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Veröffentlicht am 04.11.2025

Mehr als Bücher

Drei kleine Buchläden am Ende der Welt
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Das Buch ist die Fortsetzung von „Der Buchladen am Ende der Welt“. Dort erzählt die Autorin ihre Geschichte (vor allem im jugendlichen Alter), die stark von Gewalt geprägt ist. In diesem Buch nun geht ...

Das Buch ist die Fortsetzung von „Der Buchladen am Ende der Welt“. Dort erzählt die Autorin ihre Geschichte (vor allem im jugendlichen Alter), die stark von Gewalt geprägt ist. In diesem Buch nun geht die Geschichte von Ruth weiter. Sie erzählt aus ihrem Leben und abwechselnd Geschichten aus ihren inzwischen drei Bücherläden. Es geht um ihre Tiere, ihr Engagement im Umweltschutz, aber auch um ihre Familie und Freunde. Es gibt sehr berührende Geschichten, aber auch ganz alltägliche und banale. Mir hat gerade bei den Geschichten außerhalb der Bücherläden ein wenig der rote Faden gefehlt. Sie springt in den Zeiten und in den Themen stark hin und her. Und manchmal habe ich mich gefragt, warum sie ausgerechnet dieses oder jenes Thema ausgewählt hat. Doch insgesamt gibt das Buch einen guten Einblick über den weiteren Verlauf ihres Lebens und ihres Engagements. Und als Leser ist man glücklich, dass es ihr besser geht (im Vergleich zu Buch 1). Sie erlebt immer noch genug Abenteuer. Mir gefällt, dass sie eine große Selbstironie besitzt und dies auch in den Geschichten gut rüberbringt. Das Buch ist auch gut geeignet für jemanden, der nicht so viel Zeit hat. Die kurzen Kapitel lassen sich auch mal zwischendurch lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Guter Abschluss

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Maya macht gerade Urlaub bei ihren Eltern in Kalmar. Da wird in der Schlossruine von Borgholm auf Öland die Leiche einer Frau entdeckt. Sie wurde erschossen. Sie bleibt nicht die einzige. Maya wird um ...

Maya macht gerade Urlaub bei ihren Eltern in Kalmar. Da wird in der Schlossruine von Borgholm auf Öland die Leiche einer Frau entdeckt. Sie wurde erschossen. Sie bleibt nicht die einzige. Maya wird um Hilfe gebeten und auch Pär kommt ein zur Ermittlungskommission dazu...

Das Buch ist der Abschluss der Reihe. Da ich vor nicht allzu lange Zeit in dieser Gegend war, konnte ich mir die Gegebenheiten und die Orte vorbildlich vorstellen. Das hat mir gut gefallen. Für einen Krimi ist mehr als genügend Spannung vorhanden und die Verwicklungen aus der persönlichen Vergangenheit sind gelungen. Allerdings hat es mich auf Dauer gestört, dass Maya immer alles im Alleingang machen will und überhaupt nicht auf ihren Kollegen und Chef hört. Manchmal hat mich das extrem genervt. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Renate geht in die Politik

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Aufgrund eines Unfalles kümmert sich Ariane erstmal um ihre Eltern, Stefan hat die zwei Kinder zu betreuen. Und Renate ist der Meinung, dass sie da dringend helfen muss. Also zieht sie aufs Land nach Spreeweide ...

Aufgrund eines Unfalles kümmert sich Ariane erstmal um ihre Eltern, Stefan hat die zwei Kinder zu betreuen. Und Renate ist der Meinung, dass sie da dringend helfen muss. Also zieht sie aufs Land nach Spreeweide und stellt schnell fest, dass sie sich dort einerseits sehr wohl fühlt, andererseits aber auch vieles im Argen liegt. Deswegen beschließt sie, sich zumindest in den Gemeinderat wählen zu lassen. Natürlich erfolgt die Wahlwerbung mit Unterstützung ihrer alten Freunde aus Berlin…

Das Buch setzt die Reihe um Renate Bergmann fort und zumindest hat es hier einige neue Ansätze. Renate geht aufs Dorf und die entsprechenden dörflichen Gegebenheiten werden zum Teil auf Korn genommen, zum Teil aber auch liebevoll mit Berlin verglichen. So ist das Buch weniger lustig, dafür aber aktuell. Die kurzen Kapitel lesen sich gut weg. Es ist auf jeden Fall unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Beste Schokolade pur

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2)
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Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Es gibt schon einige renommierte Schokoladenhersteller. In Bern allerdings versucht sich gerade der junge Rudolph Lindt an der Herstellung der besten Schokolade. ...

Mitte des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Es gibt schon einige renommierte Schokoladenhersteller. In Bern allerdings versucht sich gerade der junge Rudolph Lindt an der Herstellung der besten Schokolade. Von seiner Familie erhält er relativ wenig Unterstützung, sein Vater hätte es lieber gesehen, wenn der Sohn auch Apotheker geworden wäre. Es dauert lange und braucht viele Versuche, dem gewünschten Ergebnis näher zu kommen...

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um die Familien Lindt und Sprüngli. Es ist wunderbar lesbar und man erfährt sehr viel über die Schokoladenherstellung und die Probleme der damaligen Zeit damit. Gleichzeitig ist es aber auch eine Familiengeschichte, eigentlich sind es mehrere. Auf diese Weise erfährt man auch sehr viel über die Stellung und Möglichkeiten der Frauen zu dieser Zeit. Auch etwas z. B. über fehlendes Patentrecht in der Schweiz oder über die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und die Schwierigkeiten, diese zu überwinden. Das alles ist in kurzen wechselnden Kapiteln aus Sicht der jeweils Beteiligten beschrieben und lässt sich leicht lesen. Ich kann das Buch nur mit einer sehr guten Schokolade vergleichen (Suchtgefahr inklusive). Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Wichtige Frau

Aufgeben können die anderen
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Alice ist eine ungewöhnliche Frau. Bereits als junges Mädchen darf sie Sport treiben, von ihrer Familie unterstützt. Das ist zur damaligen Zeit, Ende des 19 Jahrhunderts, eine absolute Ausnahme. Sie geht ...

Alice ist eine ungewöhnliche Frau. Bereits als junges Mädchen darf sie Sport treiben, von ihrer Familie unterstützt. Das ist zur damaligen Zeit, Ende des 19 Jahrhunderts, eine absolute Ausnahme. Sie geht als Au-pair-Mädchen nach England und als sie heiratet, wird sie von ihrem Mann immer unterstützt. Als er sehr jung stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch Alice bleibt weiter dem Sport treu und gründet einen Frauensportverband. Die Olympischen Spiele werden den Frauen zwar noch verwehrt, doch unter Leitung von Alice organisierter der Verband eigene Olympische Spiele nur für Frauen. Ein Siegeszug beginnt…

Das Buch hat mich überrascht. Und zwar auf mehreren Ebenen. Zum einen ist es wunderbar lesbar und erzählt die Geschichte einer Frau, die ich bis dahin nicht kannte und die so viel für den Frauensport getan hat. Zum anderen erzählt es aber auch über den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung. Sei es im Wahlrecht oder auch im Sport. Das ist unheimlich wichtig. Im Buch werden auch weitere Frauen benannt, so die Verlegerin der ersten Frauenzeitschrift. Auch über sie zu lesen, wäre sicher interessant. Ich hoffe, die Autorin bleibt bei dem Thema und stellt noch mehr so eher unbekannte, aber unheimlich wichtige Frauen vor. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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