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Veröffentlicht am 29.05.2026

Gut konstruierter Thriller mit isländischer Atmosphäre!

Schlafende Vulkane
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Der Island-Thriller Schlafende Vulkane von Michael Hjorth/ Bjarni Thorsson erscheint bei Rowohlt Wunderlich.

In einem Reitstall am Rande von Reykjavik wird eine nackte Frauenleiche gefunden, die einem ...

Der Island-Thriller Schlafende Vulkane von Michael Hjorth/ Bjarni Thorsson erscheint bei Rowohlt Wunderlich.

In einem Reitstall am Rande von Reykjavik wird eine nackte Frauenleiche gefunden, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Wegen Personalmangel übernimmt den Mordfall Helga Jónsdóttir, die gerade erst die Polizeischule beendet hat und nun aufgeregt in die Ermittlungen startet. Als die Identität der Toten feststeht, wird nach ihrem 10-jährigen Sohn gefahndet, von dem jede Spur fehlt. Helga glaubt, dass sich der Junge in den isländischen Vulkanlandschaften versteckt hat. Für die Suche bittet Helga Bjarki um Hilfe, er kennt sich in der Wildnis gut aus. Kurze Zeit später wird eine weitere Frauenleiche gefunden, Der Mörder scheint unberechenbar zu sein und im Darknet unterwegs zu sein.

In diesem Thriller treibt ein frauenverachtender Täter sein Unwesen, er filmt die Morde und stellt sie gegen Bezahlung ins Darknet. Die Opfer sind alleinstehende Frauen mit Kind, für den Täter ist diese Erfahrung leider mit einem schweren Trauma belastet und das macht ihn so gefährlich.

Auf fesselnde Weise begleiten wir Helga und Bjarki bei ihrer Spurensuche und den zahlreichen Befragungen. Das Ganze läuft vor der eindrücklich gezeigten isländische Landschaft ab und als besonderer Nervenkitzel dienen die Einblicke in das kriminelle Milieu des Darknets, die die Grausamkeit menschlicher Seelen aufzeigen.

In einer gesonderten Perspektive gibt der Täter sein krankes Gedankengut, seine Beweggründe und seine Handlungen preis. Diese Eindrücke sind brutal und erklären gleichzeitig seine kranke Sichtweise. Wer miträtseln möchte, ist hier fehl am Platz, hier steht der Täter schnell fest, doch er muss dingfest gemacht werden und bis es soweit ist, mordet er in seiner perfiden Art weiter. Helga und Bjarki wachsen als Team zusammen, doch sie haben es schwer, den Täter zu fasssen, denn er ist ihnen oft voraus.

Die Zeichnung der Charaktere finde ich gelungen, sie haben alle interessante Facetten und man kommt ihnen durch die häufigen Perspektivwechsel sehr nahe. Helga muss sich als Neuling in ihrer Gruppe erst behaupten und muss einige Hindernisse der Kollegen überstehen.

Der flüssige Schreibstil lässt sich durch die bildhaften Beschreibungen gut lesen und entwickelt durch die neuen Taten ein fesselndes Tempo, das ein wenig durch die zahlreichen Befragungen in die Länge gezogen wird. Doch durch die beklemmende Stimmung bleibt man als Leserin dran am Fall und hofft nur, dass der Täter endlich gefasst wird.

Dieser gut konstruierte Thriller punktet mit isländischer Atmosphäre und macht mit seinem Ermittler-Team neugierig auf den nächsten Fall!

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Allerliebstes Mitmachbuch für die Kleinsten!

Hilf den Tierkindern
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Bei Penguin Junior erscheint Nico Sternbaums Pappbilderbuch Hilf den Tierkindern für Kinder ab 18 Monaten.

Das Katzenbaby Lara friert und sucht seine Eltern. Kannst du ihm helfen? Du musst einfach nur ...

Bei Penguin Junior erscheint Nico Sternbaums Pappbilderbuch Hilf den Tierkindern für Kinder ab 18 Monaten.

Das Katzenbaby Lara friert und sucht seine Eltern. Kannst du ihm helfen? Du musst einfach nur Miauen, dann geht es Lara wieder besser.

Das handliche Format passt perfekt in Kinderhände und die dicken Pappseiten verzeihen einiges. Im Buch werden Gefühle vorgestellt, die kleine Kinder bereits kennen. Durch ihre Mithilfe beim Kitzeln, Streicheln oder Hüpfen bringen sie fünf unterschiedliche Tiere dazu, wieder glücklich zu sein. Das ist nicht nur ein schönes Gefühl, sondern auch ein Lerneffekt, das man auf Menschen oder Tiere achtet, wie es ihnen geht. Und ganz nebenbei lernen sie auch die Tiere kennen.

Die zuckersüßen Illustrationen der kleinen Tiere sind naturgetreu und der Text fordert Kinder mit verständlichen Ansagen auf, mit ihrer Aktion den Tieren zu helfen. Sie müssen mit dem Kopf wackeln, den Bauch eines Tieres streicheln oder auf ein Tier tippen. Das macht Spaß, vor allem, wenn es den Tieren danach besser geht.

Sehr schön erkennbar ist die Mimik der Tiere, die von einem traurigen Blick in einen fröhlichen Ausdruck wechseln. Da freuen sich die Kinder gleich mit und fangen das Buch gleich noch einmal von vorne an.

Ein schönes Mitmachbuch mit süßen Tierabbildungen!

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Ein entschleunigender Wohlfühlroman!

Brombeerblaue Tage
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Bei Rowohlt Wunderlich erscheint der Roman Blaubeerblaue Tage von Simona Veenstra.

Landschaftsarchitektin Elisa und ihr Vater Henk haben sich entfremdet, nun bittet Henk sie um Unterstützung, da er ins ...

Bei Rowohlt Wunderlich erscheint der Roman Blaubeerblaue Tage von Simona Veenstra.

Landschaftsarchitektin Elisa und ihr Vater Henk haben sich entfremdet, nun bittet Henk sie um Unterstützung, da er ins Krankenhaus muss. Elisa reist von Berlin nach Rügen und freundet sich schnell mit Henks Hund an. Doch die Wohnsituation hat ihre Tücken, es gibt kein fließend Wasser und schon gar kein Internet. Das erschwert Elisas Arbeit enorm. Und überhaupt weiß sie gar nicht viel über ihren Vater, der nun am Herzen operiert werden muss.

Der Roman hat mich mit der warmherzigen Atmosphäre schnell in seinen Bann gezogen, die Geschichte entführt mich an die Ostsee und in einen Garten, der abseits der hektischen Großstadt seine eigene Reize entwickelt. Mit der Zeit lernt man die Figuren besser kennen und kommt ihnen nahe wie alten Bekannten. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Beschreibungen von Pflanzen, Bäumen und Blumen, die in Henks verwildertem Garten wachsen und die auch in Elisas Leben eine entscheidende Rolle spielen. Ich hatte das Gefühl, einen Spaziergang durch diesen geheimen Garten zu machen und habe die Verbindung zur Natur genossen.

Die Charaktere finde ich sehr authentisch, Simone Veenstra zeichnet sie mit liebevollen Facetten und ich habe sie gerne wie alte Bekannte begleitet. Elisas Lebensweg ändert sich durch die enger werdende Beziehung zu ihrem Vater, sie erkennt, dass ihr bisheriger Job nicht das ist, was sie sich fürs Leben wünscht. In dem Haus ihres Vaters ist sie nicht ständig erreichbar und sieht in der Ruhe und dem engen Bezug zur Natur einen neuen Weg. Viele Dinge waren zwischen Elisa und ihrem Vater unausgesprochen, erst durch seine Krankheit nähern sie sich wieder an und Elisa übernimmt die Aufgabe der sorgenden Tochter.

Dieser leise erzählte Roman mit der entschleunigenden Wirkung der Natur hat mich im Inneren bewegt.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Ein polarisierender Roman!

Fünf Tage im Licht
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Bei Rowohlt erscheint Rhiannon Lucy Cossletts Roman "Fünf Tage im Licht".

Die Künstlerin Sophie verbringt mit drei Freundinnen fünf Tage auf der griechischen Insel Sifnos, sie feiern den Junggesellenabschied ...

Bei Rowohlt erscheint Rhiannon Lucy Cossletts Roman "Fünf Tage im Licht".

Die Künstlerin Sophie verbringt mit drei Freundinnen fünf Tage auf der griechischen Insel Sifnos, sie feiern den Junggesellenabschied ihrer Freundin Helena, die Partner reisen später an. Sophie genießt die sommerliche Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt. Morgens geht sie im Meer schwimmen und lernt den Griechen Ky kennen, der von Anfang an eine große Anziehungskraft auf sie ausübt. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Sophie aus ihrer Bahn wirft. Sophie malt ein Aktporträt ihrer Freundin Alessia und bringt darin auch ihre aufgewühlten Gefühle unter.

Dieses Buch spielt als Sommerroman vor der schönen Kulisse der griechischen Insel Sifnos. Doch es geht um die Themen Feminismus, Freundschaft, Kunst, Liebe und eine verbotene Affäre.

Die Freundinnen entstammen verschiedenen Gesellschaftsschichten und haben unterschiedliche Ansichten, die zu Streit führen. Protagonistin Sophie befindet sich in einem inneren Konflikt, weil sie ihre Freiheit nicht aufgeben will und ihre Kunst mit einem Kind nicht ausleben kann.

Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten und kann die Vor- und Nachteile an mehreren Positionen fest machen. Die Sprache hat mich sehr gepackt, sie ist emotional tief gehend, die Figuren werden charakterlich durchleuchtet und ich fand die in die Handlung eingeschobenen Texte zu Malerinnen und ihren Gemälden sehr interessant. Neben der Beschreibung der Abbildung wird auch ein Blick auf die Künstlerin und die Aussage des Werkes geworfen, es geht darin um den Ausdruck von feminisischer Kunst und häufig auch um die sexuelle Wirkung der Gemälde, die nackte Frauen zeigen.

Ich-Erzählerin Sophie ist keine sympathische Figur, sie wirkt empathielos, selbstbezogen und lustgesteuert und scheint sich in ihrer Rolle als Künstlerin und Frau noch nicht gefunden zu haben. Sie denkt über eine eventuelle Mutterrolle nach, kann sich aber nicht vorstellen, wie sie das mit ihrer Tätigkeit als Künstlerin vereinbaren soll. Und mit ihrem Freund Greg erst recht nicht. Dabei hat er viele Vorteile, die sie auch erkennt, aber nicht akzeptieren will. Ihre Affäre mit dem Griechen Ky zeigt, dass sie ihm völlig erlegen ist und schon fast eine fanatische Leidenschaft an den Tag legt. Von Liebe oder tiefer gehenden Gefühlen ist nie die Rede, nur die Lust spielt eine Rolle. Damit wirkt sie nicht gerade wie eine Frau, die es mit ihren Gefühlen ernst meint.

Doch sie lernt mit der Zeit, am Ende des Romans sagt sie:

"Anfangs hatte ich anstelle meiner Kreativität nur eine große Leere empfunden, bis ich diese Leere als einen rohen, intensiven Quell der Gefühle erkannte, der sich in künstlerisches Schaffen kanalisieren ließ. " Zitat S. 285

Für mich schlug diese Erkenntnis aber dennoch nicht in Sympathie für die Protagonistin um. Dennoch habe ich den Roman interessiert gelesen und mochte besonders das Ende.

Ein feministischer Roman, der mit seinem Inhalt polarisiert und zum Nachdenken anregt!

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Fesselnder Krimi mit Wattenmeer- und Hallig-Atmosphäre

Tödliche Hallig
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Im Goldmann Verlag erscheint mit Tödliche Hallig von Hendrik Berg der 12. Band der Nordsee-Krimireihe.

Im nordfriesichen Wattenmeer wird vor der Hallig Süderoog eine männliche Leiche gefunden. Theo Krumme ...

Im Goldmann Verlag erscheint mit Tödliche Hallig von Hendrik Berg der 12. Band der Nordsee-Krimireihe.

Im nordfriesichen Wattenmeer wird vor der Hallig Süderoog eine männliche Leiche gefunden. Theo Krumme und seine Kollegin Pat aus Husum untersuchen den Fall. Wer ist der Mann, wurde er angespült oder hier ermordet? Theo befragt die Bewohner der Hallig, ein junges Paar und eine Gruppe von Archäologiestudenten, die hier nach alten Schiffsspuren suchen.

Direkt im Wattenmeer liegt einsam die Hallig Süderoog, die zur Gemeinde Pellworm gehört. Wer hier abgeschieden lebt, ist von den Gezeiten abhängig, nur umgeben von Wasser und den Geräuschen der Vögel und des Meeres. So einsam zu leben, ist nicht einfach und manchmal wohl auch beängstigend, wenn Stürme toben und die Wellen über die Hallig steigen. Hendrik Berg hat diese spezielle Stimmung gut eingefangen und in seinen Krimi eingewoben.

Der Ermittler Theo Krumme ist ein sympathischer und angenehmer Mensch, der seine Arbeit einfühlsam und mit der nötigen Ruhe erledigt. Mit seiner Kollegin Pat ist er ein eingespieltes Team, die sich gut ergänzen. Der flüssige Erzählstil Hendrik Bergs lässt sich sehr gut lesen, die Figuren werden vor dem Hintergrung der Nordsee-Atmosphäre mit den Gezeiten der Nordsee vorgestellt und man kann sich gut in die Handlung hineinfühlen. Für gruselige Stimmung sorgt die alte Legende um den dunklen Nickels, der aus dem Meer steigt und Menschen holt. Einige Figuren scheinen mit ihren fiesen Charakterzügen direkte Nachfahren dieses Nickels zu sein. Deshalb vermischt sich im wabernden Nebel öfter Legende und Wahrheit.

Dank der bildhaften Landschafts- und Szenenbeschreibungen war ich mittendrin, spürte die wechselnde Atmosphäre des Meeres und erlebte die Figuren aus nächsten Nähe. Ich rate bei Krimis immer gerne mit, doch es war mir nicht möglich, den Täter selbst zu ermitteln, dafür kamen einige Hinweise erst sehr spät.

Die Spannung baut sich allmählich auf, es gibt eine fesselnde Grundstimmung und einige bedrohliche Szenen sorgen für Nervenkitzel. Die Mischung aus glaubhafter Ermittlertätigkeit, die örtlichen Wechsel zwischen Pellworm und der Hallig und ein Gang durchs Watt wirken sehr authentisch und prägen den Krimi in besonderem Maße.

Fesselnder Krimi, der mit einem interessanten Fall, echter Nordsee-Atmosphäre und glaubhaften Figuren punktet!

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