Facettenreich
Morgen sind wir wild und freiDieses Mal entführt und die Autorin nach Oberammergau. Dort treffen Elisabeth, die dort mit ihrer Familie wohnt, Agnes und Viktoria, die beide in München leben. Agnes studiert gegen alle Widerstände Architektur ...
Dieses Mal entführt und die Autorin nach Oberammergau. Dort treffen Elisabeth, die dort mit ihrer Familie wohnt, Agnes und Viktoria, die beide in München leben. Agnes studiert gegen alle Widerstände Architektur und Viktoria schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsschreibarbeiten durch um sich und ihr Kind halbwegs über die Runden zu bringen.
Die drei werden Freundinnen und haben ein Ziel: den Aramis Berghof erwerben und dort ein Leben für sich aufbauen, gemeinsam wirtschaften und sich untereinander helfen. Doch der Weg dorthin ist steinig, sie müssen alle enorme Hürden überwinden, bevor ihr Traum wahr werden kann.
Stephanie Schuster nimmt uns nun also wieder mit ins Bayern der späten Prinzregentenzeit. Diesmal nach Oberammergau, dem Ort der Passionsspiele. Elisabeth und ihre Familie haben nicht viel, aber die Teilnahme an den Spielen ist der Familie wichtig und so lernt man viel über die Tradition der Gegend. Und auch über den Schmuggel mit dem sich auch Elisabeths Familie über Wasser hält. Die Geschichten rund um Agnes und Viktoria beschäftigen sich dagegen mit der Problematik lediger Mütter und den Hürden eines Studiums, das in Bayern erst seit kurzem auch Frauen erlaubt ist.
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist lebhaft und anschaulich, ich konnte mir die Gegend und die Protagonisten gut vorstellen. Ich mochte die drei Frauen, aber auch die Männer, die nicht nur kleine Nebenrollen spielen. Ich habe eine schöne Zeit in den bayerischen Bergen verbracht und dabei einiges über das Leben der damaligen Zeit und den damaligen Gegebenheiten gelernt.
Ich kann das Buch daher empfehlen, es ist ein schöner authentischer, historischer Roman.