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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Bittersüß

Life's Too Short
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Nach dem Vanessa ihre Mutter und Schwester an an eine erbliche Form von ALS verloren hat wird ihr bewusst, wie wertvoll jeder Tag ist. Deswegen kostet sie ihr Leben in vollen Zügen aus und jettet als Reisebloggerin ...

Nach dem Vanessa ihre Mutter und Schwester an an eine erbliche Form von ALS verloren hat wird ihr bewusst, wie wertvoll jeder Tag ist. Deswegen kostet sie ihr Leben in vollen Zügen aus und jettet als Reisebloggerin durch die Welt. Doch damit ist Schluss, als ihre Halbschwester ein Neugeborenes bei Vanessa absetzt und verschwindet. In ihrer Überforderung kommt ihr Nachbar Adrian zu Hilfe - doch Vanessa hat gute Gründe, ihn auf Abstand zu halten...

Meinung:
Ich hatte etwas Sorge, dass mir der Single Parent Trope so gar nicht zusagt. Glücklicherweise stand das aber gar nicht so im Fokus (was etwas unrealistisch ist, denn so ein Baby bestimmt gewöhnlich den kompletten Alltag).

Der durchgeplante Anwalt und Kopfmensch Adrian ist der perfekte Gegenpol zur impulsiven und extrovertierten Vanessa. Er wird schnell zum Ruhepol im Wirbelsturm ihres Lebens und ist oft Retter in der Not. Im Gegenzug gibt Vanessa ihm etwas von ihrer Spontaneität ab.

Dennoch hat mir diesmal etwas die Leichtigkeit und der Humor gefehlt, den ich sonst bei den Bücher von Abby Jimenez liebe. Die ernsten Themen überwiegen - aber auch das darf mal sein!

Fazit: Auch wenn es diesmal kein happy Wohlfühlroman war, hat mich die bittersüße Liebesgeschichte mit all seinen Höhen und Tiefen doch berührt!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Auf Spurensuche

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
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18 Jahre nach dem Mord an der jungen Ute kommt Bewegung in den Cold Case. Eine DNA-Datenbank zur Ahnenforschung liefert plötzlich einen potentiellen Täter - und zwar niemand anderen als Ruben Rickleff, ...

18 Jahre nach dem Mord an der jungen Ute kommt Bewegung in den Cold Case. Eine DNA-Datenbank zur Ahnenforschung liefert plötzlich einen potentiellen Täter - und zwar niemand anderen als Ruben Rickleff, den erfolgreichen Hamburger Unternehmer. Doch der beteuert seine Unschuld. Kann DNA-Forensikerin May Barven die Wahrheit herausfinden?

Meinung:
Bei diesem Buch hat mir besonders die Mischung aus fiktivem Fall und echten wissenschaftlichen Fakten gefallen. Die biologischen und rechtlichen Hintergründe sowie die Geschichte der Strafverfolgung mittels DNA sind gelungen in die Story eingewoben. Auch die aktuelle Diskussion um Chancen und Gefahren der DNA-Analyse bekommt ihren Platz.

Erzählt wird die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Ruben und May, sondern unter anderem auch des Privatdetektivs Tarek und vielen anderen Nebenfiguren. Das war mir stellenweise zu sprunghaft und hat den Lesefluss gestört.

Zudem haben May und Tarek jeweils noch andere aktuelle Fälle, wodurch der Fokus auf den eigentlichen Cold Case manchmal verloren geht.

Abgesehen davon ist es ein spannender Kriminalfall mit einer interessanten neuen Ermittlerin. Ein zweiter Band mit der Forensikerin Dr May Barven ist in Planung.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein Fantasy Highlight!

Heir of Illusion
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"Heir of Illusion" hat alles, was ein perfektes Romantasy Buch braucht: Götter und Fae, dazu eine Badass Protagonistin und einen mysteriösen Shadow Daddy.

Darum geht's:
Ivy ist Illusionistin und als ...

"Heir of Illusion" hat alles, was ein perfektes Romantasy Buch braucht: Götter und Fae, dazu eine Badass Protagonistin und einen mysteriösen Shadow Daddy.

Darum geht's:
Ivy ist Illusionistin und als Phantom des Königs nutzt sie ihre Fähigkeiten, um dessen Feinde auszulöschen. Viel Mitspracherecht hat sie nicht, da der König sie mit einem verzauberte Halsring seinem Willen unterwirft. Es gibt genau eine Waffe, mit der Ivy sich befreien könnte - doch genau die wurde gestohlen. Bei der Suche nach der Waffe geht Ivy ein Bündnis mit dem Seelenfänger Thorne ein - doch kann sie ihm trauen?

Meinung:
Die vielschichtigen Charaktere, die fühlbare Tension zwischen Ivy und Thorne, die Geheimnisse und Wendungen - all das hat mich wirklich begeistert. Dazu kam dann noch ein Ende, mit dem mich die Autorin kalt erwischt.

Fazit: ein mitreißender Auftakt mit starken Figuren, einem stimmigen Weltenbau und einer knisternden Liebesgeschichte!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Dystopie mit Stärken und Schwächen

To Cage a Wild Bird
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Ein düsteres Endzeit-Szenario und ein grausamer Wettkampf um Leben und Tod. Wenn ihr auf Tribute von Panem Vibes steht, ist "To Cage a Wild Bird" genau das Richtige für euch!

Darum geht's:
Raven ist ...

Ein düsteres Endzeit-Szenario und ein grausamer Wettkampf um Leben und Tod. Wenn ihr auf Tribute von Panem Vibes steht, ist "To Cage a Wild Bird" genau das Richtige für euch!

Darum geht's:
Raven ist Kopfgeldjägerin und hat schon viele Verbrecher ins gefürchtete Gefängnis Endlock gebracht. Als ihr eigener Bruder dort landet, folgt sie ihm und versucht das Unschaffbare: den Ausbruch. Dabei bekommt sie unerhoffte Unterstützung - nicht nur von Mitgefangenen, sondern auch vom attraktiven Wachmann Vale.

Meinung:
Das Setting im Gefängnis war abwechslungsreich und die grausamen Jagdspiele haben den Spannungsbogen bis zum Schluss hochgehalten.

Die Liebesgeschichte zwischen Raven und Vale hätte ein schöner Gegenpol sein können, entwickelte sich aber zu schnell und war zu gewollt. Dafür überzeugt der Found Family Aspekt zwischen der kleinen Gruppe aus Gefangenen, die den Widerstand plant.

Die dystopische Welt von Dividium bleibt lange Zeit blass und wage, hier hätte ich mir an früherer Stelle im Buch mehr Details gewünscht. Dennoch ist der Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Klassen gut ausgearbeitet. Ich hoffe, im nächsten Teil bekommen wir noch tiefere Einblicke.

Fazit: solider Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht!

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Starker Debütroman mit wichtiger Thematik

Hazel sagt Nein
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Mit "Hazel sagt Nein" erzählt die Autorin Jessica Berger Gross eine erschreckend reale und höchst aktuelle Geschichte. Die Thematik ist keine leichte Kost, und doch schafft die Autorin es, Leichtigkeit ...

Mit "Hazel sagt Nein" erzählt die Autorin Jessica Berger Gross eine erschreckend reale und höchst aktuelle Geschichte. Die Thematik ist keine leichte Kost, und doch schafft die Autorin es, Leichtigkeit und Humor mit einzuweben.

Darum geht's:
Am ersten Schultag am neuen Wohnort wird Hazel von ihrem Direktor sexuell belästigt. Mit ihrem entschiedenen Nein löst Hazel eine Kettenreaktion aus, die bald große Wellen schlägt und das Leben der ganzen Familie auf den Kopf stellt.

Meinung:
Hazel, ihr Bruder Wolf und deren Eltern werden authentisch dargestellt. Die wechselnden Perspektiven dieser vier Personen beleuchten die Ereignisse dabei von allen Seiten und erzählen nachvollziehbar von den täglichen Kämpfen, die jeder von ihnen bestreiten muss. Dazu gehören Hazels Zerrissenheit, die Anpassungsschwierigkeiten des pubertären und neurodiversen Wolf, Claires Midlife-Crisis und Gus' Fehltritt an der Uni.

Beleuchtet wird nicht nur der Übergriff und Machtmissbrauch durch den Direktor, sondern auch die Macht der sozialen Medien mit all seinen positiven und negativen Seiten sowie die soziale Dynamik in der Kleinstadt.

Fazit: Ein berührender Gesellschaftsroman, der zum Nachdenken anregt und mich noch länger beschäftigt hat.

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