Holbriger Einstieg mit Happy End
Lindenherz - 824 Jahre durch die ZeitKurze Inhaltszusammenfassung:
Katharina verbringt die Ferien immer bei Ihrer Großmutter Edith. Hier hängt ein sehr alter Spiegel in Ihrem Zimmer. Durch diesen erkennt man nicht nur sich selbst, sondern ...
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Katharina verbringt die Ferien immer bei Ihrer Großmutter Edith. Hier hängt ein sehr alter Spiegel in Ihrem Zimmer. Durch diesen erkennt man nicht nur sich selbst, sondern auch einen wunderschönen Wald. Eines Tages entdeckt Katharina, dass man durch diesen Spiegel in die Vergangenheit gelangt. 824 Jahre! Dort trifft sie auf den geheimnisvollen Johann zu welchem sie sich aus ihr nicht erklärbaren Gründen hingezogen fühlt. Und ihm scheint es nicht anders zu ergehen. Wäre da nicht auch der unheimliche Berater des Fürsten, Waldkron.
Plötzlich verschwindet Edith und Katharina begibt sich zusammen mit Ihren Freunden auf eine spannende Suche, die nicht nur Licht in Katharinas Vergangenheit bringt sondern auch ihr Herz höher schlagen lässt.
Persönliche Meinung:
Der Anfang ist mir persönlich etwas schwergefallen, da mir alles so unwirklich und kindlich geschrieben vorkam, hier dachte ich kurz ich wäre die falsche Altersgruppe. Nach einigen Seiten haben sich die anfänglichen Zweifel dann verabschiedet. Die Handlung der Geschichte hat mich gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Sprachstil der Autorin ist sehr einfach und locker gehalten. Die einzelnen Schauplätze wurden sehr anschaulich beschrieben und so hat sich die Welt recht schnell vor meinem inneren Auge aufgebaut. Besonders angetan hat es mir das Haus von Edi, so viele Bücher auf einem Fleck, um einen herum die Natur und viele Möglichkeiten sich voll auszuleben. Dorthin wandere ich gedanklich gerne zurück und auch in Zukunft wird das nun mein gedanklicher Rückzugsort.
Besonders gefallen hat mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Während des Lesens konnte man ebenfalls noch etwas sein Wissen in Geschichte verbessern, da real existierende Menschen, die damals lebten, mit reingenommen wurden. Dieses Detail wiederum hat die ausgedachte Geschichte real werden lassen und man hat den Geruch der damaligen Straßen in der Nase gehabt. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, doch auch die Tränen blieben nicht aus. Das Abwechseln zwischen Humor, Liebe, Familiengeheimnissen, Freundschaften, Heimtücke, sachlichen Eindrücken und geschichtlichen Ereignissen hat die Geschichte perfekt gemacht.
Das Buch hat mir vor Augen geführt, wie dankbar man sein kann, ein Dach über dem Kopf zu haben und von A nach B mit dem Auto oder Zug so viel schneller als die Leute es damals taten, zu kommen. Ich denke viele Leute nehmen das als selbstverständlich, doch auch heute noch ist es das nicht. Im Vergleich zu damals führen wir ein eindeutig angenehmeres Leben. Doch auch unser Zeitalter ist nicht perfekt und ich frage mich wie die Menschen in 824 Jahren wohl über uns denken werden.