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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Keine gute Story

Woman Down
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Normalerweise ist Colleen Hoover für mich ein Garant für gute, fesselnde Unterhaltung. Ihre Geschichten haben mich bisher immer mitgerissen, umso enttäuschender war dieses Buch für mich.

Im Mittelpunkt ...

Normalerweise ist Colleen Hoover für mich ein Garant für gute, fesselnde Unterhaltung. Ihre Geschichten haben mich bisher immer mitgerissen, umso enttäuschender war dieses Buch für mich.

Im Mittelpunkt steht die bislang äußerst erfolgreiche Autorin Petra Rose, die nach einem massiven Shitstorm unter einer Schreibblockade leidet. Um dem Skandal und dem öffentlichen Druck zu entkommen, zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zurück. Dort möchte sie in Ruhe an ihrem neuen Roman arbeiten, in dem es um einen heißen Cop geht. Doch plötzlich steht genau so ein Mann vor ihrer Tür. Petra lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein und man fragt sich zunehmend: Was ist real, was entspringt ihrer Fantasie?

Besonders irritierend fand ich, dass das Buch mit dem Trope „Strong Female Character“ wirbt. Für mich trifft das überhaupt nicht zu. Petra ist keine starke, souveräne Protagonistin, sondern eine zutiefst verunsicherte Frau, geplagt von Selbstzweifeln. Sie trifft wiederholt fragwürdige Entscheidungen und stilisiert sich anschließend eher zum Opfer ihrer eigenen Handlungen, anstatt Verantwortung zu übernehmen.

Auch der männliche Charakter bleibt durchweg unsympathisch und wenig greifbar. Zwischen den beiden entsteht keine Dynamik, die wirklich überzeugt oder emotional berührt. Statt prickelnder Spannung überwiegt ein unangenehmes Gefühl.

Hinzu kommt, dass sich die Handlung fast ausschließlich in der Hütte abspielt. Viele Szenen ähneln sich stark, wodurch sich die Geschichte stellenweise zieht und wiederholt. Es fiel mir nicht schwer, einige Seiten zu überblättern, ohne das Gefühl zu haben, Wesentliches zu verpassen.

Der einzige wirkliche Pluspunkt ist, dass sich das Buch schnell lesen lässt. Insgesamt bleibt es für mich jedoch eine Enttäuschung, da ich von Colleen Hoover deutlich mehr erwartet habe.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein neues Leben

Mathilde und Marie
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Marie flieht aus Paris, nachdem sie einige schwere Schicksalsschläge verkraften musste. Auf einer Zugreise begegnet sie der tiefgründigen Isländerin Jónína, die sie schließlich in das kleine belgische ...

Marie flieht aus Paris, nachdem sie einige schwere Schicksalsschläge verkraften musste. Auf einer Zugreise begegnet sie der tiefgründigen Isländerin Jónína, die sie schließlich in das kleine belgische Bücherdorf Redu begleitet. Dort ist das Leben völlig anders: Die Menschen nehmen sich bewusst Zeit füreinander, und das Internet spielt kaum eine Rolle. Kann Marie an diesem besonderen Ort ihren Frieden finden?

Mathilde und Marie ist ein Roman aus dem Genre Gegenwartsliteratur. Auch wenn dieses Genre nicht zu meinen bevorzugten zählt, greife ich zwischendurch gerne zu etwas tiefgründigeren Geschichten. Die Charaktere sind sehr sympathisch gezeichnet, und besonders Marie wächst einem schnell ans Herz.

Immer wieder finden sich im Text Gedanken und Passagen, die zum Innehalten und Nachdenken anregen. Gerade der Umgang mit Zeit und die ständige Präsenz des Internets werden kritisch hinterfragt – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Man merkt, wie viel Zeit wir oft online verbringen und wie selten wir uns bewusst dem Hier und Jetzt widmen.

Auch die Natur sowie verschiedene Handwerke werden detailreich und anschaulich beschrieben, was der Geschichte eine ruhige, entschleunigende Atmosphäre verleiht. Für dieses Buch habe ich etwas länger gebraucht, doch seine wichtige Botschaft hallt noch lange nach.

Veröffentlicht am 17.02.2026

Mode, Liebe, Drama

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" ist der Auftakt zur Geschichte der Familien Bouttier und Le Blanc. Beide führen jeweils ein eigenes Modelabel in Paris und sind seit Jahren erbitterte Rivalen. Während ...

"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" ist der Auftakt zur Geschichte der Familien Bouttier und Le Blanc. Beide führen jeweils ein eigenes Modelabel in Paris und sind seit Jahren erbitterte Rivalen. Während Elodie und ihr Cousin Gabriel zu den Bouttiers gehören, ist Adam Teil der verfeindeten Familie Le Blanc.

Bei ihrer ersten Begegnung weiß Elodie, die viele Jahre in Deutschland und der Schweiz gelebt hat, noch nichts von dieser Feindschaft – und lässt sich auf einen One-Night-Stand mit Adam ein. Doch schon bald erkennt sie, welches Spiel er spielt. Und dann ist da auch noch ihr (adoptierter) Cousin Gabriel, der ebenfalls starke Gefühle in ihr auslöst.

Les Bouttiers ist ein typischer New-Adult-Roman. Die Geschichte wirkt stellenweise deutlich von der Serie Emily in Paris inspiriert, und auch die eingestreuten Zeitungsartikel erinnern ein wenig an Bridgerton. Das Setting rund um die Pariser Modewelt bietet viel Potenzial, das meiner Meinung nach jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Stattdessen steht das Liebes-Wirrwarr sehr stark im Vordergrund, fast etwas zu sehr für meinen Geschmack.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht zugänglich und stellenweise dezent spicy. New-Adult-Fans, die dramatische Liebesgeschichten mit Rivalitäts-Thematik mögen, werden an diesem Buch sicherlich ihre Freude haben.

Veröffentlicht am 14.02.2026

Spannender neuer Fall für Fredrika

Schattenmädchen
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„Schattenmädchen“ ist der dritte Fall für Fredrika Storm und ihren Partner Henry Calment. In einem heißen Sommer in Schweden verschwindet nach der Party eines erfolgreichen Tech-Unternehmens die junge ...

„Schattenmädchen“ ist der dritte Fall für Fredrika Storm und ihren Partner Henry Calment. In einem heißen Sommer in Schweden verschwindet nach der Party eines erfolgreichen Tech-Unternehmens die junge Studentin Isabelle Karlsson spurlos. Je tiefer Fredrika und Henry graben, desto komplexer und undurchsichtiger wird der Fall. Was ist mit der Studentin geschehen?

Ich habe inzwischen alle drei Bände der Reihe um Fredrika Storm gelesen und kann sie uneingeschränkt empfehlen. Die Ermittlerin ist keine besonders feinfühlige Person, doch sie ist sich ihrer Schwächen bewusst und gerade das macht sie sehr sympathisch. Der Schreibstil ist packend und fesselnd. Besonders gut gefällt mir, dass der Fokus klar auf den Ermittlungen liegt, man aber dennoch viel über das Privatleben von Henry und Fredrika erfährt.

Den aktuellen Fall empfand ich als äußerst spannend. Durch die Causa Epstein wirkt das Thema zudem sehr gegenwärtig und relevant. Für mich ist diese Reihe definitiv eine meiner liebsten Krimiserien. Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.02.2026

Geheimtipp(s) Japan

Hidden Japan
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Hidden Japan ist ein wahrer Schatz, wenn es um Reiselektüre für Japan geht. Das Cover ist wunderschön, und die Illustrationen sind sehr Japan-typisch. Auch die Haptik, die Farbgebung und die abgerundeten ...

Hidden Japan ist ein wahrer Schatz, wenn es um Reiselektüre für Japan geht. Das Cover ist wunderschön, und die Illustrationen sind sehr Japan-typisch. Auch die Haptik, die Farbgebung und die abgerundeten Ecken machen das Buch zu einem echten Blickfang.

Das Buch enthält keine Fotos, dafür aber jede Menge liebevoll gestaltete kleine und große Illustrationen. Der Schwerpunkt liegt auf Tokio, doch auch Kyoto, Osaka und Nara werden näher beleuchtet. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Ideen für Tages- und weitere Ausflüge. Besonders charmant sind die thematischen Kapitel wie beispielsweise „Tokio für Foodies“, „Retro-Tokio“ oder „Grünes Tokio“.

Ergänzt werden diese durch historische Fakten, Informationen zu kulturellen Hintergründen, Reisetipps sowie viele besondere Hinweise und Inspirationen. Für mich als Japan-Liebhaberin ist dieses Buch eine wunderbare Lektüre und zugleich eine tolle Geschenkidee für alle, die diese Begeisterung teilen.