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Veröffentlicht am 17.02.2026

Spannende Kombination aus Polizeiarbeit und Psychothriller - wendungsreich durch wechselnde Verdächtige und falsche Fährten

Verdacht - Drei Frauen. Zwei Opfer. Ein mörderischer Plan.
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Natalie leidet unter Aussetzern seitdem sie nach langer Zeit wieder einen Brief erhalten hat, in dem sie als Lügnerin beschimpft wird. Die temporären Erinnerungslücken sind das Symptom einer Posttraumatischen ...

Natalie leidet unter Aussetzern seitdem sie nach langer Zeit wieder einen Brief erhalten hat, in dem sie als Lügnerin beschimpft wird. Die temporären Erinnerungslücken sind das Symptom einer Posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch eine Vergewaltigung, für die der Täter nicht bestraft wurde. Ihr Ehemann war stets rücksichtsvoll an ihrer Seite und wird nun selbst beschuldigt, eine Kollegin vergewaltigt zu haben. DI Helen Stratton hat ebenfalls ein Trauma erlitten. Ihre ältere Schwester verschwand als Teenager spurlos. Die unzureichenden Ermittlungen der Polizei waren ausschlaggebend für Helens Berufswahl. Sie möchte Gerechtigkeit für all die Opfer erlangen. Auch Jahrzehnte später ist sie auf der Suche nach Karen und wird bei jeder aufgefundenen Frauenleiche hellhörig. Der Roman wird abwechselnd aus den zwei Ich-Perspektiven der beiden Hauptfiguren Natalie und Helen erzählt. Die Übergänge sind durch die dichte, temporeiche Handlung fließend und die Erzählstimmen durch die individuelle Charakterisierung deutlich unterscheidbar. Sowohl Natalies als auch Helens Verhalten in der Gegenwart sind von den Erlebnissen der Vergangenheit geprägt. Beide sind belastet und problembehaftet. Nach einer Vorstellung der Charaktere in ihren Lebenssituationen setzt die Spannung spätestens mit dem Leichenfund von Alice ein und bleibt kontinuierlich hoch. Mit Natalies Ehemann ist ein Täter schnell gefunden, denn alle Indizien sprechen gegen ihn. Gleichzeitig ist klar, dass die Aufklärung nicht so einfach sein kann und dass die Tat mit den hinterlassenen Spuren aufwändig inszeniert wurde. Der Untertitel "Drei Frauen. Zwei Opfer. Ein mörderischer Plan" verrät diesbezüglich schon fast zu viel. Dennoch bleibt die Spannung durch zahlreiche Wendungen, wechselnde Verdächtige und falsche Fährten auf einem konstant hohen Niveau. Als Leser ist man unaufhörlich eingeladen zu spekulieren und kann gleichzeitig niemandem trauen. Insbesondere Natalies Perspektive erscheint durch ihre Blackouts nicht verlässlich und trägt zur Irreführung bei. Die Kombination aus Polizeiarbeit und Psychothriller ist gelungen und lässt hoffen, dass es sich bei "Verdacht" um den Auftaktband einer neuen Buchreihe um DI Helen Stratton handelt, der aufgrund ihres persönlichen Hintergrunds die Gerechtigkeit für die Opfer der Verbrechen besonders am Herzen liegt.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Mörderisches und wendungsreiches Katz-und-Maus-Spiel um Verrat, Manipulation und Rache

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia lebt nach dem Tod ihrer Mutter in einem WG-Zimmer und hält sich finanziell mit Online-Nachhilfe über Wasser. Die WG dient weitestgehend als reine Meldeadresse, denn Cecilia ist nach der Empfehlung ...

Cecilia lebt nach dem Tod ihrer Mutter in einem WG-Zimmer und hält sich finanziell mit Online-Nachhilfe über Wasser. Die WG dient weitestgehend als reine Meldeadresse, denn Cecilia ist nach der Empfehlung einer Freundin auf den Geschmack des Housesittings gekommen. Sie flüchtet sich damit in Häuser der Schönen und Reichen und schlüpft gleichzeitig ungehemmt in andere Rollen. Bei einem ihrer Aufträge lernt sie Johannes Waldner kennen, der nach dem Tod seines Vaters dessen lukrative Firma übernommen hat.
Als Cecilia eines der Häuser der Familie auf einer Privatinsel in der Ostsee betreuen soll, nutzt sie die Gelegenheit, Johannes mit ihren Freunden bekannt zu machen. Während Cecilia in der ersten Nacht allein in dem Haus Geräusche hört, sich unbehaglich und beobachtet fühlt, ahnt niemand, was sie mit der Einladung ihrer Freunde auf die Insel auslösen wird.

Der Roman wird wechselnd aus den Perspektiven von Cecilia, Johannes und ihrem besten Freund Nick erzählt. Zahlreiche Rückblenden in die Vergangenheit ergänzen die gegenwärtige Handlung und offenbaren allmählich dunkle Geheimnisse und was die Charaktere untereinander verbindet.

Raffiniert wird eine Ereigniskette aufgebaut, deren Auswirkung anfangs nicht zu erahnen ist. Die Folgen einer Tat wiegen schwer und lassen die Rollen von Opfern und Tätern verschwimmen. Frühzeitig ist klar, dass jeder Protagonist seine eigene Agenda verfolgt und sie sich gegenseitig nicht über den Weg trauen. Es geht um Verrat, Manipulation und Rache.

Das Setting auf einer entlegenen Insel, auf der ein Sturm aufzieht und von der kein Entkommen möglich ist, trägt zur Bedrohungslage bei und unterstützt das Gefühl des Ausgeliefertseins. Schon durch den Prolog ist klar, dass am Ende nicht alle überleben werden.

Der Thriller setzt auf ein mörderisches und wendungsreiches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem selbst Freunde zu Feinden werden. Die Handlung ist spannend aufgebaut, auch wenn die Gegenwart zunächst weitschweifig erzählt wird. Insbesondere die Sexszenen, die in Teilen sogar aus doppelter Sicht erzählt werden, erfüllen keinen Zweck und sind aufgrund der vulgären Wortwahl unschön unpassend.

Die Motive für die Taten der Protagonisten sind schlüssig, jedoch erscheint oftmals zu konstruiert, wie sie sich gegenseitig auf die Schliche kommen, Beweismittel für die eigene Schuld aufbewahrt werden, Dinge aufgedeckt werden, die perfekt versteckt waren und instinktiv die richtigen Schlüsse gezogen werden.

Trotz einzelner Kritikpunkte überzeugt am Ende das böse Finale, das einem Thriller würdig ist.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Fesselndes, wendungsreiches Familiendrama mit überraschenden Enthüllungen und tödlichen Geheimnissen

DIE TOCHTER. Du dachtest, niemand würde es je erfahren
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Nach der Beisetzung ihres Vaters erfährt Hazel überraschend, dass er ihr sein Haus am See vermacht hat, obwohl sie der Kleinstadt Mirror Lake im Gegensatz zu ihren beiden Brüdern, die beruflich in die ...

Nach der Beisetzung ihres Vaters erfährt Hazel überraschend, dass er ihr sein Haus am See vermacht hat, obwohl sie der Kleinstadt Mirror Lake im Gegensatz zu ihren beiden Brüdern, die beruflich in die Fußstapfen des angesehenen Detectives getreten sind, den Rücken gekehrt hatte.
Es ist Mai und hat seit Wochen nicht mehr geregnet. Der See verdunstet allmählich und offenbart, was unter der Oberfläche liegt. So werden kurz hintereinander zwei Fahrzeuge gefunden, die offenbar vor Jahren darin versenkt wurden.
Hazel wird mit Erinnerungen konfrontiert und sieht das Erbe als Aufforderung ihres Vaters herauszufinden, was mit ihrer Mutter geschah, die vor 13 Jahren ohne ein Wort mit dem Barvermögen der Familie verschwand.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Hazel geschrieben, die an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurückkehrt, wo ihre Mutter sie einst zurückgelassen hatte. Als Alleinerbin des Hauses zieht sie den Unmut ihrer Brüder auf sich und auch darüber hinaus fühlt sich Hazel als Tochter einer Kriminellen in der Kleinstadt nicht willkommen.
Doch Hazel bleibt, denn immer mehr erhält sie das Gefühl, dass es eine andere Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter gibt. Zudem ereignen sich merkwürdige Dinge, so dass sich Hazel in ihrem Elternhaus nicht sicher fühlt. In der Kleinstadt wird in Häusern eingebrochen und weitere Menschen verschwinden.

Die Geschichte ist von Misstrauen, Geheimnissen und einer lauernden Gefahr geprägt. Hazel findet Dinge heraus, die sie beunruhigen, forscht weiter nach und stößt auf Widerstand. Dazu kommt das Gefühl des Beobachtetseins und einer Warnung, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Auch die Situation in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und in der ausgerechnet im Umfeld der Polizistenfamilie Menschen verschwinden, trägt zu einer beklemmenden Atmosphäre bei.

Wie die Loyalitäten verteilt sind und wie die aktuellen Geschehnisse mit vergangenen Taten in einem Zusammenhang stehen, sorgt für anhaltende Spannung, wobei diese in einem weiten Bogen sehr langsam aufgebaut wird. Es ist kein temporeicher Thriller, der Nervenkitzel verursacht, aber ein fesselndes, wendungsreiches Familiendrama mit überraschenden Enthüllungen und tödlichen Geheimnissen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Unblutiger Thriller, der zeigt, dass die Vergangenheit niemals ruht und Schuld nicht verjährt - mit bösem Ende

Sturmmeer
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Die 22-jährige Ella ist frisch verliebt und wird von ihrem Freund Jan zu einem Segelausflug auf der Nordsee eingeladen. Nach einem weinseligen Picknick an Bord ist Jan verschwunden und Ella allein auf ...

Die 22-jährige Ella ist frisch verliebt und wird von ihrem Freund Jan zu einem Segelausflug auf der Nordsee eingeladen. Nach einem weinseligen Picknick an Bord ist Jan verschwunden und Ella allein auf dem Meer. Sie wird von Kameras überwacht und darüber informiert, dass sie entführt wurde. Ein Sturm zieht auf und Ella weiß sich nicht zu helfen, da alle Geräte an Bord ausgefallen sind.
Währenddessen wird ihr Vater, der sich ohnehin schon immer Sorgen um seine älteste Tochter gemacht hat, die als junges Mädchen an Diabetes erkrankt ist, um eine halbe Million Euro erpresst.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Schwestern Ella und Vicky, ihrem Vater Gregor und seinem ehemaligen Studenten Leander geschildert. Leander möchte sich an dem angesehenen Universitätsprofessor rächen und ist offenbar bestens über dessen Vermögenswerte informiert. Gregor selbst hat Angst um ein Geheimnis, das der Grund der Entführung seiner Tochter sein könnte und auch Vicky plagt nach dem Tod ihrer Mutter ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrer Familie.

Für Spannung sorgen Ellas lebensgefährliche Situation auf hoher See, aber noch viel mehr die Geheimnisse, die es innerhalb der Familie Weber schwelen und was der Entführer Ellas darüber weiß.

Die Kapitel sind kurz, die Wechsel der Perspektiven entsprechend zügig, so dass sich allmählich die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen. Die Protagonisten sind in einem Albtraum gefangen und bangen um Ellas Leben. Während sie kaum wissen, wie ihnen geschieht, offenbaren sich schrittweise die Geheimnisse, die sie bergen.

Es ist ein unblutiger Thriller mit einem Fokus auf den Inneneinsichten der Figuren, der kurzweilig geschrieben ist. Geprägt von Angst und Schuldgefühlen gilt es, sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Die Motive der Charaktere sind nachvollziehbar und das Szenario authentisch.
"Sturmmeer" zeigt, dass die Vergangenheit niemals ruht, Schuld nicht verjährt und selbst in vertrauten Personen ein Hauch Böses steckt.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Dramatische Geschichte über Schwesternschaft, die sich zu einem Psychothriller entwickelt

Die Insel meiner Schwester
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Mirjam hat ihre Halbschwester Nia erst im Alter von 14 Jahren kennengelernt und trotz der schwierigen familiären Konstellation sofort Freundschaft mit ihr geschlossen. Unstimmigkeiten ergaben sich nur, ...

Mirjam hat ihre Halbschwester Nia erst im Alter von 14 Jahren kennengelernt und trotz der schwierigen familiären Konstellation sofort Freundschaft mit ihr geschlossen. Unstimmigkeiten ergaben sich nur, wenn sich Nia wiederholt in die falschen Männer verliebte. Inzwischen ist Nia mit Konrad verheiratet und hat bereits mehrfach versucht, ihren Ehemann zu verlassen. Als Nia das letzte Mal zu ihm zurückgekehrt ist, kam es zum Zerwürfnis zwischen den beiden Schwestern.
Ein Jahr später meldet sich Nia bei Mirjam, die gerade frisch von ihrem langjährigen Partner getrennt ist, um sie zu ihrem 40. Geburtstag einzuladen. Sie möchte auf der Schäreninsel feiern, wo sie in ihrer Kindheit und Jugend die Sommer verbracht haben. Nia verspricht einen reinen Mädelsabend, doch Mirjam ist schon vor der Anreise skeptisch und ahnt nicht, was sie tatsächlich vor Ort erwarten wird.

Der Roman wird aus der Perspektive von Mirjam geschildert, die überraschend nach zehn Jahren Beziehung von ihrem Freund für eine andere Frau verlassen wurde. Sie ist zutiefst verletzt und deshalb froh, als sich ihr langjährige Vertraute Nia bei ihr meldet, zu der der Kontakt nach einem Streit über ihren Mann abgebrochen war. Nia steckt in einer toxischen Ehe fest und schafft es nicht, Hilfe anzunehmen.

Neben der gegenwärtigen Handlung gibt es innerhalb der Kapitel zahlreiche Rückblenden in die Jugend Mirjams mit einem Schwerpunkt auf dem Verhältnis zu Nia.
Nia hat Mirjam zu mehr Selbstvertrauen verholfen, die sich selbst als unscheinbar empfunden hatte, hat sich selbst hingegen in ihren Liebesbeziehungen ausnutzen und unterdrücken lassen.

Das Szenario auf der Insel, wenn der Sturm aufzieht, gleicht einem Psychothriller. Eine bedrohliche Atmosphäre ist von Anbeginn vorhanden und spürbar, dass die Situation jederzeit eskalieren könnte. Schon bei der Ankunft auf der Insel wird Mirjam vor den Kopf gestoßen und nach einer Wende läuft die Situation komplett aus dem Ruder.
Spannung wird dabei sukzessive aufgebaut, wobei es am Tag der Geburtstagsfeier bis auf die Rückblenden keine neuen Impulse gibt und der gewaltsame Showdown arg in die Länge gezogen wird.

Es ist eine dramatische Geschichte über zwei "Frestern", die innig verbunden sind, durch ungute Beziehungen aber Distanz zu einander schaffen. Das Thema häusliche Gewalt prägt die Handlung, auch wenn es durch die einseitige Perspektive hintergründig bleibt.
Im Kern geht es um Schwesternschaft, bedingungslose Liebe und welche Opfer diese fordert. Dass das Ende dann keinen Neuanfang bedeutet, ist tragisch und nach all den Anstrengungen nur bedingt nachvollziehbar.

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