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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2019

Besser als Band 1

Legendary
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Scarlett hat Caraval gewonnen. Für ihre Schwester Tella hat das Spiel aber gerade erst begonnen: Tella hat sich mit einem geheimnisvollen Fremden verbündet, der nun von ihr verlangt, das Geheimnis von ...

Scarlett hat Caraval gewonnen. Für ihre Schwester Tella hat das Spiel aber gerade erst begonnen: Tella hat sich mit einem geheimnisvollen Fremden verbündet, der nun von ihr verlangt, das Geheimnis von Legends Identität aufzudecken. Wie gut, dass schon bald ein zweites Caraval startet - und dieses mal muss Tella gewinnen.


Obwohl der erste Caraval-Band eher nichts für mich war, gab ich Band 2 eine Chance - und ich wurde nicht enttäuscht!

Im Gegensatz zu Scarlett ist Tella viel selbstbewusster. Ich kam mit dieser Dragna-Schwester schon mal viel besser zurecht, obwohl ich manchmal den Kopf über sie schütteln musste. Aber dann rief ich mir ins Gedächtnis, dass die beiden erst 16 sind. Das vergisst man viel zu schnell, da sie meistens sehr erwachsen wirken.

In Band 2 findet wieder ein Caraval statt - aber trotzdem ist es anders, als in Band 1. Mit den "Schicksalsmächten" bekommt Legend monströse Gegenspieler. Durch Caraval weiß man zudem nicht, wer nun wirklich eine Schicksalsmacht ist, und wer nur ein Darsteller von Legend ist. Wieder einmal ist das Spiel undurchschaubar. Das ist zugleich der größte Pluspunkt und der größte Minuspunkt der Geschichte. Wie ich das meine? Erneut war ich so verwirrt und der übertrieben ausgeschmückte Schreibstil erledigt den Rest. Dann wiederum gibt es Stellen, die so fantastisch sind, das man mit offenen Mund dasteht.

Band 2 der Caraval-Reihe hat mir tatsächlich besser als Band 1 gefallen. Die Vorfreude auf Band 3 ist besonders hoch, da zum ersten mal KEIN Caraval stattfindet. Ich bin gespannt, welches wahres Gesicht die Charaktere dann zeigen.


Ich bin froh, dass ich der Reihe noch eine Chance gegeben habe.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Wer wird Königin?

Der Schwarze Thron 3 - Die Kriegerin
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Katherine ist nun Königin von Fennbirn. Allerdings wird sie von den (un)toten Königinnen heimgesucht. Zusätzlich hat sie sich selbst so vergiftet, dass sie wohl nie selber Drillinge gebären kann, was jedoch ...

Katherine ist nun Königin von Fennbirn. Allerdings wird sie von den (un)toten Königinnen heimgesucht. Zusätzlich hat sie sich selbst so vergiftet, dass sie wohl nie selber Drillinge gebären kann, was jedoch ihre Pflicht als Königin wäre. Und dann werden noch Leichen an die Küste angespült ...
Jules, die von ihrer besten Freundin Arsinoe getrennt wurde und um ihren Geliebten Joseph trauert, hat Rache an Katherine geschworen. Gemeinsam mit einer Kriegsbegabten und einer Seherbegabten will sie eine Revolution herbeiführen.
Währenddessen leben Katherines Schwestern Mirabella und Arsinoe am Festland. Doch die Insel - die verstorbenen Königinnen - wollen, dass sie zurückkehren. Schließlich darf am Ende nur eine Königin leben ... Der Kampf um die Krone muss weitergehen!


Nun sind wir also beim vorletzten Teil der Reihe angelangt. Ich denke, dass ich nicht mehr viel zum Inhalt sagen muss. In diesem Band geht es sehr stark um die Königinnen vor Drillingen und dabei erfährt man auch einiges aus der Vergangenheit der Insel Fennbirn. Dies geschieht durch Visionen, die Arsinoe plagen. Durch Jules bekommt man auch einen Einblick in die anderen zwei Begabtenguppen: Die Krieger und Seher. Diese hatten ja nicht viel Präsenz, da die Drillinge über Gift-, Natur- und Elementarbegabung verfügen.
Ansonsten verläuft die Handlung es nach den alten Mustern: Intrigen und Morde sind an der Tagesordnung. Bis auf die Drillinge und Jules ist niemand davor sicher umgebracht zu werden.

Es passierten einige unvorhersehbare Dinge, aber einiges habe ich auch so erwartet. Man muss aber sagen, dass die Spannung von Anfang bis zu Ende da war. Das Buch habe ich einfach verschlungen, weil ich wissen musste, was als nächstes passiert. Und jetzt kann ich Band 4 kaum noch erwarten! Ich will endlich wissen, wer am Ende die Königin von Fennbirn wird oder ob es ein ganz anderes Ende nimmt ...

Ganz große Literatur darf man hier nicht erwarten: Die Charaktere sind mir bis Band 3 nicht richtig ans Herz gewachsen und bei den Namen der Nebencharaktere komme ich immer noch durcheinander, obwohl ich extra alle drei Teile hintereinander gelesen habe. Aber mir macht die Reihe großen Spaß. Es ist blutig, bizarr und unterhaltsam. Absolut süffig.



Ich kann "Der schwarze Thron" jedem empfehlen, der gerne eine düstere High-Fantasy liest, dabei aber nicht zu anspruchsvoll ist. Für mich ist die Reihe um den schwarzen Thron pure "Lese-Entspannung"!


Der dritte Teil der Reihe ist nicht perfekt, aber ich habe ihn absolut gerne gelesen!

Veröffentlicht am 15.08.2019

Solider zweiter Teil, aber leider ohne Spannung

Renegades - Geheimnisvoller Feind
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Nova ist nun ein festes Teammitglied der Renegades. Die Superhelden dürfen aber nie erfahren, dass sie eine Anarchistin ist, die nur ein Teil von ihnen wurde, um sie zu zerstören. Vor allem nicht ihr Partner ...

Nova ist nun ein festes Teammitglied der Renegades. Die Superhelden dürfen aber nie erfahren, dass sie eine Anarchistin ist, die nur ein Teil von ihnen wurde, um sie zu zerstören. Vor allem nicht ihr Partner Adrian, bei dem Novas Herz schneller schlägt.
Und so liefern sich der "Nachtmahr" und der "Wächter" weiterhin einen erbitterten Kampf, ohne zu wissen, dass sie einander sehr nahe sind ...


Band 2 der Renegades-Trilogie setzt nur ein wenig später nach den Ereignissen vom ersten Teil an: Nova hat entdeckt, dass ihr Onkel Ace noch lebt und durch die Fähigkeit des kleinen Max ist es nun möglich, dass die "Wunderkinder" ihre Fähigkeit verlieren. Diese "Waffe" soll gegen die Anarchisten besonders nützlich sein, aber wer sagt, dass sie nicht missbraucht wird?

Wie schon im ersten Teil gibt es augenscheinlich viel Schwarz und Weiß, aber eigentlich ist alles Grau. Der größte Teil des Buches dreht sich dann auch um die Frage nach Gut oder Böse, nach Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.

Wie schon in Band 1 ließ sich die Geschichte mega schnell weg, aber im Prinzip war Band 2 nur eine Vorbereitung auf das große Finale in Band 3: Ich habe mir gehofft, dass in diesem Band die Identität von entweder "Nachtmahr" oder "Wächter" auffliegt oder dass zumindest der Mord an Adrians Mutter und ebenfalls Superheldin aufgeklärt wird. Dinge, die schon in Band 1 angeschnitten wurden und die richtig Zündstoff für das Ende gewesen wären.
Anscheinend erwartet uns das nun alles in Band 3 ...


Beim Lesen von "Renegades" habe ich mich nicht an Marvel oder DC-Filme beziehungsweise Comics erinnert gefühlt, sondern eher an die Manga-Reihe "My Hero Academia".


Ich habe den Auftakt der Renegades-Trilogie mit 3,5 Sternen bewertet. Da ich Band 2 schwächer finde, kann ich dieses Mal nur 3 von 5 Sterne vergeben. Ich freue mich aber schon sehr auf Band 3!

Veröffentlicht am 15.07.2019

Der menschliche Körper

Cells at Work! 1
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Der menschliche Körper - ein Wunderwerk der Natur.
Und der Arbeitsplatz von vielen roten Blutkörperchen. Ja, richtig gehört! Wir begleiten ein rotes Blutkörperchen an ihrem aufregendsten Arbeitstag. Eigentlich ...

Der menschliche Körper - ein Wunderwerk der Natur.
Und der Arbeitsplatz von vielen roten Blutkörperchen. Ja, richtig gehört! Wir begleiten ein rotes Blutkörperchen an ihrem aufregendsten Arbeitstag. Eigentlich sollte sie nur Sauerstoff an die Lunge transportieren, aber auf einmal greifen fiese Bakterien an! Zum Glück kommt ihr ein weißes Blutkörperchen zur Hilfe.



Als Kind der 90er erinnere ich mich noch gut an die Serie "Es war einmal das Leben". Der Zeichentrick hat dargestellt, wie der menschliche Körper funktioniert und dabei menschliche Zellen in Figuren verwandelt.

"Cells at Work" ist die japanische Antwort auf die alte Serie. Dabei geht es härter, das heißt blutiger und brutaler zu; aber auch Humor und ein bisschen Romantik spielen mit. So geht es im ersten Band um ein rotes Blutkörperchen, das sich ständig bei der Arbeit verläuft und dabei auf ein weißes Blutkörperchen trifft, welches die Aufgabe hat Fremdkörper zu töten. Bei der ersten Begegnung greift auch gleich ein Pneumokokkus-Bakterium an.

Der Zeichenstil ist wirklich schön und detailliert. Zudem kann man die Körperzellen (sehen menschlich aus) gut von den Viren und Bakterien (Monster) unterscheiden.

Das einzige, das ich bemängeln muss - und das ist jammern auf höchstem Niveau - das ich mir nicht vorstellen kann, dass mich der Manga längerfristig unterhalten kann. So kann ich mir vorstellen, dass es immer darum geht, dass Viren und Bakterien bekämpft werden und das könnte recht eintönig werden. Natürlich lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen!

Lehrreich und Actionreich - "Cells at Work" ist ein wirklich außergewöhnlicher Manga, den man sich unbedingt anschauen sollte. Er ist wirklich außergewöhnlich und sticht durch den Plot wirklich hervor.


Ich vergebe mal 4 von 5 Sternen, da ich denke, dass bei der Reihe noch Luft nach oben da ist!

Veröffentlicht am 02.07.2019

Lieblingsreihe!

Das Gold der Krähen
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Kaz und seine Gruppe haben das Unmögliche geschafft! Sie haben es lebend vom Eistribunal zurück nach Ketterdam geschafft. Doch das Glück währte nicht lang: Der Krämer van Eck brach sein Versprechen und ...

Kaz und seine Gruppe haben das Unmögliche geschafft! Sie haben es lebend vom Eistribunal zurück nach Ketterdam geschafft. Doch das Glück währte nicht lang: Der Krämer van Eck brach sein Versprechen und nahm zudem noch Kaz' Spionin Inej als Geisel.
Nun sinnt Kaz auf Rache: Er will sein Geld und Inej unbedingt zurück haben. Dafür sind ihm alle Mittel recht ...


Es ist ungefähr ein Jahr her, dass ich den ersten Band über die Krähen lesen durfte. Damals habe ich mich sofort in die düstere Geschichte um die sechs Außenseiter verliebt. Mit "Das Gold der Krähen" geht diese Geschichte aus dem Grishaverse leider schon wieder zu Ende ...

Während es im ersten Teil um die Befreiung des Grisha Bo Yul-Bayur aus einem der sichersten Gefängnisse der Welt ging, handelt Teil 2 davon, wie sich die Krähen gegen ganz Ketterdam auflehnen: Inej ist in Gefangenschaft, Wylan sieht aus wie Kuwei Yul-Bayur (der wegen des Jurda Parem ebenfalls ein gesuchter Mann ist) und dann ist Kaz' Erzfeind Pekka Rollins auch noch auf freiem Fuß.

Kaz Brekker läuft in diesem Band wieder zur Hochform auf. Er schreckt vor nichts zurück, um Inej zu befreien und sich zu rächen. Mit ihm hat Leigh Bardugo den perfekten Antihelden erschaffen. Umsonst trägt er nicht den Namen "Dirtyhands". Seine verletzliche Seite blitzt selten auf, aber wenn, dann sind diese Szenen beeindruckend und gefühlvoll beschrieben.
Aber auch die anderen Krähen zeigen sich von ihrer besten Seite: Jesper muss sich eingestehen, dass er ein Grisha ist; Wylan zeigt, dass sein vater ihn vollkommen unterschätzt hat; Nina muss mit den Auswirkungen des Parem kämpfen; Mathias fühlt sich zwischen seiner Ehre als Hexenjäger und seiner Zuneigung zu Nina hin und hergerissen und Inej glaubt trotz ihrer aussichtslosen Lage an Kaz und ihre Freunde.

Der Band hat wieder alles zu bieten, was sich mein Leserherz wünscht: Magie, Action, ein Hauch Romantik und Humor - und auch ein paar Twists mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Es gab da ein paar ganz fiese Wendungen, die große Auswirkungen auf einen bestimmten Charakter haben werden. Schließlich sind die Bände aus dem "Grishaverse" alle miteinander verknüpft.


Eine kleine Anmerkung: Zwar benötigt man das Wissen aus der Grisha-Trilogie nicht, man wird jedoch gespoilert, da in diesem Band drei wichtige Charaktere aus der Grisha-Trilogie ihren Auftritt haben. Wer also Grisha spoilerfrei lesen will, soll vor "Das Gold der Krähen" damit beginnen.



Ich kann "Das Lied der Krähen"/"Das Gold der Krähen" nur jedem High-Fantasy-Leser empfehlen, der Lust auf eine imposante Truppe von Antihelden hat. Action, Witz, ein Hauch von Romantik - was will das Leserherz mehr?


Ich bin traurig darüber, dass die Geschichte der Krähen nun nach Band 2 schon wieder zu Ende ging. Allerdings erscheint im Januar mit "King of Scars" schon mal ein neuer Band auf dem Grishaverse auf englisch.