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Veröffentlicht am 19.01.2025

Frauenpower

Einbalsamiert
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Im Beerdigungsinstitut der Skels geht alles seinen gewohnten Gang. Dorothy genießt ihre Zweisamkeit mit Thomas, Jenny konzentriert sich auf die Arbeit in der Detektei und Hannah steht vor dem Abschluss ...

Im Beerdigungsinstitut der Skels geht alles seinen gewohnten Gang. Dorothy genießt ihre Zweisamkeit mit Thomas, Jenny konzentriert sich auf die Arbeit in der Detektei und Hannah steht vor dem Abschluss ihres Studiums. Die Ruhe ist allerdings trügerisch, denn plötzlich gibt es ein Lebenszeichen von Hannahs Dad, Dorothys Hund findet einen abgetrennten Fuß und es wird eine freilaufende Raubkatze gesichtet. Viel zu tun für die Skelf Frauen.

Es ist einige Zeit vergangen seit den Ereignissen aus dem Vorgängerband. Die Frauen haben mittlerweile einen Alltag zwischen der Organisation und Durchführung von Beerdigungen und der Arbeit in der Privatdetektei der Familie gefunden. Jede von ihnen nimmt bei Bedarf einen Fall an, so auch hier. Während Enkelin Hannah von einem Kollegen gebeten wird zu ermitteln, woher die Signale kommen, die er augenscheinlich aus dem All empfängt, bekommt Jenny von einem Geschwisterpaar den Auftrag, den Freund der Mutter zu beschatten, Dorothy beschäftigt sich mit dem Fund des Fußes und bekommt so Einblick in die teils sehr skurile Arbeit einer Gruppe von Hobbyeinbalsamierern. Überschattet wird das Ganze aber durch das Auftauchen von Hannahs Vater, die Vorgeschichte hierzu wird in "Eingeäschert" erzählt, und dem Verschwinden von Hannahs Halbschwester, die nachts aus ihrem Bett entführt wird.

Wie auch schon im vorigen Buch ist die Erzählweise des Autors recht vielschichtig und er webt wieder viele verschiedene Handlungsstränge und Nebenschauplätze zusammen. Während ich das beim letzten Mal noch bemängelt habe, hat es mich hier gar nicht weiter gestört, allerdings verlangt es schon etwas Aufmerksamkeit vom Leser, um nicht den Faden zu verlieren. Wie gewohnt erzählt der Autor die Geschichte immer abwechseln aus der Sicht einer der Figuren, wobei der jeweilige Name der Person das Kapitel überschreibt, damit man weiß wer gerade dran ist. Neben der reinen Krimihandlung geht es auch hier wieder sehr ins Seelenleben der Figuren. Die Skelf Frauen haben ja alle in irgendeiner Form von Dämonen zu kämpfen und geraten gern mal ins Grübeln. Gerade Jenny hat sich hier aber sehr zum Positiven entwickelt. Während ich im ersten Buch noch total von ihrer Art genervt war, ihrer Jammerei, ihrem Gesuhle in Selbstmitleid, ihren ständigen Abstürzen, gefällt sie mir jetzt eindeutig besser. Sie trinkt für meinen Geschmack immer noch zu viel und zu früh, aber irgentwie erscheint sie mir reifer, fast erwachsener.

Doug Johnstone erzählt relativ ruhig, aber trotzdem spannend, mit vielen Details zu Edinburgh. Er widmet seinen Figuren viel Aufmerksamkeit und sie tragen die Geschichte. Auch wenn man das Vorgängerbuch nicht gelesen hat kommt man gut zurecht, allerdings ist es schon von Vorteil, wenn man um die Ereignisse mit Hannahs Vater weiß. Wie ich erst jetzt mitbekommen habe ist dieses Buch sogar schon Band drei der Reihe, "Eingefroren", Band zwei habe ich irgendwie verpasst.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Zu viel Unerwartetes

Nachtwald
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Lizzi hat gerade ihre Therapie in einer ländlich gelegenen Entzugsklinik hinter sich gebracht, in die sie, mehr, oder weniger gegen ihren Willen, eingewiesen wurde. Drogen, Alkohol, selbstverletzendem ...

Lizzi hat gerade ihre Therapie in einer ländlich gelegenen Entzugsklinik hinter sich gebracht, in die sie, mehr, oder weniger gegen ihren Willen, eingewiesen wurde. Drogen, Alkohol, selbstverletzendem Verhalten und nicht zuletzt ein Verkehrsunfall, bei dem Lizzis jüngerer Bruder verletzt wurde, waren die Gründe, warum Lizzis Mutter keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat. Jetzt geht es Lizzi besser und sie kann die Klinik verlassen, genau rechtzeitig zur Hochzeit ihrer Mutter mit dem gutaussehenden, charismatischen, witzigen und auch noch recht wohlhabenden George. Gefeiert wird auf Butler Hall, dem Landsitz von Georges Familie, idyllisch mitten im Wald gelegen, weit ab von der Straße, ohne Handynetz, nur Lizzis Mum, George, dessen Tochter, Lizzi selbst und ihr Bruder.

Das Szenario, das die Autorin hier verwendet ist ebenso klassisch, wie Spannung versprechend, eine kleine Personengruppe, ein abgeschiedener Ort und, wie könnte es anders sein in einem Thriller, natürlich ein Verbrechen, natürlich ein Mord. Passenderweise gibt es dann meist auch noch einen Umstand, der es den Personen unmöglich macht die Polizei zu verständigen, oder anderweitig Hilfe zu holen. Hier ist es das Landhaus, das nur über einen längeren Fußmarsch durch einen verwilderten Wald zu erreichen ist, der fehlende Handyempfang, plus ein noch nicht repariertes Festnetztelefon und ein schweres Unwetter. Der Personenkreis ist überschaubar und natürlich steht fest, dass einer der Anwesenden der Täter sein muss. Eine typische Whodunit Situation, wie sie bereits unzählige Male verwendet wurde und eigentlich von Haus aus ein Spannungsgarant ist. So weit, so gut.

Spannung kommt zu Beginn tatsächlich auf, erstmal unterschwänglich innerhalb von Lizzis Familie. Es wird dem Leser schnell klar, dass hier Vieles noch nicht aufgearbeitet ist und Lizzi durch ihr Verhalten die Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem ihrem Bruder stark strapaziert hat. Vertrauen muss von allen Seiten erst wieder aufgebaut werden, auch das ein Faktor, der natürlich dazu beiträgt, dass die Dinge später laufen, wie sie laufen. Dem gegenüber steht Georges perfekt Familie und so fällt es einem natürlich nicht schwer, sich direkt eine Version der Geschehnisse zurechtzulegen. Das man damit ziemlich falsch liegt merkt man recht schnell und ebenso schnell hat man eine neue Theorie, die sich allerdings auch recht bald als falsch herausstellt.

Die Autorin schlägt in ihrer Geschichte einen Haken nach dem Andern, gerade wen man glaubt ihr auf die Schliche gekommen zu sein, holt sie die nächste Überraschung hinter einem der zahlreichen Bäume hervor. An sich ist eine wendungsreiche Handlung gar nicht verkehrt, hier treibt es die Autorin aber eindeutig auf die Spitze und mir war das dann einfach zu viel. Es hat nicht nur die Spannung, gerade im Mittelteil darunter gelitten, sondern auch etwas die Glaubwürdigkeit. Bis zu einem gewissen Punkt waren die Handlungen der Figuren durchaus nachvollziehbar, irgendwann wirkte das Ganze auf mich aber doch sehr gewollt und konstruiert. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Innerhalb dieser ganzen Wirrungen haben leider auch die Figuren wenig Raum sich zu entwickeln, einzig Lizzi bekommt hier eine kleine Chance. Die Aufklärung des Mordes erfolgt, ebenso klassisch, durch ein Geständnis des Täters, Psychopathen hören sich eben gerne reden.

Das Buch war stellenweise durchaus spannend, aber insgesamt doch etwas zu flach.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Unaussprechlich

Kaltes Krematorium
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1950 werden die Erinnerungen von Jozsef Debreczeni auf ungarisch veröffentlicht. Erinnerungen an die schrecklichste Zeit seines Lebens, Erinnerungen an eine der dunkelsten der Geschichte, Erinnerungen ...

1950 werden die Erinnerungen von Jozsef Debreczeni auf ungarisch veröffentlicht. Erinnerungen an die schrecklichste Zeit seines Lebens, Erinnerungen an eine der dunkelsten der Geschichte, Erinnerungen an seine Deportation durch die Nazis ins Konzentrationslager Auschwitz. Nun sind diese Erinnerungen, dieses Zeitzeugnis erstmalig auf Deutsch erschienen und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, auch, weil ich die Gedenkstätte des KZ Auschwitz-Birkenau schon besucht habe und erschüttert war über die dort verübten Greueltaten.

Der Journalist und Dichter Jozsef Debreczeni wird als Jude 1944 nach Auschwitz gebracht. Mit Zügen, unter menschenunwürdigen Zuständen, geht es ins Unbekannte, vermeintlich dem nächsten Arbeitseinsatz für ein deutsches Unternehmen entgegen. Angekommen im Lager direkt die erste Selektion, Kranke und Alte werden von den Arbeitsfähigen getrennt und auf Lastwagen weggebracht, beneidet von den Zurückbleibenden, die nun einen kilometerlangen Fußmarsch vor sich haben, unwissend, dass sie so schon das erste mal dem Tod entkommen sind.

Die Erzählung des Autors ist messerscharf, detailliert, ungekünstelt und direkt. Sie lässt sofort Bilder des Grauens im Kopf entstehen, wie man sie auch aus Filmen wie "Shindlers Liste" kennt, die aber um ein Vielfaches grausamer und realer sind. Was das Ganze so grausam macht sind dabei nicht unbedingt die Greueltaten der Nazis, die Debreczeni nur "die Grauen" nennt, denn diese treten aktiv gar nicht so unmittelbar in Erscheinung. Grausam und erschreckend ist das System, das sie innerhalb der Lager unter den Häftlingen geschaffen haben, ein System aus Blockwarten und Kapos, sogenannten Funktionshäftlingen, die, ausgestattet mit einem Minimum an Macht ein Maximum an Angst und Schrecken unter ihren Mitgefangenen verbreiteten. Der Autor beschreibt die Willkür, den Terror, die Gewalt und den Überlebenskampf in allen Details und der Leser erkennt die Perfidität, die hinter dem Ganzen steckt.

Es ist fast unvorstellbar, was der Autor beschreibt, manchmal kaum auszuhalten, aber man kann das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen. Das Beschriebene ist ein Zeitzeugnis, da es nur noch wenige Holocaustüberlebende gibt, die persönlich von ihren Erlebnissen berichten können. Erlebnisse, die heute um so dringender als Mahnung dienen müssen, da wir förmlich von rechtspopulistischem Gedankengut überschwemmt werden. Bücher wie dieses sollten meiner Meinung nach unbedingt Schullektüre werden, denn seinen wir mal ehrlich, das was die Schüler heutzutage über den Nationalsozialismus lernen, ist mehr als dürftig. Gerade in einer Zeit, in der es das Internet so leicht macht die Vergangenheit zu leugnen, in der man so leicht seine falschen Propaganda verbreiten kann, müssen wir mit solchen Büchern gegensteuern. Wider dem Vergessen.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Neuauflage

Cop Town
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In Atlanta geht ein Killer um, dem schon mehrer Polizisten zum Opfer gefallen sind, die Stimmung bei den Kollegen ist aufgeladen, man will den Täter um jeden Preis finden und seiner gerechten Strafe zuführen. ...

In Atlanta geht ein Killer um, dem schon mehrer Polizisten zum Opfer gefallen sind, die Stimmung bei den Kollegen ist aufgeladen, man will den Täter um jeden Preis finden und seiner gerechten Strafe zuführen. Das es sich hierbei nicht um eine Haftstrafe handeln wird, da sind sich alle einig, den ein Polizistenmörder verdient den Tod. Mitten in dieses Chaos stolpert die junge Witwe Kate, die ihren ersten Tag im Polizeidienst antritt und ausgerechnet dem Partner des letzten Opfers zugeteilt wird. Auch dessen Schwester Maggie ist Polizistin und bemerkt in den Aussagen ihres Bruders einige Ungereimtheiten, die alle männlichen Kollegen übergehen. Mit Kate beginnt die daher ihre eigenen Ermittlungen, gegen alle familiären und beruflichen Widerstände.

Das Buch ist eine Neuauflage des 2015 erschienenen Buches der Autorin und spielt in den 70er Jahren. Es beschreibt sehr anschaulich eine Zeit, in der selbst die Polizei als administrative Kraft nicht frei ist von Korruption, Gewalt, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und Sexismus. Anhand der beiden weiblichen Hauptfiguren werden diese Zustände eindringlich dargestellt. Frauen sind generell noch mit wenig Rechten ausgestattet, so darf Maggie ohne die Erlaubnis eines männlichen Verwandten nicht mal ein eigenes Bankkonto für ihr Gehalt einrichten, oder eigenständig eine Wohnung mieten. Im Polizeidienst sind Frauen noch recht neu und von den Männern auch gar nicht gern gesehen, was diese sie natürlich auch spüren lassen, nicht nur beim täglichen Spießrutenlauf zur Damenumkleide, die in einer ehemaligen Besenkammer untergebracht ist.

Was diese Zustände betrifft, die uns heute, in Zeiten von "Me Too" einen Aufschrei entlocken, zeichnet die Autorin ein sehr exaktes Bild. Im Vergleich zum eigentlichen Kriminalfall ist es auch das, was mich am Buch noch am meisten gefesselt und emotional berührt hat, hier hat sie von Wut, über Empörung, bis hin zu Ekel wirklich alles Mögliche in mir ausgelöst. Es gibt eine "Verführungsszene" in der Küche von Kates Elternhaus, nach der ich tatsächlich das Bedürfnis hatte duschen zu gehen. Nicht wegen der Beschreibung an sich, oder der Körperlichkeit, sondern vielmehr wegen des Selbstverständnisses, mit dem der dominante Mann hier vorgeht, wie jegliches Nein einfach überhört wird, wie impliziert wird, dass es doch genau das ist, was die junge Witwe braucht und natürlich insgeheim auch will. Ich glaube tatsächlich, dass sich mein Befinden hierzu in den letzten Jahren verändert hat und ich hier vieles jetzt kritischer betrachte.

Was ich als sehr erschütternd empfunden habe ist allerdings auch der Umgang der Frauen untereinander, von Verschwesterung keine Spur, ganz im Gegenteil. Jede ist hier darauf bedacht den Status, den man sich gegenüber den männlichen Kollegen erkämpft hat zu behalten und Konkurrenz aus den eigenen Reihen wird da nicht gern gesehen.

Der eigentliche Kriminalfall um den Shooter, wie der Todesschütze genannt wird spielt da fast schon eine untergeordnete Rolle, auch wenn die Motive im aktuellen Zeitgeist zu finden sind. Männer, die Unzucht mit anderen Männern treiben, Frauen, die Männer mit ihrer Sexualität verhexen, Einwanderer, die guten Amerikanern die Arbeit wegnehmen, reiche Juden, die gläubige Christen aus ihren angestammten Wohnvierteln vertreiben und ein Vater, der damit die Prügel rechtfertigt, die er der Mutter verpasst. All dies dient dem Killer als Kompass bei der Auswahl seiner Opfer.

Ich kenne einige Bücher der Autorin, die Reihe um Sara Linton und Jeffrey Tolliver habe ich geliebt und auch Will Trent kann mich mittlerweile begeistern. Bei diesem Buch war aber ziemlich schnell die Luft raus und die Spannung hat mir gerade im Mittelteil gefehlt. Die Figuren bleiben leider blass und trotz der brisanten Thematiken ohne Tiefe, sympatisch waren mir eh nur die Weiblichen, wobei auch hier keine wirkliche Bindung entsteht. Ich glaube tatsächlich, dass die Autorin hier einfach zu viel wollte und das Zusammenwürfeln all dieser sozialkritischen Probleme hat der Geschichte nicht gut getan. Ich fürchte fast, wäre dies das erste Buch der Autorin gewesen, das ich gelesen hätte, wäre d es wohl auch das Letzte gewesen.

Das Buch ist, nach meiner Definition, nicht wirklich ein Thriller. Trotz all meiner Kritik gebe ich ihm aber auch gerade wegen dieser sozialkritischen Themen drei Sterne, den wie oben schon gesagt ist der Zeitgeist sehr gut eingefangen und so kann man das Buch ein bisschen auch mit einem mahnenden Zeigefinger sehen, denn auch heute finden diese Thematiken statt, da ist Alltagsrassismus an der Tagesordnung, Parteien proklamieren das Frauenbild der "gute alte Zeit" und Andersartigkeit in jeglicher Form wird als Bedrohung empfunden.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Gesunde Küche

Meine 80 besten Rezepte gegen Arthrose
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Ich kenne Dr. Matthias Riedl natürlich aus dem Fernsehen und finde sein Auftreten dort immer sehr authentisch und seriös, seine Erklärungen zu den verschiedensten Gesundheitsthemen sind interessant und ...

Ich kenne Dr. Matthias Riedl natürlich aus dem Fernsehen und finde sein Auftreten dort immer sehr authentisch und seriös, seine Erklärungen zu den verschiedensten Gesundheitsthemen sind interessant und nachvollziebar. Vor Jahren habe ich selber die Diagnose Arthrose im Kniegelenk bekommen, begleitet von der lapidaren Aussagen meines Orthopäden, damit müsse ich nun leben, machen kann man da nichts. Eine Aussage, die mit Anfang vierzig nicht gerade Hoffnung auf ein schmerzfreies Alter macht. Natürlich befasst man sich im Anschluss mit den verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten und kommt schnell auch auf den Punkt der Ernährung, leider in den meisten Fällen begleitet von zahlreichen Verboten, einseitig und wenig lecker. Hier sieht dies nun anders aus.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung in das Thema Arthrose, wie sie entsteht und was das für die Betroffenen bedeutet, gleichzeitig wird erklärt, dass man mit einer antientzündlichen Ernährung gut gegensteuern kann und welche zehn Lebensmittel da unangefochten an der Spitze stehen. Darum folgen im Anschluss auch die Rezept unterteilt in Frühstück, kalte und warme Hauptgerichte und Snacks und Desserts, denn gesund heißt in diesem Fall nicht, dass Naschen verboten ist.

Die Rezepte sind in Zutaten und Zubereitung gut erklärt, begleitet mit ausdrucksstarken Fotos, wie man es auch von anderen Büchern des Verlages gewohnt ist. Es gibt Angaben zu den Nährwerten und Tipps zu einzelnen Komponenten. Direkt oben auf der Seite kann man direkt erkennen, ob das Rezept vegetarisch, laktose-, oder glutenfrei ist, oder ob es zu den Favoriten des Autors gehört. Alle Zutaten können im gut sortierten Supermarkt, oder auch in Drogeriemärkten, oder Reformhäusern erworben werden.

Bei den Rezepten ist für jeden Geschmack etwas dabei, allerdings liegt es in der Natur der Sache, das wenig bis gar kein Fleisch verarbeitet wird. Die meisten Rezepte sind vegetarisch, ab und zu enthalten sie auch Fisch, oder Hähnchen. Alles in Allem sehr gesund.

Zur Wirksamkeit kann ich nicht viel sagen, die Rezepte sind leicht verständlich, gut nachzukochen und sicher lecker. Vieles davon kennt man so, oder so ähnlich schon, wenn man sich etwas näher mit gesunder Ernährung beschäftigt, Chiapudding zb, oder Porridge. Leider ist die Rezeptauswahl für mich doch sehr universell, natürlich steht hier der Gesundheitsfaktor im Vordergrund, aber die Rezepte könnten so ebenso in einem Buch zum Thema Zuckerfrei, Low Carb Ernährung, oder einem Diabetes Ratgeber stehen. Der allgemeine gesunde Einfluss auf den Körper ist mir klar, der spezielle auf die Arthrose nur bedingt. Viel Neues habe ich leider nicht für mich gefunden.

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