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Veröffentlicht am 20.04.2025

Ein Haus und seine Bewohner

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Auf dem Cover des Buchs ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte zu sehen: Shelley House. In diesem altehrwürdigen Gebäude lebt Ms Darling bereits seit über 30 Jahren. Aus der Perspektive der Nachbarn ...

Auf dem Cover des Buchs ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte zu sehen: Shelley House. In diesem altehrwürdigen Gebäude lebt Ms Darling bereits seit über 30 Jahren. Aus der Perspektive der Nachbarn spioniert sie herum und mischt sich in alles ein. Aus ihrer Sicht hat sie ein Auge auf alles, was in Shelley House passiert, und sorgt für Ordnung und Sicherheit. Ein Tagebuch, in dem sie alle Ereignisse notiert, ist ihr ständiger Begleiter. Als alle Mieter unerwartet den Räumungsbefehl erhalten und kurz darauf ihr Nachbar Joseph schwer verletzt aufgefunden wird, muss sie sich mit dessen Untermieterin Kat zusammentun, um ihr geliebtes Zuhause zu retten.

Die Bewohner von Shelley House habe ich trotz oder gerade wegen ihrer Macken gleich ins Herz geschlossen. Es sind ganz unterschiedliche Charaktere, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und möglichst wenig miteinander zu tun haben möchten. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und die Details aus der Vergangenheit der Bewohner kommen nur nach und nach ans Licht. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Kat und Dorothy erzählt, der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Entwicklung der Figuren und der gut aufgebaute Spannungsbogen haben mir sehr gefallen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich auch Reggie, den Hund von Joseph. Er ist die erste Verbindung zwischen Kat und Dorothy.

Ich fand das Buch sehr spannend und unterhaltsam und kann es allen empfehlen, die Liebes- und Familiengeschichten mögen. Die schrulligen Bewohner von Shelley House haben mir ein paar vergnügliche Lesestunden beschert, in denen ich mit ihnen gelacht und geweint habe. Nicht alles ist so, wie es zunächst scheint und es lohnt sich, die Dinge zu hinterfragen und genau zu betrachten.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2025

Familienbande am Meer

Dünenküsse
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Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, passend zum Titel entführt es einen in die Dünen und ans Meer. Und auch beim Lesen kommt Urlaubsfeeling auf. Die Autorin beschreibt die Insel Nordsand sehr anschaulich ...

Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, passend zum Titel entführt es einen in die Dünen und ans Meer. Und auch beim Lesen kommt Urlaubsfeeling auf. Die Autorin beschreibt die Insel Nordsand sehr anschaulich und hat mir damit eine kleine Auszeit vom Alltag geschenkt. In der Geschichte geht es um Antonia, die mit ihrem Vater und ihrem Sohn Max einen Bauernhof bewirtschaftet. Max weiß nicht, dass der berühmte Sänger Nick Miller sein Vater ist. Und auch Nick weiß nicht, dass er einen Sohn hat. Als die Ernte nach einem Unwetter unbrauchbar ist und ihr dadurch das Geld für den dringend notwendigen Assistenzhund für ihren Sohn fehlt, sieht Antonia keinen anderen Ausweg, als Nick um Hilfe zu bitten.

Die Charaktere haben alle Ecken und Kanten und sind dadurch sehr authentisch. Da ist zum einen der Vater von Antonia, der mit ihr gemeinsam den Hof bewirtschaftet und seinen eigenen Kopf hat. Dann ist da Tristan, der für Max wie ein Vater und immer für Antonia da ist. Bei der Heuernte, die dem Regen zum Opfer fällt, zeigt sich, dass auch die Nachbarn und Freunde helfen, wenn Not am Mann ist. Ich fand es sehr schön, diese Gemeinschaft mitzuerleben und zu sehen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln. Natürlich hatte ich von Anfang an eine Vermutung, wer Antonias Herz erobern wird. Es war aber bis zum Schluss spannend, wer das Rennen machen wird.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Schade fand ich, dass teilweise kleinere Details nicht stimmig waren, wie z.B. unterschiedliche Monate für den Geburtstag von Max und das Einfahren des nassen Heus, diese Szene war leider sehr unrealistisch. Davon abgesehen hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich hatte ein paar schöne Lesestunden. Ich kann das Buch allen empfehlen, die Liebes- und Familiengeschichten mögen und über kleinere Unstimmigkeiten in der Handlung hinwegsehen können.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Auszeit in der Stadt, die niemals schläft

Acht (un)geplante Tage mit dir
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Die Freiheitsstatue auf dem Cover des Buchs lässt keinen Zweifel daran, wo die Geschichte spielt. Gemeinsam mit Hazel und Lukas geht die Reise nach New York. Eigentlich hat Milena die Reise gemeinsam mit ...

Die Freiheitsstatue auf dem Cover des Buchs lässt keinen Zweifel daran, wo die Geschichte spielt. Gemeinsam mit Hazel und Lukas geht die Reise nach New York. Eigentlich hat Milena die Reise gemeinsam mit ihrem Bruder gewonnen, aber da ihr im letzten Moment ein wichtiger Auftrag dazwischenkommt, übernimmt ihre Freundin Hazel den frei gewordenen Platz. Gemeinsam mit Hazel und Lukas kann man New York hautnah erleben. Die authentischen Beschreibungen der Schauplätze, die mit viel Liebe zum Detail verfasst sind, geben einem das Gefühl, dabei zu sein.

Leider bin ich mit den beiden Protagonisten nicht so recht warm geworden. Lukas ist durchorganisiert, er ist zum ersten Mal in New York und stresst sich mit dem Abarbeiten seiner Sightseeing-Liste. Hazel war schon öfter in der Stadt und möchte sich treiben lassen. Sie kann Lukas davon überzeugen, die Reise entspannter anzugehen und zeigt ihm ihren Lieblingsplatz Pebble Beach, den Strand der kichernden Kieselsteine. Nach und nach kommen sich die beiden näher und beschließen, eine gemeinsame Auszeit von ihrem Leben zu nehmen.

Zu Beginn haben mich die Entdeckungstouren durch die Stadt gut unterhalten, doch ungefähr ab der Hälfte des Buchs kam die Handlung ins Stocken. Die Gedanken der beiden Protagonisten wiederholen sich und es kommt keine richtige Spannung mehr auf. Obwohl die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Hazel und Lukas erzählt wird, konnte ich das Verhalten der beiden teilweise nicht nachvollziehen. Die Liebesgeschichte hat mich deshalb leider nicht überzeugt.

Wer gedanklich nach New York reisen und die Stadt, die niemals schläft, hautnah erleben möchte, wird an dem Buch seine Freude haben. An die Liebesgeschichte darf man aber keine zu großen Erwartungen haben.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Auf der Suche nach dem Happy End

Strandkorbbriefe
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Im Buch geht es um Merle, die bei einem Einsatz als Polizistin angeschossen wird und an den Folgen des Unfalls schwer zu knabbern hat. Als ein anonymer Liebesbrief im Krummhörner Wochenblatt erscheint, ...

Im Buch geht es um Merle, die bei einem Einsatz als Polizistin angeschossen wird und an den Folgen des Unfalls schwer zu knabbern hat. Als ein anonymer Liebesbrief im Krummhörner Wochenblatt erscheint, der genau auf sie passt, werden ihre Lebensgeister wieder geweckt und gemeinsam mit dem Redakteur Bastian begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Verehrer. Um diesen zu finden, muss sie sämtliche Männer, die sie irgendwann einmal geküsst hat, besuchen.

Das idyllische Cover des Buchs hat mich angesprochen, doch auch an den schönsten Schauplätzen passieren schlimme Dinge. Ich kannte Merle bereits aus Band 1 der Nordsee-Reihe und habe sie darin als taffe und akkurate Polizistin kennengelernt. Der Unfall hat sie nachhaltig verändert und ich fand es sehr spannend mitzuerleben, wie sie nach und nach zu ihrem früheren Ich zurückfindet, sich weiterentwickelt und dabei auch einiges über sich selbst lernt. Dadurch, dass die Ereignisse aus Merles Sicht erzählt werden, kann man ihre Entwicklung hautnah miterleben.

Im Fokus der Geschichte liegen vor allem die Familie von Merle und ihre gemeinsame Suche mit Bastian. Unter ihren Exfreunden befinden sich auch einige schräge Typen, diese Begegnungen hätten aus meiner Sicht noch etwas unterhaltsamer gestaltet werden können.

Auch wenn man den ersten Band nicht kennt, kann man der Geschichte problemlos folgen. Wichtige Ereignisse aus diesem werden kurz angeteasert und das Buch kann eigenständig gelesen werden. Um die Entwicklung von Merle besser nachvollziehen zu können ist es aber hilfreich, den ersten Band zu kennen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, dass wir Merle und Luisa in einem Folgeband nochmal treffen dürfen. Wer Liebesgeschichten mit Tiefgang mag, wird an dieser Geschichte seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Verliebt, verlobt, verheiratet?

Something Old, Someone New
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Der Titel verrät gleich, dass es im Buch um eine bevorstehende Hochzeit geht. Shea bekommt zur Verlobung von ihrem Freund John einen antiken Ring. Vier Dinge prägen ihr Leben: Sie ist mütterlicherseits ...

Der Titel verrät gleich, dass es im Buch um eine bevorstehende Hochzeit geht. Shea bekommt zur Verlobung von ihrem Freund John einen antiken Ring. Vier Dinge prägen ihr Leben: Sie ist mütterlicherseits zu 100 Prozent Italienerin, wenn sie in einem Film leben könnte, wäre es „Ein Herz und eine Krone“, sie hält extremen Reichtum für unmoralisch und sie ist abergläubisch, vor allem wenn es um vererbten oder Secondhand-Schmuck geht. Um das Karma des Rings zu ergründen, möchte sie herausfinden, wer den Ring vor ihr getragen hat und beginnt deshalb eine Reise durch verschiedene Länder.

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Shea geschrieben. Dadurch können die Leser ihre Reise hautnah miterleben, allerdings kommen aus meiner Sicht die Perspektiven der anderen Protagonisten zu kurz. Während der Reise wird Shea unter anderem von ihrer Schwester und vom Journalisten Graham begleitet und ich hätte gerne zwischendurch ihre Sicht der Dinge gelesen. Dadurch hätte das Buch mehr Tiefe bekommen.

Spontan in ein Flugzeug zu steigen, um die Geschichte eines Rings zu ergründen, ist sicher nicht alltäglich. Obwohl mir die Grundidee zusagt, ist bei der Umsetzung Luft nach oben. Auf den verschiedenen Stationen lernt Shea einiges über die Ehe, die Liebe und auch über sich selbst. Insgesamt ist die Vergangenheit des Rings im Verhältnis zum Aufwand, den Shea betreibt, aus meiner Sicht aber eher unspektakulär.

Während der Suche entwickelt Shea Gefühle für Graham, aber es ist fast bis zum Schluss offen, ob sie bei John bleibt oder in Graham ihren neuen Partner findet. Das hat mir gut gefallen, denn es baut Spannung auf, die ich ansonsten im Buch vermisst habe. Insgesamt hatte ich mir von der Geschichte mehr erwartet. Die Stationen der Reise werden nacheinander abgehakt und die Entscheidungen von Shea sind nicht immer nachvollziehbar. Sie richtet ihren Fokus hauptsächlich auf den Ring und seine Vergangenheit und ich bin mit ihr vielleicht auch deshalb nicht so recht warm geworden.

Wer eine Liebesgeschichte zum Entspannen für zwischendurch sucht, wird an diesem Buch seine Freude haben. Bei mir hat das Buch aber leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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