Ein Highlight und viel mehr als ein Thriller/Krimi
Die Geschichte, die Liz Moore hier erzählt und mit der sie an die vielen Drogentoten in Philadelphia insbesondere im Stadtteil Kensington erinnern möchte, hat viele Krimielemente, ist aber auch ein Gesellschaftsportrait ...
Die Geschichte, die Liz Moore hier erzählt und mit der sie an die vielen Drogentoten in Philadelphia insbesondere im Stadtteil Kensington erinnern möchte, hat viele Krimielemente, ist aber auch ein Gesellschaftsportrait und eine dramatische Familiengeschichte.
Protagonistin Michaela ( Mickey) ist Streifenpolizistin in diesem gefährlichen Drogenviertel in Philadelphia und hält bei ihren Schichten immer Ausschau nach ihrer jüngeren Schwester Kacey, mit der sie seit 5 Jahren nicht mehr gesprochen hat und die plötzlich verschwunden ist. Mickey macht sich Sorgen um die drogenabhängige Kacey, riskiert bei ihrer Suche ihren Job und bringt sich zudem immer mehr selbst in Gefahr, als sie beginnt Grenzen zu überschreiten.
Zugegeben, ich hatte zunächst Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu finden, aber dann hat dieser Roman einen solchen Sog entwickelt, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen konnte.
Die Autorin schreibt authentisch und fesselnd und voller emotionaler Wärme und Tiefe.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer weiblichen Leiche, von der zunächst vermutet wird, sie ist ein weiteres Drogenopfer, gestorben an einer Überdosis. Doch dann stellt sich heraus, dass es wohl Mord war und recht bald ist zu befürchten, dass sich ein Serienmörder in diesem Viertel junge abhängige Frauen als Opfer sucht.
Im Gegensatz zu anderen Thrillern und Krimis wurde der Hauptfokus dieser Geschichte nicht auf den Kriminalfall gelegt, sondern ganz klar auf die persönliche Situation der Protagonistin, sowie auf deren Beziehungen zu ihrer Schwester, ihren Angehörigen und ihren Kollegen. Das fand ich sehr besonders,und es macht die Geschichte so authentisch und auch hochemotional. Denn es geht um Liebe, immer wieder zerstörte Hoffnungen und ums Verzeihen.
Ich fand das Buch ganz großartig, obwohl ich am Anfang nie gedacht hätte, dass es sich zu einem Highlight entwickeln würde. Es war mein erstes Buch der Autorin Liz Moore und ganz sicher nicht mein Letztes.