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Veröffentlicht am 08.05.2026

Ein toller Auftakt

Wycherleys - Die Debütantin
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Die Geschichte spielt rund um einen Debütantinnenball, bei dem Hexen ihren magischen Partner, ihr Pendant, finden sollen. Im Mittelpunkt steht Aurelia Wycherley, die durch einen Fluch auf ihrer Magie eher ...

Die Geschichte spielt rund um einen Debütantinnenball, bei dem Hexen ihren magischen Partner, ihr Pendant, finden sollen. Im Mittelpunkt steht Aurelia Wycherley, die durch einen Fluch auf ihrer Magie eher als Außenseiterin gilt und deshalb auf dem Heiratsmarkt keine besonders beliebte Partie ist.

Aurelia hat mir als Hauptfigur wirklich gut gefallen. Sie ist freundlich, eher ruhig und nachdenklich, und man merkt schnell, dass sie sich trotz allem nicht unterkriegen lassen will.

Der Schreibstil liest sich angenehm leicht und hat oft diesen charmanten, leicht humorvollen Ton, der richtig gut zur Geschichte passt.

Auch Jules mochte ich sehr. Er erinnert schon ein bisschen an einen typischen Bridgerton-/Mr.-Darcy-Charakter eher reserviert, höflich und leicht steif am Anfang, aber genau das fand ich irgendwie sympathisch. Besonders schön fand ich, dass seine Gefühle für Aurelia eher subtil gezeigt werden und nicht direkt komplett offensichtlich sind.

Die Dynamik zwischen den beiden hat mir ebenfalls gefallen. Ihre Beziehung entwickelt sich eher langsam und baut zuerst auf Vertrauen und Vertrautheit auf, was gut funktioniert hat. Gerade die Fake-Dating-Idee zwischen ihnen war wirklich unterhaltsam. Aber ganz besonders hat mir die Freundschaft der beiden gefallen

Was ich allerdings ein bisschen schade fand: Ich hätte mir mehr Zeitungsartikel oder generell mehr Reaktionen der Gesellschaft auf Aurelia und Jules gewünscht. Immerhin verbringen die beiden sehr viel Zeit miteinander und ich hatte erwartet, dass mehr darüber geredet oder spekuliert wird. Gerade dieser gesellschaftliche Aspekt hätte für mich noch mehr Bridgerton-Vibes reinbringen können.

Die zweite Hälfte wurde stellenweise etwas chaotischer, weil viele Handlungsstränge zusammenlaufen. Dadurch wirkte das Ende auf mich leicht überhastet, auch wenn es meinen Lesespaß nicht wirklich kaputtgemacht hat.

Insgesamt ist das Buch aber eine wirklich süße, leichte und unterhaltsame Geschichte mit historischem Setting, Magie, Bällen und einer schönen Slow-Burn-Romance. Vor allem Fans von Bridgerton mit Fantasy-Elementen dürften hier viel Spaß haben.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine spannende Folge

Gruselkabinett - Folge 110
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Die Folge erinnerte mich stark an die Mumie (im positiven Sinne natürlich) und hat mir daher auch richtig gut gefallen.
Der Start erinnerte mich etwas an Sherlock Holmes wie der Bedienstete kam und um ...

Die Folge erinnerte mich stark an die Mumie (im positiven Sinne natürlich) und hat mir daher auch richtig gut gefallen.
Der Start erinnerte mich etwas an Sherlock Holmes wie der Bedienstete kam und um Hilfe bat seinen Herren zu finden.
Die Folge würde ich definitiv nicht als schaurig oder gruselig bezeichnen, da es doch mehr wie eine Abenteuergeschichte ist die einfach rückblickend erzählt wird.
Die Handlung mit dem Spiegel war besonders interessant. Genauso wie die Erzählweise. Dies wurde einfach von den Synchronsprechern sehr schön umgesetzt.
Im Großen und Ganzen eine tolle kurze Folge für einen nachmittag wenn man mal etwas spannendes hören möchte.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Guter Auftakt

Born of Salt and Storm
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Born of Salt and Storm hat mir insgesamt echt gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich leicht lesen, sodass man gut in die Geschichte reinkommt.

Was mich am Anfang etwas überrascht ...

Born of Salt and Storm hat mir insgesamt echt gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich leicht lesen, sodass man gut in die Geschichte reinkommt.

Was mich am Anfang etwas überrascht hat, war das mehrseitige Glossar. Das wirkte erstmal ein bisschen viel und hat eher an klassische High Fantasy erinnert, was den Einstieg leicht erschwert hat. Sobald man aber in der Geschichte drin ist, legt sich das schnell.

Die Handlung rund um Tavi und ihre Suche nach der Wahrheit über das Seeglas fand ich spannend. Es passiert wirklich viel und rückblickend ist die Geschichte ziemlich actionreich. Langweilig wird es auf jeden Fall nie, und trotz der Länge hat das Buch ein gutes Tempo.

Manchmal haben mich die Entscheidungen der Charaktere etwas irritiert, aber wenn man ihre Hintergründe bedenkt, ergibt vieles doch Sinn. Gerade das macht die Figuren auch irgendwie nachvollziehbar, auch wenn man nicht immer alles gutheißen kann.

Als Romantasy würde ich das Buch allerdings nur eingeschränkt bezeichnen. Die Romance ist eher subtil und tritt in den Hintergrund. Zwischen Tavi und Eero hätte ich mir gerade am Anfang etwas mehr Chemie gewünscht, da da erstmal nicht so viel rüberkam.

Dafür punktet das Buch umso mehr mit seiner Welt. Die maritime Atmosphäre ist wirklich gelungen und macht neugierig darauf, noch mehr darüber zu erfahren.

Für ein Debüt finde ich Born of Salt and Storm auf jeden Fall gelungen und ich bin gespannt, was die Autorin als Nächstes schreibt.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Zwischen Krieg und Gefühlen

Wütender Sturm (Die Farben des Blutes 4)
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Ich habe War Storm jetzt zum zweiten Mal gelesen und muss sagen, man kommt trotz der längeren Pause seit Band 3 echt gut wieder in die Geschichte rein. Das fand ich schon mal richtig positiv.

Was mir ...

Ich habe War Storm jetzt zum zweiten Mal gelesen und muss sagen, man kommt trotz der längeren Pause seit Band 3 echt gut wieder in die Geschichte rein. Das fand ich schon mal richtig positiv.

Was mir besonders aufgefallen ist: das Pacing. Das Buch ist zwar ziemlich dick, aber im Gegensatz zu Glass Sword oder teilweise auch King’s Cage hatte ich hier kaum das Gefühl, dass sich etwas zieht. Jede Szene hat irgendwie ihren Zweck und treibt die Handlung weiter voran, was ich echt gut fand.

Die Charaktere sind hier wieder ein großer Punkt und ich glaube, sie entscheiden auch, wie sehr man das Buch am Ende mag. Für mich standen ganz klar Mare, Cal, Cameron, Gisa und vor allem Evangeline im Fokus. Gerade Evangeline hat in diesem Band nochmal deutlich mehr Tiefe bekommen, vor allem durch ihre eigene Perspektive, was ich richtig gut fand. Insgesamt gibt es fünf Perspektiven, was ich größtenteils okay fand aber Iris hat mich ehrlich gesagt gar nicht interessiert.

Was mir richtig gut gefallen hat: Dieses Buch fühlt sich wirklich wie Krieg an. Nicht nur die großen Schlachten, sondern auch die inneren Konflikte der Charaktere. Das war teilweise echt intensiv und hat die Stimmung gut rübergebracht.

Das Ende… da bin ich ein bisschen zwiegespalten. Ich verstehe total, warum es so geschrieben wurde, gerade weil die Charaktere in so kurzer Zeit extrem viel durchgemacht haben. Trotzdem hätte ich mir im Epilog vielleicht einen kleinen Zeitsprung gewünscht und noch ein paar gemeinsame Szenen zwischen bestimmten Charakteren.

Insgesamt ist War Storm für mich ein starker Abschluss der Reihe mit gutem Pacing, viel Drama und intensiven Momenten auch wenn ich mir beim Ende noch ein kleines bisschen mehr gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Es geht spannend weiter

The Ravages of Time
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Der Einstieg in Band 3 hat mir direkt richtig gut gefallen. Gerade die Gedanken der Soldaten über Ehre und Tod fand ich spannend, vor allem weil das Ganze so gut zu Lü Bü überleitet. Mit ihm wird es sowieso ...

Der Einstieg in Band 3 hat mir direkt richtig gut gefallen. Gerade die Gedanken der Soldaten über Ehre und Tod fand ich spannend, vor allem weil das Ganze so gut zu Lü Bü überleitet. Mit ihm wird es sowieso nie langweilig.

In diesem Band liegt der Fokus noch stärker auf Politik, Kriegskunst und Machtfragen. Es geht viel um Strategien, Intrigen, Allianzen und Verrat also genau das, was man aus der Reihe kennt, aber hier nochmal intensiver. Ich glaube, wer sich für solche Themen oder auch für Sachen wie Sun Tzu interessiert, wird hier richtig auf seine Kosten kommen.

Was mir persönlich am besten gefallen hat, waren wieder die Szenen mit den Krüppelkriegern. Ihre Dynamik, wie sie miteinander umgehen, zusammen kämpfen und sich gegenseitig vertrauen, ist einfach richtig stark geschrieben. Davon hätte ich mir ehrlich gesagt noch mehr gewünscht.

Auch die Kampfszenen haben mir richtig gut gefallen. Sie sind spannend umgesetzt und vor allem richtig gut gezeichnet, was sie noch intensiver macht.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich waren die Zeitsprünge und Szenenwechsel. Man ist gerade noch bei einer Gruppe und im nächsten Kapitel plötzlich wo ganz anders. Das ist zwar nicht unverständlich, aber manchmal hat es mich ein bisschen rausgebracht. Dazu kommt, dass wieder viele neue Charaktere eingeführt werden. Einerseits macht das die Welt größer und interessanter, andererseits hätte ich mir gewünscht, mehr Zeit mit den bereits bekannten Figuren zu verbringen.

Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass sich die Handlung ein kleines bisschen zieht, einfach weil so viel Fokus auf Strategie und Politik liegt. Trotzdem bleibt es durchgehend spannend.

Insgesamt ist Band 3 wieder ein starker Teil der Reihe, vor allem wenn man die komplexe Story und die vielen Intrigen mag. Für mich persönlich bleiben aber die Charaktermomente besonders mit den Krüppelkriegern das absolute Highlight.

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