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Veröffentlicht am 03.07.2025

Spannender Cold Case Fall an der Nordseeküste

Nordwestzorn
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Inhalt:

St. Peter-Ording: Anna Weber, Kommissarin bei der örtlichen Polizei wird in ihrem neuen Fall mit Ereignissen konfrontiert, die 15 Jahre in der Vergangenheit liegen. Damals verschwand ein Junge ...

Inhalt:

St. Peter-Ording: Anna Weber, Kommissarin bei der örtlichen Polizei wird in ihrem neuen Fall mit Ereignissen konfrontiert, die 15 Jahre in der Vergangenheit liegen. Damals verschwand ein Junge aus einem Sommercamp in der Nähe von St. Peter-Ording, der Junge wurde nie gefunden. Damals wurden 3 Männer verdächtigt, jedoch kam es nie zu einer Verurteilung, jedoch konnten die Männer den damaligen Verdacht nie ganz abstreifen. Einer von ihnen, der damalige Camp-Leiter, kommt nach vielen Jahren zurück in den Ort und verschwindet nach kurzer Zeit wieder. Hat sein Verschwinden etwas mit dem alten Fall zu tun und liegen die Gründe dafür eventuell in der Vergangenheit begründet?

Meine Meinung:

Ich kannte den ersten Teil der Reihe nicht und war daher dankbar, dass die Autorin auch neue Leser gut mit in die Geschichte genommen hat. Es gibt einige Rückblenden, in denen die Vorgeschichte aufgenommen wird und so lernt man die Charaktere sehr gut kennen. Sehr gut haben mir auch die Ausflüge in das Privatleben der Protagonisten gefallen, da es mir immer sehr wichtig ist, diese auch als Menschen kennenzulernen.

Die Handlung ist sehr spannend und gut durchdacht. Sie hält immer wieder Überraschungen parat und besonders gut haben mir die Rückblenden zu den Ermittlungen vor 15 Jahren gefallen, so dass man auch erfährt, was damals passiert ist und was dazu geführt hat, dass der Fall damals nicht aufgeklärt werden konnte. So ergibt sich eine gute Mischung aus Aufarbeitung eines Cold Cases und einem aktuellen Fall.

Besonders gut hat mir auch der Handlungsort gefallen. Ich war letztes Jahr selber dort und kann mir die Orte der Handlung daher selber sehr gut vorstellen.
Mir gefällt auch der besondere Flair des Nordens, der durch dieses Buch weht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu lesen. Besonders gut hat mir hier die bildhafte Sprache der Autorin gefallen, die es dem Leser leicht macht, sich die Handlung vorzustellen und in die einzutauchen.

Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um einen spannenden Krimi, der Leser mit einer spannenden, gut durchdachten Handlung fesselt und mit auf eine Reise an die Nordsee nimmt. Für mich hat sich die Lektüre gelohnt.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Eine Reise ins alte London

Die Brücke von London
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London 1749:

Juliana Hamley muß nach dem Tod ihres Mannes ihren Tuchladen den Tuchladen alleine weiterführen. Ihr Geschäft liegt auf der alten London Bridge. Die Geschäften laufen jedoch schlecht, ihr ...

London 1749:

Juliana Hamley muß nach dem Tod ihres Mannes ihren Tuchladen den Tuchladen alleine weiterführen. Ihr Geschäft liegt auf der alten London Bridge. Die Geschäften laufen jedoch schlecht, ihr Mann hat ihr viele Schulden hinterlassen und dann soll auch noch eine neue Brücke gebaut werden.
Juliana wachsen die Probleme über den Kopf und so sieht sie keinen anderen Ausweg mehr, als sich auf das Schmuggelgeschäft einzulassen. Unterstützung erhält sie von dem Straßenjungen Alder und dem neuen Gehilfe des Brückenmeisters.
Auch ein dunkles Geheimnis lastet auf der London Bridge.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine sehr spannender historischer Roman, der den Leser mit auf eine Reise in das alte London nimmt. Juliana ist ein pfiffige, junge Frau, die sich auch von dem frühen Tod ihres Mannes nicht von ihrem Weg abbringen läßt.
Zusammen mit Alder und seinen Freunden findet sie ihren Weg, was für die damalige Zeit für eine Frau eher ungewöhnlich war.
Sehr bildlich wird auch das alte London beschrieben, das Leben auf der Brücke, aber auch die einsetzenden Veränderungen durch den Bau der neuen Brücke.
Die Geschichte ist sehr angenehm flüssig geschrieben. Die Charaktere sind gut gezeichnet und es macht Spaß mit Juliana in die Vergangenheit zu reisen.
Dieses Buch ist absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Vergangenheitsbewältigung in den 50er Jahren

Die Erbin
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Inhalt:

Köln, in den 50er Jahren. Cosima ist Mitglied der vermögenden Industriellen Familie Liefenstein. Sie investiert einen Teil ihres Erbes in eine Stiftung für bedürftige Frauen. Im Rahmen dieser ...

Inhalt:

Köln, in den 50er Jahren. Cosima ist Mitglied der vermögenden Industriellen Familie Liefenstein. Sie investiert einen Teil ihres Erbes in eine Stiftung für bedürftige Frauen. Im Rahmen dieser Arbeit lernt sie den Journalisten Leo Marktgraf kennen, der sich aktuell mit Nachforschungen zum Tod eines Freundes beschäftigt. Er wurde am Rheinufer tot aufgefunden, nachdem er schwere Anschuldigungen gegen die Familie Liefenstein erhoben hat. Neugierig geworden stellt Cosima jetzt selber Nachforschungen zur Familiengeschichte an, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens und des Widerstandes. In den 50er Jahres gibt es in Deutschland vielen Menschen, die die Ereignisse während der Nazi-Zeit verstecken möchten.




Meine Meinung:
Dieses Buch ist absolut fesselnd. Es nimmt ein wichtiges Thema auf und entwickelt daraus eine spannenden Roman.
Cosima ist eine starke Frau, die sich gegen die Wiederstände ihrer Familie mit der Familiengeschichte beschäftigt und dabei auf düstere Geheimnisse stößt, die ihre Onkel gerne verborgen halten wollten.
In der damaligen Zeit gab es nicht viele Menschen, die bereit waren, sich den Ereignissen in der jüngeren deutschen Geschichte zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Autorin schafft es sehr gut, die Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung zu vermitteln. Man hatte keine Lust mehr sich mit den schlimmen Ereignissen zu beschäftigen und schon gar nicht war man bereit, die eigene Schuld ein zu gestehen.
Genau dieses Thema nimmt dieses Buch auf und beschreibt diesen Konflikt anhand einer fiktiven Familie.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Charaktere sind sehr gut gezeichnet.
Dieses Buch ist für mich eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Eine Reise in bewegte ZEiten

Im Wind der Freiheit
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Inhalt:

Deutschland 1848. Das Land ist im Aufruhr. Die Bevölkerung lehnt gegen die Macht und Zensur der herrschenden Fürsten. Wir erleben diese Zeit zusammen mit Susanne, eine junge Frau aus armen Verhältnissen, ...

Inhalt:

Deutschland 1848. Das Land ist im Aufruhr. Die Bevölkerung lehnt gegen die Macht und Zensur der herrschenden Fürsten. Wir erleben diese Zeit zusammen mit Susanne, eine junge Frau aus armen Verhältnissen, die in einer Spinnerei arbeitet. Die Zustände dort sind erschreckend, kein Arbeits- und Gesundheitsschutz, sehr schlecht Bezahlung und lange Arbeitszeiten. Luise, die zweiter Protagonistin stammt aus einer reichen Familie und sie arbeitet als Schriftstellerin.

Meine Meinung:

Die beiden Protagonistinnnen spiegeln zwei extreme der damilgen Gesellschaft wieder. Die Arbeiterin, die für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpft, und die Tochter aus gutem Haus, der Pressefreiheit und politische Freiheiten wichtig sind.
Sehr schön wird hier deutlich, welcher Luxus diese Freiheiten sind, während andere Menschen für eine elementare Verbesserung der grundlegenden Lebensbedindungen kämpfen.

Aus ihre Art sind beide Frauen ungewöhnlich für ihre Zeit, Susanne, die aus reiner Not zu den Revolutionären stößt und Luise, die elementare Not nicht kennt und den Kampf um mehr Freiheit als eine Art Beschäftigung sieht.

In diesem Buch erwachen viele wichtige historische Personen zum Leben und so kann man als Leser Teil der Ereignisse werde, die ja die erste Demokratiebewegung waren. Sehr spannend werden diese Ereignisse beschrieben und doch werden viele historische Ereignisse spannend beschrieben und historische Ereignisse wieder zum LEben erweckt.

Dieses Buch bietet eine spannende Geschichte, die auf gut recherchierten historischen Ereignissen beruht und ist daher absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Ein etwas anderer Krimi

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Inhalt:

Tommi hat sich auf Zeit von seiner Freundin getrennt und überbrückt die Zeit in dem alten Wohnmobil seines Vaters. Die einzige Kontaktperson in dieser Zeit ist Svetlana, die ukrainische Putzfrau, ...

Inhalt:

Tommi hat sich auf Zeit von seiner Freundin getrennt und überbrückt die Zeit in dem alten Wohnmobil seines Vaters. Die einzige Kontaktperson in dieser Zeit ist Svetlana, die ukrainische Putzfrau, die bei ihm für Ordnung sorgt und sich auch langsam mit ihren Lebensweisheiten zu einer richtigen Freundin und Partnerin bei den Ermittlungen entwickelt.
Der Fall beginnt, als die beiden ein kleines Mädchen an einem Waldrand finden und es der Polizei übergeben. Für Tommi ist der Fall damit erledigt, aber Svetlana läßt das Schicksal dieses Kindes nicht los, besonders nicht, als klar wird, dass das Mädchen ebenfalls aus der Ukraine stammt. Als ungleiches Ermittlerpaar beginnen die beiden mit den Nachforschungen, um die Hintergründe des einsamen Kindes zu ermitteln.

Meine Meinung:

Dieser Krimi war für mich anders als erwartet. Es hat relativ lange in der Handlung gedauert, bis sich der Fall aus der Rahmenhandlung herauskristallisierte. Eigentlich besteht das Buch aus zwei zentralen Handlungssträngen. Einmal Tommi und sein Leben im Wohnmobil, seine Beziehung zu Svetlana und ihrem Lebenswitz. Zum zweiten der Fall des gefundenen Mädchens und der Suche nach den Hintergründen.

Ich hatte zu Beginn des Buches etwas Probleme den Krimi in der Gesamthandlung zu finden. Das kam erst nach einigen Seiten und dann war aber schnell klar, daß sich hier ein interessanter Fall entwickelt. Leider hat der Fall auch einiges an Gegenwartsbezug, denn die Mutter des Mädchens ist aus der Urkraine geflohen. Mehr soll hier nicht verraten werden….

Ab diesem Punkt ist die Handlung spannend, an vielen Stellen witzig, aber nie blutig oder grausam, auch wenn der Hintergrund der Geschichte eigentlich sehr ernst ist. Leider stellte sich mir immer wieder die Frage, wie realistisch der Fall ist. Kann sich das Ganze so in der Realität abspielen, ich habe da so meine Zweifel.

Das ist auch der Kritikpunkt, den ich habe. Mir ist es beim Lesen wichtig, daß das Geschriebene realistisch ist und da habe ich hier etwas Zweifel. Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben und auch die ist logisch aufgebaut, ich glaube aber nicht, daß der Fall realistisch ist.

Also insgesamt eine schöne Geschichte, die für mich etwas weniger auf witzig gemacht sein sollte, dafür etwas mehr realistisch. Aber für Leser, die gute Unterhaltung suchen ist das Buch sehr lesenswert, man darf aber keinen ernsthaften Krimi erwarten.

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