Cover-Bild Mordsand
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 26.02.2021
  • ISBN: 9783785727270
Romy Fölck

Mordsand

Kriminalroman

Tief im Sand vergraben - ein namenloser Toter und die Spur eines entsetzlichen Verrats ...

Friedlich und unberührt liegt die kleine Insel Bargsand inmitten der idyllischen Unterelbe. Bis zu jenem Morgen, als ein junges Paar am Strand eine grauenvolle Entdeckung macht: Aus dem Sand ragt der Schädel eines Skeletts. Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Mordkommission Itzehoe stehen vor einem Rätsel. Wer war dieser Mann, der vor dreißig Jahren mit gefesselten Händen dort im Schlick vergraben wurde?
Kurz darauf wird auf einer Nachbarinsel ein Hamburger Bauunternehmer tot aufgefunden wird - bis zum Rumpf im Sand eingegraben und gefesselt wie das Opfer von Bargsand. Die Spur führt das Ermittlerduo in die damalige DDR - zu vier Jungen und einem Verrat, der Jahre später einen grausamen Plan reifen lässt ...


Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ermitteln in ihrem vierten Fall


Raffinierter Nervenkitzel vor der atmosphärischen Kulisse der Elbinseln - der neue Roman der SPIEGEL-Bestsellerautorin

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2021

Spannende nordische Kriminalroman in typischer Landschaft

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„Mordsand“ von Romy Fölck spielt im Norden bei Meer, Sand und Wind. Diese Atmosphäre gehört zu meinen liebsten und lese darüber als Nordlicht immer wieder gerne.

Während ihres Zeltausflugs entdecken ...

„Mordsand“ von Romy Fölck spielt im Norden bei Meer, Sand und Wind. Diese Atmosphäre gehört zu meinen liebsten und lese darüber als Nordlicht immer wieder gerne.

Während ihres Zeltausflugs entdecken Martin und Lena auf der Elbinsel Bargsand einen Schädel eines Skeletts, der aus dem Sand ragt. Das Ermittlerteam aus Itzehoe bestehend aus der Polizistin Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn unter der Leitung von Nick Wahler wird herangezogen. Die Ermittlung um das dreißig Jahre alte Skelett beginnt. Jedoch wird kurze Zeit später ein Hamburger Bauunternehmer genauso aufgefunden. Das Team steht vor einem Rätsel wie das alles zusammenhängt. Doch die Spur führt sie in die DDR zurück und erschreckenden damaligen Verhaltensweisen.

Ich finde die Einteilung des Buches sehr gelungen. Wie im Klappentext beschrieben, führt die Ermittlung in die DDR. Parallel kann der Leser zu den normal nummerierten Kapiteln nach und nach in den DDR-Kapiteln von früher erfahren. Darin wird nichts vorweggenommen sondern orientiert sich am Ermittlungsstand. Dies bringt Abwechslung und Frische in das Buch.

Die Geschichte um die Ermittlung wird durch Einblicke in das Private der Ermittler aufgelockert. So erfahren wir von Haverkorns Tochter Henni und ihrem plötzlich auftauchenden Schulfreund. Bei Frida, die bei ihren Eltern Fridtjof und Marta Paulsen auf dem Obsthof wohnt, lesen wir über bäuerliches Landleben und der Restaurierung von dem alten Stall zum Boxstudio. Außerdem macht sie ein großes Geheimnis um ihre Beziehung zu dem Rechtsmediziner Torben aus Hamburg.

Ich liebe den detailreichen Schreibstil von Romy Fölck. Dadurch kann ich mir alles sehr gut vorstellen. „Mordsand“ ist das vierte Buch der Reihe. Leider wird am Anfang auf die Festnahme des Täters in „Sterbekammer“ zurückgewiesen, sodass der Mörder bekannt ist. Auch die Charaktere entwickeln sich wie üblich stetig weiter. Da ich die vorigen Bände im Nachhinein lesen wollte, kann ich euch nur empfehlen, die richtige Reihenfolge zu wählen. Es scheint ein unvoreingenommeneres Lesen zu werden. Also schnappt euch "Totenweg" und beginnt die Reihe um Frida Paulsen zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Frida und Bjarne werden immer besser

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So hatten sich Martin und Lenchen ihren Zeltausflug auf die Elbinsel Bargsand in der Unterelbe nicht vorgestellt. Finden sie hier am Strand einen Schädel, der wohl schon länger hier liegt, aber jetzt erst ...

So hatten sich Martin und Lenchen ihren Zeltausflug auf die Elbinsel Bargsand in der Unterelbe nicht vorgestellt. Finden sie hier am Strand einen Schädel, der wohl schon länger hier liegt, aber jetzt erst frei gespült wurde.
Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, Kommissare der Kripo Itzehoe, sind schnell vor Ort und übernehmen den Fall. Die Leiche, wie die Gerichtsmedizin heraus findet eines männlichen Toten, lag hier über 30 Jahren, gefesselt an Händen und Füßen. Kurze Zeit später wird auf der kleinen Elbinsel Füürsand eine weitere, aber erst kürzlich in den Sand eingegrabene Leiche gefunden. Wen hat sich der Hamburger Bauunternehmer, der hier ebenso gefesselt wurde, wie der Mann von vor 30 Jahren, zum Feind gemacht? Hängen die beiden Fälle zusammen? Die Spuren gehen bald in Richtung eines Jugendwerkhofes, einer Erziehungsanstalt in der ehemaligen DDR.

„Mordsand“ ist schon der 4. Fall, den ich zusammen mit Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn aufkläre. Da ich die Beiden seit Beginn der Reihe sehr lieb gewonnen habe, ist es wie ein Besuch bei guten Bekannten, wenn ich wieder in Deichgraben, wo Frida bei ihren Eltern in der Marsch lebt, ankomme. Diesmal ist auch Jo, Fridas Freundin wieder mit dabei, die ich auch sehr gerne mag. Genau so wie Dr. Torben Kielmann, Fridas Freund, der mir hier einen riesigen Schrecken bereitet. Ich genieße es, die Entwicklung der Figuren mit zu erleben. Dadurch komme ich ihnen mit der Zeit immer näher. Romy Fölck schafft einen sehr guten Mix zwischen Privatem und dem neuen Fall.

Durch Rückblenden in die Vergangenheit, wo ein Junge bzw. junger Mann von dem, was er in diesen Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR erlebt hat, berichtet, wurde schnell klar, dass er irgendwie mit den Toten in Zusammenhang steht. Aber wer ist er? Was ich da zu lesen bekam, hat mich schon sehr mitgenommen und erschüttert. Ein Kapitel ostdeutscher Geschichte, von dem ich schon des öfteren gelesen habe und es jedes mal wieder nicht glauben kann, dass es solche Maßnahmen von Gewalt und Folter an Kindern und Jugendlichen wirklich gegeben hat.

Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf. Meine Nerven sind froh, als sich die Ermittlungen nach vielen falschen Fährten, auf die ich mich habe locken lassen, und einigen für mich unvorhersehbaren Wendungen nachvollziehbar auflösen. Romy Fölck beweist einmal mehr, dass ein spannender Krimi auch ohne großes Blutvergießen und Gemetzel auskommt. Meinem Lesegeschmack kommt das sehr zugute.

Rita Fölck schafft es mit ihrem Erzählstil, meine Sinne anzusprechen. Ich meine den Wind, den Regen, den Nebel und die Kälte im Oktober spüren zu können. Ich kann das Schmatzen der Gummistiefel im Matsch hören. Und ich habe den Geruch von Brackwasser in der Nase. Ich fühle mich total hineingezogen in die Ermittlungen, nicht nur auf den kleinen Elbinseln.

Ein spannender Fall, eine höchst interessante Geschichte um die Jugendwerkhöfe der ehemaligen DDR und zumeist sympathische Menschen, denen ich hier begegne, machen dieses Buch zu einem, das ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Hat mir sehr gefallen

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Ich kenne die vorherigen Bücher dieser Reihe NICHT. Was keinesfalls für das Lesen dieses Buches nötig war. Das Buch handelt in einer schönen Landschaft bei Itzehoe. Über das ganze Buch hinweg wird die ...

Ich kenne die vorherigen Bücher dieser Reihe NICHT. Was keinesfalls für das Lesen dieses Buches nötig war. Das Buch handelt in einer schönen Landschaft bei Itzehoe. Über das ganze Buch hinweg wird die Landschaft, der Wind, eben das `Flair` in den Szenen bildhaft geschildert. Ich konnte dadurch in die Atmosphäre realistisch eintauchen. Keinesfalls kitschig, sehr real.
Sehr gut gefielen mir die Ermittler. Auch diese wirken sehr real und man bekommt die Sorgen und Nöte in deren Privatleben mit. An keiner Stelle übertrieben. Sehr echt die grenzenlosen Übergänge zwischen Job und Privat. Es gibt da ja auch keine Arbeitszeiten von 8-16Uhr.
Die Ereignisse sind vielfältig und nicht vorhersehbar. Spannend zugleich die Einblicke in den Jugendwerkhof der ehemaligen DDR. Furchtbar was damals alles passierte!
Krimi gebündelt mit realer Geschichte. Sehr gut gelungen.
Zeitweise schluckte ich, wenn ein Kapitel fast 20 Seiten hatte. Diese vergingen jedoch wie im Fluge und es fiel mir schwer, Pausen ein zu legen.
Fazit: Großartige Handlung, tolle Ermittler, wunderbare Gegend.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Fesselnd bis zur letzten Seite

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Auch in ihrem vierten Krimi rund um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Kriminalpolizei Itzehoe sorgt Autorin Romy Fölck für Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein junges Paar entdeckt ...

Auch in ihrem vierten Krimi rund um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Kriminalpolizei Itzehoe sorgt Autorin Romy Fölck für Spannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein junges Paar entdeckt auf der kleinen Insel Bargsand einen Totenschädel, der wie man wenig später zu einem 30 Jahre alten Skelett gehört, das sitzend aufgefunden wird. Zunächst deutet nichts auf Fremdverschulden hin, was sich spätestens bei der nächsten Leiche, die kurz darauf in ähnlicher Stellung gefunden wird, relativiert. Diesmal weiß man allerdings sofort, wer der gefesselt eingegrabene Tote ist. Es ist ein Baulöwe, der durch seine skrupellose Art mehr Feinde als Freund hatte.

Noch kann niemand einen Zusammenhang zwischen den beiden Toten herstellen. Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn tappen im Dunkeln. Die Spuren führen in die Jugendwerkhöfe der ehemaligen DDR und zu vier Jungen, die das Schicksal für immer auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden hat.

Meine Meinung:

Romy Fölck ist wieder eine tolle Fortsetzung gelungen. Besonders interessant sind die Schicksale der vier Jungs, die in den Jugendwerkhöfen zu angepassten Bürgern erzogen werden sollten. Doch statt Fürsorge erleben die Jungen Terror und Sadismus, der auch innerhalb ihrer Gruppe gelebt wird. Puh, ganz schön heftig!

Gut gefällt mir, dass die Krimihandlung und die privaten Seiten der Ermittler ausgewogen sind. Die Leser erfahren einiges aus dem Privatleben von Frida und ihren Eltern. Z.B. wie sie mit Mühe den Bauernhof ihrer Eltern vor dem Bankrott gerettet hat oder von Bjarne und seiner kranken Tochter. Auch das zarte Pflänzchen der Zuneigung zwischen dem Rechtsmediziner Thorsten und Frida ist elegant in die Handlung eingewoben. Die kratzbürstige Frida hat auch ihre empfindliche Seite. Sie kann sich gut in andere hineinversetzen und so findet auch ein ausgerissenes Mädchen Unterschlupf bei den Eltern auf dem Hof. Alle diese Nebenhandlungen sind perfekt in die Krimihandlung eingebettet und tragen zum Fortgang zu den Ermittlungen bei und sind nicht nur Beiwerk.

Das eine oder andere Mal habe ich mich fast auf den Holzweg führen lassen, denn zum einem hätte die eine oder andere Figur hätte wohl das Potenzial zum Täter gehabt, und zum anderen hat die Autorin recht geschickt Fallstricke und Sackgassen in die Story eingebaut.

Fazit:

Wieder eine gelungene Fortsetzung, die durch penible Recherche zu einem unrühmlichen Teil der DDR-Geschichte positiv auffällt. Aufgrund des wohldosierten Lokalkolorits und dem fesselnden Schreibstil, kann ich gerne 5 Stern vergeben.

Veröffentlicht am 21.03.2021

Mordsand

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„Tiefe Augenlöcher starrten sie vom Boden her an. Der menschliche Totenschädel im Sand schien sie anzugrinsen.“ (Seite 9)

Verständlich, dass das junge Paar auf der Elbinsel Bargsand nicht vor Begeisterung ...

„Tiefe Augenlöcher starrten sie vom Boden her an. Der menschliche Totenschädel im Sand schien sie anzugrinsen.“ (Seite 9)

Verständlich, dass das junge Paar auf der Elbinsel Bargsand nicht vor Begeisterung sprüht, als es auf die Überreste eines Menschen stößt. Der Schlick offenbart ein Skelett mit gefesselten Händen. Hier kann es sich nur um Mord handeln, und der scheint 30 Jahre zurückzuliegen. Nur wenig Zeit nach der Entdeckung wird ein bekannter Hamburger Unternehmer auf einer Nachbarinsel ebenfalls gefunden. Seine Todesumstände sind ähnlich.

Frida Paulsen, Bjarne Haverkorn und ihre Kollegen nehmen die Ermittlungen auf. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen?


In „Mordsand“ lösen Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn gemeinsam mit ihren Kollegen ihren vierten Fall. Wie die Vorgänger lebt der Kriminalroman von einer ruhigen, gleichwohl eindringlichen Erzählweise, die vor allem dann in den Vordergrund rückt, wenn Einblicke in die unrühmliche und erschütternde Vergangenheit der Praxis der DDR bei der Erziehung von sozialistischen Persönlichkeiten in sogenannten Jugendwerkhöfen vermittelt werden.

Die Autorin lässt ihre Figuren in einem realistischen Umfeld agieren, dass sie mit bildhafter und atmosphärischer Lebendigkeit gestaltet, wenngleich das Geschehen eher mit kleinen, überraschenden Spannungsmomenten gefüllt wird. Es gelingt ihr, den Kriminalfall einzubinden, ihn in den Fokus zu setzen und ihn schlüssig zu entwickeln. Sie findet eine Balance zwischen Auflösung und privatem Geschehen und legt vor allem Augenmerk auf die Charakterisierung der Handelnden. Romy Fölck blickt tief in die Seele ihrer Protagonisten, nimmt den Leser mit in deren Gefühlswelt, verdeutlicht Emotionen, wodurch Aktionen und Reaktionen begreif- und nachvollziehbar werden und dementsprechend auf Ablehnung oder Anerkennung treffen...

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