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Veröffentlicht am 03.01.2023

Diá de Muertos

Yadriel und Julian. Cemetery Boys
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Aiden Thomas ist ein amerikanischer Autor, transgender und hat einen lateinamerikanischen Hintergrund, daher konnte er dieses Buch so authentisch schreiben.

Yadriel ist trans – er wird zwar von seiner ...

Aiden Thomas ist ein amerikanischer Autor, transgender und hat einen lateinamerikanischen Hintergrund, daher konnte er dieses Buch so authentisch schreiben.

Yadriel ist trans – er wird zwar von seiner Familie akzeptiert allerdings wird ihm die traditionelle Aufnahme zum Brujo verwehrt. Sein Outing scheint noch nicht so lange her zu sein, er ist in vielen Situationen noch unsicher, der Charakter ist allerdings sympathisch beschrieben.

Zusammen mit seiner Cousine führt er heimlich ein altes Ritual durch doch anstelle des Geistes seines gerade verstorbenen Cousins erscheint der Geist von Julian.

Grundsätzlich hat mir die Geschichte und der Schreibstil gefallen – aber... Mir fiel es zu Beginn etwas schwer in die Story hineinzukommen, die Hintergründe und Problematik von Yadriel zu durchschauen.

Hinzu kommt der wirklich üppige Gebrauch von spanischen Begriffen. Manches versteht man im Zusammenhang, doch gerade zu Beginn habe ich oft eine Übersetzungshilfe benutzt (obwohl ich etwas spanisch kann). Leider scheiterte dies regelmäßig da es sich scheinbar um Umgangssprache handelte oder die Übersetzung erfolgte inkonsequent. Ein Beispiel: Latinx wird im englischen verwendet (und ist mir auch bekannt) allerdings nicht im deutschen.

Das wirklich wunderschön gestaltete Cover verdient eine Erwähnung sowie die anschaulichen und interessanten Schilderungen rund um den Día de Muertos.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Auch Monster brauchen einen Anwalt

Im Zweifel für das Monster
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Daniel Becker lebt in Seattle auf einem Hausboot und arbeitet in einer großen Anwaltskanzlei. Wenn er den ihm übertragenen großen Fall erfolgreich abwickelt, besteht die Aussicht auf eine Partnerschaft, ...

Daniel Becker lebt in Seattle auf einem Hausboot und arbeitet in einer großen Anwaltskanzlei. Wenn er den ihm übertragenen großen Fall erfolgreich abwickelt, besteht die Aussicht auf eine Partnerschaft, worauf er seit Jahren konsequent hinarbeitet. Allerdings fällt es ihm moralisch immer schwerer, die Dampfer-Konzerne zu vertreten anstatt der klagenden Jugendlichen.



Als eines Tages ein Monster aus Kindertagen auftaucht und ihn um Hilfe bittet gerät seine Welt ins Wanken und die Geschichte wird herrlich skurril. Daniel kann Brett erfolgreich gegen den Verdacht des Mordes verteidigen und in der Folge tauchen alle möglichen Wesen in der Kanzlei auf und bitten ebenfalls um Hilfe.



Ein ganz besonderer Charakter ist Phil, Daniels Praktikant, der einfach alles beschaffen kann und fast wie ein Heinzelmännchen agiert. Ihm gegenüber benimmt sich Daniel recht ruppig, da er nicht möchte, dass dieser grundgute Mensch in den Sumpf einer Kanzlei gerät. Außerdem erhält Daniel Unterstützung von Martina, einer ungewöhnlichen Detektivin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.



Royce Buckingham vermischt hier gelungen einen Fantasy-Roman mit einem Krimi und lässt zum Ende sogar noch etwas Potential für Fortsetzungen. Der Spannungsbogen ist nicht wirklich hoch, die Beschreibungen der Mordopfer etwas zu drastisch für den eher unterhaltsamen Stil des Krimis.

Mich haben Schreibstil und Story angesprochen, der schräge Humor gefiel mir gut, daher wird es nicht das letzte Buch dieses Autors für mich gewesen sein.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Der Weg ist das Ziel

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch
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Manchmal braucht man jemanden, der für einen träumt, wenn einem selbst die Fantasie fehlt.

Gustav spricht nicht mehr, weil er den Mann, den aktuellen Lebensgefährten seiner Mutter nicht mag. Charles, ...

Manchmal braucht man jemanden, der für einen träumt, wenn einem selbst die Fantasie fehlt.

Gustav spricht nicht mehr, weil er den Mann, den aktuellen Lebensgefährten seiner Mutter nicht mag. Charles, die er zufällig kennenlernt, redet dafür um so mehr. Sie glaubt an die Macht des Universums und organisiert einen spontanen Roadtrip der die beiden Kinder, eine Wasserpflanze sowie Gustavs Opa quer durch Europa führt. Sie sind auf der Suche nach Gustavs Vater, von dem dieser leider überhaupt nichts weiß.

Dafür wissen aber irgendwie alle anderen viel über Gustavs Vater – selbst sein Opa, ein ehemaliger Zirkusclown, kannte ihn gut. Der Roadtrip lässt die drei aufleben und führt sie von Berlin bis nach Istanbul.

Zwar ist vieles recht unrealistisch für Kinder aber durchaus unterhaltsam. Die Charaktere sind sympathisch und die Message der Geschichte wird gut dargestellt.

Mich hat allerdings der eigentliche Auslöser der Geschichte sehr gestört, dies hätte meiner Meinung nach anders und doch plausibel gelöst werden können. Gustav ist verzweifelt, weil er rein gar nichts über seinen Vater weiß, nicht mal dessen Namen und sucht überall nach potentiellen Hinweisen. Seine Mutter und der Opa wissen alles (bis auf die Tatsache was er gerade wo macht) und haben ihm sogar die simpelsten Eckdaten vorenthalten.

Eine nette Idee die mich in der Umsetzung leider nicht wirklich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Solide Geschichte, unpassender deutscher Titel

Engel aus Eis
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Engel aus Eis ist ein solider schwedischer Krimi. Interessante Geschichte, gut umgesetzt und auch wenn einige Punkte im Laufe doch recht vorhersehbar waren so bleibt es doch gute Unterhaltung.

Wenn mir ...

Engel aus Eis ist ein solider schwedischer Krimi. Interessante Geschichte, gut umgesetzt und auch wenn einige Punkte im Laufe doch recht vorhersehbar waren so bleibt es doch gute Unterhaltung.

Wenn mir doch nur jemand erklären könnte wie der Verlag auf diesen absolut unpassenden Titel kommen konnte...

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Märchenhaft

Fairy Tale Camp 1: Das märchenhafte Internat
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Der erste Teil dieser Trilogie führt Marie, Nachfahrin von Frau Holle, in das Fairy Tale Camp wo sie auf weitere Nachkommen bekannter Märchengestalten trifft. Bisher hatte Marie nichts von ihrer Herkunft ...

Der erste Teil dieser Trilogie führt Marie, Nachfahrin von Frau Holle, in das Fairy Tale Camp wo sie auf weitere Nachkommen bekannter Märchengestalten trifft. Bisher hatte Marie nichts von ihrer Herkunft geahnt, da ihre Mutter verschwand als sie noch ein Kleinkind war.
Zusammen mit ihren neuen Freunden hat sie verschiedene Aufgaben zu lösen und versucht nebenbei herauszufinden, wohin ihre Mutter verschwunden ist.
Ich finde es eine sehr gelungene Abwechslung, die Märchen der Gebrüder Grimm als Grundlage für diese Geschichte zu nehmen anstelle der sonst üblichen Zauberer- oder Vampirwelten. Dies ist der Autorin wirklich unterhaltsam gelungen, selbst für Leser ohne große Märchenkenntnisse, was wohl heute eher die Regel als die Ausnahme sein dürfte.
Ein sehr passender Schreibstil für 10 Jährige und sympathische Protagonisten – ich freue mich auf die für Frühjahr und Herbst 2023 angekündigten Fortsetzungen.

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