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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

Humorvoll und spannend

Never Trust Your Fake Husband
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Mit Never Trust Your Fake Husband liefert Ally Carter eine unterhaltsame und temporeiche Mischung aus Spionage, Romantik und Action, die sich angenehm von klassischen Liebesromanen abhebt. Der Einstieg ...

Mit Never Trust Your Fake Husband liefert Ally Carter eine unterhaltsame und temporeiche Mischung aus Spionage, Romantik und Action, die sich angenehm von klassischen Liebesromanen abhebt. Der Einstieg ist ungewöhnlich und packend: Die Protagonistin erwacht ohne Erinnerung in einem verschneiten Paris, verfolgt von unbekannten Männern – an ihrer Seite ein attraktiver Fremder, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Was wie ein klischeehafter Fake-Marriage-Trope beginnt, entpuppt sich als rasante Verfolgungsjagd voller Geheimnisse, Witz und Gefühlschaos.

Der Roman punktet mit seinem frischen Ansatz, der romantische Spannung mit einem Hauch Agenten-Thrill verbindet. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel zwischen Zoe und Sawyer (nicht Jake, wie es fälschlich im Klappentext steht) – ihre Dynamik lebt von Gegensätzen: Sie ist einerseits verwirrt und verletzlich, zeigt aber auch Cleverness und Mut. Er wirkt kontrolliert und verschlossen, lässt aber nach und nach mehr Nähe zu. Ihre Beziehung entwickelt sich glaubwürdig, mit vielen humorvollen Momenten und einer spürbaren Anziehung, die sich langsam entfaltet.

Erzählerisch setzt Carter auf rasche Szenenwechsel, überraschende Wendungen und eine gute Portion Selbstironie. Die Geschichte bleibt über weite Strecken spannend, teilweise fast filmisch – was zugleich Vor- und Nachteil ist. Denn bei all den Actionszenen kann man als Leser*in schnell den Überblick verlieren. Hier wäre ein visuelles Medium wie ein Film ideal, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Dennoch gelingt es dem Roman, eine dichte Atmosphäre zu schaffen – vor allem das Pariser Setting trägt dazu bei.

Fazit: Never Trust Your Fake Husband ist ein mitreißender Genre-Mix mit Charme, Spannung und Romantik. Trotz kleiner Schwächen in der Orientierung bei actionreichen Szenen überzeugt die Geschichte durch ihre originelle Prämisse und sympathischen Figuren. Wer eine humorvolle, aber gleichzeitig spannende Geschichte sucht, wird hier bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Große Leseempfehlung

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Kristen Ciccarelli gelingt mit Heartless Hunter ein atmosphärisch dichter Auftakt voller Magie, Spannung und Emotionen. Schon auf den ersten Seiten wird man in Runes gefährliches Doppelleben hineingezogen ...

Kristen Ciccarelli gelingt mit Heartless Hunter ein atmosphärisch dichter Auftakt voller Magie, Spannung und Emotionen. Schon auf den ersten Seiten wird man in Runes gefährliches Doppelleben hineingezogen – eine Welt, in der Magie verboten und Hexen erbarmungslos gejagt werden. Die Stimmung ist düster und fesselnd, das Setting schnell greifbar und faszinierend.

Rune & Gideon
Im Zentrum stehen Rune, eine starke und vielschichtige Protagonistin, und Gideon, der gefürchtete Hexenjäger mit dunklem Geheimnis. Ihre Beziehung ist geprägt von Misstrauen, Spannung und unterdrückter Anziehung – ein elektrisierendes Spiel aus Täuschung und Nähe, das nie die Intensität verliert. Die wechselnden Perspektiven beider Figuren geben tiefe Einblicke in Motive, Ängste und Zerrissenheit – was die Geschichte noch greifbarer und emotionaler macht.

Magie & Gesellschaft
Besonders hervorsticht das originelle, düstere Magiesystem, das nicht nur Spannung erzeugt, sondern auch ethische Fragen aufwirft. Themen wie Kontrolle, Rebellion und Machtmissbrauch sind klug eingebettet. Dabei bleibt die Balance zwischen Fantasy, Romantik und politischer Brisanz stets stimmig. Die Liebesgeschichte funktioniert trotz einiger Klischees – sie ist glaubwürdig, intensiv und emotional.

Erzählstil & Atmosphäre
Ciccarellis Schreibstil ist modern, bildhaft und mitreißend. Die Sprache trifft stets den richtigen Ton, ohne kitschig zu werden. Dramatische Szenen, ruhige Momente und überraschende Wendungen wechseln sich perfekt ab. Auch Nebenfiguren – wie die Sharpe-Brüder – bringen zusätzliche Tiefe und Neugier auf mehr.

Fazit
Heartless Hunter ist ein düster-magisches Fantasy-Highlight mit feministischen Untertönen, vielschichtigen Figuren und einer bittersüßen Liebesgeschichte. Wer Enemies-to-Lovers, Slow Burn, Intrigen und gefährliche Magie liebt, wird dieses Buch verschlingen.
Der einzige Wermutstropfen? Das fiese Ende – und die Wartezeit auf Band 2 Rebel Witch.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Scheherazade Retelling

The Wrath and the Dawn (Deutsche Ausgabe)
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The Wrath and the Dawn bietet einen sofort packenden Einstieg und überzeugt vor allem mit seinem orientalisch angehauchten Setting, den vielen Geheimnissen und einer durchgehend spannenden Atmosphäre. ...

The Wrath and the Dawn bietet einen sofort packenden Einstieg und überzeugt vor allem mit seinem orientalisch angehauchten Setting, den vielen Geheimnissen und einer durchgehend spannenden Atmosphäre. Die Idee, die Legende um Scheherazade neu zu erzählen, ist gut umgesetzt: Einige Elemente wirken vertraut, andere überraschen und verleihen der Geschichte einen modernen Fantasy-Touch. Besonders die Szenen außerhalb des Palasts sorgen für atmosphärische Akzente und hätten gern häufiger vorkommen dürfen.

Allerdings gibt es auch Schwächen. Die ungewöhnliche Erzählerperspektive und die Vielzahl ungewohnter Namen erschweren den Einstieg. Zudem fällt es nicht immer leicht, sich mit der sehr jungen Protagonistin Shahrzad zu identifizieren. Obwohl sie starke Momente hat und bewusst nicht klassischen Rollenklischees entspricht, wirkt ihr Verhalten häufig älter, als es ihr Alter eigentlich hergibt. Auch die langsam entstehende Liebesgeschichte bleibt ambivalent. Interessant, aber nicht ganz überzeugend, gerade wegen des jugendlichen Alters der Figuren.

Trotz fehlender emotionaler Bindung zu den Charakteren bleibt die Handlung spannend. Die zahlreichen offenen Fragen treiben einen zuverlässig durch die Kapitel, und das überraschende Ende sorgt dafür, dass man den Folgeband kaum liegenlassen kann.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Leider ein herbstlicher Flop

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Puh, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin mit einer neutralen Haltung an das Buch herangegangen. Ich hatte Lust auf eine herbstliche Romance mit Reverse Grumpy x Sunshine-Dynamik, aber keine ...

Puh, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin mit einer neutralen Haltung an das Buch herangegangen. Ich hatte Lust auf eine herbstliche Romance mit Reverse Grumpy x Sunshine-Dynamik, aber keine allzu hohen Erwartungen. Normalerweise werden gerade niedrige Erwartungen schnell übertroffen – Sweeter Than Pumpkin Spice hat es jedoch geschafft, selbst diese zu unterbieten.

Der Schreibstil wirkte auf mich oft cringe und unpassend, mit den Charakteren bin ich überhaupt nicht warm geworden, und zwischen den beiden Protagonisten habe ich keinerlei Chemie gespürt. Es war kein Buch, das mich emotional gepackt oder durch eine spannende Handlung mitgerissen hätte. Stattdessen habe ich mich dabei ertappt, wie ich einfach nur auf das Ende hingefiebert habe – und das ist bei einem Buch selten ein gutes Zeichen.

Sadie hat von Anfang an keinerlei Sympathiepunkte bei mir gesammelt und es im Laufe der Geschichte sogar geschafft, immer weiter abzubauen. Ja, sie ist der „Grumpy“ in der Konstellation, aber ihre Art war für mich eher unhöflich und unnötig vulgär als charmant mürrisch. Josh wirkte dagegen wie ein naiver Junge, der mehr Interesse daran hatte, Sadie zu „knacken“, als an einer echten Verbindung. Für jemanden, der angeblich so viel im Leben erreicht hat, erschien er mir erstaunlich unreif. Die cringen Szenen begannen für mich bereits im Badezimmer und zogen sich gefühlt bis zur letzten Seite. Der Smut hat mich ebenfalls völlig kalt gelassen, weil emotional nichts zwischen den beiden transportiert wurde.

Das Einzige, das mir wirklich gefallen hat, war das herbstliche Setting auf der Kürbisfarm – warm, atmosphärisch und theoretisch voller Potenzial. Schade, dass es das Buch für mich letztlich nicht retten konnte.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Young Adult meets „Haunted House“

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Der Young-Adult-Thriller Let’s Split Up von Bill Wood beginnt mit einem atmosphärisch dichten und äußerst gruseligen Prolog, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. Von da an ließ sich das ...

Der Young-Adult-Thriller Let’s Split Up von Bill Wood beginnt mit einem atmosphärisch dichten und äußerst gruseligen Prolog, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. Von da an ließ sich das Buch super schnell und flüssig lesen. Woods Schreibstil vereint Spannung mit einer gewissen Leichtigkeit, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Auch der formale Aufbau des Thrillers wirkt durchdacht: Besonders die Auswahl der Figuren, die eine eigene Perspektive erhalten, fand ich spannend. Sie eröffnete unzählige mögliche Theorien, die in meinem Kopf nur so zusammengeströmt sind. Bis auf Buffy empfand ich alle Protagonist*innen als sehr sympathisch, wobei Buffys Story am Ende aufgelöst wurde, wodurch ich ihren Charakter besser nachvollziehen konnte. Jede Figur bringt markante Charakterzüge mit, die in entscheidenden Momenten eine wichtige Rolle spielen. Sehr schön fand ich außerdem die kleine Lovestory zwischen Cam und Jonesy… die beiden waren einfach unglaublich cute zusammen.

Im Verlauf der Handlung entwickelten sich mehrere Theorien darüber, wer hinter den Morden stecken könnte. Einige verwarf ich schnell wieder, andere begleiteten mich bis zum Schluss. Zwar war der letztendliche Plottwist, beziehungsweise die Identität der Person hinter den Morden, für mich ab einem gewissen Punkt vorhersehbar, dennoch hat mich das Buch hervorragend unterhalten.

Insgesamt eine klare Empfehlung meinerseits, und für mich solide 4 Sterne.

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