Frankfurt umziehen. Für Martha eine Katastrophe...

Den Vorschlag des Buches für eine Auszeichnung finde ich absolut gerechtfertigt. Zum einen ist da die schöne Ausstattung mit den wunderbaren Katzenbildern. Zum anderen ist es inhaltlich absolut gelungen. Ich habe ehrlich gesagt nie so im Detail darüber nachgedacht, was eine so große Patchworkfamilie für Kinder bedeutet. Ich war froh, wenn diese Familien gut funktioniert haben und sich die Kinder mit den neuen Partnern verstehen. Aber, was da noch alles dranhängen könnte, habe ich wirklich nicht zu Ende gedacht. So habe ich über das Buch viel Neues gelernt. Es ist unheimlich realistisch für die heutige Zeit. Gleichzeitig ist es aber auch berührend, wie Martha versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Sie ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Auch ihre pubertären Probleme sind gut dargestellt. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.03.2024

Spannend

Mörderfinder – Stimme der Angst
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Max Bischoff ist auf der Beerdigung seines ehemaligen Mentors und trifft dort eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer unheimlich ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Doch die „zweite ...

Max Bischoff ist auf der Beerdigung seines ehemaligen Mentors und trifft dort eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer unheimlich ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Doch die „zweite Jennifer“ ebenfalls große Probleme und Max versucht, ihr dabei zu helfen. Kurz danach wird sowohl seine Partnerin Jana wie auch er selbst entführt und auf seinen ehemaligen Kollegen wird ein Mordversuch unternommen. Die Dinge überschlagen sich...

Das Buch ist sehr spannend und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auch wenn man glaubt, etwas zu wissen, ist es bei dem Autor üblich, dass man am Ende noch mit einigen völlig überraschenden Wendungen zu tun haben wird. Genau das macht den Reiz der Reihe aus. Ansonsten ist für mich auch Marvin immer ein Highlight mit seinen schrägen und flotten Sprüchen, so dass das Buch auch noch einen gewissen Witz hat. Alles in allem gibt es von mir ein absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 07.03.2024

Vielschichtig

Paris Requiem
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1940 in Paris, das von den Nazis besetzt ist, werden eigentümlicherweise urplötzlich Kriminelle aus dem Gefängnis entlassen. Angeblich hat es sie nie gegeben. Polizist Eddie versucht, dem ganzen nachzugehen. ...

1940 in Paris, das von den Nazis besetzt ist, werden eigentümlicherweise urplötzlich Kriminelle aus dem Gefängnis entlassen. Angeblich hat es sie nie gegeben. Polizist Eddie versucht, dem ganzen nachzugehen. Gleichzeitig geschehen im Viertel grausame Morde unter den kriminellen Banden. Auch hier versucht er, zu ermitteln, was ihm aber nur teilweise gelingt. Denn verschiedene Menschen sind ihm auf den Fersen, u. a. die Nazis. Viel mehr, als er erst denkt, ist er in die Sache involviert...

Das Buch ist ein sehr vielschichtiger Roman. Seine Stärken hat er für mich darin, wenn die Beziehungen der Menschen im besetzten Paris und die entsprechenden Situationen erklärt werden. Die Rolle der Nazis, der verschiedenen Organisationen, aber auch die Rolle, die die französische Polizei dabei gespielt hat und welchen Zwängen sie ausgesetzt war. Weniger überzeugt hat mich der reine Krimi-Teil. Ich fand ihn über weite Strecken ein wenig zu langatmig und nicht sehr wirklich spannend. Hier hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht.

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