Wallis und die Windsors
Wallis SimpsonAls Enkelin meiner von den britischen Royals begeisterten Oma bin ich mit dem ganzen Klatsch und Tratsch aufgewachsen und die Geschichte von Wallis war mir nicht fremd.
In diesem Buch habe ich noch neue ...
Als Enkelin meiner von den britischen Royals begeisterten Oma bin ich mit dem ganzen Klatsch und Tratsch aufgewachsen und die Geschichte von Wallis war mir nicht fremd.
In diesem Buch habe ich noch neue Details über ihren Background und ihre Verbindung zu Edward erfahren. Dabei ist es zwangsläufig dass die Autorin natürlich auch einen Schwerpunkt auf Edward setzt.
Großbritannien müsste Wallis dankbar sein, dass dieser naive, realitätsfremde und alltagsuntaugliche König für sie abgedankt hat (was sie ja gar nicht mal wollte). Sie rechnete mit einem baldigen Ende der Affäre, schließlich war sie keine Prinzessin im gebärfähigen Alter und wollte die ihr verbleibende Zeit möglichst ausnutzen. Nicht auszudenken in welche Lage der deutschfreundliche (und naiv mit Hitler sympathisierende) Edward sein Land im zweiten Weltkrieg gebracht hätte.
Wallis war immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht, mit ihrer selbstbewussten Haltung ihrer Zeit voraus und eine Meisterin der Manipulation. Ihr höchstes Ziel, den Prinzen von Wales, hat sie erobert - doch letztlich zu welchem Preis? Ihr bisheriges eher unbeschwertes und relativ freies Leben musste sie aufgeben um Edward zu betreuen. Die gewünschte Anerkennung in höchsten Kreisen zerbrach durch seine Abdankung.
Ich schätze sie ist nur bei ihm geblieben weil eine Scheidung das größere Übel, der Verlust von finanzieller Absicherung gewesen wäre (im Gegensatz zu den beiden vorherigen). Liebe war zumindest von ihrer Seite aus nicht im Spiel. Viele Gemeinsamkeiten hatten sie ohnehin nicht, das war ein Trugschluss von Edward der auf Wallis' Art des Umgarnens hereingefallen war.
Ob der im Buch genannte gesundheitliche Aspekt bei Wallis tatsächlich vorhanden war? Durchaus möglich aber meiner Meinung nach nachrangig. Sie entsprach nicht dem üblichen "Beuteschema" hatte aber aufgrund ihrer für den Prinzen überraschenden unkonventionellen Art schnell Erfolg.
Auch wenn dies (zum Glück) nur am Ende ganz kurz Thema des Buches war - ich finde die Parallelen zu Harry und Meghan so deutlich, leider.