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Veröffentlicht am 10.04.2021

Späte Rache für erlittenes Leid

Mordsand
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Der Kriminalroman "Mordsand" ist der vierte Band der Elbmarsch-Krimi-Reihe von Romy Fölck aus dem Lübbe Verlag.

Ein junges Paar entdeckt am Sandstrand der kleinen Insel Bargsand an der idyllischen Unterelbe ...

Der Kriminalroman "Mordsand" ist der vierte Band der Elbmarsch-Krimi-Reihe von Romy Fölck aus dem Lübbe Verlag.

Ein junges Paar entdeckt am Sandstrand der kleinen Insel Bargsand an der idyllischen Unterelbe den Schädel eines Skeletts. Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Mordkommission Itzehoe übernehmen den Fall. Es handelt sich um die Leiche eines männlichen Toten, der an Händen und Füßen gefesselt dort vor dreißig Jahren vergraben wurde. Als kurze Zeit später auf einer anderen Elbinsel erneut eine vor kurzem im Sand eingegrabene Leiche gefunden wird, nimmt die Ermittlung an Brisanz zu. Die Spur führt in die ehemalige DDR zu einem Jugendwerkhof. Wie hängen die Fälle zusammen?

Frida und Bjarne sind ein tolles Ermittlerteam, beide sind sympathische Protagonisten, über deren Privatleben man in diesem Krimi auch wieder einiges erfährt. Die Fälle werfen zu Beginn einige Rätsel auf, denn zwischen den Taten liegt eine Zeitspanne von 30 Jahren.

Richtig mitgenommen und emotional berührt haben mich die dramatischen Rückblenden, die in den 80er Jahre spielen und uns schreckliche Ereignisse von Jugendlichen in einem Jugendwerkhof in der ehemaligen DDR vor Augen führen. Dieses dunkle Kapitel der DDR zeigt die unbarmherzige Härte, mit der die jungen Bewohner malträtiert und gedrillt wurden, um ihnen sozialistischen Gehorsam einzubläuen. Auch das Gruppengefüge der Jugendlichen untereinander war keinesfalls sozial, denn sie wurden gegeneinander ausgespielt. Man kann sich gut vorstellen, dass alles so stattgefunden haben könnten. Schnell wird klar, diese Vorgänge müssen der Schlüssel zu den Leichenfunden an der Elbe sein, aber man tappt weiter im Dunkeln, denn die Polizeiarbeit zeigt keine heiße Spur. Erst ein Zufall bringt die Ermittlungen in die entscheidende Richtung.

Romy Fölcks Schreibstil liest sich absolut flüssig und ihre bildhaften Beschreibungen der Elblandschaft untermalen die Szenerie auf wunderbare Weise. Die Dialoge sind auf den Punkt, zeigen die Polizeiarbeit aus nächster Nähe und vermitteln einen authentischen Verlauf der Ermittlungen. Diese werden allerdings immer von einigen Vorkommnissen unterbrochen, was dem Krimi einen romanhaften Charakter verleiht. Gegen Ende sorgt ein fesselnder Showdown noch einmal für einen Anstieg der Spannungskurve.

Dieser Fall erinnert an das dunkle Kapitel von Jugendwerkhöfen der DDR und lässt den Leser nachdenklich werden. Dieses Leid sollte nicht in Vergessenheit geraten. Ein interessanter Kriminalfall mit lesenswerter Elbmarsch-Stimmung und sympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 09.04.2021

Was wir schon immer mal über Seepferdchen wissen wollten!

Crazy Horse
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Als Wissenschaftsjournalist schreibt Till Hein für mare Porträts über Flossentiere, so auch in seinem neuen Buch "Crazy Horse".

Seepferdchen gehören zu den Knochenfischen, sie schweben langsam und geradezu ...

Als Wissenschaftsjournalist schreibt Till Hein für mare Porträts über Flossentiere, so auch in seinem neuen Buch "Crazy Horse".

Seepferdchen gehören zu den Knochenfischen, sie schweben langsam und geradezu aufrecht durch das Wasser. Ihr pferdeähnlicher Kopf verleiht ihnen ein putziges Aussehen, vielleicht erfreuen sich diese Tiere deshalb so sehr menschlicher Beliebtheit.

»Als er das Seepferdchen erschuf, war Gott wahrscheinlich besoffen.« Meeresbiologe Jorge Gomezjurado

Seepferdchen sind ganz besondere Lebewesen, es gibt über 40 verschiedene Arten. Sie sind anmutige Tänzer, Meister der Tarnung und bei ihnen werden die Männchen schwanger. Man findet sie weltweit in tropischen und gemäßigten Meeren, dort leben sie u.a. in Seegraswiesen. Auch wenn sie nur wenige Freßfeinde haben, gehören sie doch zu den sehr gefährdeten Tiergattungen, ihr Feind ist der Mensch durch intensive Befischung der Weltmeere und massive Zerstörung ihrer Lebensräume und im asiatischen Raum gelten sie in der traditionellen Medizin als heilend und potenzsteigernd.

Was fasziniert die Menschen so an diesen kleinen, trägen Pferdchen? Sie schwimmen träge und aufrecht tänzerisch durch das Wasser und sind damit so ganz anders als Fische. Das Freßverhalten dieser kleinen Tiere ist enorm, sie sind effektive Jäger. Mit ihrer Wunderwaffe, dem "Saugschnappen" bringen sie in 9 von 10 Fällen ihr angepeiltes Beutetier, meistens Ruderfußkrebse, zur Strecke. Wie das genau vonstatten geht, wird im Buch detailgetreu beschrieben.

Besonders für Genderforscherinnen ist die Schwangerschaft der Männchen ein Grund, auch die Geschlechterrollenverteilung in der menschlichen Gesellschaft zu hinterfragen. Die biologischen Grundlagen, die das dem Tier ermöglichen, erfährt man auf unterhaltsame Weise, die das nötige biologische Wissen verständlich erklärt.

Für alle Buchfreunde unter uns: Auch Joachim Ringelnatz hatte ein Faible für diese Tiere, er fühlte sich mit ihnen seelenverwandt, widmete ihnen ein Gedicht und änderte sogar seinen eigentlichen Namen (Hans Gustav Bötticher).

Gehören diese Tiere in Aquarien? Kann man ihnen das antun und was ist dabei zu beachten. Hierzu gibt es einige Informationen und Erfahrungsberichte von Elena Theys, ihres Zeichens Seepferdchenflüsterin aus Visselhövede. Sie widmet ihr ganzes Interesse ihrer Meerestier-Zoohandlung und dort finden sich auch viele Seepferdchen. Die Haltung ist alles andere als einfach, doch wer sich dafür interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Die Robotik und Bionik verbindet Grundsätze aus der Biologie und setzt sie in Technik um. Hier sind der Greifschwanz der Seepferdchen und der Panzer der Tiere besonders interessant.

Die weltweite Bedrohung dieser Tiere schreitet weiter voran, Schuld ist vor allem der weltweite Handel als "Heilmittel" im asiatischen Raum. Leider sind die Zahlen erschütternd, sie kommen häufig auch als Beifang in den Schleppnetzen der Trawler ums Leben. Aber auch die Überdüngung der Meere nehmen den Tieren ihren gesunden Lebensraum. Wo Seepferdchen leben, ist das Wasser noch sauber, sie sind also eine Art Frühwarnsystem, auf das wir Menschen reagieren sollten.

Mir hat dieses Buch wieder die Augen geöffnet, dass der Mensch für die Tierwelt die größte Gefahr darstellt. Es ist bedauerlich, wie sehr Menschen dem Irrglauben der Heilwirkung hinterher rennen und damit diese Tiere dem Aussterben aussetzen.

Sehr informativ, unterhaltsam und auch für Laien geeignet, erzählt Till Hein von kuriosen Erkenntnissen der aktuellen Forschung, geht Mythen auf den Grund und lüftet einige Geheimnisse über die verrückten Pferde der See. Auch die Gefährdung dieser selten gewordenen Tierart erklärt er sehr umfassend.

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Ein Roman für schöne Lesestunden mit Wohlfühleffekt

Bernsteinsommer
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Der Roman Bernsteinsommer von Anne Barns erscheint im Harper Collins Verlag.

Christina führt als Konditorin ein eigenes Café in Frankfurt, doch in ihrem Leben läuft gerade einiges nicht ganz so gut. ...

Der Roman Bernsteinsommer von Anne Barns erscheint im Harper Collins Verlag.

Christina führt als Konditorin ein eigenes Café in Frankfurt, doch in ihrem Leben läuft gerade einiges nicht ganz so gut. Sie steht kurz vor der Scheidung mit ihrem Mann und trifft wieder auf Lukas, den sie von früher kennt. Mit ihrer Mutter kümmert sie sich liebevoll um ihren Vater, der an Demenz erkrankt ist. Seine Bilder von früher schmücken die Wände ihres Bistros und als sie seine Malsachen durchsieht, entdeckt sie unbekannte Gemälde, die nicht von ihm stammen können. Sie macht sich auf die Suche und findet auf Rügen Spuren der Vergangenheit ihrer Familie.

In Anne Barns Roman reist man von Frankfurt nach Rügen und Hiddensee und erlebt eine unterhaltsame Lektüre, in der Glück und Leid eng nebeneinander stehen. Die anstehende Scheidung und ein Wasserrohrbruch im Bistro machen Christina zu schaffen. Immerhin wächst sie mit ihrer Mutter durch die Demenz ihres Vaters enger zusammen, die Krankheitszeichen kommen hier sehr authentisch rüber, mal erinnert er sich, dann fällt er zurück in seine Welt und ab und zu büxt er aus seinem Pflegeheim aus. Als Christina ihm seine Malutensilien zusammensucht, fällt ihr ein Ölgemälde auf, das nicht von ihrem Vater stammen kann. Dieses Bild kann sie der Familie ihres Vaters zuordnen, sie reist nach Rügen, um ihre dortige Familie zu befragen. Sie entdeckt, dass die Schönheit der Insel eine Künstlerin zu ihren Bildern inspiriert hat und kommt wieder in näheren Kontakt zu ihren Verwandten. Dort gibt es auch ein Wiedersehen für die Leserinnen mit Thea, Anni, Jana und Pia.

Sie sieht ihren alten Bekannten Lukas wieder, der ihr vor Jahren in seiner Verliebtheit immer Gedichte geschickt hat. Irgendwie sieht sie Lukas mit anderen Augen und er sorgt für Schmetterlinge in ihrem Bauch, auch wenn sie es gar nicht will. Der Rohrbruch sorgt für Ärger, Arbeit und Stress, denn so kann das Bistro nicht weiter geführt werden. Immerhin kann sie auf Liljana zählen, sie ist ihr eine große Stütze und auch eine gute Freundin und immer für einen hilfreichen Rat in der Liebe gut.

Neben den Entwicklungen in Christinas (Liebes-)Leben habe ich mich sehr auf das wunderbare Inselflair auf Rügen gefreut. Leider muss man bis zu Mitte des Buches auf die Zeit am Meer warten, doch dann wird man umhüllt von einer Wohlfühlstimmung, die die Autorin immer so wunderbar zum Ausdruck bringen kann. Natürlich sorgen wie üblich auch süße Bäckereien für das gewisse Etwas, ein paar der erwähnten Rezepte gibt es im Anhang zu entdecken.

Auch dieses Buch sorgt für Entschleunigungstempo, beim Lesen laufen Freud und Leid wie im normalen Leben nebeneinander und entwickeln sich zum positiven hin. Es ist durch die Zeit auf Rügen und Hiddensee auch wie ein kleiner Urlaub im Buch. Trotz der ernsten Thematik der Erkrankung Alzheimer-Demenz ist es eine Lektüre zum Abtauchen und Genießen. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich gerne aufrunde.

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Veröffentlicht am 07.04.2021

Unterhaltsamer Roman um Vergangenheitsbewältigung und Neuanfang

Leuchtturmträume
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Als die Hoteltesterin Anneke ihren neuen Job in St. Peter-Ording antritt, hofft sie, viel Zeit in der Natur zu verbringen und die Arbeit in dieser Urlaubsgegend zu genießen. Sie soll beruflich die romantischsten ...

Als die Hoteltesterin Anneke ihren neuen Job in St. Peter-Ording antritt, hofft sie, viel Zeit in der Natur zu verbringen und die Arbeit in dieser Urlaubsgegend zu genießen. Sie soll beruflich die romantischsten Orte der Küste aufsuchen, das kann eigentlich nur toll werden. Doch dann trifft sie ausgerechnet auf ihren Ex-Freund Raik, der das Hotel leitet, in dem Anneke wohnt. Das ruft alte Erinnerungen auch an eine schwierige Zeit zurück. Raik bietet sich als Fremdenführer an, soll sich Anneke darauf einlassen?

Der Prolog zeigt ein Ereignis aus der Vergangenheit, dass bei Protagonistin Anne dafür gesorgt hat, dass sie den Kontakt mit ihrer Familie meidet und als Hoteltesterin durch die Welt tingelt.

Bei diesem Roman wird man augenblicklich vom Zauber St. Peter-Ordings und der wunderschönen Landschaft an der Nordsee eingefangen. Anneke möchte eigentlich nur ihren Job erledigen und die Natur genießen, als sie aber auf Raik trifft, reißen alte Wunden wieder auf. Bei Unternehmungen mit Raik zeigt er ihr deutlich, dass er sich mit Anneke einen Neuanfang wünscht. Doch kann sie ihm einige Dinge verzeihen, die in der Vergangenheit liegen?
Beide treffen häufig aufeinander, sie gehen Picknicken, reiten am Strand und erleben gemeinsam schöne Ausflüge in und um Sankt Peter-Ording. Die Gefühle sind unterschwellig vorhanden, dennoch verhalten sich Anne und Raik wie alte Freunde. Die Gefühlsebene wird nicht romantisch beleuchtet und auch tiefer gehende Gespräche habe ich vermisst. Erst am Ende erfährt man, was in der Vergangenheit passiert ist und Anne schließt mit ihren Vorwürfen ab.

Wir lernen viele liebenswerte Einheimische kennen, die die Handlung mit Inhalt füllen. Besonders gern mochte ich Wenke, die Witwe mit dem Reetdachhof, die nach dem Tod ihres Mannes die Pläne für ein Romantikhotel auf Eis gelegt hat. Anne wird ihre Freundin und hilft ihr auf ihre Weise.

Es ist eine entspannende Lektüre, die für gute Unterhaltung sorgt und mit dem Nordseeflair für Urlaubsgefühle sorgt.

Ein unterhaltsamer Wohlfühlroman, der die Sehnsucht nach Sankt Peter-Ording weckt.

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Die beeindruckende, explosive Farbwelt Emil Noldes

Emil Nolde - Die Kunst selbst ist meine Sprache
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"Emil Nolde - Die Kunst selbst ist meine Sprache" von Christian Ring, erscheint im Prestel Verlag.

Christian Ring (*1976) ist seit 2013 Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Seebüll.

Emil ...

"Emil Nolde - Die Kunst selbst ist meine Sprache" von Christian Ring, erscheint im Prestel Verlag.

Christian Ring (*1976) ist seit 2013 Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde in Seebüll.

Emil Nolde (1867–1956) gilt als einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus und als Künstler der Klassischen Moderne. Nach Studienjahren entfernte er sich unter dem Einfluss des Neoimpressionismus vom romantischen Naturalismus und begann mit seinen farbig leuchtenden Blumenbildern ab 1905. In Dresden schloss er sich vorübergehend der Brücke an. In den folgenden Jahren steigerte er die Farbe zu höchster Leuchtkraft. Im ›Dritten Reich‹ war Nolde als entarteter Künstler verfemt und wurde 1941 mit einem Malverbot belegt. In dieser Zeit entstanden seine ›Ungemalten Bilder‹, etwa 1300 Aquarelle, die zu seinen bedeutendsten Werken gehören. Sein letztes Wohn- und Atelierhaus in Seebüll ist heute ein Museum.

"Die Urgründe meines Künstlertums jedoch liegen zutiefst im Boden engster Heimat verwurzelt. ...die Heimat bleibt der Urboden." Zitat Seite 90

Emil Nolde hinterließ eine eindrucksvolle Sammlung an Gemälden, Aquarellen und Grafiken. Die Werke umfassen Bildthemen, wie die Darstellung von Menschen (Paare, Mutter und Kind), das Nachtleben in Berlin, die Südseereise, Blumen, Landschaften, Meere, Stillleben und freie Figurenbilder. Nach dem Tod Emil Noldes 1956 begleitete seine zweite Frau Jolanthe Nolde den Aufbau und die Entwicklung der Nolde-Stiftung, die das Werk des Künstlers so umfassend der Öffentlichkeit zugängig macht.

Dieses Buch ist illustriert mit mehr als 100 Werkabbildungen aus dem Bestand des Museums, in elf Kapiteln wird das Werk Noldes als Aquarell- und Ölmaler sowie Graphiker aufgezeigt. Interessanterweise begann Emil Nolde als Autodidakt und entwickelte sich zu einem großen Meister der Kunstszene. Die Kapitel umfassen die Themen: Meisterwerke, Wanderjahre, Figurenmaler und Porträtist, das religiöse Werk, Spätwerk und der Zauber des kleinen Formats. Die Bilder nehmen den Betrachter mit ihrer Ausdrucksstärke und Farbgewalt sofort gefangen. Die gezeigten Abbildungen zeigen in beeindruckender Weise die große Vielseitigkeit des Künstlers auf.

Dieses Buch zeigt eine umfassende Darstellung von Noldes Werk und Leben. Einzelne Lebensabschnitte werden detailliert dargestellt, es wird auf die Zeit im Dritten Reich eingegangen und Noldes Ablehnung klar aufgezeigt. Die stilistischen Entwicklungen mit den dazugehörenden Bilder der jeweiligen Schaffensphase zeigen die Farbgewalt und Ausdrucksstärke seiner Bilder. Die Texte über Aussprüche und Gedanken Noldes und Anmerkungen des Autors zu Zeitgenossen und Lebensentwicklungen Noldes erwecken einen lebendigen und sehr nahen Eindruck über den Künstler. Auch auf einzelne Entwicklungen im künstlerischen Prozess wird eingegangen. Hier erhalten Fachinteressierte einen guter Überblick, aber durch die klare Erzählweise können sich auch Laien den Themen annähern.

Sehr schöner Überblick über das Leben und die Schaffenskraft dieses begnadeten deutschen Künstlers. Für Kunstliebhaber ein Muss!

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