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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2024

Eine stimmungsvolle Einstimmung auf Halloween

Halloween in Finsterwald
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Inhalt: Halloween steht an. Tom, der einen Blog über paranormale Phänomene führt, begibt sich mit seinen Freunden nach Finsterwald; einem Ort, versteckt im Thüringer Wald, in dem sich Merkwürdiges ereignet ...

Inhalt: Halloween steht an. Tom, der einen Blog über paranormale Phänomene führt, begibt sich mit seinen Freunden nach Finsterwald; einem Ort, versteckt im Thüringer Wald, in dem sich Merkwürdiges ereignet haben soll. Währenddessen ist Larissa mit ihrem Ehemann Tilo auf dem Weg zu einer Halloweenparty. Bevor sie ankommen, werden sie allerdings von einem Polizisten abgefangen – dem es nicht nur um die Ahndung von Verstößen gegen die Verkehrsregeln geht. Leon, in Finsterwald aufgewachsen, setzt sich zeitgleich für die Fortführung einer blutigen Halloweentradition ein – doch plötzlich steht er selbst im Mittelpunkt dieser Tradition.

Persönliche Meinung: „Halloween in Finsterwald“ ist ein Horrorbüchlein von Maria Winter. Es handelt sich um den dritten Band ihrer Halloween-Reihe; jeder Band kann allerdings unabhängig von den anderen gelesen werden. Erzählt werden hier abwechselnd drei Handlungsstränge – Tom, Larissa und Leon – die (im weiteren Sinne) dem Surivivalhorror zugeordnet werden können. Jeder Handlungsstrang besitzt dabei einen ganz eigenen, besonderen Zug, sodass die Stränge sich voneinander unterscheiden und die Lektüre insgesamt abwechslungsreich ist. Eine große Stärke der Erzählung ist ihre dichte Atmosphäre: Insbesondere die Wälder um Finsterwald werden greifbar beschrieben und besitzen einen stimmigen Gruselfaktor. Spannung entsteht besonders durch die Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. Der Erzählstil von Maria Winter ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Halloween in Finsterwald“ eine kurzweilige, spannende Lektüre, die sich besonders zur Einstimmung auf das Gruselfest eignet.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Ein kurzweiliger und spannender Jugendroman

Der Fluch des David Ballinger
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Inhalt: David Ballinger beteiligt sich – eher gezwungenermaßen – an einem Diebstahl: Gemeinsam mit seinem alten Kindheitsfreund Scott und dessen neuen Freunden will er den Gehstock von Mrs. Bayfield, die ...

Inhalt: David Ballinger beteiligt sich – eher gezwungenermaßen – an einem Diebstahl: Gemeinsam mit seinem alten Kindheitsfreund Scott und dessen neuen Freunden will er den Gehstock von Mrs. Bayfield, die – so die Gerüchte – eine Hexe sein soll, stehlen. Der Diebstahl gelingt – doch David kommt nicht schadlos aus der Situation: Mrs. Bayfield verhängt einen Fluch über ihn – und nun Geschehen David allerlei Peinlichkeiten…

Persönliche Meinung: „Der Fluch des David Ballinger“ ist ein Jugendroman von Louis Sachar. Erzählt wird die Handlung aus der personalen Perspektive Davids. Inhaltlich dreht sich der Roman um den 12-jährigen David, der als Heranwachsender versucht, seine Rolle in der Welt zu finden. So spielen Coming of Age-Elemente wie die Veränderung von Freundschaften, das Finden neuer Freunde, Mobbing, das Anderssein, die erste Liebe und das Übernehmen von Verantwortung eine große Rolle innerhalb des Romans (daher eignet sich der Roman insbesondere für Lesende ab 12 Jahren). Eingebettet werden diese Themen in eine spannende Handlung (Ist David wirklich verflucht?), die zudem mit einer stimmigen Prise Humor angereichert wird (Es gibt einige wirklich witzige Szenen!). Der Erzählstil der Geschichte ist kurzweilig, anschaulich und nah an der vordergründig intendierten Zielgruppe, sodass man zügig in die Handlung findet. Insgesamt ist „Der Fluch des David Ballinger“ ein unterhaltsamer Jugendroman, der eine kurzweilige wie spannende Coming of Age-Geschichte erzählt.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Eine klassische Kriminalnovelle, die auch heutzutage nichts an Spannung einbüßt

Das Fräulein von Scuderi
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Inhalt: Paris 1680. Eine Mordserie erschüttert die Metropole: Adlige Männer, die sich mit einem Schmuckgeschenk auf dem Weg zu ihrer jeweiligen Geliebten befinden, werden mit einem Dolchstich ins Herz ...

Inhalt: Paris 1680. Eine Mordserie erschüttert die Metropole: Adlige Männer, die sich mit einem Schmuckgeschenk auf dem Weg zu ihrer jeweiligen Geliebten befinden, werden mit einem Dolchstich ins Herz getötet. Ganz Paris ist in Aufruhr, denn der Täter kann, trotz einiger Finten der Ermittler, nicht gefasst werden. Eigentlich hat die 73-jährige Dichterin Scuderi hiermit gar nichts zu tun, doch als sie eine spaßhaft gemeinte Sentenz gegenüber Ludwig XIV. äußert, die dazu führt, dass dieser die Ermittlungen in der Mordserie nicht weiter verschärft, gerät sie unverhofft in den Fall hinein: Der Täter lässt ihr ein Schmuckstück zukommen, mit dem er sich für ihre Sentenz bedanken möchte…

Persönliche Meinung: E. T. A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“ gilt als erste deutschsprachige Kriminalnovelle – und tatsächlich wirkt sie, obwohl sie mittlerweile schon 200 Jahre alt ist, recht modern: Die Szenerien von Paris, durch die sich unsere Ermittlerin Scuderi begibt, werden atmosphärisch dicht beschrieben, die Handlung weist eine schöne Rätselhaftigkeit auf, es findet sich die ein oder andere überraschende Wendung und die Täterfigur wird psychologisch interessant dargestellt. Mehr möchte ich – zwecks Spoilergefahr – gar nicht zum Inhalt von „Das Fräulein von Scuderi“ sagen. Abgerundet wird die Hardcover-Ausgabe des Reclam Verlags durch ein Nachwort von Thomas Wortmann, in dem Wortmann insbesondere auf die erzählerische Seite der Novelle sowie auf die Hintergründe der Täterfigur eingeht. Insgesamt ist „Das Fräulein von Scuderi“ eine klassische Kriminalnovelle, die auch heutzutage nichts an Spannung einbüßt; ein Klassiker, der sich (immer wieder) zu lesen lohnt!

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Ein schöner Einstieg in die Welt von Poe

Die schwarze Katze. Unheimliche Geschichten
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„Die schwarze Katze“ vereint zwei schaurige Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe. Den Beginn macht die titelgebende Geschichte „Die schwarze Katze“, in der ein Ich-Erzähler – spoilerfrei gesagt – von einer ...

„Die schwarze Katze“ vereint zwei schaurige Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe. Den Beginn macht die titelgebende Geschichte „Die schwarze Katze“, in der ein Ich-Erzähler – spoilerfrei gesagt – von einer folgenschweren Tat berichtet. Gewissermaßen handelt es sich um ein kleines Psychogramm einer Täterfigur. Die zweite Kurzgeschichte, die sich in dem Reclam-Bändchen findet, ist vermutlich Poes bekannteste: „Der Untergang des Hauses Usher“. Ein namenloser Ich-Erzähler begibt sich hier aufgrund eines Briefes seines Freundes Roderick Usher zu dessen abgelegen liegendem Herrensitz. Die Geschichte besticht durch ihre dichte Atmosphäre: Der Herrensitz ist gespenstisch, der Hausherr morbid. Für den Ich-Erzähler, der lediglich eine begrenzte Einsicht in die Vorgänge innerhalb des Herrenhauses besitzt, ist vieles mysteriös und enigmatisch – beides überträgt sich unweigerlich während der Lektüre auf die Lesenden. Abgerundet wird „Die schwarze Katze“ durch eine kurze Nachbemerkung, in der Edgar Allan Poe vorgestellt wird. Insgesamt bietet „Die schwarze Katze“ natürlich keine unbekannten Geschichten, beide findet man in diversen Anthologien; für Lesende, die sich das erste Mal mit Poe beschäftigen, wird hier aber ein schöner Einstieg in Poes Geschichten geschaffen.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Ein fesselnder Thriller

NACHT
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Inhalt: Aufgrund einer gescheiterten Beziehung nimmt die Lehramtsstudentin Sóldís kurzfristig den Job einer Haushaltshilfe an. Zunächst erscheint das abgelegene Haus idyllisch, doch mit der Zeit nimmt ...

Inhalt: Aufgrund einer gescheiterten Beziehung nimmt die Lehramtsstudentin Sóldís kurzfristig den Job einer Haushaltshilfe an. Zunächst erscheint das abgelegene Haus idyllisch, doch mit der Zeit nimmt Sóldís Merkwürdiges wahr: So darf sie den muffig riechenden Keller nicht betreten; auch verschwinden Dinge im Haus – und tauchen an anderer Stelle plötzlich wieder auf. Kurze Zeit später wird die Polizei zu dem Haus gerufen. Der Grund: Fast alle Mitglieder der Familie sind grausam ermordet worden….

Persönliche Meinung: „Nacht“ ist ein Thriller von Ysra Sigurdardóttir. Erzählt wird der Thriller aus zwei Perspektiven, die auf unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelt sind. In „Vorher“ begleiten wir Sóldís bei ihren Tätigkeiten als Haushaltshilfe und erhalten dadurch einen Einblick in die mysteriösen Zwischenfälle, die im Haus geschehen. In der Gegenwart ermitteln wir gemeinsam mit der Mordkommission und versuchen, den Mörder zu identifizieren. Diese beiden Perspektiven wechseln sich permanent ab, sodass ein spannendes Verweissystem entsteht: Dinge, die in „Vorher“ geschehen sind, werden in der Gegenwart wieder aufgegriffen. Nach und nach entsteht so ein – mehr oder weniger – vollständiges Mosaikbild. Besonders der „Vorher“-Handlungsstrang ist klasse: Hier passiert viel Mysteriöses, das man sich nicht sofort erklären kann. Zudem erweisen sich einzelne Familienmitglieder mit der Zeit als undurchsichtig, sodass man nie genau weiß, wem Sóldís vertrauen kann. Aber auch der Gegenwartshandlungsstrang hält einige überraschende Wendungen bereit. Einziger Wermutstropfen, der das Leseerlebnis für mich getrübt hat: das Ende des Romans. So spannend und mysteriös die Handlung bisher war, so wenig spektakulär ist das Ende. Der Erzählstil des Thrillers ist fesselnd und atmosphärisch, sodass man „Nacht“ während der Lektüre kaum weglegen kann. Insgesamt ist „Nacht“ ein sehr spannender Thriller mit einem leider etwas enttäuschenden Ende.

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