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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

Action, Leidenschaft & ein Hauch von Mythologie

Goddess of Fury 1: Dein Herz so steinern
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Dank meines Buchclubs bin ich auf diesen Roman gestoßen, und darüber bin ich wirklich froh. Es war eine unterhaltsame Reise, die ich als Hörbuch an einem Vormittag im Zug regelrecht verschlungen habe.

Die ...

Dank meines Buchclubs bin ich auf diesen Roman gestoßen, und darüber bin ich wirklich froh. Es war eine unterhaltsame Reise, die ich als Hörbuch an einem Vormittag im Zug regelrecht verschlungen habe.

Die ungewöhnliche, aber äußerst gelungene Verbindung aus griechischer Mythologie und viktorianischem Bridgerton Flair verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre. Im Zentrum steht Euryale, eine angehende Furie, die mit ihrer Entschlossenheit, Stärke, scharfen Zunge und Eigenwilligkeit beeindruckt. Ihr Gegenpart, Deacon, bildet mit seiner höflichen, einfühlsamen und geradezu gentlemenhaften Art einen spannenden Kontrast. Die Dynamik zwischen den beiden ist grandios. Ihre Wortgefechte sind ebenso amüsant wie charmant und verleihen der Geschichte eine Leichtigkeit, die bei der ganzen Action und Dramatik auch gebraucht wird. Ich musste hier und da echt laut kichern und das in der Öffentlichkeit. Dass die Rollenverteilung hier einmal umgekehrt ist, die Heldin mit ihrer kämpferischen, sexuell ausgelebten und etwas moralisch graue Natur und ihr Love-Interest als etwas unerfahrener und sensibler Unterstützer, hat für mich hervorragend funktioniert.
Die Autorin versteht es, einen konstanten Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, sodass sich die Geschichte mühelos entfaltet. Einige Entwicklungen waren zwar vorhersehbar, doch der große Plottwist am Ende hat mich dennoch überrascht. Besonders gelungen war für mich die Rettungsszene der Zirkustiere, jedoch weniger überzeugend war die teils zu moderne Sprache im historischen Setting. Ein wenig mehr Tiefgang und Details sowohl bei den Haupt- als auch Nebenfiguren hätte das Leseerlebnis noch bereichert.

Alles in allem war es eine schöne romantasy Geschichte. Trotz kleiner Schwächen hatte das Buch definitiv Suchtpotenzial – und nach diesem Cliffhanger führt kein Weg an Band 2 vorbei!

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Eins meiner Jahreshighlights in 2024!

The Kinder Poison
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Genre: YA Fantasy// Tropes; Love triangle (ganz minimal gehalten), enemies to lovers, Royals, Betrayal, Single POV

"Alle guten Geschichten fangen mit schlechten Entscheidungen an.“
Stell dir vor, du willst ...

Genre: YA Fantasy// Tropes; Love triangle (ganz minimal gehalten), enemies to lovers, Royals, Betrayal, Single POV

"Alle guten Geschichten fangen mit schlechten Entscheidungen an.“
Stell dir vor, du willst nur ein kleines Abenteuer erleben: dich heimlich auf eine königliche Feier schleichen, gutes Essen genießen und ein wenig Drama aufschnappen. Doch plötzlich steckst du mitten in einem königlichen Machtkampf zwischen drei Erben – und in einem Wettrennen auf Leben und Tod, außschließlich deinem Tod. Genau das passiert Zahru in The Kinder Poison.
Das Buch war für mich Liebe auf den ersten Blick. Das lila Cover? Ein absoluter unvergesslicher Blickfang! Der Inhalt? Steht dem in nichts nach!! Eine orientalisch inspirierte Fantasywelt, eine fesselnde Handlung und ein Schreibstil, der sich leicht und mit Genuss wegsacken lässt. Besonders der sarkastische Tonfall hat mich direkt abgeholt.
Zahru als Protagonistin ist wunderbar vielschichtig. Sie ist eine leicht naive, aber dennoch lebensfrohe und realistische junge Frau mit schwachen magischen Fähigkeiten und das in einer Welt, in der Magie allgegenwärtig ist und über Macht entscheidet. Ihre Stärken und Schwächen machen sie zu einem authentischen und spannenden Charakter, dessen Entwicklung im Verlauf der Geschichte überzeugend dargestellt wird.
Auch die Nebencharaktere glänzen und stehen dem in nichts nach. Sie sind so unterschiedlich und dennoch perfekt aufeinander abgestimmt, dass sie die Handlung lebendich erscheinen lassen und für eine harmonische Gesamtkomposition sorgen.
Die Geschichte selbst besticht durch überraschende Wendungen, tiefgründige Botschaften, insbesondere die, dass Güte (Kindness) wirklich etwas bewirken kann, Intrigen, starken Figuren und eine aufregende Reise. Der gelungene Mix aus Humor und Ernsthaftigkeit, gepaart mit einer Prise Romantik, hat mich von Anfang bis Ende begeistert.
Und dann dieser Epilog! Ahhhhh! Ein fieser Cliffhanger, der mich augenblicklich dazu gebracht hat, die nächsten Bände auf Englisch zu lesen. Ich konnte einfach nicht warten, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Für alle, die Fantasy mit einer Portion Abenteuer, Humor und Herz lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss!

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Eine subtile Erkundung von Einsamkeit und Selbstentfaltung

Die einsame Buchhändlerin von Tokio
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„Die einsame Buchhändlerin von Tokio“ ist ein Werk, das geradezu geschaffen ist für Menschen, die Bücher und Bücher empfehlen lieben. Obwohl ich normalerweise keine Memoiren lese und somit wenig Vergleichbares ...

„Die einsame Buchhändlerin von Tokio“ ist ein Werk, das geradezu geschaffen ist für Menschen, die Bücher und Bücher empfehlen lieben. Obwohl ich normalerweise keine Memoiren lese und somit wenig Vergleichbares zur Hand habe, überraschte mich dieses Buch. Es fühlt sich eher wie Belletristik anstatt Non-Fiction an, auf eine gute Art und Weise. Der Stil der Autorin war für mich etwas distanziert und kühl, was jedoch im Widerspruch zur Hauptfigur steht, die durch ihre liebe und aufrichtige Art von Anfang an begeistert. Trotz der distanzierten Erzählweise fließt die Geschichte angenehm, fast schon mühelos dahin. Ich hatte das kleine Büchlein so schnell durch, dass ich das elbst kaum glauben konnte.
Die Handlung dreht sich um Nanako, eine Buchhändlerin aus Tokio, die plötzlich ohne Mann und ohne Heim da steht. Durch eine besondere App lernt sie fremde Menschen kennen und macht es sich zur Aufgabe jedem ein Buch basierend auf deren Lesevorlieben und Persönlichkeit zu empfehlen. Doch Nanako will durch diese Begegnungen nicht nur anderen helfen, sondern auch sich selbst besser verstehen. Es ist ihre Reise, ihre Art, die Welt zu ergründen und zu überlegen wie es weiter geht. Meiner Meinung nach sind die Buchempfehlungen brillant und einfallsreich und wirklich sehr an die jeweilige Person angepasst. Das schafft man nur mit einem umfangreichen Wissen und Einfühlungsvermögen.
Die Geschichte bietet eine subtile Balance zwischen Leichtigkeit und Tiefe. Auf der Oberfläche wirkt es wie eine angenehm kurzweilige Lektüre, fast wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, doch bei genauerem Hinsehen offenbart es eine tiefe Philosophie über das Leben und die menschliche Natur. Der Roman trägt in sich die Botschaft, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, uns etwas lehrt, dass wir durch jede Interaktion wachsen und uns selbst weiterentwickeln können.
Das Ende der Geschichte empfand ich jedoch als etwas abrupt. Obwohl Nanako während des Jahres eine bemerkenswerte persönliche Entwicklung durchläuft, scheint ihr Leben am Ende doch wieder in verbesserte aber ähnliche Bahnen zurückzukehren. Es ist, als würde sie das Jahr, das sie so sehr verändert hat, einfach komplett hinter sich lassen. Diese abrupte Schlussnote hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack. Das fand ich etwas Schade.
Insgesamt jedoch hat mich „Die einsame Buchhändlerin von Tokio“ auf eine tiefgehende und äußerst unterhaltsame Weise fasziniert. Die Geschichten, die Nanako im Laufe ihrer Buchempfehlungen mit uns teilt, sind spannend und voller interessanter Begegnungen. Ich selbst würde eine solche App, die Menschen ohne romanische Absichten zusammenbringt, nur zu gerne ausprobieren. Die Vielfalt der Begegnungen und Erfahrungen, die sich daraus ergeben, machen dieses Buch zu einer fesselnden und bewegenden Lektüre.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Ein überraschend fesselnder Thriller mit Tiefgang und feinen Nuancen

Lupus
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Bewertung: 4.5 Sterne
Genre: Thriller
480 Seiten
„Lupus“ von Tibor Rode hat mich auf eine überraschende literarische Reise mitgenommen, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl ich normalerweise kein großer ...

Bewertung: 4.5 Sterne
Genre: Thriller
480 Seiten
„Lupus“ von Tibor Rode hat mich auf eine überraschende literarische Reise mitgenommen, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von vielen Zeitsprüngen und wechselnden Perspektiven bin, hat Rode es geschafft, diese nahtlos in die Handlung einzubinden. Die Übergange zwischen den Zeitebenen und den verschiedenen Erzählperspektiven waren so geschickt gestaltet, dass sie die Geschichte in perfektem Fluss hielten, ohne, dass es sich irgendwie abgehackt oder unlogisch angefühlt hat. Dem geholfen hat der Schreibstil, welcher flüssig und klar ist und einen mühelos durch die Seiten gleiten lässt. Der Spannungsbogen bleibt konstant, und ich war immer neugierig, was als Nächstes passiert. Auch wenn ich mir nicht immer sicher war, wie realistisch die Ereignisse sind, wurde ich unweigerlich in den Bann gezogen.
Eine angenehme Überraschung war für mich die dezente Liebesgeschichte, die sich durch das Buch zieht. Sie verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe, ohne sie zu dominieren. Die beiden Hauptcharaktere sind absolut glaubwürdig skizziert und durchlaufen im Verlauf der Handlung eine nachvollziehbare und interessante Entwicklung. Besonders gut hat mir gefallen, wie Rode die verborgenen Geheimnisse nach und nach offenlegt. Im Laufe der Handlung fügen sich die verschiedenen Puzzleteile Stück für Stück zusammen, und das Endbild zum Schluss hat einen richtigen Aha!-Moment ausgelöst. Zum Ende hin empfand ich das Buch allerdings stellenweise etwas langatmig, was den ansonsten sehr gelungenen Gesamteindruck nur leicht trübt.
Die faszinierende Thematik rund um Wölfe, Wissenschaft, Jäger und Umweltbewusstsein zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Rode beleuchtet geschickt die Bedeutung von Zäunen, sowohl als physische als auch symbolische Grenzen, und setzt diese geschickt in Bezug zur Umwelt, zur Geschichte und zu politischen Systemen, ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu wirken. Allerdings fand ich die wiederholte Kritik an der DDR stellenweise etwas zu überzogen. Es gibt definitiv Punkte, bei denen ich zustimme, aber andere waren etwas to much.
„Lupus“ war mein erstes Buch von Tibor Rode, aber definitiv nicht mein letztes. Es hat sich unerwartet als eines meiner Lese-Highlights im September herauskristallisiert, und ich freue mich schon darauf, weitere Werke dieses Autors zu entdecken.
Insgesamt ein spannendes, gut durchdachtes Werk, das sowohl auf inhaltlicher als auch auf stilistischer Ebene überzeugt – klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Ein ermutigender Jugendroman über Selbstliebe und persönliches Wachstum

Das Funkeln von Sternenstaub
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Rezension: Das Funkeln von Sternenstaub von Larissa Schira
Bewertung: 3.75 Sterne, aufgerundet auf 4 dank des liebevollen Covers und eines berührenden Nachworts
448 Seiten
Genre: Young Adult, Romance
Mit ...

Rezension: Das Funkeln von Sternenstaub von Larissa Schira
Bewertung: 3.75 Sterne, aufgerundet auf 4 dank des liebevollen Covers und eines berührenden Nachworts
448 Seiten
Genre: Young Adult, Romance
Mit seinem zauberhaften Cover zieht „Das Funkeln von Sternenstaub“ von Larissa Schira direkt in eine Geschichte, die ebenso warmherzig und strahlend ist, wie der erste Eindruck verspricht. Der leichte und flüssige Schreibstil lässt einen sofort in die Welt der Protagonistin eintauchen, deren Reise vor allem eines in den Vordergrund rückt: Selbstliebe und Akzeptanz.
Im Mittelpunkt steht die sympathische Mel, die mit einer Mischung aus Naivität und Optimismus an einer alternativen Castingshow teilnimmt. Schon bald werden ihre Illusionen zerschlagen, doch sie lässt sich nicht entmutigen und gibt stets ihr Bestes. An ihrer Seite steht Luke, der charmante Love-Interest, der mit seiner warmen Art nicht nur Mel, sondern auch bestimmt alle Leser:innen für sich gewinnt. Mich hat er definitiv begeistert. Die Chemie zwischen den beiden ist spürbar, und ihre Beziehung verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und süße und witzige Awww-Momente.
Larissa Schira gelingt es, einen geschlossenen Kreis zu schaffen, indem sie das Setting von Anfang und Ende geschickt verknüpft und damit die Entwicklung der Geschichte klar herausarbeitet. Besonders beeindruckend ist, wie die Themen Body Positivity, eigene Ängste überwinden und „Anderssein“ in die Handlung eingebunden sind – nicht aufdringlich oder belehrend, sondern subtil und inspirierend.
Ein wenig mehr Infos hätte ich mir jedoch bei den anderen Kandidatinnen der Castingshow gewünscht. Ihre Geschichten bleiben eher oberflächlich, und hier hätte die Autorin durch mehr Hintergrundwissen noch zusätzlichen Raum für Tiefe und Komplexität schaffen können. Ein weiterer kleiner Wermutstropfen war das Altersgefühl der Figuren. Oft erscheinen sie mir älter und reifer, als ihre jugendlichen Jahre vermuten lassen, was manchmal den Eindruck erweckt, man habe es mit jungen Erwachsenen in ihren Mittzwanzigern zu tun. Was an sich nicht unbedingt schlecht, aber irgendwie nicht ganz authentisch ist. [ACHTUNG: MINI SPOILER: In diesem Buch gab es leider einen unnötigen Third Act Break Pp, der mit ein bisschen mehr reden schnell geklärt hätte werden können.]

Zwar wirkt das Ende, besonders in Bezug auf den Vertragsbruch und die eher glimpflichen Konsequenzen, etwas unrealistisch, doch es mindert nicht die insgesamt positive Botschaft des Buches: Du bist gut, so wie du bist und Liebe gewinnt.
Fazit: „Das Funkeln von Sternenstaub“ ist ein herzerwärmender Jugendroman über Selbstliebe, Akzeptanz und das Finden der eigenen Stärke. Mels Reise berührt und hinterlässt einen bleibenden Eindruck, vor allem bei jungen Leserinnen, die sich von der kraftvollen Botschaft inspirieren lassen können.

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