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Veröffentlicht am 30.01.2025

Kostbarer Marmor

Ein Schimmern am Berg
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Am Morgen nach einem Konzert im Marmorbruch von Laas wird eine Frau tot aufgefunden, die verstümmelt wurde. Commissario Grauner nimmt die Ermittlungen auf und es stellt sich heraus, dass die Tote eine ...

Am Morgen nach einem Konzert im Marmorbruch von Laas wird eine Frau tot aufgefunden, die verstümmelt wurde. Commissario Grauner nimmt die Ermittlungen auf und es stellt sich heraus, dass die Tote eine bekannte Bildhauerin aus dem Ort war. Außerdem findet der Commissario heraus, dass es wohl einen Streit zwischen den Marillenbauern und dem Besitzer des Marmorbruchs gekommen war. Er findet mit Marillen beschmierte Blöcke, die dann auch noch mit vergifteten Marillen verunreinigt wurden Der Staatsanwalt Belli hatte sich bei dem Verzehr vergiftet. Doch was hatte das alles mit der Toten zu tun. Außerdem führte eine Spur nach New York und es war gut, dass sich Ispettore Saltapepe und Grauners Assistentin Tappeiner in Amerika aufhielten und dem Commissario helfen konnten.
„Ein Schimmern am Berg“ von Lenz Koppelstädter ist ein spannender regionaler Krimi aus Südtirol, der ein interessantes Thema bearbeitet. Gerade d ei Bereiche Wirtschaft, hier Marmorabbau, und Landwirtschaft, hier Marillenanbau, sind ein dankbares Thema für einen Krimi. Das Cover hat nur bedingt mit dem Thema zu tun, zeigt aber die schöne Hochgebirgslandschaft Südtirols und auch deren Kargheit. Die Hauptperson Commissario Grauner ist ein alter Hase im Geschäft und kennt viele Menschen und weiß mit ihnen umzugehen. Es ist in dieser Region sicher nicht einfach und da ist die Darstellung des einheimischen, bodenständigen Polizisten sehr gut gewählt. An seiner Seite steht der Staatsanwalt Belli, der auch sehr pragmatisch handelt und so sind die beiden hier ein gutes Team. Die weiteren wichtigen Personen in diesem Krimi, sind die beiden Menschen, die sich auf einer Reise in die USA befinden und dort auch heiraten. Der Autor baut dies geschickt in die Handlung ein und auch dieser Zweig steigert die Spannung des ganzen Krimis. Der Spannungsaufbau ist dem Autor sehr gut gelungen und er führt beide Erzählstränge am Ende gut zusammen.
Ich mag diese Art Krimis, die einen sehr guten Einblick in die Region und deren Besonderheit aufzogen. Auch dieses Thema ist für mich interessant, da es den Blick auf die Region noch mal vertieft. Ich kann diese Buch gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Die tote Buchautorin

Aargauer Vergeltung
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Andrina arbeitet im Korrektorat des Buchverlages Cleve. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt die
Betreuung der Bestsellerautorin Melissa. Die hat so ihre Besonderheiten und Andrina mag nicht
die Zusammenarbeit ...

Andrina arbeitet im Korrektorat des Buchverlages Cleve. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt die
Betreuung der Bestsellerautorin Melissa. Die hat so ihre Besonderheiten und Andrina mag nicht
die Zusammenarbeit mit ihr nicht wirklich, aber als wichtige Autorin des Verlags muss sie dies
nun mal tun. Als sie in der Mittagspause mit ihrer Kollegin Gabi in Aargau unterwegs ist, bemerkt
sie ein Polizeiauto vor einem Wohnhaus in dem Melissa wohnt. Marco der Freund von Gabi ist
ebenfalls dort im Einsatz, da er Polizist ist. Eine Nachbarin, die die Tote gefunden hat, bestätigt
dass es sich um Melissa handelt. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und hat die
Verlagsmitarbeiter im Blick. Die Frage, wo der Mörder bleibt, vorerst im Dunkeln.
Der Krimi „Aargauer Vergeltung“ von Ina Haller ist ein sehr spannender, regionaler Krimi aus der
Schweiz, Das Cover ist für mich ohne Bezug zum Inhalt, aber ein gut gewähltes Wintermotiv.
Dafür ist die Sprache, aber sehr zielführend und mit den eingefügten Begriffen, die nur in der
Region benutzt werden, auch sehr authentisch. Es ist schon eine sehr gute Idee, der Mord an der
Krimi Bestsellerautorin. Dann auch noch vergiftet. Ein spannend entwickelter Plot und auch die
einzelnen Figuren entwickeln im Fortlauf der Story ihre Eigenheiten, sei es die
Verlagsmitarbeiter oder aber auch die Polizisten, die auch noch teilweise mit den
Verlagsmitarbeiterinnen befreundet sind. Aber aus dieser Bredouille weiß der Autor einen
eleganten Ausweg, der auch im richtigen Leben immer wieder hilfreich ist. Der Spannungslosen
ist gut aufgebaut und es gibt auch manch überraschende Wendung bis zum Ende.
Ich finde diesen regionalen Krimi sehr gelungen, spannend und interessant und in einem Milieu,
dass nicht so häufig Thema eines Krimis ist. Ich finde diesen Krimi empfehlenswert für alle, die
auch an Regionen interessiert, die in dem Krimi mit eingebunden sind.


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Veröffentlicht am 19.01.2025

Gefahr für das Team

Todesschmerz
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Maarten S. Snijder befürchten das ein Maulwurf Insider Informationen weiterleitet. Sein Team ist diesem Menschen auf der Spur, doch dann wird das Team nach Norwegen abberufen. Dort hat man die Botschafterin ...

Maarten S. Snijder befürchten das ein Maulwurf Insider Informationen weiterleitet. Sein Team ist diesem Menschen auf der Spur, doch dann wird das Team nach Norwegen abberufen. Dort hat man die Botschafterin und ihren Sicherheitsbeauftragten ermordet. Das Team reist widerwillig nach Norden, da man das Gefühl hat, man möchte sie weit weg vom Geschehen in Deutschland haben. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit der norwegischen Polizei nicht sehr erquicklich. Um eventuell auftretende Schwierigkeiten zu lösen, ist eine Mitarbeiterin des BND mit im Team, die auch noch sehr gut norwegisch spricht.Die Ermittlungen erweisen sich als sehr zäh und nur mühsam verschafft sich Marten Zugriff auf Informationen und so können sie auch bald erkennen, dass es zwei Täter gibt, doch in Oslo kommen sie nict weiter und so müssen sie sich auf den Weg machen um das Geheimnis zu lüften, doch es wartet ein mächtiger Gegener.
Das Cover des Thrillers "Todesschmerz" von Andreas Gruber, ist in einem sehr einfachen Stil gehalten, aber weist auf etwas typisches von dem Land der Ermittlungen hin. Es soll ja auch nicht auf das Cover ankommen, es ist die Story, die mich an diesem Buch gefesselt hat. Außerdem die sehr direkte Sprache, die der Autor an den Tag legt, das fasziniert mich immer wieder an seinen Bücherm Der Inhalt ist sehr dicht und das hat Einfluss auf die Spannung, die sich fast durch das ganze Buch zieht. Natürlich hat er mit Maarten S. Snijder eine Figur geschaffen, die gegen alle Regeln der Ermittlungen und auch manchmal ganz hart am Rande der Legalität ermittelt. Dafür ist er dann auch erfolgreich und er wird meistens von oben gedeckt. Sein team hat der Autor sehr gut zusammengestellt, die auch ähnlich sind wie Maarten, aber manchmal auch etwas Vernunft ins Spiel bringen. Sabine ist schon vonn Anfang an dabei, Tina und Marc noch nicht, aber sie ergänzen das Team hervorragend, dann sind da noch Horowitz und Krzysztof, die er schon Lange kennt. Dieses Team von Spezialisten, mit einem kiffenden Maarten, als Chef ist schon etwas Besonderes. Der Fall den sie diesmal haben erweist sich als sehr komplex und bringt das team an den Rand ihres Könnens. Das alleine macht den Thriller schon hoch spannend und deshalb fällt der Spannungsbogen auch nicht ab, sondern entwickelt sich gut bis zum überraschenden Ende.
Ich bin ein absoluter Fan von Andreas Gruber und seinen Thrillern, denn er schafft es mich zu fesseln und obwohl die Bilder, die er zeichnet schon sehr brutal daher kommen, kann ich gut damlt umgehen. Für mich ist dieser Thriller ein sehr gutes Buch, der in der Reihe mit seinen anderen Thrillern dieses Teams ganz weit vorne liegt.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Das Erbe

Der Teufel von Luzern
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Lara Berner bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tante Vera und dass sie das Erbe antreten
soll, in Australien. Sie macht sich auf den Weg und findet in der Waschmaschine 2 Millionen
Schweizer Franken. ...

Lara Berner bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tante Vera und dass sie das Erbe antreten
soll, in Australien. Sie macht sich auf den Weg und findet in der Waschmaschine 2 Millionen
Schweizer Franken. Sie wendet sich an die Polizei, die ihr aber nur einen Detektiv empfehlen
Kann. Der war früher Richter und ist nun in Rente und braut Bier. Armand Godel hilft ihr dabei,
ob das Geld sauber ist und sie es behalten darf. Es beginnen spannende Ermittlungen, die sie in
die Nähe ihrer Familie bringt, aber auch der Liebe ein Stück näherbringt.
Der Krimi „Der Teufel von Luzern“ vom Patrick Greiner ist ein regionaler Krimi aus der Schweiz,
dessen Geschichte auch genau in die Schweiz passt. Es geht um Geld und dessen negative
Seiten, die Geldwäscherei. Auf dem Cover sieht man erst einmal das Wahrzeichen der Stadt
Luzern, die Kapellbrücke. Auch sonst wird der Leser immer wieder durch diese wunderschöne
Stadt geführt und so nebenbei eine Stadtführung zu guten Restaurationen und
Sehenswürdigkeiten durchgeführt. Doch das ist nur eine Randnotiz. Hauptsächlich geht es um
Geld, und zwar viel Geld, das unsere Hauptdarstellerin Lisa, erbt. Sie ist ganz perplex über die
Menge und will den Hintergrund erfahren. Da die Polizei ihr nicht helfen kann sie aber an die
zweite Hauptperson dieses Krimis verweist, Armand Godel, nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Auch Armand wird in diesem Krimi sehr genau vorgestellt mit all seinen Geschichten und seinen
Macken. Interessant ist es wir sich die beiden durch diese Geschichte schlängeln und allerlei
Merkwürdiges ausgraben. Immer wieder wird der direkte Handlungsstrang durchbrochen und
ein weiterer eingeflochten. Am Ende verbinden sich beide zu einem sehr überraschenden Ende.
Es ist aber nicht nur die Geschichte des Geldes, die hier erzählt wird, sondern auch über Familie
und die Liebe, die hier nicht zu kurz kommen darf. Auch die Story über Lisas Familie hat ihren
Reiz und lässt den Roman am Ende als Ganzes erscheinen. Die Story ist sehr authentisch und
auch der Handlungsort, die Schweiz, unterstützt dies. Die Sprache, die der Autor verwendet ist
sehr klar, aber auch manchmal mit schweizerischen Ausdrücken gespickt, die doch eher
seltsam sind, Schweiz halt.
Ich mag diese Art der Krimis, die regionale Besonderheiten mit einer authentischen
Krimihandlung verweben. Ich fände es auch mal spannend mich in Luzern auf Spurensuchen zu
begeben. Für mich ist hier Spannung und Unterhaltung gut gemischt und ich kann dieses Buch
gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Mord im Naturpark

Der Tote vom Cap Ferret
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Der Unternehmer Marchand wird eines morgens von spielenden Kindern tot aufgefunden. Er wurde erschlagen. Er hat mit seiner Frau und ihren Freundinnen ein Wochenende in einem Chalet verbracht. Zuständig ...

Der Unternehmer Marchand wird eines morgens von spielenden Kindern tot aufgefunden. Er wurde erschlagen. Er hat mit seiner Frau und ihren Freundinnen ein Wochenende in einem Chalet verbracht. Zuständig für die Ermittlungen ist die Police Judicaire aus Bordeaux mit der Kommissarin Pauline Castelet und ihrem Team. Es ist ein schwieriges Unterfangen die Tat zu rekonstruieren, da die Aussagen sehr unterschiedlich sind und das Team nur langsam durch ihr Tun Licht in das Dunkel zu bringen. Es gilt Personen aufzuspüren, die Anhaltspunkte geben können und so ziehen sie nach und nach die richtigen Schlüsse.
„Der Tote vom Cap Ferret“ von Maria Dries ist ein Bordeaux Krimi, der in einem Idyll, an einem idyllischen See, spielt. Das hier schon einmal etwas geschehen ist macht das Cover deutlich. Das Team der Kommissarin Pauline arbeitet sehr gut zusammen, bzw. es sind zwei Teams, die sich hervorragend ergänzen. Es ist ein sehr konsequentes ermitteln, was das Team zum Erfolg bringt. Mit ihrer Unaufgeregtheit den Spuren zu folgen nähern sie sich langsam, aber sicher dem Täter an. Es sind einige Spuren zu verfolgen, da das Motiv am Anfang völlig im Dunkeln liegt. Die Menschen, die in diesem Krimi auftreten, sind gut dargestellt und man kann sie sich prima vorstellen und auch die Spannung folgt diesen Spuren und den Menschen. Dazu kommt noch, dass sich das Team in einer tollen Region bewegt, deren Schönheit immer wieder aufblitzt. Der Krimi verbindet geschickt Vergangenheit und Gegenwart und so kommt es am Ende zu einem unerwarteten Ende, was sich wie das Legen eines Puzzles anfühlt.
Ich mag diese regionalen Krimis sehr, weil sie sehr schön die Region und den Krimi verbinden. Ihre Personen werden wie hier gut gezeichnet und so ergibt alles einen Sinn. Hier ist es ebenso, obwohl noch einige Fragezeichen am Ende übrigbleiben und das so ein wenig Sand ins Getriebe dieses Krimis wirft. Ich finde ihn gut zu lesen und er ist auch spannend, aber es bleibt so ein wenig Rätsel übrig.

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