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hanka81

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2020

Die Toten von Noorö

Doggerland. Tiefer Fall
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Der Einstieg ist sehr interessant: wir erleben Karen, die die Folgen eines Telefonanrufs überdenkt. Dieser ist so schwerwiegend, dass er sie den Job kosten könnte. Und trotzdem muss sie ihn erledigen. ...

Der Einstieg ist sehr interessant: wir erleben Karen, die die Folgen eines Telefonanrufs überdenkt. Dieser ist so schwerwiegend, dass er sie den Job kosten könnte. Und trotzdem muss sie ihn erledigen. Wen muss sie anrufen? Was ist Inhalt des Telefonats?
Anscheinend hat sich in den letzten vier Wochen die Lage dramatisch verändert. Karen verbringt die Weihnachtsfeiertage im Kreis von Freunden und Familie. Doch sie ist froh, als ihr Chef sie anruft, er ihre Hilfe braucht und sie entfliehen kann. Auf Noorö hat man in einer Grube einen Toten gefunden. Kann es ein Unfall gewesen sein? Die Ermittlungen sprechen dagegen. Doch wer kann ein Interesse an seinem Tod gehabt haben? Eigentlich treten Karen und ihre Kollegen bei ihren Ermittlungen auf der Stelle. Auch ein zweiter Mord bringt da keine neuen Ansätze. So ist die Auflösung letztendlich eher ein Zufallsprodukt. Schade!
Die Geschichte ist gespickt mit Familienproblemen. Sowohl von Karen, als auch ihren Freunden und Kollegen. Ein bisschen darf es bei einem Kriminalroman durchaus sein, aber hier fand ich es leider zu viel. Dadurch ging viel Spannung verloren und wirkte eher zäh.
Nach dem ersten Band habe ich mir von der Fortsetzung mehr versprochen. Der anfänglich interessante Einstieg ist bereits nach wenigen Seiten verpufft und auch in Vergessenheit geraten.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Mord ohne Gegenwehr

Eisige Dornen
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Den dritten Teil fand ich sehr ansprechend, aber der aktuelle Bank konnte mich nicht erreichen! Schade, wo doch eine durchaus interessante moralische Frage aufgeworfen wird.
Positiv ist, dass sich ganz ...

Den dritten Teil fand ich sehr ansprechend, aber der aktuelle Bank konnte mich nicht erreichen! Schade, wo doch eine durchaus interessante moralische Frage aufgeworfen wird.
Positiv ist, dass sich ganz vorne ein Personen Register befindet. Dieses habe ich auch gebraucht, da es auf Ermittlerseite einfach zu viele Personen sind, um sie zuordnen zu können. Ich glaube dieses Register ist auch für Kenner der Serie hilfreich. Und für Neueinsteiger erst Recht.
Da die Schauplätze der Morde über Schweden verteilt sind, werden an alle Tatorte unterschiedliche Ermittlerteams geschickt. Leider war es für mich einfach zu unübersichtlich, welches Team in welcher Stadt ermittelt und welcher Mord untersucht wird. Das sind leider zu viele Personen gewesen. Irgendwie konnte mich dieser Krimi leider nicht erreichen. Erst nach etwa zwei Dritteln wird es etwas interessanter, als sich das Mordmotiv abzuzeichnen beginnt. Aber für mich sind zum Schluss einige Fragen hinsichtlich des Motivs offen geblieben.
Und was soll dieses Cover mit einem verschneiten Haus!? Das passt überhaupt nicht zum Inhalt. Schließlich spielt die Mordserie im August.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Am Anfang war es eine Tote, doch daraus wird viel mehr

Leuchtturmmord
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Ich mag die Krimis von Katharina Peters, weil sie nicht zu blutig und die Fälle aus dem Leben und nicht zu überzogen sind. Irgendwie hat man das Gefühl es könnte sich teilweise tatsächlich so zugetragen ...

Ich mag die Krimis von Katharina Peters, weil sie nicht zu blutig und die Fälle aus dem Leben und nicht zu überzogen sind. Irgendwie hat man das Gefühl es könnte sich teilweise tatsächlich so zugetragen haben. Aber sie sind auch äußerst vielschichtig und aus einer Ermittlung werden plötzlich mehrere. Das fand ich hier leider recht anstrengend. Zu behalten wer hier zu welcher Ermittlung gehört, wie die Bekanntheitsverhältnisse untereinander sind, welches Team gerade gegen wen ermittelt,… war wirklich nicht einfach. Sehr komplex und fast ein bisschen too much.
So gibt es eben auch nicht nur einen Täter, sondern mehrere. Und zufällig sind diese Geschichten miteinander verwoben. Ob das jetzt wirklich realistisch ist!? Manches ist mir doch zu einfach und unlogisch dargestellt. Warum verbeißt sich Romy so gegen Ohlhof und selbst ohne Beweise wird er observiert und ihm versucht eine Falle zu stellen. Leider wird zum Schluss nicht alles aufgeklärt. Starb Sonja nun tatsächlich an Herzproblemen und die ganzen Opfer waren nur zufällig Teil eine Clique?

Veröffentlicht am 05.01.2020

Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann!

Eleanor & Park
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Eine sehr schöne, rührende und gefühlvolle Geschichte über die erste Liebe. Zu lesen für Jung und Alt.
Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann! So erfährt Eleanor durch ihre unkonventionelle und ...

Eine sehr schöne, rührende und gefühlvolle Geschichte über die erste Liebe. Zu lesen für Jung und Alt.
Wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann! So erfährt Eleanor durch ihre unkonventionelle und auffällige Kleidung zuerst Ablehnung bei ihren neuen Mitschülern. Dies beginnt bereits im Schulbus. Jeder hat seinen angestammten Sitz und keiner will ihr Platz machen. Zum Glück erbarmt sich Park. Anfangs sitzen sie nebeneinander ohne den anderen zu beachten und wechseln kein Wort miteinander. Park liest seine Comics und merkt irgendwann, das Eleanor mitliest. Aus diesem gemeinsamen Interesse entwickelt sich ganz langsam ein Austausch.
Rowell schreibt abwechselnd aus der Sicht von Eleanor und Park. Beide eher auffällige Persönlichkeiten, aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. So können wir sie nach und nach näher kennenlernen und erleben die Entwicklung hautnah mit. Einfach, schnörkellos und doch sehr persönlich. Man kann den beiden trotz ihrer unterschiedlichen Lebensumstände nur alles Gute wünschen. Ob sie es wohl auch bekommen werden?

Veröffentlicht am 01.01.2020

Wenn sich das Richtige nicht richtig anfühlt

Nebeljagd
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Als Strafverteidigern kann man sich seine Mandanten nicht aussuchen, und so wird Linn Geller mit dem Fall von Johann Haug beauftragt. Er wird beschuldigt seine Pflegemutter getötet zu haben. Zwar beteuert ...

Als Strafverteidigern kann man sich seine Mandanten nicht aussuchen, und so wird Linn Geller mit dem Fall von Johann Haug beauftragt. Er wird beschuldigt seine Pflegemutter getötet zu haben. Zwar beteuert er seine Unschuld, aber alles spricht gegen ihn. Der Insulin-Pen, das Mordwerkzeug, wird bei ihm gefunden und er war am Tatort. Die Dorfgemeinschaft und örtliche Polizei meint den Täter zu kennen. Linn Geller versucht unabhängig zu ermitteln und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Es ist sehr mühsam und die Dorfbevölkerung hält zusammen und redet kaum. Die Lage spitzt sich für Jo Haug zu, als noch ein zweiter, lange zurückliegender Mordfall ebenfalls ihn angelastet wird. Auch damals ist er bereits im Visier der Ermittlungen gewesen, konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Kann Linn Geller beide Taten aufklären? Sie ist in Bezug auf ihren Mandanten hin und her gerissen. Soll sie ihm glauben? Kann sie ihm glauben? Kann sie ihn verteidigen, selbst wenn er der Täter wäre? Diese Zerrissenheit wird wunderbar herausgearbeitet und auch als Leser kann man sich diesem Zwiespalt nicht entziehen. Jo Haug ist kein Sympathieträger, aber das darf nicht über Schuld oder Unschuld entscheiden.
Linn Geller lässt nicht locker und kann Unregelmäßigkeiten bei der Durchsuchung bei Jo Haug nachweisen. Auch andere mögliche Täter geraten in ihren Fokus. Kommt sie damit der Lösung in den beiden Fällen näher?
Dieses Buch lässt sich wunderbar lesen und ist nie langweilig. Der Leser wird auf eine spannende Ermittlung mitgenommen. Wie zuverlässig sind die Zeugenaussagen? Welche Information ist für die Aufklärung hilfreich?
Eine sehr menschliche Anwältin mit Stärken und Schwächen. Eine Ermittlung mit widersprüchlichen Spuren. Ist der Tatverdächtige Opfer oder Täter? Ich empfehle diesen tollen Krimi liebend gerne und hoffe auf weitere Fälle von und mit Linn Geller!

  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere