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Veröffentlicht am 12.01.2018

Luisa und die Selbstverteidigung

Irgendwas mit Liebe
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Die Strafverteidigerin Luisa wird überfallen und besucht daraufhin einen Selbstverteidigungskurs. Dieser wird vom Ex-Cop Iljas durchgeführt und zwischen ihnen ist nicht nur die berufliche Abneigung vorhanden. ...

Die Strafverteidigerin Luisa wird überfallen und besucht daraufhin einen Selbstverteidigungskurs. Dieser wird vom Ex-Cop Iljas durchgeführt und zwischen ihnen ist nicht nur die berufliche Abneigung vorhanden. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt es zwischen ihnen zu einem emotionalen Funkenflug.

Dieser Roman ist mein erstes Buch von Jana Herbst und ich habe unterhaltsame Stunden mit ihrem Buch verbracht.

Jana Herbst lässt die Geschichte aus der Sicht ihrer Protagonistin Luisa erzählen und dadurch bekommt man als Leser sehr nahe an die Story heran und erlebt die Gefühle und Gedanken aus nächster Nähe.

Die Figuren Luisa und Iljas kommen beide mit unterschiedlichem Lebenshintergrund daher, doch wie man weiß, ziehen sich Gegensätze auch an.

Luisa ist eine erfolgreiche Juristin mit Business-Kleidung und Highheels, Iljas ein muskelbepackter Typ mit Sweatshirt und Jeans, der seinen Dienst bei der Polizei quittiert hat und sich jetzt für bedrängte Frauen einsetzt.

Zunächst sind beide noch auf Konfrontationskurs, aber dann fliegen zwischen ihnen die Funken und es entwickeln sich leidenschaftliche Gefühle füreinander. Können ihre Gefühle ihre persönlichen Ansichten überwinden?


Jana Herbst gibt der Liebesgeschichte Zeit sich zu entwickeln. Einen entscheidenden Anteil an der Handlung hat aber auch die kriminelle Ermittlung von Luisas Überfall. Dadurch kommt ordentlich

Spannung in die Geschichte und man erlebt noch mehrere gefährliche Situationen und sogar Drohbriefe für Luisa, bei denen Iljas schon häufig der Retter in letzter Minute ist.

Witzig ist die Rolle von Luisas Hobby, dazu möchte ich aus Spoiler-Gründen nicht mehr verraten.

Die Schreibweise ist locker und nicht allzu anspruchsvoll, vor allem haben mich einige vulgäre Begriffe aus dem Mund von Luisa gestört. Solche Begriffe passen einfach nicht in den Jargon einer Strafverteidigerin. Auch der selbstgewählte Zusatz-Name von Iljas (Arschtreteter) passt nicht zu einem Mann mit Selbstverteidigungskurs.

Mir hat die Mischung aus Wortgefechten, Liebesspiel und Krimianteilen gut gefallen.
Immer wieder geraten Luisa und Iljas durch ihre Gegensätze aneinander und dennoch ziehen sie sich fast magisch an.
Das ist schon fast klischeemäßig, aber es gibt der Handlung das gewisse Etwas.


Eine leichte, aber prickelnde Lektüre mit einer unterhaltsamen Mischung aus Humor, Spannung und Erotik für entspannende Lesezeit.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Mit Mamma Carlotta auf Verbrecherjagd

Gegenwind
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Die sizilianische Mamma Carlotta Capella, Schwiegermutter des Sylter Kommissars Erik Wolf, ist zufällig an Ort und Stelle, als ein 17-jähriger Läufer in ihren Armen stirbt. Sport ist Mord, so ihr Motto, ...

Die sizilianische Mamma Carlotta Capella, Schwiegermutter des Sylter Kommissars Erik Wolf, ist zufällig an Ort und Stelle, als ein 17-jähriger Läufer in ihren Armen stirbt. Sport ist Mord, so ihr Motto, deswegen hält sie auch nichts davon. Da sie eine echte Spürnase hat, ihre Kontakte gewieft befragt, kommt sie dem Fall schnell auf die Spur und mischt sich damit natürlich mal wieder in die Ermittlungen ihres Schwiegersohns und dessen Team. Nebenbei bekocht sie die halbe Sylter Insel, denn an ihrem Tisch geht es stets gewohnt italienisch und besonders kulinarisch zu.


Mal wieder hat mich Mamma Carlotta mit ihrer liebenswürdigen Art begeistert. Sie ist eine Seele von Mensch, versteht ihre friesischen Freunde mittlerweile hervorragend und kann sich perfekt in andere Menschen eindenken.

Die Krimihandlung ist jedoch nicht nur schmückendes Beiwerk, der Fall wirkt authentisch und lässt auch das Spannungsmoment nicht außer Acht. Einige geschickte Wendungen sorgen für mehrere Tätervermutungen und man kann bis zum Schluss miträtseln.


Mir gefällt es, wenn Carlotta vor Aufregung stets italienisch redet und ihr Wortschwall sich über die Anwesenden ergießt. Ihre Enkel liebt sie abgöttisch und auch für ihren Gast Ida hat sie immer Verständnis. Selbst für die vielen Pflegetiere, die Ida immer ins Heim der Familie Wolf schleppt. Die Tiere sorgen für zusätzliche Aufregung im Haus Wolf, denn nicht nur Eriks Katzenhaarallergie ist ein Problem, auch die Tiere passen nicht immer harmonisch zusammen.


Gisa Pauly beschreibt alle Protagonisten mit Ecken und Kanten und zeigt damit ein genaues Bild der Personen. Als Regionalkrimi erlebt man nicht nur einige reale Schauplätze wie Carlottas Feinkost Meyer, sondern auch die familiäre Atmosphäre am Esstisch der Familie Wolf. Dort bietet Mamma allerlei italienische Leckerbissen in mehreren Gängen an, bei deren Erwähnung man richtig Appetit bekommt. Zum Nachkochen finden sich im Anhang dann diverse Rezepte, z. B. für Ribollita, Spinatlasagne und Tapenade (Olivenpaste). Schon dafür lohnt es sich, das Buch zu kaufen.



Dieser Sylt-Krimi besticht durch den italienischen Touch der ermittelnden und kochenden Großmutter Carlotta. Man kann hier lockere Unterhaltung mit spannender Krimihandlung verbinden und erlebt schöne Lesestunden.

Veröffentlicht am 10.01.2018

Eine Mordsgaudi mit Klufti

Herzblut
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Kluftinger bekommt einen anonymen Anruf und glaubt, Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Doch am Tatort findet er nur eine riesige Blutlache. Bevor der Großteil der zugehörigen Leiche auftaucht, erschüttern ...

Kluftinger bekommt einen anonymen Anruf und glaubt, Zeuge eines Mordes gewesen zu sein. Doch am Tatort findet er nur eine riesige Blutlache. Bevor der Großteil der zugehörigen Leiche auftaucht, erschüttern weitere brutale Morde das Allgäu.
Leider behindern heftige Herzschmerzen Kluftingers Arbeit. Intimfeind Doktor Langhammer verordnet kässpatzenarme Schonkost, positive Lebenseinstellung, Bewegung – und sogar noch einen Yogakurs.



Auch dieses Mal haben es die Autoren geschafft, mit ihrem kauzigen Allgäuer Original Humor und gute Unterhaltung in einen kniffligen Kriminalfall einzubinden. Das kann man nur bewundern.

Klufti fühlt sich nicht wohl, er hat Herzbeklemmungen und konsultiert Dr. Langhammer, dieser hüllt sich in Schweigen und macht lediglich Andeutungen zu Kluftis Essverhalten in Form von kohlenhydratreichen Kässpatzen und anderen deftigen Allgäuer Spezialitäten. Auch ist die "Pumpe" des Kommissars nicht gerade die jüngste.

Klufti macht sich Sorgen um seine Gesundheit, sieht sein Lebensende nahen, schreibt sogar ein Testament und dann dreht sich im vorliegenden Fall auch noch alles um Herzen. Man kann gut mit ihm mitfühlen und sieht mit Erstaunen seine Bemühungen um seine Gesundheit. Gemüsesticks mit Quark, Wasser statt Bier und auch ein paar sportliche Yogaeinheiten gehören neuerdings zu Kluftis Gesundheitsprogramm.

Worüber ich wieder sehr lachen musste, ist das Verhältnis zu Langhammer. Ihre Wortspielereien und ihr Aufeinandertreffen geht wie immer mit humorvollen Szenen einher.

Was mir aber die Tränen in die Augen getrieben hat, ist der Besuch auf dem Jahrmarkt und die Urlaubsplanung. Hier zeigt sich Klufti wie er leibt und lebt.

Niemand flucht so schön wie Klufti, ist so herrlich naiv im Umgang mit Technik und hat trotz seiner kauzig sturen Art das Herz am rechten Fleck. Er ist und bleibt ein einzigartiger Ermittler, der beim Lösen von Verbrechen einfach den richtigen Riecher besitzt. Und wenn er mal wieder verbal über die Stränge schlägt, so nehmen das seine Kollegen und die Familie Augen rollend zur Kenntnis.


Dieser Krimi ist einfach ein Knaller. Wer Kluftinger noch nicht gelesen hat, sollte das bald nachholen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und bietet beste Unterhaltung mit einer spannenden Krimihandlung.

Veröffentlicht am 09.01.2018

Lockerer Unterhaltungskrimi, der mich nicht so mitgerissen hat!

Liebe vertagen, Mörder jagen
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Die Autorin hat einen lockeren und humorvollen Krimi geschrieben. Auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes hatte ich keine Verständnisprobleme. Der Schreibstil enthält einiges an Situationskomik, es werden ...

Die Autorin hat einen lockeren und humorvollen Krimi geschrieben. Auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes hatte ich keine Verständnisprobleme. Der Schreibstil enthält einiges an Situationskomik, es werden aber auch ernste Themen wie Vorurteile angesprochen.

Biene ist eine junge Frau voller Elan und Tatkraft, tritt aber regelmäßig in Fettnäpfchen und ihre Laune hängt sehr von ihrem Erfolg oder Misserfolg ab. Meist handelt sie erst und denkt dann nach. Gerade in Liebesfragen kann sie sich einfach nicht entscheiden und schwankt zwischen Jochen und Jago hin und her. Das schafft natürlich auch zwischen dem Männern ein entsprechendes Konkurrenzgehabe.
Ihre Oma ist da wesentlich entscheidungsfreudiger und natürlich auch lebenserfahrener. Sie ist stets bemüht, mit Essen alle Probleme aus der Welt zu schaffen und ist so etwas wie die gute Seele des Buches.


Der Sprachstil des Buches ist einfach, humorvoll und locker. Die Krimihandlung hat mich nicht so mitgerissen. Biene ist als eine Art Detektivin unterwegs, hat aber so ihre Probleme damit und kämpft auch gegen Vorurteile ihrer Mitmenschen an.
Stets mischt sie sich in Angelegenheiten anderer ein, so kann Herr Törschen gewiss ein Lied davon singen. Ihm vermasselt sie eine gut geplante Überraschung.
Jago unterstützt sie bei der Suche nach dem Mörder von Tim und was als interessante Abwechslung von Bienes Alltag begonnen hat, wird nun bitterer Ernst, denn sie selbst kommt in Gefahr.

Die Personen sind gut charakterisiert. Biene ist nicht so mein Fall und daher bin ich auch nicht so sehr von diesem Krimi überzeugt. Etwas mehr Spannung hätte der Geschichte schon gut getan.

Dieser unblutige und humorvolle Krimi enthält auch emotionale Szenen und sorgt für leichte Unterhaltung.

Veröffentlicht am 09.01.2018

Authentische Ermittlungen und toll geschrieben, leider sehr vorhersehbar!

Das fünfte Opfer
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Dieser Wien-Krimi ist zwar kurz, aber doch recht spannend.
Seit Monaten geht in Wien ein Prostituiertenmörder um. Als es bei den
Ermittlungen nicht so recht vorangeht, bekommt Marlies die leitende
Aufgabe ...

Dieser Wien-Krimi ist zwar kurz, aber doch recht spannend.
Seit Monaten geht in Wien ein Prostituiertenmörder um. Als es bei den
Ermittlungen nicht so recht vorangeht, bekommt Marlies die leitende
Aufgabe und findet schnell einen Verdächtigen. Doch dieser Mann ist
unschuldig und es gibt ein weiteres Opfer. Marlies muss nun anders an
den Fall heran gehen und sie wird von Selbstzweifeln gequält, denn sie
gibt sich die Schuld am Tod des letzten Opfers.

Der Charakter der Marlies ist der Autorin ausgesprochen gut gelungen. Man taucht in diese Figur mit ihren Sorgen, Gefühlen und Ängsten ein und versteht sie wunderbar. Wie sie gegen die Steine, die ihr Helmut und andere und andere in den Weg legen, ankämpft, ist beispielhaft. Fast bis zur
Erschöpfung geht sie beruflich den Spuren nach und dass, obwohl gerade
ihr Privatleben völlig zusammen bricht und sie allen Halt verliert.
Marlies ist eigentlich keine Sympathiefigur, aber ihre toughe Art und ihr Ehrgeiz machen sie zu einer Heldin.
Leider hatte ich früh einen Verdacht des Täters, der sich als richtig
erwies, dennoch war es spannend zu sehen, ob ich damit richtig lag.

Die Autorin baut einige Wendungen ein, die verwirren sollen und neue Untersuchungsrichtungen brachten neue Erkenntnisse.


Gut gefallen haben mir die authentischen Ermittlungen und die Rolle der
Frau in Form von Marlies als weibliche Kommissarin, die sich stets
behaupten muss und von oben dem Aufklärungsdruck ausgesetzt ist. Genauso stelle ich mir Polizeiarbeit vor.

Ein runder Krimi, bei dem die gut dargestellte Rolle der Ermittlerin der
Glanzpunkt ist. Ein Wien-Krimi ohne Schmäh, aber mit Frauenpower!