Begegnung mit der Vergangenheit
Mörderische Brise - Der Tote am SandstrandNach dem Tod ihres Mannes zieht die Hauptkommissarin Hannah Bülow von Münster zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Ihre Freundin Constanze ist dort Leiterin der Ortswache und hat ihr eine Posten als ...
Nach dem Tod ihres Mannes zieht die Hauptkommissarin Hannah Bülow von Münster zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Ihre Freundin Constanze ist dort Leiterin der Ortswache und hat ihr eine Posten als Gruppenleiterin angeboten. Sie zieht erst einmal zu ihrem Vater, der gar nicht glücklich darüber ist, denn er hat ihr den Unfall vor vielen Jahren noch nicht verziehen. Gleich am ersten Tag trifft Hannah auch auf ihre Jugendliebe Phillip, der jetzt Psychologe an der heimischen Klinik ist. Der erste Tag verläuft recht eintönig, bis man eine männliche Leiche am Strand findet. Es ist Phillip und es könnte ein Unfall oder ein Mord sein. Die Kripo aus Rostock übernimmt den Fall und Constanze ermuntert Hannah sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Der Rostocker Kollegen ist das ganz recht, haben sie doch damit eine Einheimische Polizistin mit an Bord. Dieser ist für Hannah besonders, da sie doch immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
„Mörderische Brise – der Tote am Sandstrand“ ist eine neue Reihe, die Nina Ohlandt vor ihrem Tod noch konzipiert hat und nun von Jan F. Wielpütz fortgeschrieben wird. Es ist eine sehr interessant Hauptfigur, die hier im Mittelpunkt steht. Denn Hannah Bülow kehrt zurück in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ein großes Unglück immer noch als Schatten über ihr liegt. Sie hat damals durch einen Unfall eine Freundin verloren. Das Cover zeigt eine Szene, wohl vom Ostseestrand, dass ein wenig die Atmosphäre der Region, in der der Krimi spielt, widerspiegelt. Sehr behutsam wird beschrieben, wie sie sich in dem Ort wieder eingewöhnt, denn man kann das Gefühl nicht loswerden, das sie unter Beobachtung steht. Da wäre natürlich ihr Vater, der ihr den Unfall noch nicht verziehen hat und auch nicht möchte, dass seine Tochter sein Leben umkrempelt. Und dann natürlich Constanze, die sie mit einem Posten versorgt hat, aber auch vom Unfall gezeichnet ist. Der Autor beschreibt, wie sie sich langsam, aber sicher wieder einlebt auch unterstützt durch den Fall und die beiden Rostocker Kripobeamten. Die Spannung in dem Krimi steigt von Abschnitt zu Abschnitt und die Story hat auch noch einiges an Überraschungen parat, die dem Krimi auch guttun, Der Spannungsbogen wird sehr gut bis zum Ende entwickelt Die Sprache ist sehr bildhaft, so dass es mir als Leser gut gelingt mich in den Roman einzuschwingen.
Ich finde den ersten Band mit der neues Ermittlerin sehr gelungen. Es ist spannend und auch die regionalen Besonderheiten finden ihren Platz. Ich finde die Hauptfiguren gut eingeführt und erwarte weitere spannende Fälle. Der erste ist ja schon angekündigt.