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Veröffentlicht am 25.10.2025

Viel Arbeit für die Rechtsmedizin

Mit kalter Hand
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Die BKA-Einheit für Extremdelikte hat momentan viel Arbeit, denn es sind einige Fälle in die Gerichtsmedizin gekommen, die sehr ungewöhnlich sind. Alle Mediziner sind an der Bearbeitung der Todesfälle ...

Die BKA-Einheit für Extremdelikte hat momentan viel Arbeit, denn es sind einige Fälle in die Gerichtsmedizin gekommen, die sehr ungewöhnlich sind. Alle Mediziner sind an der Bearbeitung der Todesfälle beteiligt. Dr. Sabine Yao hat noch einen Spezialfall, denn es wird ein Pferderipper gesucht, der drei Pferde erstochen hat und die Expertise von Sabine Yao durch den Profiler Hasanovic angefragt wird. Außerdem hat die Mordkommission noch einen grausamen Fund gemacht, bei dem es um ein abgesägtes Bein geht. Alles Fälle die Dr. Sabine Yao managen soll und sie nimmt auch umgehend die Arbeit auf.
Der Rechtsmedizin-Thriller „Mit kalter Hand“ von Prof. Dr. Michael Tsokos passt genau in das Genre, denn es wird in aller Deutlichkeit die Arbeit der Rechtsmedizin beschrieben. Schon auf dem Cover, das ein weißes Laken und ein blutiges Skalpell zeigt, wird auf den Inhalt verwiesen. Es ist schon sehr brutal, was in diesem Thriller in allen Einzelheiten aufgezeigt wird, und deshalb ist es auch die Reaktion von dem ein oder anderen Polizisten verständlich. Auch dem Leser wird dies sehr nahegebracht und sehr deutlich beschrieben. Die Arbeit der Rechtsmedizinerin Sabine Yao wird hier sehr ausführlich erzählt und man kann sich vorstellen, dass diese Arbeit schon eine Berufung sein muss, da es sehr in das Private hineingeht. Die Story ist sehr gut nachvollziehbar, da der Autor immer wieder die einzelnen Schauplätze in den Kapitel aufzeigt. Der Leser weiß immer genau, wo der Thriller spielt. Sehr interessant ist neben dem Mord auch die Tatsache, dass die Expertise der Rechtsmedizinerin auch bei einem Pferderipper zum Tragen kommt. Sehr gut aufgebaut ist die Spannung in beiden Fällen und die Sprache ist sehr klar und deutlich.
Wer sich für die Arbeit der Rechtsmedizin in all seinen Facetten interessiert, ist in diesem Thriller und bei diesem Autor sehr gut aufgehoben. Der mit klarer Sprache und großem Fachwissen seines Stories erzählt. Ich habe es interessiert gelesen, aber auch gemerkt, dass das nicht mein Genre ist.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Mordserie in Glaubenthal

Helga räumt auf
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Die alt Frau Huber freut sich auf den Sommer, weil sie immer gerne vor ihrem Haus auf der Bank sitzt und in das tolle Landschaftsbild eintauchen will. Doch ihre Nachbarn die Grubmüllers rücken mit ihrem ...

Die alt Frau Huber freut sich auf den Sommer, weil sie immer gerne vor ihrem Haus auf der Bank sitzt und in das tolle Landschaftsbild eintauchen will. Doch ihre Nachbarn die Grubmüllers rücken mit ihrem Traktor an und graben das Land um, damit sie Mais pflanzen können. Kein netter Schachzug denkt sich Frau Huber. Bald ist auch wieder der letzte Schultag und dort wird immer des jungen David gedacht und an dem Tag findet man den alten Grubmüller tot in seiner Jauchegrube. Das findet Hanni auch nicht nett und auch der Polizist Swoboda ist ratlos. Während noch die Mördersuche im vollen Umfang läuft, wird Uschi Engelbert, die Tochter der Praxlhuberfamilie, tot aufgefunden. Für Frau Huber sieht das nach einer Serie aus und so mischt sie sich ein.
„Helga räumt auf“ von Thomas Raab ist der zweite Band mit der Ermittlerin Frau Huber. Es gibt zwei Hauptgruppen, um die es hier in diesem Krimi geht, die Praxlhubers und die Grubmüllers. Das sind zwei sehr dominante Familien in Glaubenthal und die trifft es sie sehr hart. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, denn sie sind auch jetzt nicht so sympathisch vom Autor dargestellt. Darauf basiert auch die Story, die der Autor mit sehr viel satirischem Blick erzählt. Manchmal ist es ein bisschen verwirrend, wie und was er erzählt, aber das wird zum Ende hin besser. Es ist so ein bisschen auch ein satirischer Blick auf eine Dorfgemeinschaft und die ist halt auch immer sehr speziell. Die Figuren, die der Autor zeichnet, sind schon sehr nach dem patriarchalischen Blick ausgerichtet und manchmal können einem die Frauen in der Story ein wenig leidtun. Aber das muss auch jeder Leser selber entscheiden. Und so nimmt der Krimi Tempo auf bis zum Ende, wenn man von Tempo hier reden kann, in dem recht gemütlichen Dorfleben, mit all seinem Sodom und Gomorrha. In diesem Verständnis ist der Krimi schon sehr amüsant zu lesen. Der Spannungsbogen ist auf jeden Fall gut entwickelt bis zum Ende.
Mein Fazit fällt sehr unheitlich aus, denn ich mag die Krimis von Thomas Raab, aber er ist halt keine leichte Kost, sondern durch die manchmal verschwurbelten Gedanken etwas gewöhnungsbedürftig. Das ist was mich ein wenig stört, aber trotzdem gibt es Freunde dieses Genres und für die ist er wirklich lesenswert.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Mord in der Kirche

Salute - Das letzte Gebet
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Paul Zeitler macht sich gerade fertig um an der Beerdigung seiner Vermieterin, Sofia Barone, die plötzlich verstorben ist, teilzunehmen. Er ist traurig über ihren Tod und weiß nun auch nicht, wie es mit ...

Paul Zeitler macht sich gerade fertig um an der Beerdigung seiner Vermieterin, Sofia Barone, die plötzlich verstorben ist, teilzunehmen. Er ist traurig über ihren Tod und weiß nun auch nicht, wie es mit ihm und seinem Café weitergeht. Vor der Beerdigung möchte er allerdings noch in die Kirche, um eine Kerze anzuzünden und findet natürlich wieder einen Toten. Doch bevor die Polizei kommt, verlässt er den Tatort. Doch Commissario Lanza hat ihn wahrgenommen und ist natürlich nicht erfreut über Pauls Anwesenheit. Der Tote ist Teil eines Start Ups das eine neue Technik für die Säuberung des Gardasees anbieten möchte. Das war nicht über all gut angekommen. Lanza und sein Team tappen lange im >Dunkeln, doch vielleicht kann Paul ja wieder helfen.
„Salute – das letzte Gebet“ von Friedrich Kalpenstein ist bereits der dritte Krimi mit den Ermittlern Lanza und Zeitler in Bardolino am Gardasee. Ein einfaches, aber treffendes Cover ziert diesen neuen Fall vom Gardasee. Diesmal wird die Ermittlungsarbeit von Commissario Lanza mehr in den Mittelpunkt gerückt, denn Paul Zeitler treiben eigene Sorgen um. Es geht um seine Existenz, denn seine Vermieterin, die ihn sehr unterstützte ist, plötzlich gestorben. Also kümmert er sich eher um seine Bar und einen Mitarbeiter, natürlich einen Studenten aus Deutschland. Da wächst ein neues Dreamteam heran. Natürlich war auch wieder die Journalistin von der örtlichen Zeitung, mit der er immer wieder ein wenig flirtet, und natürlich auch Lisa aus der Boutique von gegenüber, die ihm auch wohl gefällt. Aber Liebe ist noch kein Thema in dieser Reihe. Die Story ist sehr gut und plausibel angelegt und wird auch sehr bildhaft erzählt. Ich kann mich immer wieder gut in den Ort einfinden. Diesmal finde ich gut, dass sich Lanza und Zeitler immer mehr annähern, da ist noch Luft nach oben, aber immerhin. Der Spannungsbogen ist wieder sehr gut bis zum Ende aufgebaut und lässt den Leser lange Zeit im Dunkeln.
Ich mag die Reihe sehr, weil sie neben der Krimihandlung mich auch immer wieder in eine Urlaubsstimmung am Gardasee versetzt. Ich muss dieses Buch einfach empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Tödliche Bitcoins

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Joyce ist ganz aufgeregt, denn ihre Tochter Joanne heiratet Paul. Es sind viele Freunde und Verwandte anwesend. Als sie dann hinterher auseinander geht, findet Nick der Freund von Paul einen Sprengsatz ...

Joyce ist ganz aufgeregt, denn ihre Tochter Joanne heiratet Paul. Es sind viele Freunde und Verwandte anwesend. Als sie dann hinterher auseinander geht, findet Nick der Freund von Paul einen Sprengsatz unter seinem Auto. Das bringt natürlich den Murderclub auf die Tagesordnung. Elisabeth und Joyce machen sich auf den Weg, um die Kollegin von Nick aufzusuchen. Sie unterhalten sich mit Holly und als sie sich trennen, explodiert ihr Auto. Das treibt natürlich die Freunde dazu sich in die Ermittlungen einzumischen So kommen sie dazu, dass es sich um einen sehr hohen Betrag an Geld in Bitcoins handelt, den die beiden besitzen und den sie verkaufen wollten. Doch nun ist auch Nick verschwunden und die Herausforderung wird immer größer.
„Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code“ von Richard Osman ist nun der fünfte Band aus dieser Krimireihe und ich bin immer noch sehr begeistert. Die Ermittlungen übernehmen wieder die bekannten Personen aus der Seniorenresidenz und auch die Polizisten Donna Chris sind wieder beteiligt, obwohl überraschenderweise jemand anders den Fall der toten Holly übernimmt. Das hält Elisabeth und Joyce nicht davon ab, sich selber um diesen Fall zu kümmern. Joyce finde ich wie immer sehr erfrischend mit ihrer naiven Art und Weise, die eine sehr gute Partnerin für Elisabeth ist. Diese hat den Tod ihres Mannes zu verkraften und lebt in diesem Fall wieder richtig aus. Ron und Ibrahim haben auch mit dem Fall zu tun, aber auch noch private Ermittlungen zu tätigen. Der Autor gestaltet aber die Story so, dass er viele Enden in die Hand nimmt und sie mit der ihm eigenen Fantasie sehr gut zusammenbindet. Das ist es was ich an Richard Osman so schätze. Seine Stories sind nachvollziehbar, gut ein wenig neben dem Polizeialltag, aber sehr geschickt aufgebaut und in einer gut nachvollziehbaren Sprache erzählt. Ich entdecke immer das ihn auszeichnende Augenzwinkern in den Geschichten, die er erzählt. Der Spannungsbogen ist auch wieder sehr gut bis zum Ende entwickelt und hat natürlich Überraschungen parat.
Auch dieser Band hat mich wieder in seinen Bann gezogen und macht mich weiterhin zum Fan diese Mordclubs und ihren Beteiligten. Auch der Autor ist für mich ein sehr guter Geschichtenerzähler, so dass ich jedem dieses Buch ans Hertz legen kann und ach sehr gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Eine besondere Einladung

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Mimi wird von einer guten Bekannten zu einem Dinner und einer Auktion eingeladen. Eigentlich möchte sie da gar nicht hingehen, aber die Einladung war sehr deutlich, ein Absagen sei nicht möglich. Da sie ...

Mimi wird von einer guten Bekannten zu einem Dinner und einer Auktion eingeladen. Eigentlich möchte sie da gar nicht hingehen, aber die Einladung war sehr deutlich, ein Absagen sei nicht möglich. Da sie nicht alleine hingehen möchte, lädt sie ihre Enkelin Addie ein, mit der sie allerdings Krach hat, weil sie sich bei ihr schon lange nicht mehr gemeldet hat. Sie war mit ihrem Freund nicht einverstanden und das hat Addie ihr übel genommen. Da sie aber Stress mit ihm har, weil er sie aus ihrem gemeinsamen Business entfernt hat und sich von ihr auch getrennt hat, nimmt sie die Einladung an. Die Veranstaltung findet im Herrenhaus von Jane, der Gastgeberin statt und es sind noch ein Personen anwesend, die Mimi kennt, die ihr aber nicht sympathisch sind. Nach einem Abendessen kommt es zur Auktion auf der Mimi das Manga Memento Mori ersteigern soll. Es übersteigt zwar ihr Vermögen, doch sie bekommt den Zuschlag. Addie ist total verwirrt darüber, doch ihre Großmutter beruhigt sie. Noch am Abend tönt ein Schrei durch das Haus und die Gastgeberin Jane wird erstochen aufgefunden und der Mörder ist noch unter ihnen, da das Tor verschlossen wurde. Also beginnen Mimi und Addie mit den Ermittlungen, da ein Schneesturm ein Eintreffen der Polizei verhindert.
Der Krimi „Die Einladung – Mord nur für geladenen Gäste“ von Kelly Mullen ist ein wie ein Bühnenstück geschrieben. Das liegt sicher daran, dass es in einem abgeschlossenen Raum stattfindet ohne Kontakt zur Außenwelt. Das Cover zeigt es ganz deutlich an, ein einsames Landhaus im Schnee. Die Abgeschiedenheit kann man fühlen. Wie es sich für ein Bühnenstück gehört, beginnt auch noch ein Schneesturm, der die Abgeschiedenheit noch unterstreicht. Dieses Szenarium ist gut gewählt und auch die Zusammensetzung der Gäste. Alle haben irgendwie etwas zu verbergen. Genau dieses unterstreicht die Spannung, die in diesem Haus herrscht, nachdem es den ersten Mord gegeben hat. Die beiden Hauptakteure, Mimi und ihre Enkelin Addie, übernehmen auch gleich das Ermittlungskommando. Addie hat das Computerspiel Murderscape entwickelt und kennt sich so in der Taktik von Ermittlungen aus. Die beiden, Großmutter und Enkelin, waren sich lange nicht grün, doch hier entwickeln sie sich zu einem guten Team. Das ist sehr geschickt von der Autorin gewählt, da sich Addie auch persönlich positiv entwickelt. Das Stück hat alles, was es zur Spannung in einem alten Landhaus braucht, eine Zugbrücke, die nur durch einen Code heraufgezogen werden kann, Geheimgänge, die in die verschiedenen Zimmer führen und so natürlich immer wieder die Spannung ankurbeln. Und natürlich den Mord nicht zu vergessen und die Erpressung, die auch noch im Raum steht. Alles wohl überdacht aufgebaut und zu einem sehr spannenden Ende plausibel zusammengeführt. Auch die Sprache unterstützt die Bemühungen der Leser, diesen Fall zu lösen.
Ich finde diesen Krimi sehr gut gelungen und es hat Spaß gemacht den verschiedenen Wendungen zu folgen, so dass ich ihn sehr gut empfehlen kann.

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