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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2022

Diese Lovestory geht ans Herz

It starts with us – Nur noch einmal und für immer
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Wie hab ich mich auf diese Fortsetzung gefreut! Und auch, wenn ich darauf 5 Jahre warten musste, ich hatte die Handlung des ersten Teils noch genau im Kopf und habe mich gierig in die Seiten gestürzt.
Der ...

Wie hab ich mich auf diese Fortsetzung gefreut! Und auch, wenn ich darauf 5 Jahre warten musste, ich hatte die Handlung des ersten Teils noch genau im Kopf und habe mich gierig in die Seiten gestürzt.
Der liebevolle und lebhafte Schreibstil von Colleen Hoover verleiht diesem Buch mal wieder die gewisse Würze. Nur sie schafft es, den Leser ihre Geschichten sooo wunderschön erleben zu lassen. Denn auch diesmal war ich völlig überwältigt von der Handlung und den Charakteren, die mich begeistert aber auch wütend zurückgelassen haben.
Es war mir eine Freude die Fortsetzung von Lily und Atlas erleben zu dürfen. Die beiden konnten mein Herz schon in Band 1 berühren und ich konnte kaum erwarten das hoffentliche Happy-End der beiden zu erfahren. Dabei geht es wieder turbulent zu. Auch Riley spielt noch immer eine große Rolle in Lilys Leben und ist von da auch natürlich nicht wegzudenken – immerhin ist er der Vater ihres Kindes.
Ich fand es wunderschön, wie Hoover dem Leser die Charaktere wieder nahebringt. Lily ist so bezaubernd, willensstark und eine richtig tolle Mutter. Atlas, ein so liebenswerter Mensch, den eigentlich nur der Himmel geschickt haben kann. Riley, naja, ist halt eben Riley – ein gewalttätiger Idiot! Was ich aber unbedingt erwähnen muss, ist die innige und freundschaftliche Beziehung zwischen Lily und Rileys Schwester Allysa. Die beiden haben eine so wunderbare Freundschaft, obwohl Lily und Riley nicht mehr zusammen sind. Aber Allysa ist einfach immer für Lily da und das hat mir echt mein Herz erwärmt.
Fazit:
Eine Fortsetzung, die schöner nicht hätte sein können. Danke Colleen, dass du deinen Lesern einfach immer wieder das bietest, was man braucht und sich wünscht!!!

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Krasse Familienstory

Die Schatten über uns
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John Marrs ist für mich als Thriller Autor nicht mehr wegzudenken. Seine Bücher sind einfach einzigartig und holen mich als Leser jedes Mal aufs Neue ab. Auch sein neues Buch hat mich wieder fasziniert ...

John Marrs ist für mich als Thriller Autor nicht mehr wegzudenken. Seine Bücher sind einfach einzigartig und holen mich als Leser jedes Mal aufs Neue ab. Auch sein neues Buch hat mich wieder fasziniert und absolut begeistert.
Finn und Mia haben sich ein Haus gekauft. Finns Eltern Debbie und Dan hatten ebenfalls Interesse an der Immobilie, treten aber den Kindern zuliebe vom Kauf zurück. Bei den Renovierungsarbeiten entdecken sie auf dem Dachboden sieben Koffer mit Kinderleichen. Die eingeleiteten Ermittlungen ergeben schnell, dass es sich um die Leichen vermisster Kinder aus den 90er Jahren handelt. Mia und Finn sind am Boden zerstört. Und je weiter die Ermittlungen reichen, desto tiefer versinken alle in einem Familiengeheimnis, das am besten verborgen geblieben wäre…
Was für ein Plot! Ich war wirklich hin und hergerissen von dieser kranken Familiengeschichte. Diese wird dem Leser aus der Perspektive aller Charaktere erzählt, was dem ganzen nochmal das gewisse Etwas verliehen hat. So bekommt man wirklich jedes kleine Geheimnis präsentiert, wobei diese nichts für schwache Nerven sind! Der Schreibstil von Marrs ist einfach gekonnt fesselnd und mitreißend. Er schafft es den Leser auf seine Art abzuholen und ihn dann qualvoll durch die Handlung zu schleifen, um ihn dann am Ende verletzt und blutüberströmt sich selbst zu überlassen. So zumindest empfinde ich fast immer, wenn ich eines seiner Bücher lese.
Der Schlussteil hat mich wahrlich umgehauen. Es hat sich ja im Laufe der Handlung schon einiges herauskristallisiert, womit man eigentlich auf das Ende vorbereitet war. Aber was Marrs daraus dann doch noch geschaffen hat ist echt meisterhaft!
Fazit:
Ein Pageturner, der mit einer kranken Familiengeschichte daherkommt, die mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein schauriger Thriller, der nichts für schwache Nerven ist!

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Veröffentlicht am 01.08.2022

Fehlende Spannung

Der gute Hirte
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Taifun Çoban ist Ermittler beim LKA in Kiel. Er hat türkische Wurzeln, die man ihm deutlich ansieht und die er humorvoll einsetzt. Sein nächster Einsatz führt ihn nach Harmsdorf, wo er einen Toten identifizieren ...

Taifun Çoban ist Ermittler beim LKA in Kiel. Er hat türkische Wurzeln, die man ihm deutlich ansieht und die er humorvoll einsetzt. Sein nächster Einsatz führt ihn nach Harmsdorf, wo er einen Toten identifizieren soll, der im Fundament einer Baugrube aufgetaucht ist. Kaum dort angekommen hat Taifun ein Déjà-vu. Gab es in den 80er Jahren nicht genau in diesem 500-Seelen-Dorf einen ungeklärten Mordfall? Zumindest meint er sich zu erinnern, dass dieser als Fallbeispiel in der Polizeischule galt. Spielt sein Gedächtnis ihm einen Streich? Ist es Zufall, dass in diesem friedvollen Ort erneut ein Mord passiert? Taifun muss wohl einige Fragen klären...

Die Handlung startet langsam und wird in mehreren Erzählebenen erzählt. So ist von den aktuellen Geschehnissen die Rede, aber auch Rückblicke zu den Ereignissen in den 80er Jahren kommen ans Licht. Ich habe lange gebraucht, mich zurechtzufinden und hatte am Ende dennoch das Gefühl, nie wirklich in der Handlung angekommen zu sein.

Der Schreibstil war zwar flüssig, konnte mich aber einfach nicht packen. Immer wieder bin ich abgedriftet und hab den Faden und damit auch das Interesse verloren. Ich hatte mich so auf einen Nordseekrimi gefreut und war ein wenig enttäuscht, weil mir die bildhaften Beschreibungen der Umgebung gefehlt haben. Das für mich wichtige Urlaubsfeeling blieb leider aus…

Die Charaktere waren meiner Meinung nach zu unscheinbar. Taifun selbst war der einzige, zu dem ich eine Verbindung aufbauen konnte und der mich auch mal zum Lachen bringen konnte. Zumal ich in einem Krimi eigentlich das Gegenteil erwarte. Die Spannung fiel irgendwie in den Keller und damit auch meine Lust zum Weiterlesen.

Fazit:
Ein Krimi, der durch seine geringe Seitenanzahl gut lesbar ist. Wer allerdings auf Nervenkitzel und Blutvergießen steht ist hier leider Fehl am Platz.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Eine herzergreifende Geschichte

Ich bin nicht da
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Mit gemischten Gefühlen habe ich mich an dieses Buch gewagt. Da ich selbst von einer psychischen Krankheit betroffen bin, war es nicht einfach für mich. Jedoch konnte mich das Buch positiv überraschen ...

Mit gemischten Gefühlen habe ich mich an dieses Buch gewagt. Da ich selbst von einer psychischen Krankheit betroffen bin, war es nicht einfach für mich. Jedoch konnte mich das Buch positiv überraschen und mir eine andere Sicht auf die Krankheit aufzeigen.

Simon und Leo sind ein wundervolles Paar. Alles scheint perfekt, bis Simon eines Tages völlig verändert nach Hause kommt. Er hat Wahnvorstellungen, fühlt sich in seiner Wohnung beobachtet und spinnt sich in seinem Kopf Sachen zusammen, die weder Hand noch Fuß haben. Für Leo wird diese Situation immer unerträglicher, bis sie sich endlich Hilfe holt und Simon in eine psychiatrische Klinik bringt. Diagnose bipolare Störung.

En absolut herzergreifendes Buch, das ich mit allerlei Emotionen verschlungen habe. Ich konnte mich so sehr in die Lage von Leo hineinversetzen und hab sie bewundert, wie stark sie immer an Simons Seite war, obwohl sie innerlich selbst an seiner Krankheit zerbrochen ist. So stelle ich mir die wahre Liebe vor! Simon hat völlig die Kontrolle über sein Leben verloren. Keine Arbeit, keine Freunde – alle haben sich gegen ihn verschworen. So glaubt er zumindest und vernachlässigt damit sein soziales Umfeld total.

Der Schreibstil war flüssig und ging einfach nur ans Herz. Trotz meiner Bedenken im Vorfeld war ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Denn es hat mir gezeigt, dass man jede Krankheit überstehen kann, wenn man den richtigen Menschen an seiner Seite hat!

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Veröffentlicht am 12.07.2022

Idee gut, Umsetzung leider nicht gelungen

Der Gastgeber. Fühl dich wie zu Hause
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Nika hat viele Identitäten. Mit diesen mietet sie sich Wohnungen, um keine Spuren zu hinterlassen. Doch die aktuelle Wohnung ist nicht wie die anderen. Hinter einer Geheimtür macht Nika eine Entdeckung, ...

Nika hat viele

Identitäten. Mit diesen mietet sie sich Wohnungen, um keine Spuren zu hinterlassen. Doch die aktuelle Wohnung ist nicht wie die anderen. Hinter einer Geheimtür macht Nika eine Entdeckung, die sie nicht mehr loslässt. Sie stellt Nachforschungen an und wünscht sich schon bald, sie hätte diese Wohnung niemals betreten…

Klingt spannend, oder? Ist vom Prinzip her auch eine coole Idee, deren Umsetzung leider nicht so recht punkten konnte. Nicht nur, dass ich gefühlt ewig gebraucht habe, um in die

Handlung reinzukommen. Sie hat mich des Öfteren so verwirrt, dass ich gar nicht mehr wusste, um was es eigentlich gerade geht. Die Intention dahinter ist mir schon klar: Spannung aufbauen. Doch hier ist mein Gegenargument: Weniger ist manchmal mehr.

Nika erzählt in der Ich-

Perspektive. Sie wird zwar authentisch dargestellt, dennoch konnte ich keine Beziehung zu ihr aufbauen, da sie auf mich unnahbar und fremd wirkte. Ihre Handlungen waren kaum nachvollziehbar, ihre Gedankengänge nicht ersichtlich. Ein tiefgreifendes Character-Building hätte Nika sicherlich gutgetan. Mit ihr steht oder fällt nun einmal der Plot.

Auch wenn ich mich etwas durch die Story hangeln musste und zwischendurch das Interesse am Weiterlesen verlor, war es dem Autoren-Duo möglich, hier und da Appetithäppchen zu streuen, die eine Rest-Neugier übrig ließen. Zum Glück, denn das

Ende konnte das Ruder tatsächlich noch etwas rumreißen und überzeugte mit einer spannenden Auflösung. Zumindest weiß ich jetzt, dass ich bei Angeboten wie

airbnb, sollte ich sie je nutzen, seeeehr vorsichtig sein werde. Man weiß ja nie, wem man da begegnet! 😳

Fazit: Die Ansätze waren da, auch die Plotidee ist eine coole Abwechslung im #Thriller-Bereich. Aber der Story mangelt es an Tiefe und einer durchgehenden Spannungskurve, sodass man einen ziemlich langen Atem braucht, um das cool konstruierte Ende genießen zu können.

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