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Veröffentlicht am 08.02.2022

Spanende Dystopie

Kaliya
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Kaliya wird in eine Welt geboren, in der der Großteil der Menschheit durch einen Impfstoff, der eigentlich die Rettung aus einer Epidemie sein sollte, ausgelöscht wurde. Es leben nur noch wenige „echte“ ...

Kaliya wird in eine Welt geboren, in der der Großteil der Menschheit durch einen Impfstoff, der eigentlich die Rettung aus einer Epidemie sein sollte, ausgelöscht wurde. Es leben nur noch wenige „echte“ Menschen, der Rest der Überlebenden, die Wehorias, haben durch die Impfung eine Genveränderung erfahren, die sie zwar widerstandsfähiger, jedoch auch unfruchtbar gemacht hat. Die Wehorias machen Jagd auf die Menschen, da sie sich bedroht fühlen und genau diesen Menschenjägern fällt Kaliya als Kind in die Hände…
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Die Autorin hat einen sehr angenehmen , bildhaften Schreibstil und schafft es die Spannung permanent aufrecht zu erhalten.
Den Weltenbau finde ich überaus gelungen und man kann sich gut vorstellen, wie die Welt nach einer solchen Katastrophe aussieht, auch wenn es erschreckend ist, sich in dieses Szenario hineinzuversetzen.
Auch die Charaktere finde ich toll. Kaliya musste als Kind viel durchmachen, aber ist eine wahnsinnig starke Persönlichkeit. Sie weiß genau was sie will und ist davon überzeugt, dass Liebe sich über alles hinwegsetzt.
Ezra ist der typische Bad Boy, wenn man es so sehen will, durch das Leben gezeichnet und eher ein Einzelgänger. Seine Charakterentwicklung im Verlauf finde ich besonders gut gelungen.
Durch die abwechselnden Perspektiven, kann man sich gut in beide Protagonisten hineinversetzen, was meiner Meinung nach sehr dazu beigetragen hat, vor allem Ezra zu verstehen.
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Falls ihr also mal wieder Lust auf eine gute Dystopie, mit einer süßen Liebesgeschichte habt, kann ich diese hier wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 01.02.2022

Spannend und voller Gefühle

Das zweite Gesetz der Gefühle (Romantasy-Trilogie, Band 2)
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Um eine gemeinsame Zukunft zu haben, müssen Katalina und Severin einiges über sich ergehen lassen. Die Ausbildung bei der Ordnung ist beiden verhasst, aber nur so können sie lernen mit ihren Fähigkeiten ...

Um eine gemeinsame Zukunft zu haben, müssen Katalina und Severin einiges über sich ergehen lassen. Die Ausbildung bei der Ordnung ist beiden verhasst, aber nur so können sie lernen mit ihren Fähigkeiten umzugehen um schlussendlich der Empathenwelt zu entfliehen.
Die Ordnung aber hat große Pläne mit Severin und wird ihn nicht so einfach aufgeben und Katalina wird immer interessanter für den Aufstand.
Die Frage ist: Wie entscheidest du dich, in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint? Eine Welt in der Gefühle alles und nichts bedeuten und du nicht sagen kannst, wer gut und wer böse ist.
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Mir hat die Fortsetzung super gut gefallen und ich fand es toll, die Protagonisten, welche mir schon in Band 1 ans Herz gewachsen sind, auf ihrem weiteren Weg zu begleiten.
Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben und versteht es gut die Gefühle der Protagonisten auf den Leser zu projizieren, dabei liest sich die Geschichte so schön leicht und ist so spannend, dass es schwer fällt, das Buch wegzulegen.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und auch die Nebendarsteller finde ich super. Gerade Katas Schwester Maer ist eine starke Persönlichkeit, die viel Eindruck hinterlässt.
Auch Adele, obwohl ich sie gar nicht mag, ist ein super Charakter und passt extrem gut in die Geschichte. Ich hab bei ihr auch noch nicht ganz die Hoffnung aufgegeben, dass sie vielleicht nicht ganz so böse ist, wie es scheint.
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Das Ende hat einen ziemlich gemeinen Clivehanger und ich kann es kaum erwarten, dass Band 3 erscheint, um endlich zu erfahren, ob Kata und Sev sich gegen die Ordnung durchsetzen und vielleicht sogar die ganze Welt der Emphaten revolutionieren.
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Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung für Romatasy-Fans.

Veröffentlicht am 24.01.2022

Die Reise geht weiter

Loreley
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Um Saesora zu befreien, müssen drei heilige Gegenstände beschafft werden, was die Ruby auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise in den Norden verschlägt. Bei allen liegen die Nerven blank und es kommt ...

Um Saesora zu befreien, müssen drei heilige Gegenstände beschafft werden, was die Ruby auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise in den Norden verschlägt. Bei allen liegen die Nerven blank und es kommt zu Streitigkeiten und Zwietracht an Board. Und mittendrin Jermaine und Sammy, deren Liebe sich gerade entwickelt und durch ein lang gehütetes Geheimnis auf eine harte Probe gestellt wird.
Auch in Thale passiert eine Menge. Belen und Thaloan kommen sich immer näher und aus anfänglicher Abneigung, erwächst allmählich eine zarte Liebe. Ob diese eine Chance hat, bleibt abzuwarten denn Saesora hat von Belen Besitz ergriffen und versucht immer wieder die Oberhand zu gewinnen.

„Salz und See“ knüpft übergangslos an „Wind und Weite“ an und das finde ich wunderbar. Ich war sofort wieder drin in der Geschichte rund um Jermaine, Belen und die Elmanauten.

Ich mag den Schreibstil super gern, ebenso den Sprachgebrauch, der sehr gut zu der Geschichte passt. Die Autorin versteht es den Leser in fremde Welten mitzunehmen und einem das Gefühl zu vermitteln hautnah dabei zu sein.
Die Story ist spannend, aus mehreren Perspektiven erzählt und das Setting finde ich unglaublich schön. Die Tatsache, dass es mehrere Handlungsstränge gibt, lockert das Geschehen auf und hat nicht nur einmal dafür gesorgt, dass ich nach einem beendeten Kapitel dann doch noch weitergelesen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, was bei den anderen so passiert ist.
Die Protagonisten sind mir soo ans Herz gewachsen und ich hab mit ihnen gebangt, gehofft und mich gefreut. Vor allem Sammy und Belen mochte ich in diesem Band ganz besonders.

Das Ende kam dann viel zu überraschend und schnell und ich würde gern sofort mit Band 3 weitermachen, aber da muss ich mich wohl noch etwas gedulden.

Veröffentlicht am 16.01.2022

Unglaublich gut

Der fürsorgliche Mr. Cave
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Wie weit sollte ein Vater gehen, um seine Tochter zu beschützen? - Diese Frage wird im Klappentext gestellt und ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Mr. Cave verliert erst seine Frau und Jahre später ...

Wie weit sollte ein Vater gehen, um seine Tochter zu beschützen? - Diese Frage wird im Klappentext gestellt und ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Mr. Cave verliert erst seine Frau und Jahre später seinen Sohn, beide durch tragische Unglücksfälle. Gezeichnet durch diese Vorkommnisse, versucht er seine Tochter Brynory vor allem und jedem zu schützen und schießt dabei ganz klar über das Ziel hinaus.
Wenn man den Klappentext liest, denkt man sich: Ok, ein Vater der auf Grund von Traumata eine Angsstörung entwickelt und diese auf seine Tochter projektiert.
Dies allein hat schon genügt, um mich zu begeistern, da ich das Thema, psychische Krankheiten, insbesondere Angststörungen, und ihre Auswirkung auf Familienmitglieder glaublich interessant finde.
Ziemlich schnell wird aber klar, wir haben es hier mit mehr als einer Angststörung zu tun, eher ein Posttrauma mit Wahnvorstellungen, ja fast schon einer Bessenheit, die in der Form auch schnell gefährlich wird…
Der Schreibstil von Matt Haig gefällt mir sehr gut. Das Buch ist wie ein Brief oder Bericht an die Tochter verfasst. Dies macht es einfach, sich hineinzuversetzen, was allerdings nicht an jeder Stelle gut ist, da ich mir oft gedacht habe: Ganz schön krank das Ganze. Durch die direkte Ansprache und immer wieder abschweifende Gedanken, hat man permanent das Gefühl im Kopf des Protagonisten zu sein, was man manches mal auch erstmal verdauen muss. Man spürt die Liebe zu seiner Tochter, aber auch die immer weiter wachsende Obsession und kann das Buch kaum weglegen, auch wenn es Überwindung kostet, weiter zu lesen.

Abschließend kann ich sagen, dass „Der fürsorgliche Mr. Cave“ mich sprachlos zurückgelassen hat, dass Ende einfach nur überraschend war und definitiv eins meiner Jahreshighlights 2022 ist.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Eine wunderbare Seefahrergeschichte

Loreley
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Jermaine steht kurz vor der Vereidigung als Matrosin, als die Ruby, das Schiff ihres Vaters, ohne ihn und einen Teil der Besatzung in ihre Heimatstadt zurück kehrt. Der Kapitän hat das Schiff in die sagenumwobenen ...

Jermaine steht kurz vor der Vereidigung als Matrosin, als die Ruby, das Schiff ihres Vaters, ohne ihn und einen Teil der Besatzung in ihre Heimatstadt zurück kehrt. Der Kapitän hat das Schiff in die sagenumwobenen Darcosgewässer gesteuert und gilt seitdem als verschollen. Um ihn und die restliche Crew zu retten begibt sich die Kapitänstochter an Board der Ruby auf eine abenteuerliche Reise.

Die Geschichte ist absolut toll geschrieben und ich bin super gut rein gekommen. Der bildhafte Schreibstil, die spannende Handlung, sowie die verwendete Sprache haben mich gefesselt und ich konnte das Buch kaum weglegen.
Die Beschreibung der Charaktere ist sehr detailliert und in meinen Augen absolut gelungen, auch die wunderschönen Charakterkarten haben dazu beigetragen sich ein Bild von den Protagonisten zu machen.
Die Handlung enthält alles, was man sich von einer guten Seefahrergeschichte verspricht: man trifft auf Götter, gefährliche Meereskreaturen, gefürchtete Herrscher und verfeindete Länder, aber auch auf mutige Matrosen, Feinde, die zu Freunden oder zumindest Verbündeten werden und Freunde die zu Geliebten werden.
Das Setting ist top und hat mich ab und an an „Fluch der Karibik“ erinnert, wofür ich ein gewisses Faible habe.

Das alles, gemischt mit einer Spur Dramatik, macht die ganze Geschichte wahnsinnig schön.