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Veröffentlicht am 26.09.2023

Eine spannende und berührende Lektüre

Im Ballhaus brennt noch Licht
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„Im Ballhaus brennt noch Licht“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Stephanie Jana gelesen habe und ich muss gestehen, die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrem Roman, bei dem schon das toll gestaltete ...

„Im Ballhaus brennt noch Licht“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Stephanie Jana gelesen habe und ich muss gestehen, die Autorin hat einen neuen Fan. In ihrem Roman, bei dem schon das toll gestaltete Cover ins Auge sticht, entführt sie uns nach Berlin in den Goldenen Zwanzigern.
Der Inhalt: Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts: Die junge, aus einfachen Verhältnissen stammende Lulu Schneider träumt davon, Tänzerin zu werden. Als sie eines Tages sehnsüchtig durch die Fenster des nahe gelegenen Ballhauses Sternberg das glamouröse Treiben beobachtet, lernt sie David kennen, den Sohn des jüdischen Besitzers. Mit viel Fleiß und der Unterstützung der Sternbergs, die ihr Talent erkennen, steigt Lulu in den rauschenden Goldenen Zwanzigern zur Startänzerin auf. Doch dann kippen die politischen Verhältnisse im Land, und bald sind das Ballhaus und alle, die Lulu liebt, in großer Gefahr.
Wow! Noch jetzt nach Beendigung dieser beeindruckenden Lektüre läuft das Gelesene wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und ich werde von zahlreichen Emotionen übermannt. Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch und sie nimmt uns auf eine aufregende Reise mit. Wir lernen die unterschiedlichsten Menschen und ihre Schicksale kennen. Allen voran unsere Protagonistin, die liebenswerte Lulu, die wir ein ganzes langes Stück auf ihrem Lebensweg begleiten dürfen. Da ist das junge Mädchen, das in schwierigen Verhältnissen aufwächst und dennoch immer an ihrem Traum eine große Tänzerin zu werden festhält. Und der Weg bis dahin war nicht leicht. Als sie jedoch David und seinen Vater Levi kennenlernt, der Lulu fördert, scheint ihr Ziel nahe zu rücken. Doch dann spitzt sich die politische Lage zu. Und am Ende steht die erwachsene Lulu, die durch vielen Höhen und Tiefen gegangen ist und trotzdem nie den Mut verloren hat. Die Autorin bringt uns mit aller Deutlichkeit längst vergangene Geschichte mit all ihren Schrecken und dem daher gehenden Leid nahe. Und dann sie David und Levi zu einer Entscheidung gezwungen, die das Leben aller verändert. Und diese Ereignisse haben mich sehr berührt. Der Spannungsbogen der Geschichte ist einfach fantastisch. Ich muss gestehen, dass ich diese berührende Lektüre mit feuchten Augen beendet habe.
Für mich ein absolutes Lesehighlight, ein Lesevergnügen der Extraklasse, das ich regelrecht verschlungen habe. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Ein toller Kinderkrimi

Kommissar Pfote (Band 6) - Ein Einbruch ohne Spuren
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„Kommissar Pfote – Ein Einbruch ohne Spuren“ aus der Feder der Autorin Katja Rieder mit tollen farbigen Illustrationen von Dirk Hennig ist nun bereits Band 6, indem Pepper der Polizeihund – der übrigens ...

„Kommissar Pfote – Ein Einbruch ohne Spuren“ aus der Feder der Autorin Katja Rieder mit tollen farbigen Illustrationen von Dirk Hennig ist nun bereits Band 6, indem Pepper der Polizeihund – der übrigens die Geschichte aus seiner Sicht erzählt – die Hauptrolle spielt. Geeignet ist dieser lustige Kinderkrimi zum Vorlesen und zum ersten Selbstlesen ab 6 Jahren.
Der Inhalt: Ein Handtaschen-Dieb macht die Gegend unsicher. Ganz klar, dass Polizeihund Pepper und sein zweibeiniger Kollege Paul sich auf die Lauer legen. Und tatsächlich: Vor Peppers Augen wird Frau Klein bestohlen! JAUL! Und dann bricht auch noch jemand in ihren Laden ein –ohne Spuren zu hinterlassen. Seltsam. Jetzt ist Peppers feine Nase gefragt.
Schon das Cover ist wieder ein echter Hingucker – Kommissar Pfote, wie Pepper auch genannt wird – in voller Aktion. Die Aufmachung des Buches finde ich übrigens klasse, denn wer bisher noch kein Buch aus dieser herrlichen Reihe gelesen hat, lernt auf den ersten Seiten gleich die Charaktere, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, kennen. Dies sind Pepper, der Polizeihund (eigentlich noch in Ausbildung), dann ist da Paul, sein Partner (Paul ist bei der Schutzpolizei), außerdem gehört noch Hauptkommissar Walter und Kommissarin Nasrin (Nasrin ist bei der Kriminalpolizei), Polizeihauptmeister Timo, sowie Alex (er ist Lulus Partner bei der Polizei) zum Team. Und dann ist da noch Lulu, sie ist ebenfalls Polizeihund in Ausbildung und Peppers geheimer Schwarm. Die Themenkombination Hunde und Polizei in einer spannenden Geschichte verpackt, die für Erstleser durch die große Schrift bestens geeignet ist, finde ich spitze. Und auch diese spannende Geschichte, in der es so einige Abenteuer zu bestehen gibt, zieht die Kids in ihren Bann. Sie können dieses tolle Buch, bei dem die Spannung von Seite zu Seite steigt nicht mehr aus der Hand legen. Pepper in Aktion ist ja wirklich spitzenmäßig. Selbstverständlich vergebe ich für diesen tollen Kinderkrimi sehr gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Eine ganz besondere Lektüre

Innehalten, Masche halten
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Auf dieses Buch war ich besonders neugierig. Denn dir Titel spricht auch mir aus der Seele. Und ich kann der preisgekrönten finnischen Autorin nur zustimmen, denn Stricken wärmt wirklich die Seele.
Der ...

Auf dieses Buch war ich besonders neugierig. Denn dir Titel spricht auch mir aus der Seele. Und ich kann der preisgekrönten finnischen Autorin nur zustimmen, denn Stricken wärmt wirklich die Seele.
Der Inhalt: Stricken ist eine uralte Kunst, mit der man nicht nur wunderbare Kleidungsstücke schaffen, sondern auch die Welt verändern kann. Denn gerade in Zeiten, in denen die Welt ins Wanken gerät, bringt uns die Beschäftigung mit der Wolle, den Mustern und den Nadeln dazu, innezuhalten und die innere Balance wiederzufinden. In diesem ganz persönlichen Memoir erzählt Karin Erlandsson ihre eigene Strickgeschichte und darüber hinaus, wie wichtig das Thema von seinen Anfängen bis hin zur Gegenwart ist. Denn: Frauen, die stricken, veränderten schon immer die Welt – und ihren eigenen Lebensweg. Nachahmung dringend empfohlen!
Ich habe dieses kleine Büchlein regelrecht verschlungen. Schon die Erzählung der Autorin über das Stricken ihres ersten Pullis hat mich begeistert. Mit nur 14 Jahren hat sie sich an einen Pullover gewagt und das Ergebnis (es zaubert mir ein Grinsen ins Gesicht, denn mir erging es mit meinem ersten Werk ähnlich) war ein übergroßer Pulli, in den sie und ihre Freundin locker gepasst haben. Aber dieses Teil war lange Zeit ihr Lieblingsstück. Dieses Buch nimmt uns wirklich auf eine ganz besondere Reise mit, und diese habe ich genossen. Ich erfahre viel über das Material, das wir zum Stricken verwenden. Es handelt von Schafen, die beinahe ausstarben, Ziegen im Himalaya, Alpakas und Kaninchen. Ich persönlich liebe Alpakawolle für meine Socken, sie vermittelt ein tolles Wohlfühlgefühl. Und genau wie die Autorin stricke auch ich zum Entspannen, denn es gibt für ich nichts Schöneres. Außerdem gibt es eine weltweite Befragung aus dem Jahr 2014 – und die fand ich hochinteressant – von 3500 StrickerInnen durchgeführt. Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass therapeutisches Stricken zur Schmerzlinderung, Verbesserung der mentalen Gesundheit und als Therapie von Suchtproblemen eingesetzt werden kann. Gruppentherapie mit Stricken fördert die Kreativität und vermittelt ein Gefühl von Sinngebung (was alle Mitglieder von Handarbeitsvereinigungen längst wissen). Dieses Kapitel in ihrem Buch fand ich spannend und hochinteressant.
Eine wirklich herausragende Lektüre, bei der man sich einfach nur wohlfühlen kann. Ein Buch nicht nur für StrickerInnen. Ich war und bin immer noch total begeistert. Selbstverständlich vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Eine spannende Fortsetzung

Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt
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Voller Neugierde habe ich auf den 6. Band von Spiegel Bestsellerautorin Anne Sterne gewartet, in dem die Hebamme Hulda Gold die Hauptrolle spielt. Eine spannende Saga, in der sie uns ins Berlin der 1920er ...

Voller Neugierde habe ich auf den 6. Band von Spiegel Bestsellerautorin Anne Sterne gewartet, in dem die Hebamme Hulda Gold die Hauptrolle spielt. Eine spannende Saga, in der sie uns ins Berlin der 1920er Jahre entführt.
Der Inhalt: Berlin, 1929: Hulda Gold arbeitet als Hebamme in einer Mütterberatungsstelle in Schöneberg. Für ihre Schützlinge tut sie alles. Aber sie muss auch für sich und ihre kleine Tochter Meta kämpfen, denn das Leben als alleinerziehende, ledige Mutter ist selbst in ihrem Heimatkiez alles andere als leicht. Als sie eine junge Schauspielerin am berühmten Theater am Nollendorfplatz betreut, lernt sie eine neue Facette ihres Viertels kennen: die faszinierende Welt der Künstlerinnen und Bühnenstars, in der nichts ist, wie es scheint. Doch mit der beginnenden Weltwirtschaftskrise kämpft auch das Theater ums nackte Überleben. Als es zu einer seltsamen Einbruchsserie im Viertel kommt, ist Hulda alarmiert, denn nicht nur einer ihrer Freunde ist von der Gefahr direkt betroffen. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, und muss all ihren Mut und ihren unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn unter Beweis stellen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für Meta.
Wow! Was für eine fantastische Fortsetzung. Ich muss gestehen, dass ich schon richtig süchtig nach diesen Bücher sind. Die Autorin versteht es, den Leser von Anfang an in den Bann der Geschichte zu ziehen. Mittlerweile sind mir einige Charaktere schon bestens vertraut. Allen voran, die liebenswerte Hulda, die mir schon lange Zeit ans Herz gewachsen ist und deren Leben ich voller Spannung begleite. Und jetzt nach Beendigung des Buches – indem die Autorin uns auch längst vergangene Geschichte deutlich vor Augen führt, stehe ich unter Strom. Der Schreibstil der Autorin ist einfach großartig und der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite. Nun hat sich Huldas Leben drastisch verändert, denn im Mittelpunkt ihres Lebens steht nun ihre dreijährige Tochter Meta, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Als Alleinerziehende kann sie leider nicht mehr als freiberufliche Hebamme arbeiten und sie ist froh um ihren Job in der Mütterberatungsstelle. Durch eine junge Künstlerin, die bei ihr Hilfe sucht, taucht sie eine völlig neue Welt ein, die so manches Geheimnis birgt. Hulda stellt Nachforschungen an und bringt sich dabei in große Gefahr. Wenn ich mir jetzt noch gewisse Szenen vor Augen führe, bekomme ich richtiges Gänsehautfeeling. Aber natürlich spielt die Liebe in der Lektüre eine Rolle, doch die hat sich in Huldas Leben noch nie einfach gestaltet.
Für mich ist ein diese interessante und spannende Lektüre ein absolutes Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre, mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne. Das Cover hat für mich auch schon einen gewissen Wiedererkennungswert. Finde ich klasse!

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Veröffentlicht am 16.09.2023

Ein tolles Finale

Willkommen im kleinen Ostseehotel: Herbstzauber
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Schon beim Anblick des zauberhaften Covers komme ich richtig ins Schwärmen und dann erst die Lektüre, auf die ich mich schon riesig gefreut habe. Dies ist nun das große Finale der Ostseehotel-Reihe von ...

Schon beim Anblick des zauberhaften Covers komme ich richtig ins Schwärmen und dann erst die Lektüre, auf die ich mich schon riesig gefreut habe. Dies ist nun das große Finale der Ostseehotel-Reihe von Bestsellerautorin Evelyn Kühne.
Der Inhalt: Hör auf Dein Herz. Doch was, wenn jeder um dich herum viel besser zu wissen glaubt, was wirklich gut für dich ist und die Stimme deines Herzens immer leiser wird?
Es ist soweit. Veronika, Besitzerin des Hotels Godewind in Ahrenshoop soll in den Ruhestand gehen und das Ruder an Elsa übergeben. So war es zumindest geplant. Doch dann gestaltet sich dieser Rückzug schwieriger als gedacht. Denn Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken bei Veronika nicht nur Sehnsüchte im Hier und Jetzt, sondern säen Zweifel auf allen Seiten.
Findet Veronika einen neuen Weg zusammen mit ihrem Mann Ferdinand? Kann Elsa sich ihren Traum vom Leben am Meer doch noch erfüllen? Wird es für Kathi und Rene ein Wiedersehen am wildromantischen Weststrand geben? Eines steht fest, wenn die Herbststürme über den Darß ziehen, ist alles möglich.
Ach war das wieder schön! Diese Traumlektüre habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge genossen, begebe ich mich nun zum letzten Mal ins Hotel Godewind. Ich freue mich, nochmals auf viele liebgewonnene Bekannte zu treffen, von denen mir einige mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Veronika, die Besitzerin des Godewind, ist ja durch ihren Unfall nicht mehr in der Lage das Hotel zu führen, doch ihr fällt es schwer das Ruder ganz aus der Hand zu geben. In Elsa hat sie jedoch eine würdige Nachfolgerin gefunden. Doch die Zweifel und Sorgen die Veronika quälen sind förmlich zu spüren. Loslassen ist wirklich nicht einfach. Auch Erinnerungen aus der Vergangenheit beschäftigen Veronika. Wird sie die richtige Entscheidung treffen und kann sie ihren Ruhestand mit ihrem Ehemann Ferdinand – der auch noch für eine Überraschung sorgt – genießen. Und kann Elsa mit ihrem Fiete hier endlich glücklich werden? Der Schreibstil der Autorin ist einfach wieder fantastisch. Ich genieße meinen Aufenthalt an der Ostsee sehr und habe voller Spannung dem Ende der Geschichte entgegengefiebert.
Ein absoluter Gute-Laune-Wohlfühlroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse gerne 5 Sterne.

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