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Veröffentlicht am 30.04.2026

Gelungenes Setting

And they were roommates
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And They Were Roommates erzählt die Geschichte von Jasper und Charlie, die sich Jahre zuvor in einem Sommercamp an der Valentine kennengelernt haben. Nun kehrt Charlie als Exzellenzstipendiat an die Akademie ...

And They Were Roommates erzählt die Geschichte von Jasper und Charlie, die sich Jahre zuvor in einem Sommercamp an der Valentine kennengelernt haben. Nun kehrt Charlie als Exzellenzstipendiat an die Akademie zurück und ausgerechnet Jasper, der ihm damals nicht nur seinen ersten Kuss gestohlen, sondern auch das Herz gebrochen hat, ist sein neuer Mitbewohner. Das Problem: Jasper erkennt Charlie nicht einmal wieder.

Ganz besonders überzeugt hat mich die Atmosphäre des Buches. Der Autor fängt das akademische Setting der Eliteakademie sehr gut ein und zeigt realistisch, wie viel Leistungsdruck, Konkurrenzdenken und Selbstzweifel mit so einer Umgebung einhergehen. Vor allem Charlies Situation ist dabei sehr greifbar: Er muss am Ende des Jahres zu den fünf Besten seines Jahrgangs gehören, um sein Stipendium nicht zu verlieren. Dieser Druck begleitet ihn konstant und macht seine Sorgen und Ängste sehr nachvollziehbar.

Auch das Setting mochte ich insgesamt sehr gerne. Die Academy-Vibes, kombiniert mit der klassischen Roommate-Situation und der gemeinsamen Vergangenheit der Protagonisten, schaffen eigentlich eine starke Grundlage für eine emotionale Geschichte. Besonders schön fand ich zudem, dass Charlie im Laufe der Handlung einen unterstützenden Freundeskreis um sich aufbaut. Es hat dem Buch sehr viel Wärme verliehen. Ebenso hat mir gefallen, dass Jasper Dichter ist und Literatur sowie Poesie eine wichtige Rolle in ihrer Annäherung spielen.

Charlie war für mich definitiv die stärkere Figur. Seine Gedanken, Unsicherheiten und sein innerer Druck waren glaubwürdiger und für mich auch emotional greifbarer. Mit Jasper hingegen hatte ich eher Schwierigkeiten. Seine Persönlichkeit wirkte teilweise ziemlich überzogen, und gerade sein Verhalten am Ende des Buches passte für mich nicht ganz zu dem Bild, das zuvor von ihm gezeichnet wurde.

Das Buch kann definitiv dem Trope Slow Burn zugeordnet, was grundsätzlich auch passt. Leider hat mir persönlich aber etwas der eigentliche „Burn“ gefehlt. Die romantische Spannung und Anziehung zwischen Charlie und Jasper konnte ich nur kaum spüren, was ich schade fand, da ihre gemeinsame Vorgeschichte und die Roommate-Konstellation eigentlich viel Potenzial geboten hätten.

Ein großes Highlight ist dafür die Gestaltung des Buches. Die glänzenden Prägungen, liebevoll gestalteten Kapitelaufhänger und hübschen Paginas zeigen, wie viel Wert auf Details gelegt wurde. Auch der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen: angenehm flüssig, humorvoll und gleichzeitig spannend genug, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Humorvolle MM Romance

Jonah Goes Off Script
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Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch lieben oder hassen soll, ob mir die Charaktere sympathisch waren oder nicht, ob die Liebe zwischen ihnen nur Lust oder auch Gefühl war…

Im Mittelpunkt steht Jonah, der ...

Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch lieben oder hassen soll, ob mir die Charaktere sympathisch waren oder nicht, ob die Liebe zwischen ihnen nur Lust oder auch Gefühl war…

Im Mittelpunkt steht Jonah, der im West End in einem renommierten Theaterstück die Rolle des Achilles spielt. Als Dexter neu zum Ensemble stößt und ebenfalls eine Rolle übernimmt, entsteht schnell eine spürbare Spannung zwischen den beiden. Allerdings ist Dexter nicht an Jonah interessiert, er hat ein Auge auf dessen Rolle geworfen.

Jonah als Protagonist konnte mich teilweise für sich gewinnen, gleichzeitig wirkte er auf mich jedoch häufig etwas zu naiv und stark von Dexters äußerer Erscheinung beeinflusst. Dexter hingegen blieb für mich lange Zeit schwer greifbar und eher unsympathisch. Auch die spätere Erklärung für sein Verhalten konnte mich nicht vollständig überzeugen, da sie für mich nicht ganz logisch und nachvollziehbar wirkte.

Besonders positiv hervorheben möchte ich jedoch das Theatersetting der Geschichte. Die Atmosphäre hinter den Kulissen des West End bringt eine besondere Stimmung in die Handlung. Sehr gelungen fand ich außerdem, wie sich die Emotionen der Figuren, die Jonah und Dexter auf der Bühne verkörpern, nach und nach mit ihren eigenen Gefühlen vermischen. Dadurch entsteht eine poetische Ebene, die der Geschichte eine schöne Tiefe verleiht.

Auch Jonahs familiäre Situation trägt zu einer stärkeren emotionalen Dimension bei. Diese Aspekte lassen die Figuren einander näherkommen und geben der Handlung zusätzliche Intensität.

Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig, ist stellenweise sehr metaphorisch und wird immer wieder durch humorvolle Momente aufgelockert. Dadurch bleibt die Geschichte trotz der teilweise schwierigen Dynamik zwischen den Figuren angenehm zu lesen.

Auch das Cover gefällt mir sehr gut, da es die Stimmung und das Setting der Geschichte passend widerspiegelt.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannend

Darkly
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Rezension zu „Darkly“

„Darkly“ überzeugt zunächst mit einer wirklich originellen und ungewöhnlichen Grundidee, die sofort neugierig macht. Schon nach wenigen Seiten zieht einen die geheimnisvolle Atmosphäre ...


Rezension zu „Darkly“

„Darkly“ überzeugt zunächst mit einer wirklich originellen und ungewöhnlichen Grundidee, die sofort neugierig macht. Schon nach wenigen Seiten zieht einen die geheimnisvolle Atmosphäre in ihren Bann. Die Mischung aus Rätseln, unterschwelliger Spannung und vielen kleinen Hinweisen sorgt dafür, dass man ständig miträtseln möchte und unbedingt herausfinden will, was wirklich hinter dem Spiel steckt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17-jährige Dia, die unbedingt einen Platz bei einer geheimnisvollen Stiftung ergattern möchte. Diese verwaltet das Vermächtnis der legendären Spieleentwicklerin Veda, die für ihre düsteren und komplexen Spiele berühmt war. Schon früh wird jedoch klar, dass es sich bei diesem vermeintlichen Praktikum um weit mehr als eine gewöhnliche Chance handelt. Dia und einige andere Jugendliche geraten zunehmend in eine Situation, die selbst wie eines dieser rätselhaften Spiele wirkt.

Die Handlung entwickelt sich dabei weniger wie ein klassischer Thriller, sondern vielmehr wie ein vielschichtiges Rätsel. Stück für Stück werden Hinweise, Geheimnisse und mögliche Wahrheiten enthüllt, nur um kurz darauf wieder infrage gestellt zu werden. Als Leser wird man immer wieder dazu eingeladen, mitzudenken und sich zu fragen, was wirklich passiert und wem man trauen kann.

Besonders gut gelungen ist die leicht unheimliche Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Das Setting mit der geheimnisvollen Insel, verlassenen Orten, einer düsteren Fabrik und einer mysteriösen Villa passt perfekt zur Geschichte und verstärkt das Gefühl, selbst Teil dieses Spiels zu sein. Auch die vielen Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung über weite Strecken erhalten bleibt und man selten vorhersagen kann, wie es weitergeht.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Gestaltung des Buches. Immer wieder finden sich zusätzliche Elemente wie Zeitungsausschnitte, Briefe, Bilder oder Skizzen im Text. Diese machen die Geschichte lebendiger und laden dazu ein, selbst nach Hinweisen zu suchen. Besonders spannend ist es, im Laufe der Handlung nach und nach die Bedeutung der verschiedenen Symbole zu erkennen. Auch das Cover und der Farbschnitt sind sehr gelungen und vermitteln bereits optisch eine geheimnisvolle, leicht düstere Stimmung.

Der Schreibstil ist insgesamt angenehm, flüssig und gut lesbar. Durch die eher kurzen Kapitel kommt man schnell voran und die Geschichte bleibt durchgehend spannend. An einigen Stellen wirkt der Stil allerdings etwas stockend, was den Lesefluss gelegentlich unterbricht.

Mit der Hauptfigur Dia konnte ich gut mitfühlen. Sie wirkt sympathisch, klug, mutig und hinterfragt vieles, anstatt alles einfach hinzunehmen. Dadurch hebt sie sich positiv von manchen typischen Figuren des Genres ab. Die Nebenfiguren hingegen bleiben teilweise etwas oberflächlich und lange sehr undurchschaubar. Einerseits passt das gut zur Atmosphäre des Misstrauens, andererseits fällt es dadurch manchmal schwer, eine stärkere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Auch die angedeuteten romantischen Elemente wirken nicht besonders ausgearbeitet und tragen nur wenig zur Geschichte bei.

Ein kleiner Kritikpunkt ist außerdem, dass die Handlung zwischendurch recht komplex und teilweise etwas verwirrend wird. Gerade wenn neue Hintergründe oder Elemente eingeführt werden, hätte ich mir stellenweise klarere Erklärungen gewünscht. Manchmal wirkt die Geschichte dadurch etwas überladen und es erfordert Aufmerksamkeit, um den Überblick zu behalten.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte jedoch noch einmal deutlich an Fahrt auf. Die Spannung steigt, viele Ereignisse spitzen sich zu und das Finale sorgt noch einmal für einige überraschende Wendungen.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Jahreshighlight

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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(Spoiler!)

Ich habe mein erstes Jahreshighlight 2026 gefunden, yeahhh! Für mich ist „The Knockout Contract“ ganz klar ein 5-Sterne-plus-Buch.

Die Geschichte beginnt mit der Vorgeschichte der beiden Protagonisten. ...

(Spoiler!)

Ich habe mein erstes Jahreshighlight 2026 gefunden, yeahhh! Für mich ist „The Knockout Contract“ ganz klar ein 5-Sterne-plus-Buch.

Die Geschichte beginnt mit der Vorgeschichte der beiden Protagonisten. Als Lainey Parker nach einer Verletzung im Krankenhaus behandelt, behält er eine Narbe zurück, woraufhin Lainey verklagt wird. Als sie ein halbes Jahr später erneut aufeinandertreffen, kann Lainey Parker wegen dieser Klage überhaupt nicht ausstehen. Parker hingegen erinnert sich nicht einmal an sie.

Kurz darauf steht Lainey vor einem Problem. Sie muss auf die Hochzeit ihrer Stiefschwester, die ausgerechnet Laineys Ex heiratet, und braucht dringend ein Date. Parker wiederum hat sich an der Schulter verletzt und sucht einen plausiblen Grund, weniger zu trainieren. Also schließen die beiden einen Deal: Parker begleitet Lainey als Fake-Freund zur Hochzeit und Lainey ist Parkers Ausrede, weshalb er hin und wieder mal abgelenkt ist. Um alles klar zu regeln, setzen sie sogar einen Vertrag auf, der ihre Grenzen festlegt. Doch diese einzuhalten ist deutlich schwieriger als gedacht…

Besonders gut gefallen hat mir das Setting zwischen Krankenhaus und Boxring. Die Kombination aus Parker als Boxer und Lainey als Medizinstudentin fand ich unglaublich interessant. Eine Boxer-Sports-Romance hatte ich vorher noch nie gelesen, aber nach diesem Buch definitiv Lust auf mehr.

Auch der Banter zwischen den beiden war großartig. Ihre Dynamik hat einfach Spaß gemacht und ich mochte sehr, wie sich ihre Beziehung langsam und in einem angenehmen Tempo entwickelt hat.

Ein wichtiges Thema zwischen ihnen ist natürlich die Klage aus der Vergangenheit. Gegen Ende klärt Lainey Parker darüber auf und das überraschend ohne großes Drama. Parker reagiert relativ gelassen, was ich zunächst nicht erwartet hätte, aber letztlich sehr gut zu seinem Charakter passt. Zwar tanzen die beiden lange umeinander herum und sprechen ihre Gefühle nicht direkt aus, trotzdem fand ich es angenehm, dass der typische Miscommunication-Trope hier weitgehend fehlt.

Mein persönliches Highlight war aber definitiv der Schreibstil von Santer. Sie schreibt unglaublich humorvoll und schafft es gleichzeitig, die Charaktere sehr lebendig darzustellen. Der Stil ist locker, flüssig und einfach mitreißend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte das Buch kaum aus der Hand legen.

Und btw, ich liebe Arthur. Ich brauche unbedingt ein eigenes Buch über ihn!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Wichtiges Thema

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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Vorab möchte ich sagen, dass ich vermutlich schon zu alt für dieses Buch bin und mich deshalb nur bedingt in die Lebenssituation der Charaktere und ihrem Verhalten hineinfühlen konnte.

Der Debütroman ...

Vorab möchte ich sagen, dass ich vermutlich schon zu alt für dieses Buch bin und mich deshalb nur bedingt in die Lebenssituation der Charaktere und ihrem Verhalten hineinfühlen konnte.

Der Debütroman „Und alles zerbricht“ erzählt die Geschichte von Mila, die aufgrund des Jobs ihrer Mutter Berlin verlassen muss und in die Schweiz zieht. Ohne ihr gewohntes familiäres Umfeld fällt sie in eine Essstörung und muss schließlich in einer Klinik. Dort lernt sie einen Jungen Nicolas kennen, der ihre Welt ordentlich auf den Kopf stellt.

Positiv hervorzuheben ist der schöne, flüssige Schreibstil von Maxine Reuker. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besitzen Tiefe. Besonders gefallen hat mir, dass auch die Nebencharaktere eigene Hintergrundgeschichten bekommen, das macht die Welt des Buches lebendig und glaubwürdig. Außerdem finde ich es sehr gut, dass die Autorin solch wichtigen Themen wie Essstörungen eine Plattform gibt. Das Schulsetting ist gut umgesetzt und dürfte besonders für eine jüngere Zielgruppe sehr gut funktionieren.

Für mich persönlich gab es allerdings einige Kritikpunkte: Nicolas, der zentrale Protagonist der Liebesgeschichte, wird viel zu spät eingeführt. Dadurch wirkt die Beziehung zwischen ihm und Mila abrupt und zu schnell, sodass ich ihre Entwicklung nicht richtig nachvollziehen oder mitfühlen konnte.

Insgesamt ist „Und alles zerbricht“ ein gut geschriebenes Buch mit interessanten Charakteren und relevanten Themen. Wer sich für Jugendromane mit emotionalen Herausforderungen interessiert, findet hier auf jeden Fall schöne und wichtige Inhalte.

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