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Veröffentlicht am 15.06.2025

Sehnsucht und Druck - Die Belastung schwanger werden zu wollen

Hello Baby
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Hello Baby ist ein sehr informatives Buch, was ich in dem Ausmaß nicht erwartet habe aber sehr gut finde.
Als Mutter von drei (inzwischen erwachsenen Kindern) hat mich die Story wahnsinnig berührt. Ich ...

Hello Baby ist ein sehr informatives Buch, was ich in dem Ausmaß nicht erwartet habe aber sehr gut finde.
Als Mutter von drei (inzwischen erwachsenen Kindern) hat mich die Story wahnsinnig berührt. Ich habe durch Bekannte / Kollegen mitbekommen wie belastend der Prozess um künstliche Befruchtung sein kann bzw wie furchtbar eine Fehlgeburt ist. Ein Thema was auch in unserer Kultur - leider - ziemlich häufig und doch meist verschwiegen wird.
Ausgehend von eigenen Erfahrungen schildert die Autorin die Erlebnisse mehrerer südkoreanischer Frauen in einer Kinderwunschklinik. Mir war nicht mal im Ansatz bewusst was für ein großes Thema dies in Südkorea ist, ein Land mit einer sehr niedrigen Geburtenrate und sehr vielen Fruchtbarkeitsbehandlungen.
Wie so oft ist dies eine überwiegend von Frauen erlebte physische und psychische Achterbahnfahrt. Sie sind dem gesellschaftlichen und familiären Druck ausgesetzt (es darf doch nicht am Mann liegen) und durchlaufen die Behandlungen meist alleine. Alle Ehemänner im Buch spielen so eine unscheinbare Rolle, sie sind nicht mal einen Namen wert.
Die Frauen dagegen halten zusammen, tauschen im Gruppenchat Tipps aus und unterstützen einander.
Ja, die asiatischen Namen sind mir fremd und ich brauche immer etwas länger zur Unterscheidung der Charaktere. Auch der Schreibstil unterscheidet sich ein wenig zu dem was ich sonst lese. Daher finde ich es besonders schön auf diese Art und Weise ein klein wenig in eine fremde Kultur eintauchen zu können, dies war hier sehr gelungen. In Kombination mit dem Thema auf jeden Fall eine Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Eher eine große Enttäuschung

Great Big Beautiful Life
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Alice ist eine talentierte Journalistin, möchte aber eine erfolgreiche Autorin werden. Dafür hat sie die legendäre Margaret Ives, Tochter aus der schwerreichen skandalumwitterten Ives Familie aufgespürt. ...

Alice ist eine talentierte Journalistin, möchte aber eine erfolgreiche Autorin werden. Dafür hat sie die legendäre Margaret Ives, Tochter aus der schwerreichen skandalumwitterten Ives Familie aufgespürt. Dumm nur das Margaret den Pulitzer-Preis Gewinner Hayden ebenfalls eingeladen hat. Beide haben einen Monat Zeit, mit ihr Gespräche zu führen bevor sie sich entscheidet wer der Autor ihrer Biographie werden soll.
Daher sind die beiden Konkurrenten doch dies ist keine Enemys to Lovers Story, denn Alice ist einfach ein netter Sonnenschein und hat den grummeligen Hayden schnell aufgetaut. Viel zu schnell meiner Meinung nach und Hayden wirkt auf mich wenig realistisch oder überzeugend.
Hinzukommt dass man als Leser Alice bei den Gesprächen mit Margaret begleitet, von Hayden dahingehend jedoch leider gar nichts erfährt.
Die Familiengeschichte von Margaret war für mich das deutlich interessanteste an dem Buch, zum Ende hin gab es auch noch die ein oder andere gute Wendung.
Insgesamt konnten mich weder die Story noch die Liebesromanze leider nicht komplett überzeugen, aufgrund der Leseprobe (und anderer Bücher der Autorin) hatte ich eine andere Erwartungshaltung an dieses Buch.
On top aber nicht entscheidend - warum muss der englische Titel für die deutsche Ausgabe verwendet werden?

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Gute Grundidee, der Rezepte Teil überzeugt mich nicht

30 Pflanzen pro Woche
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Schwierig, schwierig... die Grundidee des Buches mehr und vor allem mehr unterschiedliche "Pflanzen" in die Ernährung zu integrieren finde ich super. Dies wird im ersten, theoretischen Teil auch gut erklärt. ...

Schwierig, schwierig... die Grundidee des Buches mehr und vor allem mehr unterschiedliche "Pflanzen" in die Ernährung zu integrieren finde ich super. Dies wird im ersten, theoretischen Teil auch gut erklärt.
Die Übersicht zum ausdrucken ist ebenfalls sehr positiv.
Irgendwie logisch dass nicht jede kleine Menge eines Gewürzes als eigene Pflanze angekreuzt werden soll - bei den vielen Rezepten wird aber so verfahren.
Die vorgeschlagenen Challenges mögen für viele einen Anreiz bilden, bei z.B. einer Familie mit drei Kindern empfinde ich es aber als Herausforderung (vielleicht mag ich auch einfach nicht dieses Challenge / Battle Konzept). Man merkt dass die Autorin gerne und viel kocht, die Zeit und Ruhe dafür hat - ich betrachte dass Buch eher als Anregung mehr "Pflanzen" zu nutzen.
Allerdings glaube ich kaum dass unsere Vorfahren soviele verschiedene Pflanzen in ihrer sicherlich sehr pflanzenbasierten Ernährung hatten, die Auswahl wird uns heute dank des jederzeit großen Supermarkt Angebotes leicht gemacht.
Dreiviertel des Buches wird für Rezepte genutzt die zum größten Teil aus anderen Büchern stammen und in die Kategorien kalt, warm und süß eingeteilt werden.
Ich gebe zu, bisher keines der Rezepte ausprobiert zu haben. Dies hat mehrere Gründe. Sehr viele sprachen mich einfach nicht an, benötigen zu viele Dinge die ich erst extra kaufen müsste und am wichtigsten: es werden keine Angaben für die Zubereitungszeit genannt. Die meisten erscheinen recht aufwendig d.h. nicht unbedingt nach der Arbeit zu realisieren sondern eher für Menschen denen kochen Erfüllung, Entspannung oder Spaß bedeutet.
Außerdem finde ich es oft schwierig nachzuvollziehen was genau in welcher Menge zählt (der schwarze Pfeffer wird gewertet, die Petersilie auf dem Salat dann wieder nicht).
Die Informationen aus dem theoretischen Teil sind gut und interessant, der Rezepte-Teil überzeugt mich leider nicht. Damit liege ich eigentlich bei 3.5 Punkten die ich nach langer Überlegung zugunsten der Grundidee aufrunde.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Solider Auftakt

Ostfriesenkiller
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Der Auftaktband dieser Reihe um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen führt zwangsläufig den Leser in die Atmosphäre und Charaktere ein. Ann Kathrin ist frisch getrennt von Mann und Sohn, eine toughe Person ...

Der Auftaktband dieser Reihe um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen führt zwangsläufig den Leser in die Atmosphäre und Charaktere ein. Ann Kathrin ist frisch getrennt von Mann und Sohn, eine toughe Person die trotz ihrer Macken durchaus sympathisch rüberkommt.
Der Regenbogen-Verein betreut behinderte Menschen, doch irgendjemand hat es auf die Mitglieder abgesehen und innerhalb weniger Tage gibt es vier Tote.
Manche Ermittlungen verlaufen etwas nun ja unprofessionell und schwer nachvollziehbar. Der Lokalkolorit ist dagegen sehr hoch und dank Google (maps) gut nachzuvollziehen.
Insgesamt sehr solide mit kleinen Abzügen.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Tief im Westen

Teppichporsche
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Joa, der Ruhrpott - man sollte ihn kennen und mögen dann kommt man bei diesem Regionalkrimi voll auf seine Kosten. Oft etwas schnodderig, gerne derb und direkt so treten die Charaktere dieses Krimis auf. ...

Joa, der Ruhrpott - man sollte ihn kennen und mögen dann kommt man bei diesem Regionalkrimi voll auf seine Kosten. Oft etwas schnodderig, gerne derb und direkt so treten die Charaktere dieses Krimis auf. Allen voran Esther Roloff die gerne Polizistin geworden wäre aber nach jahrelangem Arbeiten bei einer Versicherung sich jetzt als Detektivin versucht auszuleben. Diese Detektiv-Klitsche inklusive Chef, Kollege und Azubine sind eine einzige Karikatur aber insgesamt ist dieses Überzogene herrlich unterhaltsam. Mein heimlicher Favorit ist der wandlungsfähige Twingo.

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