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Hunting down the Huntress"Hunting Down the Huntress" ist für mich bislang ganz klar das Highlight der "Prophecy of Destiny and Time"-Reihe. Sarah Baines widmet sich hier Nikaia, der Göttin der Jagd, und Onys, dem Gott des Wahnsinns ...
"Hunting Down the Huntress" ist für mich bislang ganz klar das Highlight der "Prophecy of Destiny and Time"-Reihe. Sarah Baines widmet sich hier Nikaia, der Göttin der Jagd, und Onys, dem Gott des Wahnsinns – und erschafft eine Geschichte, die ebenso verstörend wie berührend, ebenso wild wie überraschend zärtlich ist.
Was zunächst wie eine klassische Entführungsgeschichte wirkt, entpuppt sich schnell als vielschichtige Auseinandersetzung mit Legenden, Wahrheit und Perspektive. Die Gerüchte um Onys und Nikaia stehen im starken Kontrast zu dem, was sich zwischen den Seiten tatsächlich entfaltet. Gerade dieses Spiel mit Erwartung und Twist macht die Geschichte so faszinierend – besonders für Fans des hunter becomes the hunted-Tropes (wie mir haha), der hier schlicht perfekt umgesetzt ist.
Onys’ Reich ist eines der eindrucksvollsten Worldbuilding-Elemente der Reihe: surreal, schillernd, manchmal verstörend, aber voller Wärme und Akzeptanz. Der "Wahnsinn" wird nicht als Chaos, sondern als alternative Ordnung erzählt – als ein Ort, an dem das Anderssein endlich Raum bekommt. Das ist mutig, poetisch und erstaunlich philosophisch.
Die Dynamik zwischen Nikaia und Onys lebt von Spannung, Machtverschiebung und emotionaler Tiefe. Ihre Entwicklung – von Angst und Misstrauen hin zu Verständnis, Nähe und echter Verbundenheit – fühlt sich intensiv, aber glaubwürdig an. Die Romance ist düster, aufgeladen und dennoch von Respekt getragen.
Sarah Baines verbindet hier gekonnt Romance, Mythologie, Intrigen, Action und eine klare emotionale Botschaft. "Hunting Down the Huntress" hat mich gefordert, verwirrt, berührt und begeistert – und genau deshalb ist es mein bisheriger Lieblingsband der Reihe.
Ein absolutes Must-Read für alle, die düstere Fantasy Romance mit Tiefe lieben.