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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2024

mittelmäßiger Auftakt der Reihe

Das kleine Bücherdorf: Winterglitzern
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Vicky arbeitet für das Münchener Auktionshaus ihres Vaters. Zufällig haben sie auf einem Foto eine extrem seltene und sehr wertvolle Erstausgabe eines Buches entdeckt und so reist sie kurzfristig Anfang ...

Vicky arbeitet für das Münchener Auktionshaus ihres Vaters. Zufällig haben sie auf einem Foto eine extrem seltene und sehr wertvolle Erstausgabe eines Buches entdeckt und so reist sie kurzfristig Anfang Dezember in ein kleines Dorf in Schottland. Dieses Dorf gilt landesweit als Bücherdorf und besitzt nicht nur sehr viele Buchhandlungen sondern auch eine große Anzahl von liebenswerten aber schrulligen Bewohnern. Dies wird alles sehr gut eingefangen und wirklich unterhaltsam geschildert.
Warum Vicky sich allerdings spontan zu einem Aushilfsjob in der Buchhandlung entschließt kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie bleibt mir insgesamt leider fremd, ihr Verhalten ist für mich oft recht unsympathisch denn es gibt so viele Möglichkeiten ihre wahren Motive zu offenbaren. Stattdessen lügt sie weiter fröhlich vor sich hin und ergibt sich lang und breit ihren sehr wechselhaften gedanklichen Stimmungsschwankungen.
Ich kannte bereits Band 2 der Reihe (die Bände sind in sich abgeschlossen) und wollte daher diesen ersten ebenfalls lesen, leider ist er ganz nett aber doch schwächer.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

ungewöhnlich aber faszinierend

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Was für eine schräge Idee und wirklich faszinierend umgesetzt. Die Helden diverser Klassiker (Jekyll und Hyde, Frankenstein usw). haben Töchter und diese treffen im Laufe des Romans aufeinander um schließlich ...

Was für eine schräge Idee und wirklich faszinierend umgesetzt. Die Helden diverser Klassiker (Jekyll und Hyde, Frankenstein usw). haben Töchter und diese treffen im Laufe des Romans aufeinander um schließlich gemeinsam und mit Unterstützung von Sherlock Holmes und Dr. Watson u.a. eine mysteriöse Mordserie zu klären.

Mary, die Tochter des verstorbenen Dr. Jekyll erfährt nach dem Tod ihrer Mutter dass sie nun doch nicht ganz verarmt ist. Auf einem ihr bisher unbekannten Konto befindet sich nur noch ein wenig Geld, denn jeden Monat wurde hiermit Diana, die Tochter von Mr. Hyde im Heim unterstützt. Sie beginnt zu recherchieren, denn Diana behauptet ihre Halbschwester zu sein.

Ich mag Krimis, die noch dazu in England spielen und dann noch diese bekannten Klassiker - der Autorin ist es gelungen die Zeit und Atmosphäre Ende des 19. Jahrhunderts auf eine sehr eigene aber unterhaltsame Art und Weise darzustellen. Dazu verwendet sie diverse Perspektivenwechsel und kursiv gedruckte Dialoge der Heldinnen da eine von ihnen parallel zum Leser schreibt. Ich kann mir vorstellen, dass dieser ungewöhnliche Schreibstil nicht jedem gefällt.

Am Ende gründen die Protagonistinnen den Athena-Club - ein dezenter Hinweis dass es sich hier um den ersten Band einer Trilogie handelt. Mein einziger Kritikpunkt an dem unterhaltsamen Buch ist der Charakter des Mr. Hyde, für mich leider ein ziemlicher Schwachpunkt.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Kurzgeschichten über Kleidung bzw. das Leben

Männer in Kamelhaarmänteln
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Ein Buch voller Kurzgeschichten von Elke Heidenreich ist immer eine Empfehlung. Sie schreibt vordergründig über Kleidung und dabei doch über das Leben (teilweise wieder sehr persönlich), Männer, Liebe ...

Ein Buch voller Kurzgeschichten von Elke Heidenreich ist immer eine Empfehlung. Sie schreibt vordergründig über Kleidung und dabei doch über das Leben (teilweise wieder sehr persönlich), Männer, Liebe - einfach alles, dabei bleibt sie ihrem Stil absolut treu.

Das Hörbuch ist hier ebenfalls eine Empfehlung, wunderbar gelesen von der Autorin selbst.

Das Cover irritiert mich allerdings ein wenig, zeigt es doch eine Person im Anzug aber eben ohne den titelgebenden Kamelhaarmantel. Als ersten Eindruck sah ich eine Frau, es kann sich aber durchaus um einen sehr androgynen Mann handeln.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

nettes Add-on für Fans aber mehr auch nicht

Artemis Fowl - Die Akte (Ein Artemis-Fowl-Roman)
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Weder Roman noch Fortsetzung der bekannten Reihe allerdings für Fans ein nettes Add-on. Ein wenig umfangreiches Buch das kurze Geschichten (wie bestand Holly die ZUP, Prüfung, wie stahlen Artemis und Mulch ...

Weder Roman noch Fortsetzung der bekannten Reihe allerdings für Fans ein nettes Add-on. Ein wenig umfangreiches Buch das kurze Geschichten (wie bestand Holly die ZUP, Prüfung, wie stahlen Artemis und Mulch das Diadem usw.) enthält sowie Interviews, Steckbriefe der verschiedensten Rassen der Unterirdischen und ein Test.

Insgesamt nett aber wirklich nur für Fans - die gerade bei den Steckbriefen wenig Neues erfahren. Für ein Taschenbuch mit "nur" 176 Seiten und eher niedrigem Informationsinhalt sind 12 Euro dann schon ein stolzer Preis.

Das entsprechende Hörbuch wird wieder von Rufus Beck (sehr gut) gelesen. Abschließend nochmal der Hinweis: es ist weder ein Roman noch eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Gute Themen aber wenig Tiefe

Nothing Like You
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Ally beginnt ihr Jura-Studium in Arizona und trifft zufällig auf Jax. Aufgrund einer Verwechslung landet die für sie wichtige Post in seinem Briefkasten und eine eigentlich typische Enemies to Lovers Story ...

Ally beginnt ihr Jura-Studium in Arizona und trifft zufällig auf Jax. Aufgrund einer Verwechslung landet die für sie wichtige Post in seinem Briefkasten und eine eigentlich typische Enemies to Lovers Story nimmt ihren Lauf.
Vom Schreibstil her gut geschrieben und schnell gelesen allerdings fehlt mir bei beiden Charakteren die Tiefe. Beide haben ihre Geheimnisse, mögen sich zu Beginn so gar nicht und ratz fatz nach ihrem Besuch in seiner Dunkelkammer sind die tiefsten Gefühle da. Dabei vertraut Ally ihre Geheimnisse ihm allerdings nicht an damit es zum Ende hin noch heftige Missverständnisse gibt die sich natürlich auflösen. Das war dann wirklich sehr klischeehaft, naiv und überzogen.
Eigentlich ganz nett für zwischendurch, nur schade, dass aus den wichtigen Themen (Traumata, Umgang mit Legasthenie) man so viel mehr hätte machen können. Ich kann mir leider nicht vorstellen dass Legasthenie in den USA so unbekannt ist wie hier dargestellt.

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