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Veröffentlicht am 15.09.2025

Jan ermittelt als Komparse auf Norderney

Seemannsgrab für Norderney
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Ich liebe die Nordseeküste, Ostfriesland und Cosy Crime. Die Reihe um den ehemaligen Strafverteidiger Jan de Vries mag ich daher sehr, kenne auch alle inzwischen 12 Bände. Daher lässt dieser aktuelle Band ...

Ich liebe die Nordseeküste, Ostfriesland und Cosy Crime. Die Reihe um den ehemaligen Strafverteidiger Jan de Vries mag ich daher sehr, kenne auch alle inzwischen 12 Bände. Daher lässt dieser aktuelle Band mich ein ganz kleines bisschen zwiegespalten zurück.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht und gut zu lesen, die üblichen Charaktere tauchen auf spielen aber eine eher kleine Rolle, selbst Hauptkommissarin Doro Oldenburg. Dafür nimmt sie es einfach hin, dass Jan als Komparse in eine Filmproduktion eintaucht und ganz eigenständig ermittelt. Haben der zufällig im Hafenbecken von Norddeich gefundene Tote und die Leiche auf Norderney miteinander zu tun? Was hat die Produktion des historischen Films damit zu tun?
Die Fälle fand ich absolut ok und Jans Erfahrungen als Komparse, ein kleiner Blick hinter die Kulissen, waren sehr unterhaltsam. Die Ermittlungsarbeit der Polizei dagegen war schon sehr dürftig und die Beschreibung der Filmproduktion meiner Meinung nach in weiten Teilen sehr absurd. Welche low Budget Produktion bezahlt nicht nur die quasi auf der Straße rekrutierten Komparsen sondern bringt sie auch noch in angemieteten Ferienwohnungen auf unbestimmte Zeit unter? Ein auf einer nordfriesischen Insel ja nicht unüblicher Sturm legt mal eben das ganze aufgebaute Filmset flach…
Daher nicht ganz so überzeugend wie andere Bände der Reihe aber trotzdem gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

keine Steigerung im zweiten Band

Kater Brown und die tote Weinkönigin
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Der zweite Band war die zweite Chance für diese Reihe und als Katzenfan hatte ich gehofft, dass eine Steigerung zum ersten Band erfolgen würde. Dies war leider nicht der Fall. Die Protagonisten blieben ...

Der zweite Band war die zweite Chance für diese Reihe und als Katzenfan hatte ich gehofft, dass eine Steigerung zum ersten Band erfolgen würde. Dies war leider nicht der Fall. Die Protagonisten blieben flach, die Geschichte um die beiden seit Jahrzehnten bis aufs Blut verfeindeten Winzerfamilien war einfach nur hanebüchen. Die Polizei war untätig, Kater Brown als Namensgeber spielte nur eine ganz kleine Rolle und natürlich hatten Alexandra und Tobias alles im Griff. Ich mag Cosy Crimes ja sehr und es muss auch nicht alles super logisch sein aber hier war von allem nur etwas enthalten - Lokalkolorit, Kater, wenigstens ein interessanter Plot. Da die Geschichte nur 122 Seiten lang war ist sie zwar schnell gelesen aber mehr Raum wäre definitiv besser gewesen.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Alles nichts oder?

Dr. No
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Ich habe größten Respekt vor dem Übersetzer sowie dem Lektor dieses Romans. Die Geschichte ist so absurd und voller wissenschaftlicher Anspielungen, irgendwann habe ich aufgehört die Begriffe zu googeln ...

Ich habe größten Respekt vor dem Übersetzer sowie dem Lektor dieses Romans. Die Geschichte ist so absurd und voller wissenschaftlicher Anspielungen, irgendwann habe ich aufgehört die Begriffe zu googeln und Wikipedia geschlossen. Einfach hinnehmen und dem Wortwitz genießen.
Der Autor schafft es, immer und immer wieder mit nichts die schrägsten Wortwitze zu schaffen. Dazu die clevere Einbindung historischer bzw. wissenschaftlicher Fakten.
Diese Dichte bedeutet dass das Buch - meiner Meinung nach - nur langsam gelesen werden kann (und man sich trotzdem oft genug fragt was genau war hier jetzt der Witz?)
Die Geschichte um Professor Wala Kitu, Experte für Nichts und dem superreichen Superschurken John Sill ist einfach nur verrückt. Da erscheint der einbeinige Hund ja fast schon normal.
In gewisser Weise unterhaltsam über lange Strecken jedoch anstrengend - auf jeden Fall versteht der Autor sein Handwerk. Ob ich andere, hochgelobte Bücher von ihm lesen würde? Nicht in naher Zukunft.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Mehrere Fälle, sympathische Figuren - eine gelungene Mischung

Mord in guter Tradition
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Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ...

Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ihre eigenen Recherchen hinaus bereits etlichen anderen bei der Suche nach vermissten Personen hat helfen können beginnt sie als Privatermittlerin tätig zu werden.
In diesem vierten Band laufen mehrere Fälle parallel oder haben sie teilweise miteinander zu tun? Die Frau eines Zeitungssetzers verschwindet immer wieder für einige Tage, der Mann einer Freundin von Kate wird im Hotel ermordet, auf dessen Geliebte wurde geschossen und Kates Freund Chief Inspector Charles beobachtet in Zusammenarbeit mit dem FBI einen Amerikaner auf Heimatbesuch. Die Option einer fingierten Untreue um eine Scheidung erwirken zu können war mir bereits bekannt...
Locker und leicht geschrieben, die Atmosphäre in England Anfang der 20iger Jahre wird gut geschildert. Zwar hat man bei gewissen Punkten recht schnell eine Vorahnung doch trotzdem gibt es am Ende noch ein paar überraschende Wendungen. Ein typischer Cosy Crime – nicht tiefgründig aber nette Unterhaltung. Diesmal hat sogar Sykes einen etwas größeren Anteil, was ihn direkt als Figur sympathischer macht.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein sehr persönlicher Fall für Kate

Mord zur Teestunde
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Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ...

Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ihre eigenen Recherchen hinaus bereits etlichen anderen bei der Suche nach vermissten Personen hat helfen können beginnt sie als Privatermittlerin tätig zu werden.
Dieser Fall wird für Kate sehr persönlich. Sie wird von einer ihr unbekannten Frau mit der Suche nach deren verschwundenen Ehemann beauftragt, dabei stellt sich heraus das Mary Jane ihre Schwester ist. Kate wurde als Baby adoptiert und hatte nie das Bedürfnis ihre leibliche Familie kennenzulernen. Im Gegensatz zur Polizei glaubt Kate an ein Verbrechen und um ihre Schwester zu unterstützen lassen sie und Sykes nichts unversucht.
Locker und leicht geschrieben, die Atmosphäre in England Anfang der 20iger Jahre wird gut geschildert. Zwar hat man bei gewissen Punkten recht schnell eine Vorahnung doch trotzdem gibt es am Ende noch ein paar überraschende Wendungen. Ein typischer Cosy Crime – nicht tiefgründig aber nette Unterhaltung. Diesmal hat sogar Sykes einen etwas größeren Anteil, was ihn direkt als Figur sympathischer macht.

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