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Veröffentlicht am 24.03.2025

zauberhafte Lesestunden

Die kleine Villa in Italien
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Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ...

Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ihres Vaters Raphael sie eiskalt abblitzen lässt, fährt sie an die Amalfi-Küste um zu versuchen dort ihren Vater zu kontaktieren. Doch auch hier tut Raph alles um die vermeintliche Erbschleicherin von seinem Stiefvater fernzuhalten. Der Zufall will es aber, dass die beiden sich doch begegnen und so fühlt sich Raph genötigt Lia zu überwachen. Dass ihm das lieber ist, als er zugeben mag, fällt nicht nur Lia auf.

Julie Caplin nimmt uns dieses Mal mit nach Italien an die Amalfi-Küste. In Positano lernen wir das Dolce Vita kennen, das dort nicht nur die vermögenden Menschen leben. Man kann sich den Ort lebhaft vorstellen und möchte dort auch gerne ein Eis essen und sich am Strand vergnügen. Die Geschichte ist gut konstruiert, und abwechselnd aus Lias und Raphs Sichtweise heraus geschildert. So erfährt man auch, warum er so misstrauisch ist. Es kommt natürlich zu den üblichen Verwicklungen, die es in einem solchen Buch braucht, aber die Auflösung hat mir hier besonders gut gefallen.

Wie immer liegt der Schwerpunkt auch auf dem lokalen Essen, dass man durch die Geschichte besser kennenlernt. Da läuft einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Und auch Lias Kunst aus Textilien klingt unglaublich interessant.

Die Familie Ernestos ist laut und quirlig und mir hat es gut gefallen Lia dabei zu begleiten ihre nicht ganz so kleine Zweitfamilie näher kennenzulernen.

Ich kann also auch diesen Band aus der Romantic Escapes Reihe wieder rundherum empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Nicht Krieg und nicht Freiden

Nacht der Ruinen
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Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß ...

Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß geworden. Er musste Köln mit seiner Familie 1939 verlassen und dabei die Freunde Jakub und Hilda zurücklassen. Er begibt sich auf die Suche nach den beiden und deckt dabei nicht nur die Geschehnisse rund um den Bomberpiloten auf.

Der Krieg ist offiziell noch nicht zu Ende, als die Amerikaner im März 45 die linke Rheinseite von Köln besetzten und sich sofort daran machen aufzuräumen und wieder aufzubauen. Wir begleiten Joe durch seine Heimatstadt, vertraut und fremd zugleich. Die Gedanken an seine Freunde lassen ihn nicht los und die Nachforschungen dazu sind anfangs noch unabhängig von den Ermittlungen zu dem Verschwinden des Soldaten.

Cay Rademacher gelingt es hier ein Buch aus der Zeit zwischen Ende des Krieges und dem offiziellen Frieden zu zeigen. Im Rest von Deutschland toben noch die Kämpfe und auch in Köln gibt es noch Menschen, die meinen, dass sich das Blatt noch wenden wird. Dementsprechend ist auch das Auftreten der Kölner. Viele schon sehr unterwürfig den Besatzern gegenüber, andere noch voller Stolz aufs Vaterland.

Mir hat das Buch gut gefallen. Joe ist sehr zerrissen, das Wiedersehen mit seiner Heimatstadt nimmt ihn doch sehr mit und er erinnert sich an die Zeiten, als er hier noch glücklich war. Das macht ihn verwundbar und er muss sich eingestehen, dass er dann doch den falschen Menschen vertraut hat. Ich fand die Geschichte sehr spannend und die Auflösung gut gemacht. Man konnte sich das Köln in diesen Tagen gut vorstellen, als langsam doch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges überhand nimmt.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, es liest sich flüssig und man kann emotional gut mit Joe mitgehen. Dazu schafft es der Autor auch noch bekannte Persönlichkeiten der Zeit wie George Orwell und Irmgard Keun in seinen Plot glaubwürdig mit aufzunehmen.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Für mich nichts

Wie ein Stern in mondloser Nacht
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Henni Bartholdy verliebt sich kurz nach dem Krieg in Ed, den Sohn der Arbeitgeber ihrer Mutter. Sie haben große Pläne, doch Henni wird schwanger und damit alleine gelassen. Als sie sich wieder erholt hat, ...

Henni Bartholdy verliebt sich kurz nach dem Krieg in Ed, den Sohn der Arbeitgeber ihrer Mutter. Sie haben große Pläne, doch Henni wird schwanger und damit alleine gelassen. Als sie sich wieder erholt hat, wird sie Hebamme und beschließt Müttern, die nicht mehr weiterkönnen mit einer Babyklappe zu helfen.

Für mich war dieses Buch leider eine Mogelpackung. Ich hatte ein Buch über die Geschichte der Babyklappe im Berlin der Nachkriegszeit erwartet. Bekommen habe ich aber die Geschichte von Henni und Ed, die durch Intrigen und Missverständnisse geprägt ist. Am Ende fand ich eigentlich weder Henni noch Ed wirklich sympathisch, bei beiden war mir dann doch zu viel Eigennutz im Spiel. Das Thema Babyklappe und die Betreuung der Schwangeren in Not blieb mir zu sehr im Hintergrund.

Die zweite Zeitebene hätte ich gar nicht gebraucht. Hier sucht Liv nach ihrer Herkunft. Irgendwie war mir Liv unsympathisch. Sie wurde adoptiert, die Eltern sprechen nicht darüber. Und sie stößt gerade ihre Mutter immer wieder vor den Kopf und kann ihr nicht begreiflich machen, warum es für sie wichtig ist zu wissen, wo sie herkommt. Gleichzeitig wird die Mutter aber auch irgendwie seltsam dargestellt. Ich bin nicht dahinter gekommen, ob sie Liv adoptiert hat um ihr Image aufzupolieren, oder weil sie wirklich dringend Mutter sein wollte.

Außerdem gab es keinerlei Nachwort, daher gehe ich davon aus, dass es hier auch keinerlei historische Zusammenhänge gibt. Was ich ziemlich schade finde, denn ich bin davon ausgegangen, dass hier zumindest die Grundlage der „Erfindung“ der Babyklappe einen historischen Hintergrund hatte.

Von mir daher keine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 09.03.2025

spannend

Luna
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Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet ...

Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet alleine auf dem Erdtrabanten. Auf der Erde wird fieberhaft nach einer Möglichkeit gesucht Luna zu retten. Allerdings gibt es dabei nicht nur bürokratische Hürden zu überwinden.

Das Buch ist wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Katastrophe jagt die nächste, immer wieder tauchen Hürden auf. Dazu kommt das Chefastronaut Blake damit zurecht kommen muss, dass seine Exfrau Charlie die Untersuchung von Seiten der FAA übernimmt. Das Verhältnis der beiden macht es Anfangs schwierig überhaupt sinnvoll miteinander zu arbeiten.

Ich habe das Buch richtig gerne gelesen, auch wenn ich Blake gerade am Anfang ziemlich nervend und anstrengend fand. Sein Verhalten gerade Charlie gegenüber war einfach sehr unprofessionell. Aber im Laufe der Zeit hat sich das gelegt und auch Charlie hat sich deutlich im Laufe des Buches weiterentwickelt.

Ich kann das Buch empfehlen. Es ist eine wirklich spannendes Science Fiction Geschichte, die richtig Spaß macht.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Den Blick nach vorn

Den Bach rauf
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Robert Habeck zieht Bilanz. Bilanz seines Politikerlebens, Bilanz der letzten Jahre in der Regierung. Dabei beleuchtet er Dinge, die ihm immer wieder vorgeworfen wurden, aber eben auch Dinge, die vielleicht ...

Robert Habeck zieht Bilanz. Bilanz seines Politikerlebens, Bilanz der letzten Jahre in der Regierung. Dabei beleuchtet er Dinge, die ihm immer wieder vorgeworfen wurden, aber eben auch Dinge, die vielleicht nirgendwo so richtig erwähnt wurden, aber doch erfolgreich umgesetzt wurden. Es gab eben nicht nur Schatten, es gab auch Dinge, die das Land voran gebracht haben.

Gleichzeitig macht er sich Gedanken um die politischen Umgangsformen und dem Miteinander im Land. Er ruft auf in den direkten Kontakt zu gehen, anstatt im Internet aufeinander einzuschlagen. Mir hat dieses kurze Buch gut gefallen. Es ist ist durchaus kritisch aber auch optimistisch. Den Kopf in den Sand stecken wird unsere Probleme nicht lösen. Und die Welt dreht sich weiter, ein Zurück in alte Zeiten wird es nicht geben, nicht bei uns und nicht in der Welt.

Ich kann das Buch durchaus empfehlen, auch um etwas positiver auf die Zukunft zu schauen.

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