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Veröffentlicht am 26.10.2025

Fesselnde Mischung aus True Crime, Drama und Thriller über die Dynamik und Vertrauensbasis von Freundschaften

Before we were innocent
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Vor zehn Jahren haben die drei Freundinnen Bess, Joni und Evangeline nach dem Highschool-Abschluss einen Sommer auf dem Anwesen von Evangelines Familie auf der griechischen Insel Tinos verbracht, der tragisch ...

Vor zehn Jahren haben die drei Freundinnen Bess, Joni und Evangeline nach dem Highschool-Abschluss einen Sommer auf dem Anwesen von Evangelines Familie auf der griechischen Insel Tinos verbracht, der tragisch endete. Nur Bess und Joni kehrten wieder nach Kalifornien zurück. Auch wenn sie von einer Schuld am Tod Evs freigesprochen worden waren, haftete den Teenagern das durch die Medienberichterstattung verursachte negative Image an, die sich auf die privilegierten Mädchen stürzten und sie als gefühlskalt, rücksichtslos und verdorben darstellten.
Während Joni als Motivationsrednerin Berühmtheit erlangt und ein Buch geschrieben hat, hat sich Bess zurückgezogen und ein Leben in der Öffentlichkeit vermieden. Als Joni unerwartet vor ihrer Tür steht und sie um ein Alibi bittet, als ihre Lebensgefährtin spurlos verschwunden ist, kommen Erinnerungen in Bess hoch, die Joni noch etwas schuldet. Auch die Medien sehen Parallelen in dem Fall um die vermisste junge Frau.

Der Roman wird aus der Perspektive von Bess erzählt, wobei zwischen der Vergangenheit im Jahr 2008 und der Gegenwart im Jahr 2018 gewechselt wird. Aufgrund der eingeschränkten Sicht ist ungewiss, ob es sich bei Bess um eine unzuverlässige Erzählerin handeln könnte.
Die Geschichte wird spannend aufgebaut, denn die Umstände des Todes der dritten Freundin Ev werden erst im weiteren Verlauf der Handlung offenbart. Zudem ist unklar, ob Joni etwas mit dem Verschwinden ihrer Lebensgefährtin zu tun hat, denn sie ist die einzige, die sich nicht um sie sorgt. Auf beiden Zeitebenen droht die Situation zu eskalieren, was die Spannung und Dramatik steigert. Unterstützt wird dies durch die andauernden Schuldgefühle und Gewissensbisse von Bess.

Eifersucht, Misstrauen und der Hang zu gegenteiligen Verletzungen prägen den Sommerurlaub auf Tinos, der eigentlich ein unbeschwerter letzter Girlstrip vor dem Collegebeginn werden sollte. Die Allianzen der drei wechseln mehrfach, während zwischen Langeweile und Trinkgelagen häufig gestritten wird.
Der vermeintliche Unfalltod verändert alles, macht alle Zukunftspläne zunichte und belastet Bess auch noch zehn Jahre später. Im Glauben, immer noch in Jonis Schuld zu stehen, lässt sie sich überreden, ihr ein falsches Alibi zum Zeitpunkt des Verschwindens ihrer Freundin zu geben.

Der Roman handelt von fragilen, toxischen Freundschaften, von Manipulation und verhängnisvollen Entscheidungen. Offensichtlich ist, dass die Mädchen sich nach Wochen der Langeweile an einem entlegenen Urlaubsort nicht gut getan haben, weshalb man sich die Frage stellen muss, wie viel Schuld sie am Tod von Ev haben - direkt oder indirekt. Spannend ist die Parallele in der Gegenwart, als sich die Geschichte in Teilen zu wiederholen scheint und sich eine Schuldfrage erneut stellt. Eindrücklich ist dabei die Rolle der Medien dargestellt, die eine Hetzjagd eröffnen und Unsicherheit schüren. Auch wenn der Roman etwas langatmig beginnt, entwickelt er sich zunehmend zu einer fesselnden Mischung aus True Crime, Drama und Thriller über die Dynamik und Vertrauensbasis von Freundschaften sowie die Konsequenzen unserer Handlungen.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Trauer, Abschiednehmen und ein neuer Anfang - vorhersehbarer Verlauf der Geschichte und nicht so emotional wie andere Romane der Autorin

Mein Dezember mit dir
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Nach einer herben Enttäuschung hat Lexie in den letzten zehn Jahren den Kontakt zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hatte, als Lexie noch ein kleines Mädchen war, gemieden. Auch seine letzten Annäherungsversuche ...

Nach einer herben Enttäuschung hat Lexie in den letzten zehn Jahren den Kontakt zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hatte, als Lexie noch ein kleines Mädchen war, gemieden. Auch seine letzten Annäherungsversuche hat sie zurückgewiesen, ohne zu wissen, dass Richard schwer krank ist. Umso überraschter ist sie, als sie nach seinem Tod die Hälfte seines Reiseunternehmens in Bath erbt. Die andere Hälfte erhält Theo, Richards Geschäftsführer, mit dem ihn auch eine Freundschaft verband. Lexie, die am liebsten auf Reisen ist, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und bislang nicht daran gedacht hat, sesshaft zu werden, möchte die Firma am liebsten verkaufen. Das Testament sieht jedoch vor, dass Lexie und Theo das Reiseunternehmen ein Jahr gewinnbringend weiterführen müssen, bis sie eine Entscheidung treffen dürfen.

"Mein Dezember mit dir" ist kein klassischer Winter-/ Weihnachtsroman, denn man verfolgt die Entwicklung Lexies im Verlauf eines Jahres, wobei Ende und Anfang zeitlich im Dezember angesiedelt sind. Der Titel im englischen Original "A Winter Wish" trifft die Handlung deshalb besser, denn Lexies Wunschglas, das sie seit ihrer Kindheit überallhin mit sich führt, spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Lexie, die selbst am liebsten unterwegs ist und ein ungebundenes Leben führt, erbt ein Reiseunternehmen, das sie an einen Ort bindet. Reisen ist in dem Roman nicht nur im wörtlichen Sinn gemeint, sondern auch als Symbol für Lexies persönliche Reise. Lexie wurde von ihrem Vater als junges Mädchen verlassen und auch später vor den Kopf gestoßen, was Narben hinterlassen hat. Aus Angst vor Schmerz und Enttäuschungen kann sich Lexie nicht fest binden und führt deshalb lieber ein Nomadenleben. Durch das Erbe erhält sie allerdings die Chance, auch eine andere Seite ihres Vaters kennenzulernen, was ihr den Weg eröffnet, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen.

Der Roman handelt von Trauer, Abschiednehmen, zweiten Chancen und einem Neuanfang. Lexies widerstreitende Gefühle hinsichtlich ihres Vaters sind dabei authentisch und nachvollziehbar geschildert. Ihre Rolle als vermeintlich zweite Geige hinter Richards neuer Familie ist nur allzu verständlich. Romantische Gefühle bleiben hingegen aus, denn die Funken zwischen Lexie und Theo wollten schon nach der anfänglich eher aufgesetzten Rivalität nicht wirklich überspringen.
"Mein Dezember mit dir" ist der dünnste der bisher vier erschienenen Romane von Emily Stone und gleichzeitig der einfallsloseste. Die Geschichte ist sowohl in Bezug auf den Fortgang des Reiseunternehmens als auch die Liebesgeschichte zwischen Lexie und Theo vorhersehbar. Es gibt die erwartbaren Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge sowie Missverständnisse bis zum Happy End. Das erfolgt dann geballt für alle handelnden Charaktere, was jedoch gerade in Bezug auf Weihnachten und einen friedlichen Jahresabschluss ein anheimelndes Gefühl hinterlässt.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Die Öffnung der Ehe: Ende oder Neuanfang? Spannendes (S)experiment mit weitreichenden Folgen

The Freedom Clause
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Daphne und Dominic haben jung geheiratet und, stellen nach drei Jahren Ehe fest, dass ihr Sexualleben nicht befriedigend ist. Dominic schlägt deshalb nach einer Silvesterfeier vor, ihre Ehe zu öffnen. ...

Daphne und Dominic haben jung geheiratet und, stellen nach drei Jahren Ehe fest, dass ihr Sexualleben nicht befriedigend ist. Dominic schlägt deshalb nach einer Silvesterfeier vor, ihre Ehe zu öffnen. Auch wenn Daphne von der Idee wenig angetan ist, stimmt sie unter der Einhaltung von Regeln zu. Sie dürfen nur eine Nacht im Jahr mit einer Person verbringen und nicht darüber sprechen. Die Freiheitsklausel soll zudem auf fünf Jahre befristet sein.
Daphne nutzt die Chance, ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen und baut zusehends mehr Selbstbewusstsein auf. Daphne und Dominic haben auch wieder zusammen mehr Spaß im Bett, aber das ist nicht die einzige Veränderung in ihrer Ehe.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht beider Ehepartner geschildert, so dass man Einblicke erhält, wie sie jeweils die Freiheitsklausel interpretieren und wie der emotionale Umgang damit ist. Die Erzählweise ist dynamisch, denn oft erfolgt der Wechsel schon nach einem kurzen Abschnitt.

Die Entwicklung beider Charaktere ist authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Die Folgen der Abkehr von einer rein monogamen Ehe führen nicht nur zu einer Veränderung der Sexualität, sondern sind schon bald in allen Bereichen des Lebens zu spüren. Das eigene Freizeitverhalten ändert sich, neue Freundschaften werden geknüpft und berufliche Ziele überdacht. Sie probieren sich aus, gehen Risiken ein, ernten Erfolge, müssen aber auch mit Rückschlägen umgehen.

Anders als das etwas frivole Cover vermuten lässt, stehen explizite Sexszenen in dem Roman nicht im Vordergrund. Er handelt vielmehr von den Folgen des Sexperiments für die Personen selbst und die Beziehung zueinander.
Der Roman schildert die fünf Jahre, für die diese besondere Freiheit in der Ehe gelten soll. Nach einem ausgeglichenen Beginn, bei dem beide Charaktere gleichermaßen positive und negative Aspekte feststellen, entwickelt sich die Geschichte im weiteren Verlauf recht einseitig und zugunsten der weiblichen Sicht. Daphne, die anfangs skeptisch war, kann mit der gewonnen Freiheit viel besser umgehen und Vorteile daraus ziehen, während Dominic sich zunehmend als Verlierer entpuppt.

Der Roman beschreibt ein mutiges Experiment mit weitreichenden und überraschenden Auswirkungen. Kann mehr Freiheit eine Ehe retten oder wird sie sie zerstören? Ist Exklusivität nicht der Sinn einer Ehe? Läutet der Gedanke eines Aufbrechens nicht schon das Ende ein?
"The Freedom Clause" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, wie wichtig Vertrauen, Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung in einer Beziehung sind. Darüber hinaus handelt der Roman von einer persönlichen Weiterentwicklung und davon, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kennen und für sie einzustehen.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Dramatische Geschichte über häusliche Gewalt und die Auswirkungen einer belastenden Vergangenheit - empathisch und metaphorisch geschildert

Die Nacht der Bärin
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Jule findet nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund Jasper Zuflucht bei ihren Eltern. Sie möchte dort zur Ruhe kommen und nachdenken, wie und ob es mit der Beziehung weitergehen kann. Unmittelbar ...

Jule findet nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund Jasper Zuflucht bei ihren Eltern. Sie möchte dort zur Ruhe kommen und nachdenken, wie und ob es mit der Beziehung weitergehen kann. Unmittelbar nach ihrer Ankunft erhält Jules Mutter einen Anruf, dass ihre Mutter gestorben ist. Jule kennt ihre Großmutter nur aus Karten zu Weihnachten und zum Geburtstag. Persönlich hat sie sie nie kennengelernt. Ihre Mutter reagiert sichtlich verstört über die Nachricht, was Jule neugierig macht. Sie möchte mehr über ihre Großmutter herausfinden und bittet ihre Mutter, ihr bei der Abwicklung des Nachlasses helfen zu dürfen. Gemeinsam fahren sie in das kleine Dorf, dass nur zwei Stunden entfernt liegt und wühlen im Elternhaus von Jules Mutter alte Erinnerungen auf.

Der Roman handelt auf zwei Erzählebenen, beginnend mit der Ich-Perspektive von Jule. Ein weiterer Erzählstrang wird aus der Sicht der zwölfjährigen Maja geschildert, die eine enge Beziehung zu ihrer älteren Schwester Anna hat und die beide unter ihrem tyrannischen Vater leiden. Anfangs ist nur zu erahnen, wie beide Erzählungen zusammenhängen, bis sie sich allmählich ergänzen.

Es geht um Gewalt in der Familie, Machtmissbrauch
Kindesmisshandlung und Gewalt gegenüber Frauen. Während Jule ihre Familie mütterlicherseits nicht kennt und so viele Fragen an ihre Mutter hat, die diese nur zögerlich beantwortet, ist die Suche nach Erklärungen für Jule gleichzeitig eine Möglichkeit, ihre eigenen Probleme verdrängen und eine Lösung aufzuschieben.

Die Schilderungen sind bildhaft und direkt, erfolgen jedoch auch mit dem notwendigen Einfühlungsvermögen. Egal ob es sich um die beklemmenden und brutalen Szenen am sonntäglichen Frühstück der Siegburgs oder das Stromern der beiden Mädchen im Wald handelt, die sich dort in eine Fantasiewelt flüchten - man kann sich unmittelbar in die Situation hineinversetzen und Angst, Hilflosigkeit, Wut und Hass nachempfinden. Gebannt liest man weiter in der Erwartung, dass die Situation weiter eskaliert.
Während die Vergangenheit von einer alltäglichen Gefahr dominiert ist, sorgt auch Jules Suche in der Gegenwart und den Drang, das Schweigen zu brechen, für Spannung. Zwischen den Kapiteln sind typische Worte eines gewalttätigen Partners - von Entschuldigungen, über Schuldzuweisungen bis Beschimpfungen - abgedruckt, die eine verquere Täter-Opfer-Sicht aufweisen.

Es ist eine dramatische und schonungslose Geschichte, die aufwühlt und schockiert, weil sie die Realität häuslicher Gewalt und die Folgen für die Opfer so eindrücklich beschreibt. Nachvollziehbar ist der Wunsch zu verdrängen und zu vergessen, aber auch der Drang, zu verstehen und die Wahrheit herauszufinden. Dabei stellt sich auch die Frage nach vererbten Traumata, ob sich Geschichte wiederholt und bestimmte Muster unbewusst übernommen werden. Das Ende ist diesbezüglich etwas knapp gehalten und hätte auch in Bezug auf die Familienzusammenführung gerne noch ein paar Seiten länger sein können.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Vielschichtiger Thriller mit Anteilen eines Psychodramas und Kriminalromans - fesselnd bis zum Schluss, wenn auch mit knapper Auflösung

Happy End
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Isa Winterberg lässt ihren vier Monate alten Sohn nur wenige Minuten aus den Augen, als sie in der Waschküche ist und als sie zurückkommt, ist Ben spurlos verschwunden. Es gibt weder Spuren eines Täters, ...

Isa Winterberg lässt ihren vier Monate alten Sohn nur wenige Minuten aus den Augen, als sie in der Waschküche ist und als sie zurückkommt, ist Ben spurlos verschwunden. Es gibt weder Spuren eines Täters, noch Forderungen eines Entführers.
Acht Monate später wird Ben unversehrt an einer Tankstelle aufgefunden. Die Familie ist überglücklich, doch die Erfahrung war traumatisch. Während Isa versucht, sich für sich und ihren Sohn Hilfe bei einer Psychologin zu suchen, möchte ihr Ehemann Mark, der Kinderarzt ist, seinen Sohn keinen Erinnerungen aussetzen. Isa beginnt zu zweifeln, an sich selbst, an Mark und schließlich auch an Ben.

Ein Kind verschwindet, taucht Monate später wieder auf und Familie und Polizei stehen vor einem Rätsel.
Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Isa geschildert. Zunächst erhält man damit Einblick in eine junge Familie mit Eltern, die ihren Sohn abgöttisch lieben. Während seines Verschwindens beginnt die Fassade zu bröckeln. Während Isa alles tut, um zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen, stürzt sich ihr Mann in die Arbeit und lässt Isa mit ihrem Schmerz allein. Nach Bens Rückkehr hält das Glück und die Freude darüber nicht lange an. Isa verspürt eine Distanz zu ihrem Sohn und beginnt an ihrer Wahrnehmung zu zweifeln bis sie zusammenbricht.

Daneben gibt es durch die Perspektive des Kriminalhauptkommissars Simons Einblicke in die polizeilichen Ermittlungen. Simons lebt für seinen Beruf und ermittelt auch weiter, als die Sonderkommission aufgelöst ist.

Der Psychothriller ist spannend geschildert, denn im Verlauf der Handlung kommen Zweifel an fast allen Protagonisten auf. Darüber hinaus kann nur spekuliert werden, was es mit dieser atypischen Entführung auf sich hat. Selbst als es vage Hinweise auf mögliche beteiligte Personen gibt, ist es nahezu unmöglich darauf zu schließen, welche kriminellen Machenschaften und dramatischen Hintergründe ursächlich sind.

Auch wenn der Thriller im Mittelteil ein wenig straffer hätte erzählt werden können, regen die kurzen Kapitel zum steten Weiterlesen an. Der Roman fesselt bis zur Aufklärung des Szenarios, wobei der Showdown allzu kompakt alle offenen Fragen beantwortet.
Die Einblicke in die Psyche der Mutter, die Dynamik der Familie und die Ermittlungen der Polizei sind zudem authentisch geschildert und ergänzen den Thriller vielschichtig um Aspekte eines Psychodramas und Kriminalromans.

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