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Veröffentlicht am 02.04.2023

Brisanter Kriminalfall, originelle Figuren mit undurchsichtiger Vergangenheit und ein Bezug zu medienwirksamen, tagespolitischen Themen - gelungener Reihenauftakt

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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An einem verschneiten Wintertag in Berlin ereignet sich ein Auffahrunfall. Der Fahrer des Kleinlasters flieht, auf der Ladefläche wird die Leiche einer Frau gefunden, auf dem Körper die Adresse des deutschen ...

An einem verschneiten Wintertag in Berlin ereignet sich ein Auffahrunfall. Der Fahrer des Kleinlasters flieht, auf der Ladefläche wird die Leiche einer Frau gefunden, auf dem Körper die Adresse des deutschen Bundeskanzlers Henrik Westphals. Er möchte sich nur von Artur Mayer, einem suspendierten Kriminalkommissar, befragen lassen, weshalb dieser wieder in den Dienst tritt. An seine Seite wird die junge Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski gestellt, die sich von Arts schroffer und unkooperativer Art nicht einschüchtern lässt.
Während Nele zu verbergen versucht, dass sie die Nichte des Polizeipräsidentin ist und rätselt, woher Art den Bundeskanzler persönlich kennen kann, wird eine zweite Frauenleiche gefunden und mehrere Videos gehen in kurzer Zeit auf einer neuen Website viral, die darauf schließen lassen, dass der oder die Täter es darauf abgesehen haben, den Kanzler zu verunglimpfen und das wenige Tage vor dem geplanten G20-Gipfel in Berlin.
"Der Morgen" ist der erste Band der Buchreihe um den Berliner Kriminalkommissar Art Mayer.
Der Auftaktband handelt auf zwei Zeitebenen, wobei in der Vergangenheit Ende der 1990er-Jahre ein ehemaliges Heimkind Anschluss an eine Gruppe Jugendlicher sucht, von der es zunächst drangsaliert wurde. "Boxer" wie er genannt wird, hat sich in Ellie verliebt, die ihn aufgrund des Altersunterschieds auf Distanz hält. "Boxer" versucht sich durch eine Mutprobe zu beweisen, die jedoch misslingt und für weitreichende Folgen sorgt.
In der Gegenwart gilt es eine Mordserie aufzuklären, die aufgrund der Involvierung des Bundeskanzlers von enormer politischer Brisanz ist. Verschwörungstheoretiker und Medien stürzen sich auf die Polizei und unterstellen Vertuschung und Desinformation.

Der Fall ist durch die beiden Zeitebenen spannend geschildert, denn es ist nur schwer zu durchschauen, wie die Ereignisse in der Vergangenheit mit den Morden in der Gegenwart in Verbindung stehen können. Erkennbar ist jedoch, dass die Jugendlichen aus den 1990er in die gegenwärtigen Ereignisse involviert sind und dass die Diskreditierung des Kanzlers mehr persönlich als politisch motiviert sein dürfte.
Besonders konfliktgeladen ist dabei die Rolle von Art Mayer, der den Kanzler von früher kennt, darüber aber Stillschweigen bewahren möchte. Überhaupt ist Art mit seinem berüchtigten Ruf und seiner stoischen Art ein interessanter Charakter, der zusammen mit der frisch von der Polizeischule kommenden, unerfahrenen, aber mutigen Nele ein spannendes Team abgibt. Nach einem holprigen Start raufen sich good cop und bad cop zusammen und ergänzen sich in ihren Stärken und Schwächen.

Durch die Perspektive der Medien, die die Polizeiarbeit mit großem Misstrauen betrachtet und in Frage stellt, ist der Kriminalfall nicht nur facettenreich sondern auch sehr authentisch geschildert. Dass die wesentlichen Charaktere in dem Fall alle etwas zu verbergen haben und fortlaufend Informationen unterschlagen, die das Motiv der oder des Täters offenbaren könnten, heizt die Spannung weiter an.
Ein brisanter Kriminalfall, originelle Figuren mit undurchsichtiger Vergangenheit, ein Wechsel der Zeitebenen und der Bezug zu medienwirksamen, tagespolitischen Themen sind die Komponenten für einen gelungenen Reihenauftakt, der jetzt schon neugierig auf Band 2 "Dämmerung" macht, der im Frühjahr 2024 erscheint.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

Geheimnisvolle Familiengeschichte, bei der die Spannung durch Namensänderungen künstlich in die Länge gezogen wird, weshalb der Roman am Ende wenig originell erscheint.

Irgendwo für immer
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Nach ihrer Scheidung begibt sich die Schriftstellerin Emily Grace zu ihrer Großtante Bee nach Bainbridge Island, wo sich die Sommer ihrer Jugend verbrachte. Sie hofft, dort die gescheiterte Beziehung zu ...

Nach ihrer Scheidung begibt sich die Schriftstellerin Emily Grace zu ihrer Großtante Bee nach Bainbridge Island, wo sich die Sommer ihrer Jugend verbrachte. Sie hofft, dort die gescheiterte Beziehung zu verarbeiten und ihre Schreibblockade zu überwinden.
In Bees Strandvilla findet sie das Tagebuch einer Esther aus dem Jahr 1943, die darin ihre dramatische Liebesgeschichte schildert. Emily ist berührt von den Aufzeichnungen und möchte mehr über Esther und ihre Vergangenheit erfahren, da sie auf Nachfragen nur geheimnisvolles Schweigen erhält.

Die Geschichte handelt im Jahr 2005 und wird aus der Sicht von Emily geschildert, während sich die Vergangenheit aus den Tagebuchaufzeichnungen von Esther erschließt. Emily, die auf der Insel vor Seattle, auf der sie sich heimisch fühlt, auf ihre Jugendliebe Greg trifft und den charmanten Jack kennenlernt, entdeckt in dem Tagebuch der für sie unbekannten Frau nicht nur eine dramatische Liebesgeschichte, sondern auch ein Familiengeheimnis.

Das Setting auf der kleinen Insel mit den rüstigen älteren Damen ist lebendig und anschaulich beschrieben, Emilys Entwicklung allerdings vorhersehbar, zumal ihre Heilung auf der Insel und die Aufklärung ihrer Familiengeschichte innerhalb weniger Tage stattfindet. Dagegen überzeugt die Geschichte der Vergangenheit mit mehr Wendungen und erzeugt insbesondere durch die Frage Spannung, wie die Ereignisse und die Menschen aus dem Jahr 1943 mit der Gegenwart und Emily in einem Zusammenhang stehen. Durch Emilys Recherchen und Gespräche mit Zeitzeugen fügen sich die Puzzlestücke allmählich zusammen, während ihre Gefühle durch Missverständnisse durcheinander gewirbelt werden.

Sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart bleiben ein wenig oberflächlich, beide Liebesgeschichten hatten noch Raum zur Entfaltung. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend, allerdings auch nur, weil die Autorin durch Spitznamen und zweite Vornamen die Identitäten der Figuren verzerrt und verschleiert, was die Geschichte am Ende etwas gekünstelt wirken und kreative Raffinesse vermissen lässt.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Ein tragischer Sommer mit weitreichenden Auswirkungen - melancholischer Roman über Trauer und Verlust und das was Familie bedeutet

Sommer
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Im Sommer 1989 ist Anna zehn Jahre alt und freut sich über die Wochen, die sie mit ihrem Cousin und gleichzeitig besten Freund Martin in ihrem Heimatdorf an der ostdeutschen Elbe verbringen darf. Freundschaft ...

Im Sommer 1989 ist Anna zehn Jahre alt und freut sich über die Wochen, die sie mit ihrem Cousin und gleichzeitig besten Freund Martin in ihrem Heimatdorf an der ostdeutschen Elbe verbringen darf. Freundschaft schließt sie auch mit der siebzigjährigen Fanni, von der die Kinder aufgrund ihrer Eigenschaft als Zwilling fasziniert sind. Doch was am Ende des Sommers beim Angeln passiert, wird Auswirkungen auf Annas Leben haben, das durch den frühen Tod der Eltern ohnehin schon von Verlust bestimmt war.
Zehn Jahre später lebt Anna über 300 km von ihrer Heimat entfernt in der Anonymität der Großstadt. Sie hat sich in einer WG arrangiert, wo sie sich um die Schildkröte ihrer Wohnungsgeberin kümmert. Beide Frauen sind froh, wenn sie sich nicht allzu häufig begegnen.
Im Sommer 2015 ist Anna zurück in ihrer Heimat, als das Haus ihrer Tante verkauft werden soll. Es ist der Sommer, in dem Martins Sohn Erik elf Jahre alt wird und der wieder alles verändern wird.

"Sommer" ist ein Roman der leisen Töne, der eine melancholische Stimmung ausstrahlt. Die Charaktere sind als Erwachsene in sich gekehrt und zurückhaltend. Vieles bleibt ungesagt und den Gedanken der Leser überlassen. Auch die großen Zeitsprünge vom Sommer 1989 in den Winter 1999/2000 und den Sommer 2015 tragen dazu bei, dass Informationslücken entstehen. So ist auch die Tragik des Sommers 1989 und dessen Auswirkungen nicht leicht fassbar. Der Einschnitt wird ausschließlich in dem eintönigen und einsam wirkenden Leben von Anna deutlich, mit dem sie allerdings zufrieden scheint. Die Traurigkeit zieht sich durch den Roman, denn auch der Sommer 2015 ist mit einem Verlust verbunden. Hoffnung und Zuversicht schenkt die Geschichte trotz aller Schwermut durch die Bedeutung der Familie, die Halt gibt und die sich immer wieder neu zusammensetzt.

"Sommer" zeigt, welche Auswirkungen Erlebnisse aus der Vergangenheit auf die weitere Zukunft und den eigenen Lebensweg haben können. Die Geschichte stellt eindringlich dar, dass sich die Geister der Vergangenheit nicht leicht verdrängen lassen, dass man sie annehmen muss, um weiterleben zu können. Anna hat ihre ganz eigene Überlebensstrategie entwickelt, die ihr Halt gibt.
"Sommer" ist bestimmt keine heitere Urlaubsgeschichte, sondern erzählt vielmehr von den Erschwernissen des Lebens, von Tod und Traurigkeit, die auch in einer scheinbar unbeschwerten Ferienzeit voller Abenteuerlust, Entdeckungsgeist und flirrender Hitze, Einzug halten können und für Düsternis und Kälte sorgen können. Doch trotz Verlust ist am Ende immer jemand da, der Halt und Fürsorge gibt, auch wenn es nicht die nächsten Verwandten sind.

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Eine liebevoll illustrierte, herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und die Abenteuer des Lebens, die Ängste nimmt, Mut macht und Hoffnung schenkt.

Die Reise
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Großer Panda und Kleiner Drache leben in einem etwas in die Jahre gekommenen Tempel auf einem hohen Berg, wo sie Tee trinken und gemeinsam die Tiere oder die Sterne beobachten. Kleiner Drache weiß, dass ...

Großer Panda und Kleiner Drache leben in einem etwas in die Jahre gekommenen Tempel auf einem hohen Berg, wo sie Tee trinken und gemeinsam die Tiere oder die Sterne beobachten. Kleiner Drache weiß, dass er sich eigentlich glücklich schätzen sollte, spürt jedoch, dass ihm etwas fehlt. Großer Panda findet, dass es wichtig ist, sich zu spüren, dass man offen für Veränderungen und neue Wege sein sollte und schlägt Kleiner Drache deshalb eine Reise vor. Kleiner Drache ist zunächst skeptisch, da er für die Reise ins Ungewisse fast alle seine Besitztümer zurücklassen und den Tempel verlassen muss, doch Großer Panda überzeugt ihn:

"Alles, was du brauchst, ist bereits in dir".

"Großer Panda und Kleiner Drache: Die Reise" ist die Fortsetzung des illustrierten Buches über die beiden Freunde "Großer Panda und Kleiner Drache". Bei dem zweiten Band handelt es sich im Vergleich zur ersten Ansammlung von Weisheiten und passenden Tuschezeichnungen um eine vollständige Erzählung.

Das Buch besteht wieder auf fast jeder Seite aus ausdrucksstarken Zeichnungen und kurzen Zeilen, die nachdenklich stimmen. Die Gestaltung der Illustrationen ist passend zu den Texten und der Stimmung in der Geschichte. Wenn Kleiner Drache traurig und unsicher ist und die beiden Freunde in Gefahr geraten, sind die Bilder Schwarz-Weiß gehalten, hektisch und düster. Bei schönen Episoden, innigen Zeichen der Freundschaft und Lebensfreude sind die Bilder farbenfroh und mit mehr Liebe zum Detail gestaltet.

Es ist ein illustriertes Buch für Erwachsene, das viele weise Botschaften enthält, ohne zu philosophisch zu sein. Die Texte sind kurz und leicht verständlich und sehr dialoglastig. Kleiner Drache stellt immer wieder Dinge in Frage, zweifelt und ist unsicher und Großer Panda gibt ihm Halt und schenkt ihm mit Worten Hoffnung. Er scheint auf alles eine Antwort zu haben.

Beide lernen auf ihrer Reise, dass Veränderungen und Herausforderungen ein Teil des Lebens sind und für ein Fortkommen unerlässlich sind.

"Große Veränderungen erfordern große Bemühungen".

Es braucht Mut, sich ihnen zu stellen, aber gemeinsam ist schaffbar.

"Angst zu haben ist ganz natürlich (...) Angst bewahrt dich nicht davor zu sterben, aber sie kann dich davon abhalten zu leben."

Es ist eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und die Abenteuer des Lebens, die Ängste nimmt, Mut macht und Hoffnung schenkt. Das Buch ist sowohl zum selber lesen, zum Vorlesen, aber auch bestens als Geschenk geeignet. Es lässt zur Ruhe kommen und inneren Frieden finden. Die beiden Tiere beweisen, dass es nicht viel auf der Welt braucht um glücklich zu sein und wenn man unglücklich ist, einen neuen Weg einschlagen muss.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Interessante Aspekte zur Bio- und Ökobewegung auf Kosten einer mäßig spannenden Geschichte mit wenig einnehmenden Charakteren

Glückstöchter - Einfach leben
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Eva Klein wächst in einem Vorort von München auf, wo ihre Eltern einen Friseursalon haben. Sie hat eine Begabung für Gerüchte, interessiert sich für Pflanzen und ihre heilende Wirkung, weshalb sie selbst ...

Eva Klein wächst in einem Vorort von München auf, wo ihre Eltern einen Friseursalon haben. Sie hat eine Begabung für Gerüchte, interessiert sich für Pflanzen und ihre heilende Wirkung, weshalb sie selbst Cremes herstellt, in einer Apotheke einen Nebenjob hat und Pharmazie in München studiert. Ihr bisher so ruhiges, unaufgeregtes Leben als strebsame Studentin und fleißige Tochter gerät ins Wanken, als sie bei einem Dachbodenfund ein Familiengeheimnis lüftet. Eva zieht aus und stürzt sich in ein freieres, unkonventionelles Leben in der Stadt, wo sie schnell Anschluss findet.
Einige Jahrzehnte zuvor lebt Anna zusammen mit ihrem Vater, dem Botaniker Christoph von Quast auf Gut Dreisonnenquell, einem ehemaligen Kloster, wo sie sich der Pflanzenzucht widmen und die aufwendige Herstellung von Seide als Pioniere in Deutschland umsetzen möchten. Als ihr Vater ihr eine neue Frau in seinem Leben vorstellt und sie wenig später heiratet, fühlt sich Anna überrumpelt und hintergangen. Der plötzliche Tod des Vaters sorgt dafür, dass Anna das Gut verlässt und auf sich alleingestellt ein neues Leben beginnen muss.

"Glückstöchter - Einfach leben" ist der erste Band einer Trilogie um die beiden jungen Frauen Eva und Anna, die in unterschiedlichen Zeiten durch unvorhergesehene Ereignisse gezwungen sind, neue Wege zu gehen.

Der Schreibstil ist bildhaft und anschaulich und mit viel Liebe zum Detail. Besonders die Welt der Pflanzen und Düfte, die Natur als schützenswerte Ressource, wird inhaltlich mit der Geschichte verbunden.
Es ist erstaunlich, dass sich die Menschen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Gedanken um fleischfreie Ernährung gemacht haben und sich schon bewusst über die negativen Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt waren. In den 1970er-Jahren wird der Gedanke noch nachhaltiger und radikaler fortgeführt. Vegetarische Ernährung, ökologischer Anbau, Nachhaltig und Anti-AKW-Bewegungen sind in aller Munde.

Während es die Autorin insofern schafft, den Zeitgeist besonders unter dem Aspekt Natur und Umwelt lebendig einzufangen, ist die Entwicklung der Lebensgeschichten von Eva und Anna vergleichsweise zäh. Als Trilogie angelegt, ist sehr deutlich zu erahnen, dass sich die Autorin noch Ideen für die Nachfolgebände offen lässt und die/ den Leser*in deshalb mit so einigen offenen Fragen zurücklässt. Die Verbindung zwischen Eva und Anna lässt sich zwar erahnen, andere Details wie Fragen der Herkunft bleiben jedoch verborgen.
Weiterhin fiel es mir schwer, mich in Eva und Anna hineinzuversetzen. Beide Frauen waren mir nicht wirklich sympathisch, da ich viele ihre Entscheidungen als zu überstürzt und kopflos empfand und ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Beide fliehen vor Problemen statt sie zu lüften und haben keine Skrupel damit, Brücken abzubrechen. Vielleicht ist das mutig und emanzipiert, vielleicht aber auch einfach eine Trotzreaktion. Die weiteren Charaktere blieben blass und bestenfalls klischeehaft als böse Stiefmutter oder Öko-Kiffer-Hippie-Studenten.
Bis auf wenige Höhen und Tiefen plätschert die Handlung recht ereignislos dahin. Evas und Annas Lebensgeschichten, die in Band 1 noch so oberflächlich blieben, konnten mich trotz des Muts für Veränderungen und dem Wunsch nach persönlicher Freiheit und Unabhängigkeit nicht fesseln. Positiv bleibt zu resümieren, dass noch viel Potenzial für Band 2 und 3 bleibt, die im Frühjahr und Herbst 2024 erscheinen.

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