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Veröffentlicht am 01.08.2021

spannende Jugenddystopie

Allein durch die Sterne
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Ariadne lebt ziemlich ziellos vor sich hin, Hauptsache die Erwartungen des Vaters nicht erfüllen. So schlägt sie sich als Kellnerin durch und weiss nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. ...

Ariadne lebt ziemlich ziellos vor sich hin, Hauptsache die Erwartungen des Vaters nicht erfüllen. So schlägt sie sich als Kellnerin durch und weiss nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Doch eines Tages sind von einem Moment auf den anderen alle Menschen einfach verschwunden. Um herauszufinden, ob noch jemand da ist, postet sie auf Instagramm und tatsächlich, eines Tages stellt sich heraus, dass es genau noch einen anderen Menschen auf der Welt gibt, Sanghyun. Allerdings ist er in Shanghai und damit am anderen Ende der Welt. Die beiden beschließen sich zu treffen, auf der Hälfte der Strecke zwischen ihnen in Jekaterinenburg. So macht sich Ariadne mit ihrer Katze und dem Hund Tobi auf den Weg.

Am Anfang habe ich etwas Probleme gehabt, ins Buch zu kommen. Ariadne wirkte da sehr Ich-Bezogen auf mich und ich bin mit ihr nicht warm geworden. Das hat sich erst geändert, als sie sich auf den Weg macht, um Sanghyun zu treffen. Da wird ihre Fürsorglichkeit für die Tiere sichtbar und sie verändert sich deutlich merkbar. Sie kümmert sich um die Tiere, die sie begleiten, befreit immer wieder eingesperrte Tiere und vor allem baut sie eine Beziehung zu Sanghyun auf, macht sich Sorgen um ihn und versucht ihm aus der Ferne zu helfen. Gegenseitig motivieren Sie sich immer wieder, bis sie das Ende ihrer Reise erreichen.

Die Kapitel des Buches sind mit einzelnen Hashtags überschrieben, die ziemlich gut zum Kapitelinhalt passen. Der Schreibstil ist locker und flapsig, passend zum Alter der Protagonisten. Am Ende mochte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich unbedingt wissen musste, ob die beiden ihr Ziel erreichen und ob es eine Auflösung der ja doch recht seltsamen Situation gibt. Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Das bunte Berlin der Zwanziger

Die Damen vom Pariser Platz
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Gretchen nutzt die Chance, als ihr ihre Freundin Henni eine Stelle als Tippfräulein in Berlin besorgt und stürzt sich ins Großstadtleben. Sie soll die Memoiren von Isis aufschreiben, einer gefeierten Nachtclubsängerin.

Anfangs ...

Gretchen nutzt die Chance, als ihr ihre Freundin Henni eine Stelle als Tippfräulein in Berlin besorgt und stürzt sich ins Großstadtleben. Sie soll die Memoiren von Isis aufschreiben, einer gefeierten Nachtclubsängerin.

Anfangs ist das Leben in Berlin noch sehr verwirrend und Gretchen ist sich oft nicht sicher, ob sie alles richtig macht. Aber nach und nach findet sie sich zurecht und auch zu sich selbst. Und am Ende erkennt sie auch, was ihr in ihrem Leben wichtig ist.

Joan Weng entführt uns wieder ins Berlin der zwanziger Jahre. Berlin ist schräg und bunt in diesem Buch. Gretchen landet in einer Gesellschaft, in der keiner sein Leben einfach normal leben will. Und obwohl die wenigsten den Konventionen entsprechen sind auch diese Menschen nicht frei von Vorteilen. Gerade bei dem was über Isis so erzählt wird, wird das recht deutlich. Da denkt sich jeder auch gerne mal etwas aus, weil es gerade so schön ins Weltbild passt. Gretchen hat mir sehr gut gefallen, gerade ihre Entwicklung fand ich sehr schön gezeichnet. Aber auch die anderen Charaktere sind nicht einfach Schwarz-weiß, jeder hat da so seine Vor- und Nachteile.

Und auch ein Wiedersehen mit den Figuren aus den Vorgängerbüchern gibt es, ich fand das sehr schön, als bei mir dann die Puzzleteile zueinander gefunden haben und ich als Leser noch einmal Orte aus anderen Büchern besuchen durfte. Und natürlich darf man auch die realen Orte nicht vergessen, die die Autorin hier geschickt mit eingebunden hat. Es hat schon ulkige Lokalitäten gegeben damals. Zusammen ergibt das ein sehr buntes Bild des vergangenen Berlins.

Alles in allem ein schönes und kurzweiliges Buch, das ich gerne weiterempfehle. Ich hatte schöne Lesestunden damit!

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Veröffentlicht am 17.07.2021

Angelas Zukunft?

Miss Merkel: Mord in der Uckermark
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Angela Merkel ist in Rente gegangen und mit ihrem Joachim und Peronenschützer Mike in die Uckermark gezogen. Aber irgendwie hat sie sich noch nicht an die neue Lebenssituation gewöhnt. Immer nur Kuchen ...

Angela Merkel ist in Rente gegangen und mit ihrem Joachim und Peronenschützer Mike in die Uckermark gezogen. Aber irgendwie hat sie sich noch nicht an die neue Lebenssituation gewöhnt. Immer nur Kuchen backen macht sie auch nicht glücklich. Als jedoch ein Grundbesitzer tot aufgefunden wird, wittert Angela gleich einen Mord und beginnt zu ermitteln. Auch wenn sie damit ihren Personenschützer in den Wahnsinn treibt.

David Safier zeichnet ein Bild, wie es für Angela Merkel nach der Bundestagswahl weitergehen könnte. Dabei wird sie sehr liebevoll und sehr humorvoll dargestellt. Die Spitzen auf Erlebnisse aus ihrer Kanzlerzeit bringen den Leser immer wieder zum Lachen. Auch Mops Putin sorgt für humorvolle Einlagen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, das Ende ist in Agatha Christie Manier gelöst und liefert einen schönen Showdown. Und auch für die Zukunft gibt es einen schönen Ausblick. Ich könnte mir durchaus noch ein weiteres Buch mit Miss Merkel vorstellen.

Von daher von mir eine Leseempfehlung für dieses humorvolle Buch!

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Tolles Buch über die sechziger Jahre

Die Wunderfrauen
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Der zweite Band der Wunderfrauen setzt 10 Jahre nach dem Ende des ersten Bandes ein. Helga ist mittlerweile Ärztin und arbeitet in der Klinik von Dr. von Thaler. Ihr Sohn David geht zusammen mit Josie, ...

Der zweite Band der Wunderfrauen setzt 10 Jahre nach dem Ende des ersten Bandes ein. Helga ist mittlerweile Ärztin und arbeitet in der Klinik von Dr. von Thaler. Ihr Sohn David geht zusammen mit Josie, der Tochter von Louise zur Schule. So nähern die beiden sich wieder aneinander an und können die letzten Unstimmigkeiten zwischen sich ausräumen. Marie ist mittlerweile mit Martin verheiratet und bekommt ihr viertes Kind von ihm. Und Annabelle ist gerade Mutter einer Tochter geworden. Allerdings ist Marlene missgestaltet.

Hier nimmt die Autorin dann auch gleich Bezug auf das damalige Tagesgeschehen. Marlene ist ein Contergan geschädigtes Kind und ihr Vater versucht herauszufinden, wie das passieren konnte. Auch andere Themen der Zeit werden aufgegriffen, wie die Debatte über Verhütung und Schwangerschaftsabbrüche. Die Flurbereinigung spielt eine Rolle und Louise muss sich mit der Konkurrenz der Selbstbedienungs-Supermärkte, die immer mehr aufkommen, beschäftigen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, man merkt den Charakteren an, dass sie älter geworden sind. Nicht unbedingt vernünftiger, aber alle vier stehen mehr im Leben und wissen sich auf ihre Art und Weise durchzusetzen. Besonders Annabelle emanzipiert sich immer mehr von ihrem Mann und wächst an ihrer Aufgabe mit Marlene und ihrer Freundschaft zu Louise, die sich deutlich vertieft.

Die Beschreibung der Gegend ist so gut, dass ich Starnberg direkt wieder vor Augen hatte. Durch die wechselnde Perspektive begleitet man jede der Frauen immer wieder ein Stück ihres Weges und lernt ihr Ängste und Zweifel, aber auch ihre geheimen Freuden kennen.

Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf Band 3, der wieder 10 Jahre später spielt. Auch diese Geschichte wird wieder wohl recht spannend werden. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses Buch, es hat mir wirklich gut gefallen.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

unglaublich spannender Spionageroman

Die fremde Spionin
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Ria wurde mit 10 Jahren aus ihrer Familie gerissen und an systemtreuen Eltern als Pflegekind gegeben. Sie kann diese Trennung bis heute nicht verwinden. Als sie daher vom BND angesprochen wird, ob sie ...

Ria wurde mit 10 Jahren aus ihrer Familie gerissen und an systemtreuen Eltern als Pflegekind gegeben. Sie kann diese Trennung bis heute nicht verwinden. Als sie daher vom BND angesprochen wird, ob sie bereit wäre zu spionieren, stimmt sie dem zu. Allerdings ist ihr nicht bewusst, dass sie dabei immer mehr zwischen die Fronten gerät. Sie gerät schnell in das Visier von Stasi und KGB und nur der Gedanke daran, ihre Schwester wiederzufinden lässt sie an ihren Plänen festhalten

Das Buch spielt in den Monaten vor dem Mauerbau 1961 in Berlin. Der Leser taucht ein in die Welt der Spionage und Gegenspionage, die spannender nicht sein könnte. Auch wenn man vieles zum Mauerbau ja vielleicht schon kennt, ist es doch unglaublich spannend wie die geheimen Pläne der DDR-Führung tatsächlich umgesetzt wurden. Titus Müller beschränkt sich dabei nicht nur auf die Handlung rund um Ria, sondern lässt hier auch wahre Begebenheiten mit einfließen, die die Geschichte noch besser verständlich machen. So haben Erich Honecker und John F. Kennedy ihre Auftritte und man merkt, wie sehr das deutsche Volk auf beiden Seiten doch ein Spielball der Weltmächte war.

Ich fand das Buch unglaublich spannend und lebendig geschrieben. Man fiebert immer um Ria, ob und wie sie ihren Verfolgern entkommen kann. Und hofft doch ein bisschen, dass sie den Mauerbau vielleicht doch verhindern kann. Auch wenn man weiß, dass das sicher nicht der Fall sein wird. Die Mischung aus fiktiver Geschichte und wahrer Begebenheiten war für mich sehr gelungen. So lernt man ganz nebenbei noch etwas über die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Was ich auch hervorragend gelungen fand, war die differenzierte Darstellung der Geheimdienstler. Da ist keiner nur gut oder nur böse, alle haben ihre Schattenseiten, aber auch eben sehr menschliche Züge, auch wenn sich das nicht immer mit ihrer Tätigkeit verbinden lässt.

Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich auf die Fortsetzung, die nächstes Jahr erscheinen wird.

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