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Veröffentlicht am 03.01.2022

Mein Flop des Jahres 2021

Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019
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Im Tropen Verlag erscheint Bernardine Evaristos Buch "Mädchen, Frau etc.", für das sie den Booker Prize 2019 erhielt.

Bernardine Evaristo erzählt die Geschichten und Lebensläufe zwölf schwarzer Frauen, ...

Im Tropen Verlag erscheint Bernardine Evaristos Buch "Mädchen, Frau etc.", für das sie den Booker Prize 2019 erhielt.

Bernardine Evaristo erzählt die Geschichten und Lebensläufe zwölf schwarzer Frauen, es geht um Herkunft und Identität, um Feminismus, Rassismus, Lebenswünsche und Ausgrenzung.

Auf dieses Buch habe ich versucht, mich einzulassen, ich brauchte Ewigkeiten dafür und das ist auch ein Grund für die geringe Bewertung. Denn wenn ich beim Lesen ins Stocken gerate und nur genervt lese, ist es kein mitreißendes Buch. Das kann man hier nicht ganz so sagen, weil die Schicksale der farbigen Frauen wirklich nicht ohne sind. Aber im Grunde hat das Buch schon von Anfang an damit verloren, das mich die merkwürdige Schreibweise mit fehlenden Satzzeichen und die ständige Kleinschreibung doch gewaltig genervt hat. So etwas geht für mich leider gar nicht und hat in Büchern nichts zu suchen. Meine Rezension habe ich ein halbes Jahr lang vor mir hergeschoben, die Stichworte habe ich nun einfach wieder aufgenommen, denn auch für diesen Flop muss eine Besprechung sein.

Dieses Buch polarisiert und macht nachdenklich. Geschichte um Geschichte wechseln sich hier viele interessante und berührende Schicksale und Geschichten von über 12 Frauen ab, die teilweise miteinander verwoben sind und sich daher in einigen Geschichten wiederfinden. Es sind alles besondere Einzelschicksale, schwarze Frauen, die in London leben und nach ihrer Identität suchen. Charaktere aller Faszetten, von selbstbewusst, frech, modern bis bodenständig. Ich baue gerne zu den Figuren eine Beziehung auf, aufgrund der recht hohen Personenzahl und der von Charakter zu Charakter springenden Erzählweise war mir das hier leider nicht möglich. Ich empfand es als sehr unübersichtlich. Mit weniger Charakteren hätte ich mich eher befasst und mich auf sie eingelassen. So war das einfach nur schwierig und sie blieben für mich unnahbar und sehr theoretisch im Raum stehen.

Evaristo zeigt rassistische Klischees und führt ihren Leserinnen vor Augen, wie der Rassismus im Alltag für die farbigen Frauen aussieht. Es wird deutlich, dass sie jeden Tag für ihre Rechte kämpfen müssen und auch Anfeindungen ausgesetzt sind. Ihr Leben ist nicht erfüllt von Gleichberechtigung und dem Freiheitsgeist, den sie sich wünschen. Ihnen wird häufig eine diskriminierende Grenze gesetzt und zwar von weißen Menschen.

Eine Frauenfigur überträgt ihre eigenen Erfahrungenen an ihre Tochter und möchte ihr diese Dinge ersparen, doch sie lässt dabei die Identität außer Acht. Eine Frau flieht vor der männlichen Welt und hat am Ende unter der Unterdrückung einer Frau zu leiden. Am interessantesten fand ich die Frau, die für ihre Karriere fast ihre Identität geopfert hat, bei ihr konnte ich gut mitfühlen. Im Großen und Ganzen war mir die Aneinanderreihung der Geschichten jedoch zuviel und zusätzlich nervte die Kleinschreibung.

Für mich der Flop des Jahres 2021, hier wurde zuviel gewollt und in zuviele Charaktere verpackt. Ich kann die Auszeichnung nicht nachvollziehen!

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Veröffentlicht am 01.01.2022

Diese intensiv erzählte Zeitreise weckt Erinnerungen an meine Jugend

Unser kostbares Leben
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Im Droemer Verlag erscheint Katharina Fuchs neuer Roman "Unser kostbares Leben".

Mainheim 1972: Minka und Caro sind Nachbarskinder und Freundinnen, ihre Väter haben als örtlicher SPD-Bürgermeister und ...

Im Droemer Verlag erscheint Katharina Fuchs neuer Roman "Unser kostbares Leben".

Mainheim 1972: Minka und Caro sind Nachbarskinder und Freundinnen, ihre Väter haben als örtlicher SPD-Bürgermeister und Direktor der ansässigen Schokoladenfabrik völlig unterschiedliche politische Einstellungen. Zu dieser Zeit kommt das vietnamesische Waisenkind Claire im Kinderheim an, sie ist eine von vielen Boatpeople, die in Deutschland aufgenommen werden.

In diesem Roman lässt Katharina Fuchs die 70er und 80er Jahre aufleben und beschreibt mit einer bildhaften, fesselnden und leicht wirkenden Erzählweise das Zeitgeschenen und lässt es authentisch durch die Lebenswege ihrer Protagonistinnen Minka, Caro und Claire auf uns wirken.

Minka und Caro wachsen in einer kleinen Industriestadt auf und merken immer mehr, wie die ehemals grüne Idylle ökologisch zu kippen droht. Inzwischen ist das Flusswasser vergiftet und die ansässige Pharmaindustrie setzt zahlreiche Tierversuche und Experimente mit Psychopharmaka ein, die nicht nur die Tiere schädigen. Das erwachende Umwelt-Bewusstsein der Mädchen sorgt dafür, dass sie etwas ändern wollen und sich dafür einsetzen, sei es als Journalistin oder als Aktivistin und politisch Engagierte. Denn am Ende muss man sich fragen: Wie kostbar ist ein Leben?

Meine Kindheit und Jugend habe ich in der Zeit der 70er und 80er Jahre verbracht und konnte beim Lesen mit meinen eigenen Erinnerungen genau in diese Zeit eintauchen. Katharina Fuchs beschreibt die damalige politische Situation und die Entwicklung eines neuen, grünen Umweltbewusstseins so intensiv und umfassend, dass ich von ihrem Buch einfach nur begeistert bin. Mit ihren Protagonistinnen verleiht sie der Zeit eine anschauliche und emotionale Seite, die Schicksale zeichnet, erklärt und das damalige Leben aus Kinder- und Jugendsicht deutlich macht.

Bei diesem Buch zeichnet die Autorin ein umfassendes Bild der damaligen Zeit zu der Umweltzerstörung, politische Mitsprache der Bevölkerung durch Demos und das Leben in Kommunen gehören. Mitten in diese Bereiche tauchen ihre Protagonistinnen ein und machen auf lebendige Weise die Zeit realistisch spürbar.

Die Charaktere sind einfach perfekt gewählt, aus kindlicher Anschauung heraus entwickeln sie das Bewusstsein für die beginnende Umweltverschmutzung, erleben am eigenen Leib Versuche mit Psychopharmaka und merken, dass sie sich für die Verbesserung der Natur und Gesellschaft einsetzen müssen. Minka schlägt den Weg des Protests ein und lebt in einer Kommune, Caro möchte Klarheit hinter so manchen Skandal bringen und wird Journalistin und ser fleißigen wie intelligenten Claire liegt die Gesundheit der Menschen am Herzen und sie geht in die Forschung.

Bei diesem umfangreichen Buch wird man von Anfang bis Ende gut unterhalten, es bleibt durch die Lebenswege und Enthüllungen dauerhaft spannend und ich fühlte mich in diese Zeit zurückversetzt und es kommen beim Lesen Erinnerungen hoch.

Mit "Unser kostbares Leben" ist Katharina Fuchs ein packendes Leseerlebnis gelungen, sie entwickelt sich immer mehr zu meiner Lieblingsautorin. Bisher hat mich jedes ihrer Bücher überzeugen können und ich kann alle uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Eine beeindruckende Romanbiographie

Selma Lagerlöf - sie lebte die Freiheit und erfand Nils Holgersson
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Charlotte von Feyerabend erzählt in ihrem biografischen Roman "Selma Lagerlöf" aus dem bewegten Leben der ersten weiblichen Nobelpreisträgerin. Das Buch erscheint im Droemer Verlag.

In diesem Buch wird ...

Charlotte von Feyerabend erzählt in ihrem biografischen Roman "Selma Lagerlöf" aus dem bewegten Leben der ersten weiblichen Nobelpreisträgerin. Das Buch erscheint im Droemer Verlag.

In diesem Buch wird aus dem bewegten und abenteuerlichen Leben der Selma Lagerlöf erzählt, die schon als Kind Schriftstellerin werden wollte. Wir begleiten sie in drei Etappen ihres Lebens.

Aus Geldnot wird Selmas Elternhaus verkauft, später lernt sie ihre Freundin und Reisegefährtin Sophie Elkan kennen, die sie auf ihrer Recherchereise für Nils Holgersson durch Schweden begleitet.

Ihr schriftstellerisches Werk wird auch im Ausland anerkannt, Gösta Berling ist ihr großer Erfolg und sie erhält als erste Frau den Literaturnobelpreis. Mit den Einkünften aus ihren Buchverkäufen erwirbt sie das Elternhaus zurück und kann damit ihren langersehnten Traum mit einem Gutshof erfüllen, der auch Anwohnern Arbeit und Brot gibt.

"Es ist definitiv eine Welle losgetreten worde, die Frauenwahlrechtsvereine sprießen aus der Erde wie Pilze, und 1905 haben wir in ganz Schweden 350.000 Stimmen im Reichstag eingereicht." Zitat Seite 256

Den Text der "Faluner Petition" schrieb Selma persönlich und war damit eine entscheidende Wegbereiterin des Frauenwahlrechts.

Charlotte von Feyerabend hat als Grundlage für ihren Roman reichlich recherchiert und bringt dieses Wissen sehr einfühlsam und auf bildhafte und poetische Weise in ihrem Buch unter. Mir haben die eingebauten originalen Gedichte und Briefe Selma Lagerlöfs gut gefallen, die sich dem Erzählton der Autorin wunderbar einordneten.

Bei diesem Buch habe ich die verwendete Sprache und Ausdrucksweise der Autorin genossen und ganz nebenbei auch viel über den mir bisher nicht so bekannten Lebensweg von Selma Lagerlöf erfahren. Ich habe die Willensstärke und Disziplin Selmas bewundert und ihr Engagement für andere Menschen und insbesondere für ein Frauenwahlrecht in Schweden, aber auch ihre Abneigung gegen den Nationalsozialismus, die sie offen bekennt. Es wird der Zeitgeist spürbar gemacht und man taucht ein in das Leben zu der damaligen Zeit.

Mit ihrer Dreiecksbeziehung führte sie damals eine besondere Lebenspartnerschaft, auch das war sicherlich ein Zeichen für ihren Kampfgeist und ihre Willenstärke, sich nicht vor Schwierigkeiten zu beugen.

Dieser Roman lässt uns in einige Phasen von Selma Lagerlöfs Leben eintauchen, erklärt ihre Seele und ihren Freigeist näher und zeigt einige Hintergründe für das Buch Nils Holgersson.

Ein sehr interessanter Roman, der den Lebensweg Selma Lagerlöfs schlüssig mit Original-Texten unterlegt und bei der die Autorin wie aus Selmas Feder zu schreiben scheint und damit eine sehr persönliche und ausdrucksstarke Wirkung erzielt.

Veröffentlicht am 28.12.2021

Wohlfühl-Sommerfeeling und Amore gegen den Winterblues

Orangencreme und süße Träume
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"Orangencreme und süße Träume" ist der dritte Teil von Kindle-#1-Bestsellerautorin Lotte Römer, die Reihe erscheint bei Montlake Romance.

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern arbeitet Valentina in einem kleinen ...

"Orangencreme und süße Träume" ist der dritte Teil von Kindle-#1-Bestsellerautorin Lotte Römer, die Reihe erscheint bei Montlake Romance.

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern arbeitet Valentina in einem kleinen Hotel am Gardasee und kümmert sich aufopfernd um ihren jüngeren Bruder Tim. Mit der liebenswürdigen Hotelbesitzerin Antonella hat Valentina nicht nur eine sehr herzliche Chefin gewonnen, sondern auch eine echte Freundin, die sich um sie sorgt. Als der attraktive Kletterer Max eincheckt, beginnt ein aufregendes Abenteuer.

Ich bin ohne Vorwissen der Vorbände der Gardasee-Reihe gleich mit dem dritten Band eingestiegen und hatte damit keine Verständnisprobleme. Von Anfang an habe ich mich in der wunderbaren Atmosphäre in Antonellas Hotel wohlgefühlt und wäre gern dorthin gereist, um die wunderbare Landschaft und die köstlichen Gerichte zu kosten. Hier wird man als Gast herzlich umsorgt und nach allen Regeln der Gastfreundschaft verwöhnt. So ist es Antonella auch ein Herzenswunsch, ihrem Gast Max die Klettertour zu ermöglichen. Ihre Angestellte Valentina versteht etwas vom Klettern, ist aber durch ein traumatisches Erlebnis davon abgekommen. Dabei hat sie seit Max Eintreffen nur noch Augen für ihn. Das hat auch Antonella gleich gemerkt und beordert Valentina weg vom Service, hin zu Absicherung beim Klettern.

Bei diesem Buch kann man wunderbar eintauchen in die herrliche Landschaft am Gardasee. Ich fand es mutig von Valentina, sich ihren Ängsten zu stellen und sich mit Max zum Klettern aufzumachen. Schliesslich begleiten sie die Erinnerungen an den Unfalltod ihrer Eltern noch regelmäßig in ihren Albträumen. Doch als sie sich überwindet und mit Max in den Bergen unterwegs ist, kommt auch die Faszination wieder, die sie früher so geliebt hat.

Die lebendige und bildhafte Erzählweise Lotte Römers führt wieder gewohnt flüssig durch das Buch. Man erlebt die Klettererei und die romantischen Szenen hautnah mit und kann sich in diese Geschichte fallen lassen. Die liebevoll gezeichneten Charaktere lernt man schnell kennen und mit der Zeit mag man sie alle. Valentina ist eine sympathische junge Frau, die sich aufopfernd um ihren Bruder Tim sorgt und dabei ihre eigenen Wünsche im Leben vernachlässigt. Dafür nimmt Tim Valentinas Fürsorge als selbstverständlich hin, doch auch er entwickelt sich weiter und wird verantwortungsbewußter und selbständiger.

Wenn man seine Ängste überwindet, kann man neue Wege entdecken und das Leben neu genießen.

Ein lebendig erzählter Roman über die Liebe, das Klettern und das Leben! Die Sommergefühle helfen gedanklich wunderbar gegen den Winterblues hinweg und lassen vom Urlaub in Italien träumen.

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Kluftis spezielle Bescherung

Morgen, Klufti, wird's was geben
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In der Weihnachtsgeschichte "Morgen, Klufti, wird´s was geben" aus dem Ullstein Verlag zeigen die Autoren Klüpfel/Kobr wie das persönliche Weihnachtsfest ihres Kult-Kommissars Kluftinger abläuft.

Das ...

In der Weihnachtsgeschichte "Morgen, Klufti, wird´s was geben" aus dem Ullstein Verlag zeigen die Autoren Klüpfel/Kobr wie das persönliche Weihnachtsfest ihres Kult-Kommissars Kluftinger abläuft.

Das Weihnachtsfest steht kurz bevor. Im Hause Kluftinger sind die Plätzchen bereits gebacken, der japanische Schwiegervater hat sich als Besuch angemeldet und nun muss nur noch der Tannenbaum geschmückt werden. Natürlich kann Erika mal wieder nicht auf Kluftis Hilfe zählen, der sitzt lieber vor dem Fernseher! Doch dann verletzt sich Erika als sie beim Schmücken von der Leiter fällt, sie muss ins Krankenhaus. Jetzt muss Klufti die restlichen Vorbereitungen dieses Jahr also allein erledigen. Das wird er schon schaffen, schliesslich hat ihm das Erika doch die letzten zig Jahre ihrer Ehe schon vorgemacht. Aber bei Klufti läuft leider nicht alles so glatt, wie erhofft. Es geht einiges schief und die misslichen Vorfälle häufen sich, fast artet es in einer kompletten Katastrophe aus. Wird dieses Jahr Weihnachten im Hause Kluftinger überhaupt stattfinden können?

Dieses Jahr läuft es zwei Tage vor Weihnachten für Kommissar Kluftinger mal nicht so besinnlich ab wie andere Jahre, denn Erika landet nach einem Sturz von der Leiter im Krankenhaus. Sie wurde leider mitten aus den Aufgaben der restlichen Weihnachtsvorbereitungen gerissen. Wer Klufti kennt, ahnt schon früh, dass es hier Pannen am laufenden Band geben wird.

Das Buch ist mit 24 Kapiteln/ Katastrophen wie ein Adventskalender eingeteilt. Eine Katastrophe jagt die nächste, weil der Herr des Hauses dieses Mal einige Aufgaben vor dem Fest erledigen soll. Leider klappt das nur tendenziell und ich musste beim Lesen immer wieder über seine unüberlegten Aktionen mit dem Kopf schütteln, die Autoren haben den unbeholfenen Mann mit seiner realitätsfremden Art, seinen linken Hände und seinem Geiz wirklich extrem dusselig dargestellt. Von seinem beruflich sonst so spürbarem Ermittlungsgeist war hier leider nichts zu spüren. Klufti schlittert von einer Katastrophe zur nächsten und bei aller Dramatik musste ich über ihn lachen. Schliesslich ist er trotz seiner schrulligen Art doch ein guter Mensch und so kümmert er sich auch auf seine Art liebevoll um seinen Gast, den japanischen Schwiegervater seines Sohnes. Klufti möchte ihm die Allgäuer Weihnachtstradition näher bringen, aber schwierigerweise verläuft die Verständigung auf Englisch, wozu Klufti leider nur ansatzweise in der Lage ist. Sein Kauderwelsch-Englisch ist eine wirre Mischung aus englischen Wortfetzen und Allgäuer Mundart. Anfangs war einiges noch sehr amüsant, aber auch auf Dauer war es mir zuviel und wurde einfach recht klamaukig.
Bei einigen Szenen konnte ich laut lachen, den problematischen Kampf mit der Lichterkette sah ich bildhaft genau vor mir ablaufen. Und die spezielle Rezepttur für seinen gepantschten Glühwein kann man wahrscheinlich nicht empfehlen, wer das überlebt, muss keinen Geschmack haben und topfit sein. Vielleicht haben die Autoren beim Schreiben selbst etwas zuviel Glühwein genossen und so würde ich die englischen Sprachfetzen und die zahlreichen albernen Szenen auch nachvollziehen können.

Eine katastrophenreiche Weihnachtsgeschichte, die mit humorvollen, aber auch albernen Szenen gespickt ist und sicherlich nicht jede Leserin gleichermaßen erheitern kann. Ich war beim Lesen in der richtigen Stimmung, um übertriebene Albernheiten einfach auszublenden und mich über einen guten Ausgang der Geschichte zu freuen.


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