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Veröffentlicht am 10.04.2020

Zu Beginn etwas zäh. Neben der Liebesgeschichte steht die Versöhnung mit der Vergangenheit im Vordergrund. Rom gibt einen schönen, kulturellen Rahmen

Only you – Alles beginnt in Rom
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Letty studiert Latein und Griechisch an der Universität in Oxford. Nach schrecklichen Ereignissen nimmt sie sich eine Auszeit und belegt einen Italienischkurs in Rom, wo sie Alf kennenlernt. Er ist ebenfalls ...

Letty studiert Latein und Griechisch an der Universität in Oxford. Nach schrecklichen Ereignissen nimmt sie sich eine Auszeit und belegt einen Italienischkurs in Rom, wo sie Alf kennenlernt. Er ist ebenfalls aus England und nach der nicht bestandenen Abiturprüfung nach Rom gegangen, wo er sich als Fremdenführer durchschlägt.
Als verliebt sich in die zurückhaltende Letty, die mit ihrer direkten, aber gleichzeitig unbeholfenen Art etwas neurotisch auf ihn wirkt. Mit viel Charme und ihrer beider Leidenschaft für das Tanzen kann er Lettys Herz erobern. Sie verbringen wunderbare Tage und entdecken Rom gemeinsam, bis Letty von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und verzweifelt aus Rom, aber auch vor Alf flüchtet. Dieser gibt sich die Schuld am Ende ihrer Liebe und weiß nicht, dass noch viel mehr hinter Lettys kopfloser Flucht steckt.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Letty und Alf erzählt. Die Geschichte entwickelt sich sehr gemächlich bis es zu einer Annäherung der beiden Engländer in der ewigen Stadt kommt. Sodann beginnt auch für den Leser eine Reise durch Rom, bei der man gemeinsam mit den beiden Verliebten die Stadt kulinarisch und kulturell entdeckt.
Vor allem Letty fällt es schwer, Alf ihr Vertrauen zu schenken und sich auf die Liebe einzulassen. Man spürt, dass sie traumatisiert ist, vor ihrer Vergangenheit wegläuft und diese vor Alf zu verbergen versucht. Sie schämt sich für ihre Vergangenheit und hat Angst, dass Alf sie verurteilt und ist überzeugt, dass er sie nicht mehr lieben könnte, wenn er alles über sie wüsste.
Aber auch Alf ist nicht ganz ehrlich zu Letty, was sie in Rom letztlich entzweit. Letty kehrt nach London zu ihrer Mutter zurück, während Alf nach Blackpool geht, um in der Tanzschule seiner Familie auszuhelfen.
In der Hoffnung auf ein Happy End fragt man sich, ob es beide schaffen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, den Mut haben, Fehler einzugestehen, um den Weg frei eine Zukunft ohne Angst und Schuld zu haben und ihrer Liebe letztlich eine Chance geben zu können.

"Only you - Alles begann in Rom" ist ein Roman, der mit dem Beginn an der Sprachschule etwas zäh ist und mich erst ab der zweiten Hälfte, als man mehr über die Vergangenheit der Protagonisten erfahren konnte, packte. Trotz der romantischen Kulisse in Rom ist es keine unbeschwerte Liebesgeschichte, die erzählt wird. Es ist eine Geschichte voller Geheimnisse und unausgesprochener Wahrheiten, der durch Tanz, Ballett, Oper und Literatur ein kultureller Rahmen gesetzt wird, der für das Setting in Rom und die Charaktere passend ist. Durch eine Rückblende in beiden Perspektiven wenige Monate zuvor offenbaren sich die Geheimnisse für den Leser und zeigen, welche Ereignisse dazu geführt haben, dass Letty und Alf in Rom gelandet sind. Dabei werden ihre beiden Geschichten nicht nur durch die Liebe miteinander verbunden, sondern auch durch überraschende gemeinsame Bekannte - eine Verbindung, die beide nicht erahnen konnten. Neben der Aufarbeitung der Vergangenheit und der Liebe zu einander, sind es auch ihre beiden schwierigen Familienverhältnisse, die dem Roman noch mehr Tiefe verleihen.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Romantische Komödie, die trotz eines wenig überraschenden Handlungsverlaufs abwechslungsreich und sehr unterhaltsam geschrieben ist

Verliebt in deine schönsten Seiten
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January Andrews ist Autorin von zwei Liebesroman-Bestsellern und leidet nach der Trennung von ihrem Freund unter einer Schreibblockade. Unter Druck das Manuskript für ihren neuen Liebesroman abgegeben ...

January Andrews ist Autorin von zwei Liebesroman-Bestsellern und leidet nach der Trennung von ihrem Freund unter einer Schreibblockade. Unter Druck das Manuskript für ihren neuen Liebesroman abgegeben zu müssen, zieht sie sich in das Strandhaus ihres verstorbenen Vaters zurück, um in Ruhe zu schreiben. Schon am ersten Abend gerät sie mit ihrem Nachbarn in Konflikt, als dieser eine laute Party feiert. Zu Januarys Entsetzen ist es der ihr nicht ganz unbekannte Augustus Everett, ebenfalls Autor, mit dem sie zusammen an der Universität ein Schreibseminar besucht hatte. Auch er leidet unter einer Schreibblockade.
Da beide davon überzeugt sind, dass es ein Leichtes ist, ein Roman im jeweiligen Genre des anderen zu schreiben, schließen sie eine Wette ab: Gus schreibt einen Liebesroman, während January ein literarisches Werk verfassen soll.
Während die beiden an ihren Romanen arbeiten, verbringen sie immer mehr Zeit gemeinsam, um bei dem anderen für Inspiration zu sorgen. Gus berichtet January dabei von seinen Recherchen zu einer Sekte, die in der Umgebung ihr Unwesen trieb, während January für typische Dating-Situationen sorgt. Bei beiden löst sich die Schreibblockade und schon bald sind sie sich so nahe gekommen, dass sie aufpassen müssen, sich nicht gegenseitig zu sehr vom Schreiben abzulenken.

"Verliebt in deine schönsten Seiten" ist eine romantische Komödie, die trotz eines wenig überraschenden Handlungsverlaufs abwechslungsreich und sehr unterhaltsam geschrieben ist.
Der Schreibstil ist erfrischend witzig, was sich vor allem in den schlagfertigen Dialogen zwischen den anfänglichen Kontrahenten zeigt.

Es handelt sich nicht um eine Liebesgeschichte mit einem unentschlossenen Hin und Her oder Missverständnissen zwischen den Charakteren. Eine Anziehung zwischen January und Andrew ist abgesehen von einem etwas unglücklichen Start von Anbeginn spürbar, denn ganz so unterschiedlich wie die beiden meinen, sind sie nicht. Beide sind sensible Menschen, die enttäuschende Erfahrungen gesammelt haben und zurückgezogen einen Neustart wagen wollten. Dabei helfen sie sich gegenseitig nicht nur beim Verfassen ihrer neuen Romane, sondern schaffen es, auch die Dämonen der Vergangenheit zu bewältigen.
Die Liebe entwickelt sich allmählich und deshalb umso glaubhafter, da sowohl January als auch Gus Zeit brauchen, sich für den anderen zu öffnen.
Und so zeigt sich, dass sich Autoren nicht in eine Schublade stecken lassen und vor allem weibliche Autoren sich nicht hinter dem Klischee substanzloser Liebesromane verstecken müssen.

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Veröffentlicht am 08.04.2020

Roman mit authentischen Charakteren über Verlust, Trauer, Neid und Besessenheit, der lebendig und empathisch geschrieben ist

Der Klang des Herzens
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Laura und Matt McCarthy haben sich in den letzten Jahren um den bettlägrigen Samuel Pottisworth gekümmert. Insbesondere Laura litt unter den Erniedrigungen des alten Mannes, der sich zum eigenen Vergnügen ...

Laura und Matt McCarthy haben sich in den letzten Jahren um den bettlägrigen Samuel Pottisworth gekümmert. Insbesondere Laura litt unter den Erniedrigungen des alten Mannes, der sich zum eigenen Vergnügen gebrechlicher machte, als er war. Die McCarthys hofften, durch ihre aufopferungswürdige Hingabe am Ende die Erben des benachbarten Anwesens mit dem Spanischen Haus zu sein.
Als Mister Pottisworth stirbt, erbt überraschend die einzige verbliebene Angehörige, Isabel Delancey, das Haus in Norfolk. Sie hat vor Kurzem ihrem Mann durch einen Unfall verloren, der sie und die Kinder mit einem Schuldenberg in London zurückließ. Da die Konzertgeigerin es nicht über ihr Herz bringt ihr geliebtes Instrument zu verkaufen, sieht sie sich gezwungen, mit ihren Kindern aufs Land zu ziehen - ohne zu wissen, was sie in dem Spanischen Haus erwarten wird.

Die Geschichte handelt von einer Reihe von Charakteren, die mit dem Spanischen Haus verbunden sind. Die Perspektiven wechseln dabei häufig, was allerdings nicht verwirrend ist, sondern die unterschiedliche Motivlage und Gefühle für das Haus und die Bewohner jedes einzelnen darlegt. Dabei gibt es Personen, die dem Leser ans Herz wachsen und Personen, denen man ablehnend gegenüber steht, aber letztlich sind diese so vielschichtig gestaltet, dass man sie nicht pauschal in Gut und Böse einteilen kann. Selbst für die offenbar gierigen Erben kann man Verständnis aufbringen.

Das Buch ist - wie von Jojo Moyes gewohnt - sehr lebendig und empathisch geschrieben. Die Geschichte ist trotz ihrer Vorhersehbarkeit unterhaltsam, auch wenn die Beschreibungen der Renovierung des Hauses kürzer gefasst hätten sein können.

Es ist ein Roman über Verlust, Trauer, Neid und Besessenheit. Während zu Beginn der Kampf um das renovierungsbedürftige Haus im Vordergrund steht, entwickelt sich der Roman um die authentisch gestalteten Charaktere weiter hin zu einem Familiendrama mit romantischen Anteilen. Dabei macht Isabel die größten Fortschritte und entwickelt sich von einer unselbstständigen, naiven Frau, die in ihrer eigenen (Musik-)welt lebt zu einer Frau, die sich die Hände schmutzig machen kann und gewinnt an Selbstvertrauen. Besonders schön ist auch zu lesen, wie sich die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Isabels verstummten Sohn Thierry und dem etwas geheimnisvollen Bauhelfer Byron entwickelt und damit auch das Herz von Isabel öffnet.

"Der Klag des Herzens" ist kein neuer Roman der Bestsellerautorin, sondern bereits mit dem gleichen Titel 2010 im Goldmann-Verlag erschienen und wurde nun überarbeitet neu bei Rowohlt aufgelegt.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Aufarbeitung eines aktuellen und brisanten Themas in Zeiten von #metoo-Debatten - die Handlung als Roman jedoch eher zäh und erst recht kein Thriller

Whisper Network
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Als der CEO der Firma Truviv, Desmond Bankole, stirbt, wird Ames Garrett, der Chefjurist, als sein Nachfolger gehandelt. Sloane, Ardie und Grace arbeiten seit Jahren als Justiziare bei der Firma und haben ...

Als der CEO der Firma Truviv, Desmond Bankole, stirbt, wird Ames Garrett, der Chefjurist, als sein Nachfolger gehandelt. Sloane, Ardie und Grace arbeiten seit Jahren als Justiziare bei der Firma und haben unterschiedliche Erfahrungen mit Ames gesammelt. Er ist ein schwieriger Mann, um den sich Gerüchte ranken, die von den Firmenleitung ignoriert werden. Mit der drohenden Beförderung von Ames würde ihm eine unkontrollierbare Macht einräumen, was in den Augen der Frauen verhindert werden muss. Als dann auch noch Katherine, eine neu eingestellte Harvard-Absolventin von Ames sexuell belästigt wird, beschließen sie etwas zu unternehmen. Sloane, die mit Ames vor Jahren eine Affäre hatte, setzt ihn anonym auf die BAD-Liste, eine Liste der "Begrapscher aus Dallas", vor denen gewarnt wird. Welche Folgen diese öffentliche Diffamierung haben würde, haben die Frauen zu dem Zeitpunkt nicht geahnt.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive der Frauen geschildert, die bei Truviv arbeiten. Grace ist eine junge Mutter, die sich vor ihrer Mutterrolle in die Arbeit flüchtet, Sloane kämpft für ihre Tochter Abigail, die in der Schule gemobbt wird, Ardie ist frisch geschieden und Mutter eines vier jährigen Sohnes. Rosalita arbeitet als Reinigungskraft bei Truviv und kennt die Angestellten durch ihre Beobachtungsgabe.

Die Kapitel aus der Sicht der Frauen werden durch Befragungen und Zeugenaussagen unterbrochen, die belegen, dass Ames nicht nur Täter, sondern auch Opfer ist. Die Aussagen der Frauen werden von der Polizei dabei äußerst kritisch betrachtet. Als Leser hat man das Gefühl, dass die Beschuldigung der sexuellen Übergriffe in der Firma nicht ernst genommen würden. Auch weitere Stimmen, die in der Öffentlichkeit inbesondere von Männern laut werden, sprechen von willkürlichen Anschuldigungen ohne Beweise. Diese Zwischensequenzen sorgen für Spannung, da scheinbar jeder etwas zu verbergen hat und man nicht genau weiß, was am Ende mit Ames passiert ist.

Der Roman beschreibt in Zeiten der #metoo-Debatte ein aktuelles und sehr brisantes Thema. Die Charaktere wirken dabei sehr authentisch, insbesondere die Frauen, die neben ihrem Beruf unterschiedliche Rollen erfüllen müssen, werden lebensnah dargestellt.
Er handelt von Solidarität unter Frauen, von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch von der Ohnmacht, in Strukturen eingebunden zu sein, in denen man als Angestellte und Frau kaum eine Möglichkeit hat, sich zu wehren, ohne seine Karriere oder gar den Arbeitsplatz zu gefährden. Das Buch ist ein Appell mutig zu sein und aufzuhören, hinter vorgehaltener Hand zu flüstern, sondern den Mund aufzumachen - unabhängig davon, ob man selbst unmittelbar betroffen ist oder Übergriffe beobachtet.

Der Roman erinnerte mich vom Aufbau, Schreibstil und dem Setting in der gut betuchten amerikanischen Gesellschaft an "Big Little Lies". "Whisper Network" liest sich jedoch etwas zäh und wird erst zum Ende hin spannend. Als Thriller wie die "New York Times" ihn an preist, würde ich den Roman allerdings nicht bezeichnen.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Roman über schwierige Familienverhältnisse, Geheimnisse und Aberglaube - Mischung aus Wahnsinn, Rachegelüsten, schwarzer Magie und Krimi

Das geheime Kapitel
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Anna ist unglücklich mit Johann verheiratet, der von Monogamie nichts hält. Sie ist nur mit ihm verheiratet, da ihr als ungelernte Kraft ohne eigene Familie in dem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz ...

Anna ist unglücklich mit Johann verheiratet, der von Monogamie nichts hält. Sie ist nur mit ihm verheiratet, da ihr als ungelernte Kraft ohne eigene Familie in dem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz keine andere Perspektive bleibt. Zudem wohnt und arbeitet sie gerne auf dem Hof, auf dem sie als Enkelin der Haushaltshilfe aufgewachsen ist.
Als die Geliebte ihres Mannes, Silke, bei ihnen einzieht, verführt sie Anna mit dem Zauberbuch auf dem Dachboden zu experimentieren und plötzlich häufen sich die Todesfälle auf dem Spindelhof.

Der Roman ist sowohl aus der Perspektive von Anna als auch aus der Sicht von Silke geschrieben. Die Kapitel sind wie der ganze Roman kurz, was einen schnellen Wechsel der Perspektiven zur Folge hat. Gerade am Anfang bereitet dies Schwierigkeiten, eine Übersicht über die handelnden Personen zu behalten, zumal auch noch Rückblenden in die Vergangenheit erfolgen.

Obwohl man die Gedankengänge von Anna und Silke eintauchen kann, bleiben beide Frauen undurchsichtig und ihre Handlungen undurchschaubar. Beide hatten eine unglückliche Kindheit und haben traumatische Erfahrungen gemacht, scheinen diese aber verdrängt und nicht verarbeitet zu haben. Auf beiden lasten Geheimnisse, die sich nur sehr zögerlich offenbaren.
Als Leser fällt es schwer einzuschätzen, wer hier gut oder böse ist und welche Absichten verfolgt werden. Einzig die Männer werden sehr platt als einfältig, stupide und triebgesteuert dargestellt, was mir zu einseitig war.
Von dem mysteriösen Zauberbuch hatte ich mir ein wenig mehr Spannung für den Verlauf der Geschichte erhofft.

"Das geheime Kapitel" ist ein Roman über schwierige Familienverhältnisse, über Geheimnisse und Aberglaube, der viele Wendungen enthält und am Ende alle offenen Erzählstränge zusammenführt. Dennoch konnte ich mit den wenig einnehmenden Charakteren nicht mitfiebern und mich die Mischung aus Wahnsinn, Rachegelüsten, schwarzer Magie und Kriminalgeschichte nicht überzeugen.

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